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von Timberlake
Di 19. Mai 2026, 22:52
Forum: Metaphysik und Ontologie
Thema: Realität und Fiktion
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Re: Realität und Fiktion

Consul: Mag sein; doch die fiktiven Personen, von denen dieser Roman handelt, haben jedenfalls selbst gar nichts bewirkt oder beeinflusst.

Weil andernorts gerade erwähnt, zumindest bei der "fiktiven Person" Zarathustra von Nietzsche wäre ich mir da jetzt an deiner Stelle nicht so sicher, um einmal diesbezüglich konkret zu werden.

Consul: Damit macht man fiktive Figuren zu subjektiven Bewusstseinsinhalten, was ein großer Fehler ist, weil sie keine Empfindungen, Gefühle, Gedanken oder Vorstellungen sind.

Sind? Müsste es nicht vielmehr heißen .. weil sie keine Empfindungen, Gefühle, Gedanken oder Vorstellungen "haben". Denn solche subjektiven Bewusstseinsinhalte "haben" fiktive Figuren tatsächlich nicht. Gleichwohl sie, weil sie Empfindungen, Gefühle, Gedanken oder Vorstellungen "sind", solche subjektiven Bewusstseinsinhalte hin, zu tatsächlichen Figuren transportieren können und in dem sie das können eben doch selbst etwas bewirken oder beeinflussen können. Wie eben die "fiktiven Person" Zarathustra von Nietzsche.
von Timberlake
Di 19. Mai 2026, 22:26
Forum: Plauderei, Smalltalk und mehr ...
Thema: Kaffeestübchen Test
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Re: Kaffeestübchen Test

Mit Stefanie und mir sind wir hier schon mal drei. :) Wie es auch den anderen gelingen könnte, hier Beiträge zu posten, habe ich übrigens im [url=https://www.dialogos-philosophie.de/viewtopic.php?p=101925#p101925] Beitrag 101925[/url] beschrieben. [quote=Stefanie post_id=101924 time=...
von Timberlake
Di 19. Mai 2026, 21:49
Forum: Theorie der Gesellschaft
Thema: Das Geldsystem
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Re: Das Geldsystem

[quote=Stefanie post_id=101924 time=1779203136 user_id=59] Seltsam, mir wird ein anderer Fehler angezeigt. Http 500 error. Ich kann überall posten, nur nicht im Kaffestübchen. [/quote] Bei mir das Gleiche. Übrigens! Um auf mein Beitrag 101922 von 15:07 Uhr zurückzukommen, in dem...
von Timberlake
Di 19. Mai 2026, 15:07
Forum: Theorie der Gesellschaft
Thema: Das Geldsystem
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Re: Das Geldsystem

[quote=Stefanie post_id=101916 time=1779193271 user_id=59]test[/quote] .. zu diesem "test" zu ... [i]" Anscheinend gibt es ein Problem mit dieser Website www.dialogos-philosophie.de hat einen Fehler zurückgeschickt. Fehlercode: 500 Internal Server Error" [/i] Zur Info Wie hier ersichtlich ist ...
von Timberlake
Di 19. Mai 2026, 02:10
Forum: Theorie der Gesellschaft
Thema: Migration und Ökonomie
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Re: Migration und Ökonomie

Ich denke mal spätesten mal, spätesten dann, wenn wir tatsächlich unsere Grenzen für alle öffnen, die die Absicht haben als Migranten bei uns zu arbeiten, wird dir das nicht mehr egal sein. Sprich, wenn diese sich dann diese nicht mehr unter der Gefahr, im Mittelmeer zu ertrinken zu uns auf den Weg machen, sondern sich dazu einfach nur in einen Flieger setzen. So wie wir, wenn wir uns in den Urlaub nach Mallorca begeben. Machen wir beide uns doch hier nichts vor. Dir kann dir derzeit doch das nur deshalb egal sein, weil eben das derzeit den Migranten verunmöglicht wird.
von Timberlake
Di 19. Mai 2026, 01:05
Forum: Theorie der Gesellschaft
Thema: Das Geldsystem
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Re: Das Geldsystem

Diese "Gemeinwohl-Ökonomie" finde ich auch interessant
Timberlake hat geschrieben :
Di 19. Mai 2026, 00:46


Sicherlich muss Arbeit nicht zwingend mit Geld belohnt sein. So wie ich das, während meiner Ausbildung zum Autoschlosser in der DDR, einmal als Beifahrer von einem Transporter, bei der Beschaffung von Ersatzteilen selbst erlebt habe. Anscheinend konnte man die nur bekommen, wenn man das Personal dort mit einem Bund Spargel belohnt. Solche Tauschgeschäfte mit Naturalien waren dort übrigens durchaus keine Seltenheit. Gleichwohl die Regel aber auch nicht.

Weil, wenn wir von solchen Tauschgeschäften mit Naturalien sprechen, diese darunter völlig zwanglos ablaufen. Da muss man nicht mit einem Bund Spargel nachhelfen, um Ersatzteile zu bekommen. Den Spargel bekommt das Personal gemäß dieser "Gemeinwohl-Ökonomie"gewissermaßen auch so. Gleichwohl wir wohl auch hier nicht davon ausgehen können, dass das die Regel wird. Das wird immer nur, gleichsam auf einer einsamen Insel, weitgehend abgeschottet vom perversen Geldsystem Bestand haben. Wann wäre eine solche "Gemeinwohl-Ökonomie" auch jemals ein Thema in einer Bundestagsdebatte gewesen. So wie man sich anscheinend dort damit abgefunden hat, war dort auch übrigens noch nie das perverse Geldsystem ein Thema. Zumindest meines Wissens.

Dazu mal ein Auszug daraus ...

"Gemeinwohl-Ökonomie"
"Die Finanzbilanz wird zur Mittelsbilanz. Finanzgewinn wird vom Zweck zum Mittel und dient dazu, den neuen Unternehmenszweck (Beitrag zum allgemeinen Wohl) zu erreichen. Bilanzielle Überschüsse dürfen verwendet werden für: reale Investitionen (mit sozialem und ökologischem Mehrwert), Rückzahlung von Krediten, Rücklagen in einem begrenzten Ausmaß; begrenzte Ausschüttungen an die MitarbeiterInnen sowie für zinsfreie Kredite an Mitunternehmen. Nicht verwendet werden dürfen Überschüsse für: Investitionen auf den Finanzmärkten (diese soll es gar nicht mehr geben), "
Wie gut, dass wir mit Merz einen Kanzler haben, der aufgrund seiner Erfahrungen bei BlackRock weiß, warum das nicht geht ...

Dynamis hat geschrieben :
So 17. Mai 2026, 16:08


Wie gut, dass wir mit Merz einen Kanzler haben, der aufgrund seiner Erfahrungen bei BlackRock weiß, wie das geht! ;)

von Timberlake
Di 19. Mai 2026, 00:46
Forum: Theorie der Gesellschaft
Thema: Das Geldsystem
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Re: Das Geldsystem

Burkart hat geschrieben :
Mo 18. Mai 2026, 23:01
Dynamis hat geschrieben :
So 17. Mai 2026, 18:59
Burkart hat geschrieben :
So 17. Mai 2026, 18:50

Der eine hat oder kann das eine (mehr/besser), der andere was anderes. Also wird sinnvoll getauscht, Dinge wie Arbeit(skraft).
Das zeigt ja erst einmal nur, dass wir Arbeitsteilung brauchen. Ich stimme dir soweit zu, Arbeitsteilung ist eine tolle Sache, ich profitiere gerne von den Segnungen einer Ökonomie, die auf Arbeitsteilung beruht. Aber dass die Arbeitsteilung als Tauschsystem organisiert sein muss, das ist nicht klar.
Irgendwie erwartet man, dass seine eigene Arbeit irgendwie Wert geschätzt wird und das geht sehr gut dadurch, dass man dafür belohnt wird, dsss Andere auch was für einen tun. Insofern ist es ein Tausch; er muss zwar nicht zwingend sein, aber macht oft genug Sinn.
Sicherlich muss Arbeit nicht zwingend mit Geld belohnt sein. So wie ich das, während meiner Ausbildung zum Autoschlosser in der DDR, einmal als Beifahrer von einem Transporter, bei der Beschaffung von Ersatzteilen selbst erlebt habe. Anscheinend konnte man die nur bekommen, wenn man das Personal dort mit einem Bund Spargel belohnt. Solche Tauschgeschäfte mit Naturalien waren dort übrigens durchaus keine Seltenheit. Gleichwohl die Regel aber auch nicht.
Timberlake hat geschrieben :
Mo 18. Mai 2026, 15:11
Timberlake hat geschrieben :
So 17. Mai 2026, 17:31

[...]

Niklas Luhmann – Soziale Systeme: Grundriß einer allgemeinen Theorie (1984)

Bereits in diesem frühen Text formuliert Luhmann zentrale Leitideen seiner späteren Systemtheorie: Systeme entstehen durch Unterscheidung (Differenz) von System und Umwelt, sind sinnverarbeitet strukturiert, und ermöglichen die Zurechnung von Handlungskomplexen. Soziale Systeme entstehen durch Anschlusskommunikation – und bilden dadurch eine eigenständige operative Geschlossenheit aus.
Um im Hinblick darauf mit der Anschlusskommunikation sozialer System, die dadurch lt Niklas Luhmann eine eigenständige operative Geschlossenheit bilden, auf etwas aufmerksam zu machen, was ich auch für das Geldsystem für essenziell halte.
Ich halte das für unmöglich, weil meiner Meinung nach zwischen Arbeitsteilung und dem "universelles Tauschmittel" Geld ein System durch Anschlusskommunikation entstanden ist und sie demzufolge dadurch eine eigenständige operative Geschlossenheit ausgebildet haben. So das, wenn du aus diesem System das Geld bzw. das Geldsystem entfernst die Arbeitsteilung, wie wir sie derzeit erleben, wie ein Kartenhaus zusammen fallen würde.

So wie auch in der DDR die Arbeitsteilung, weil damit operativ geschlossen, nur mit Geld bzw. einem Geldsystem zwingend aufrechterhalten werden konnte. Spargel hin oder her.
von Timberlake
Di 19. Mai 2026, 00:15
Forum: Theorie der Gesellschaft
Thema: Das Geldsystem
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Re: Das Geldsystem

Dynamis hat geschrieben :
Mo 18. Mai 2026, 19:39
Leider sehe ich deine nachträglichen Bearbeitungen erst jetzt. Vorher war mir diese Nietzsche-Referenz komplett unverständlich. Gut, dass du das jetzt etwas erläutert hast.
Timberlake hat geschrieben :
Mo 18. Mai 2026, 15:44
"Dieses Werk steht durchaus für sich. Lassen wir die Dichter beiseite: es ist vielleicht überhaupt nie etwas aus einem gleichen Überfluß von Kraft heraus getan worden. Mein Begriff »dionysisch« wurde hier höchste Tat; an ihr gemessen erscheint der ganze Rest von menschlichem Tun als arm und bedingt. Daß ein Goethe, ein Shakespeare nicht einen Augenblick in dieser ungeheuren Leidenschaft und Höhe zu atmen wissen würde, daß Dante, gegen Zarathustra gehalten, bloß ein Gläubiger ist und nicht einer, der die Wahrheit erst schafft, ein weltregierender Geist, ein Schicksal –, daß die Dichter des Veda Priester sind und nicht einmal würdig, die Schuhsohlen eines Zarathustra zu lösen, das ist alles das wenigste und gibt keinen Begriff von der Distanz, von der azurnen Einsamkeit, in der dies Werk lebt. Zarathustra hat ein ewiges Recht zu sagen: »ich schließe Kreise um mich und heilige Grenzen; immer wenigere steigen mit mir auf immer höhere Berge – ich baue ein Gebirge aus immer heiligeren Bergen.« Man rechne den Geist und die Güte aller großen Seelen in eins: alle zusammen wären nicht imstande, eine Rede Zarathustras hervorzubringen. Die Leiter ist ungeheuer, auf der er auf und nieder steigt; er hat weiter gesehn, weiter gewollt, weiter gekonnt, als irgendein Mensch."
Nietzsche .. Ecce Homo


Nur scheint mir diese Leiter, wie es hier heißt, auf der er, also Zarathustra auf und nieder steigt und auf der er weiter gesehen, gewollt und gekonnt hat, als irgendein Mensch, nicht für jeden gemacht. Aber was könnte von seiner Dimension her, wenn wir von der Abschaffung des Geldes und somit des ganzen Geldsystems nicht geeignete sein, als eben diese Leiter?
Was Nietzsche hier vorschlägt, läuft ja letztlich auf eine Art Personenkult hinaus
Weil dazu passend, wie ich finde, dazu eine Anmerkung in Nietzsche: Erschließen, nicht errathen
von Timberlake
Di 19. Mai 2026, 00:08
Forum: Friedrich Nietzsche
Thema: Nietzsche: Erschließen, nicht errathen
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Re: Nietzsche: Erschließen, nicht errathen

Dynamis hat geschrieben :
Mo 18. Mai 2026, 19:39
Timberlake hat geschrieben :
Mo 18. Mai 2026, 15:44
"Dieses Werk steht durchaus für sich. Lassen wir die Dichter beiseite: es ist vielleicht überhaupt nie etwas aus einem gleichen Überfluß von Kraft heraus getan worden. Mein Begriff »dionysisch« wurde hier höchste Tat; an ihr gemessen erscheint der ganze Rest von menschlichem Tun als arm und bedingt. Daß ein Goethe, ein Shakespeare nicht einen Augenblick in dieser ungeheuren Leidenschaft und Höhe zu atmen wissen würde, daß Dante, gegen Zarathustra gehalten, bloß ein Gläubiger ist und nicht einer, der die Wahrheit erst schafft, ein weltregierender Geist, ein Schicksal –, daß die Dichter des Veda Priester sind und nicht einmal würdig, die Schuhsohlen eines Zarathustra zu lösen, das ist alles das wenigste und gibt keinen Begriff von der Distanz, von der azurnen Einsamkeit, in der dies Werk lebt. Zarathustra hat ein ewiges Recht zu sagen: »ich schließe Kreise um mich und heilige Grenzen; immer wenigere steigen mit mir auf immer höhere Berge – ich baue ein Gebirge aus immer heiligeren Bergen.« Man rechne den Geist und die Güte aller großen Seelen in eins: alle zusammen wären nicht imstande, eine Rede Zarathustras hervorzubringen. Die Leiter ist ungeheuer, auf der er auf und nieder steigt; er hat weiter gesehn, weiter gewollt, weiter gekonnt, als irgendein Mensch."
Nietzsche .. Ecce Homo


Nur scheint mir diese Leiter, wie es hier heißt, auf der er, also Zarathustra auf und nieder steigt und auf der er weiter gesehen, gewollt und gekonnt hat, als irgendein Mensch, nicht für jeden gemacht. Aber was könnte von seiner Dimension her, wenn wir von der Abschaffung des Geldes und somit des ganzen Geldsystems nicht geeignete sein, als eben diese Leiter?
Was Nietzsche hier vorschlägt, läuft ja letztlich auf eine Art Personenkult hinaus. Es soll nicht Jesus oder Buddha, sondern Zarathustra verehrt werden. Nun, Personenkult als politische Strategie gibt es, das hatten wir schon ausprobiert, mit Hitler, Stalin, Kim Jong Un usw. Auch unsere Demokratie enthält noch Elemente des Personenkults. Im Wahlkampf sieht man auf den Wahlplakaten keine Inhalte, sondern Gesichter.

Hat sich das nun dir erschlossen oder hast du das erraten?

Roland_Kaschube hat geschrieben :
Mo 29. Jan 2024, 17:45
Hallo liebe Leute bei Dialogos,

ich lese gerade mal wieder "Also sprach Zarathustra" von Friedrich Nietzsche.

Im vorderen Bereich des drittens Teils der Zarathustra-Dichtung befindet sich das Kapitel "Vom Gesicht und Rätsel". In diesem befindet sich die von Zarathustra verkündete Botschaft:

„(…); und, wo ihr errathen könnt, da hasst ihr es, zu erschliessen (…).
KSA 6, Seite 197, Z. 22/23

Nun die Frage an die Logiker unter euch: Wie seht ihr diesen Satz? Ich halte ihn, aus formal-logischer Sicht, für recht eindeutig. Eine bestimmte Personengruppe (die Adressaten sind eher unwichtig) hasst es zu erschließen, sie haben eine Abneigung gegen das Erschließen. Ergo: sie bevorzugen das Errathen. Auf Kosten des Erschließen, weil sie es hassen bzw. ablehnen.

Gehe ich doch einmal davon aus, dass du zumindest diesbezüglich, also bei dem wofür nach Ansicht von Nietzsche dieses Werk durchaus für sich steht, du zu dieser "bestimmte Personengruppe" gehörst. So wie du, was sicherlich naheliegend ist, aus dem o.g.Zitat auf eine Art Personenkult geschlossen hast. Das würde ich übrigens auch, wenn mir, ohne Kenntnis dessen, wofür dieses Werk für sich steht, nur dieses Zitat vorläge. Nur habe ich Kenntnis von diesem Werk, so das ich dieses Zitat, wie meine , einzuordnen weiß und danach wäre das, also dass das auf eine Art Personenkult hinaus läuft, tatsächlich nur noch bloß erraten. Du würdest doch wohl nicht auch, in dem du dessen Lobreden auf ihn, ebenfalls als eine Art Personenkult interpretierst, das abwerten wollen, wofür das Werk Einsteins für sich steht .. oder ? Denn darauf, auf eine Abwertung, läuft schließlich dein Vergleich mit Hitler, Stalin, Kim Jong Un usw. schließlich hinaus.
von Timberlake
Mo 18. Mai 2026, 15:44
Forum: Theorie der Gesellschaft
Thema: Das Geldsystem
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Re: Das Geldsystem

Keine Frage, so wie auch ich tatsächlich nicht ausgeschlossen würde, dass es in einem anderen System auch anders funktionieren könnte. Nur fragt sich allerdings nur, um welches System es sich dabei handeln müsste. Der Kommunismus, als ein solches System, wie von Marx und Engels prognostiziert, den können wir jedenfalls dafür schon mal ausschließen.

Und ... hast du schon eine Idee, von diesem anderen System? Ich hätt da übrigens schon eine und zwar nachzulesen in ..

"Dieses Werk steht durchaus für sich. Lassen wir die Dichter beiseite: es ist vielleicht überhaupt nie etwas aus einem gleichen Überfluß von Kraft heraus getan worden. Mein Begriff »dionysisch« wurde hier höchste Tat; an ihr gemessen erscheint der ganze Rest von menschlichem Tun als arm und bedingt. Daß ein Goethe, ein Shakespeare nicht einen Augenblick in dieser ungeheuren Leidenschaft und Höhe zu atmen wissen würde, daß Dante, gegen Zarathustra gehalten, bloß ein Gläubiger ist und nicht einer, der die Wahrheit erst schafft, ein weltregierender Geist, ein Schicksal –, daß die Dichter des Veda Priester sind und nicht einmal würdig, die Schuhsohlen eines Zarathustra zu lösen, das ist alles das wenigste und gibt keinen Begriff von der Distanz, von der azurnen Einsamkeit, in der dies Werk lebt. Zarathustra hat ein ewiges Recht zu sagen: »ich schließe Kreise um mich und heilige Grenzen; immer wenigere steigen mit mir auf immer höhere Berge – ich baue ein Gebirge aus immer heiligeren Bergen.« Man rechne den Geist und die Güte aller großen Seelen in eins: alle zusammen wären nicht imstande, eine Rede Zarathustras hervorzubringen. Die Leiter ist ungeheuer, auf der er auf und nieder steigt; er hat weiter gesehn, weiter gewollt, weiter gekonnt, als irgendein Mensch."
Nietzsche .. Ecce Homo


Nur scheint mir diese Leiter, wie es hier heißt, auf der er, also Zarathustra auf und nieder steigt und auf der er weiter gesehen, gewollt und gekonnt hat, als irgendein Mensch, nicht für jeden gemacht. Aber was könnte von seiner Dimension her, wenn wir von der Abschaffung des Geldes und somit des ganzen Geldsystems nicht geeignete sein, als eben diese Leiter?
Dynamis hat geschrieben :
So 17. Mai 2026, 16:08


Wie gut, dass wir mit Merz einen Kanzler haben, der aufgrund seiner Erfahrungen bei BlackRock weiß, wie das geht! ;)

Übrigens würde ich nicht zuletzt aufgrund seiner Erfahrungen bei BlackRock definitiv ausschließen wollen , dass wir mit Merz einen Kanzler haben, der weiß wie "das" geht.

"Um diesen Typus zu verstehn, muß man sich zuerst seine physiologische Voraussetzung klarmachen: sie ist das, was ich die große Gesundheit nenne. Ich weiß diesen Begriff nicht besser, nicht persönlicher zu erläutern, als ich es schon getan habe, in einem der Schlußabschnitte des fünften Buchs der »gaya scienza«. »Wir Neuen, Namenlosen, Schlechtverständlichen« – heißt es daselbst –, »wir Frühgeburten einer noch unbewiesenen Zukunft, wir bedürfen zu einem neuen Zwecke auch eines neuen Mittels, nämlich einer neuen Gesundheit, einer stärkeren gewitzteren zäheren verwegneren lustigeren, als alle Gesundheiten bisher waren"
Nietzsche .. Ecce Homo

Denn zu dieser große Gesundheit, der Neuen, Namenlosen, Schlechtverständlichen« ,der Frühgeburten einer noch unbewiesenen Zukunft, was zweifelohne eine Zukunft ohne Geld und somit ohne Geldsystem tatsächlich ist, zählen diese Erfahrungen bei BlackRock ganz sicher nicht. Wie von dir richtig erkannt , ganz im Gegenteil ...
Dynamis hat geschrieben :
So 17. Mai 2026, 16:21
Das ganze System ist so oder so pervers, egal ob sich Pispers verrechnet hat oder nicht.
von Timberlake
Mo 18. Mai 2026, 15:11
Forum: Theorie der Gesellschaft
Thema: Das Geldsystem
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Re: Das Geldsystem

Dynamis hat geschrieben :
Mo 18. Mai 2026, 09:16
Timberlake hat geschrieben :
Mo 18. Mai 2026, 00:07
Na dann stelle dir doch mal Arbeitsteilung, wie wir sie derzeit erleben, ohne ein "universelles Tauschmittel" und somit Geld vor. Mir jedenfalls gelingt das nicht.
Die Frage ist ja nicht, ob du sie dir vorstellen kannst, sondern, ob sie unmöglich ist.
Dazu nur mal zur Erinnerung ...
Timberlake hat geschrieben :
So 17. Mai 2026, 17:31

[...]

Niklas Luhmann – Soziale Systeme: Grundriß einer allgemeinen Theorie (1984)

Bereits in diesem frühen Text formuliert Luhmann zentrale Leitideen seiner späteren Systemtheorie: Systeme entstehen durch Unterscheidung (Differenz) von System und Umwelt, sind sinnverarbeitet strukturiert, und ermöglichen die Zurechnung von Handlungskomplexen. Soziale Systeme entstehen durch Anschlusskommunikation – und bilden dadurch eine eigenständige operative Geschlossenheit aus.
Um im Hinblick darauf mit der Anschlusskommunikation sozialer System, die dadurch lt Niklas Luhmann eine eigenständige operative Geschlossenheit bilden, auf etwas aufmerksam zu machen, was ich auch für das Geldsystem für essenziell halte.
Ich halte das für unmöglich, weil meiner Meinung nach zwischen Arbeitsteilung und dem "universelles Tauschmittel" Geld ein System durch Anschlusskommunikation entstanden ist und sie demzufolge dadurch eine eigenständige operative Geschlossenheit ausgebildet haben. So das, wenn du aus diesem System das Geld bzw. das Geldsystem entfernst die Arbeitsteilung, wie wir sie derzeit erleben, wie ein Kartenhaus zusammen fallen würde.
Timberlake hat geschrieben :
Mo 18. Mai 2026, 00:07
.. Vielleicht nicht unbedingt vor diesem Hintergrund, aber ganz sicher im Hinblick der Güterverteilung war mir das übrigens schon zu Zeiten in der DDR unverständlich, wonach im Kommunismus das Geld gar gleich ganz abgeschafft werden sollte ..

Übersicht mit KI
Ja, in der klassischen Theorie des Kommunismus ist vorgesehen, das Geld vollständig abzuschaffen. Dieser Zustand wurde jedoch in der Realität nie erreicht.

Die kommunistische Theorie unterscheidet sich grundlegend in ihrer Herangehensweise an Wirtschaft und Eigentum:
  • Die Vision (Endstadium): Nach Karl Marx und Friedrich Engels ist das Ziel eine klassenlose und staatenlose Gesellschaft. Wenn Produktionsmittel (Fabriken, Böden) Gemeineigentum sind und im Überfluss produziert wird, entfällt der Tauschwert von Gütern. Es gilt das Prinzip: „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!“ Geld, Handel und Preise würden überflüssig und „absterben“.
  • Die Praxis (Sozialismus): In realsozialistischen Staaten (wie der ehemaligen Sowjetunion oder der DDR) wurde versucht, sich diesem Ziel schrittweise anzunähern. Das Geld wurde jedoch nie abgeschafft. Stattdessen gab es in der Planwirtschaft weiterhin Geld, Löhne und Preise, um die staatliche Güterverteilung zu steuern
Übrigens weil auch das Geld bzw, das Geldsystem auch eigenständige operative Geschlossenheit mit der Güter- und ich ergänze mit der Dienstleistungsverteilung bildet, die Güter- und Dienstleistungsverteilung wie ein Kartenhaus zusammenfallen würde, wenn man daraus Geld bzw, das Geldsystem entfernt.

Deshalb gehe ich übrigens davon aus, dass du dir ganz sicher zumindest das nicht vorstellen kannst. Also das z.B nach dem Prinzip: „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!“ Geld, Handel und Preise überflüssig und somit „absterben“ werden,
von Timberlake
Mo 18. Mai 2026, 01:17
Forum: Theorie der Gesellschaft
Thema: Migration und Ökonomie
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Re: Migration und Ökonomie

Dynamis hat geschrieben :
Sa 16. Mai 2026, 11:30
Timberlake hat geschrieben :
Fr 15. Mai 2026, 23:32
Dynamis hat geschrieben :
Di 12. Mai 2026, 12:52
Die Sozialsysteme werden also von Nationalisten als deutsches Eigentum betrachtet.
Wohlgemerkt, bei aller liebe zur "Migration", ein deutsches Eigentum, um das es "ökonomisch" nicht zum Besten bestellt ist.
Komisch, dass den Leuten immer zuerst "Migration" als Kostenfaktor einfällt, wenn sie sich über die ökonomische Schieflage des Bundeshaushalts den Kopf zerbrechen. Mir fiele da zuerst die Aufrüstung ein:
Dir ist doch wohl schon auch noch klar, dass auch hier die Dosis das Gift macht. Ich denke mal auch du wirst nicht wirklich wollen, dass wir unsere Grenzen für alle öffnen, die die Absicht haben als Migranten bei uns zu arbeiten. Was allerdings die Aufrüstung angeht gebe ich dir recht. So wie zumindest mir völlig schleierhaft ist, wie man ernsthaft von einer Bedrohung durch Russland ausgehen kann, so wie für Putin der Krieg in der Ukraine läuft. Der hat diesen Krieg doch nur deshalb angefangen, weil er der Meinung war, er könne die Ukraine im Handstreich nehmen. Übrigens damals sogar, meines Wissens, zu dem noch so von westlichen Militärstrategen prognostiziert. Wie ich einmal annehme, die gleichen "Strategen", die uns heute einzureden versuchen, dass wenn wir nicht wollen, dass Putin uns im Handstreich nimmt, wir uns militärisch aufzurüsten haben.
Verteidigungsfähigkeit

Höhere Altersgrenze für Reservisten: Bis 70 an die Front?

Die Bundeswehr soll bis 2035 nicht nur mehr Soldaten und Soldatinnen haben, sondern auch mehr Reservisten. Der neue Reservistenverbandschef Bastian Ernst will nun die Altersgrenze auf 70 erhöhen. Bei MDR AKTUELL erklärt er seinen Vorstoß.
Das man so gar deshalb meint, die Altersgrenze bei den Reservisten auf 70 zu erhöhen. Ich fasse es doch wohl nicht, dass ich mit meinen 65 Jahren noch dafür infrage komme. Das mal so nebenbei, oder auch nicht. Schließlich wird sich, wie von dir richtig erkannt, die ökonomische Schieflage des Bundeshaushalts , durch die Kosten dieser militärische Aufrüstung nur noch um so mehr verschlimmern. Auch wenn dabei, weil schuldenfinanziert, von einem Sondervermögen die Rede ist. Putin wirds freuen, so wie wir damit der AfD in die Hände spielen und, wovon ich ausgehe, er nach den Erfahrungen in der Ukraine, eh nicht mehr die Absicht hat, einen Krieg mit uns zu entfesseln. Wenn er sie denn, in Anbetracht des NATO Beistandspakts, überhaupt jemals gehabt hat.
von Timberlake
Mo 18. Mai 2026, 00:07
Forum: Theorie der Gesellschaft
Thema: Das Geldsystem
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Re: Das Geldsystem

Dynamis hat geschrieben :
So 17. Mai 2026, 19:43

RosiG2 hat geschrieben : Bei Arbeitsteilung ist es ja dann bis zu einem "universellen Tauschmittel" nicht mehr weit
Genau den Zusammenhang sehe ich nicht.

Na dann stelle dir doch mal Arbeitsteilung, wie wir sie derzeit erleben, ohne ein "universelles Tauschmittel" und somit Geld vor. Mir jedenfalls gelingt das nicht. Vielleicht nicht unbedingt vor diesem Hintergrund, aber ganz sicher im Hinblick der Güterverteilung war mir das übrigens schon zu Zeiten in der DDR unverständlich, wonach im Kommunismus das Geld gar gleich ganz abgeschafft werden sollte ..

Übersicht mit KI
Ja, in der klassischen Theorie des Kommunismus ist vorgesehen, das Geld vollständig abzuschaffen. Dieser Zustand wurde jedoch in der Realität nie erreicht.

Die kommunistische Theorie unterscheidet sich grundlegend in ihrer Herangehensweise an Wirtschaft und Eigentum:
  • Die Vision (Endstadium): Nach Karl Marx und Friedrich Engels ist das Ziel eine klassenlose und staatenlose Gesellschaft. Wenn Produktionsmittel (Fabriken, Böden) Gemeineigentum sind und im Überfluss produziert wird, entfällt der Tauschwert von Gütern. Es gilt das Prinzip: „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!“ Geld, Handel und Preise würden überflüssig und „absterben“.
  • Die Praxis (Sozialismus): In realsozialistischen Staaten (wie der ehemaligen Sowjetunion oder der DDR) wurde versucht, sich diesem Ziel schrittweise anzunähern. Das Geld wurde jedoch nie abgeschafft. Stattdessen gab es in der Planwirtschaft weiterhin Geld, Löhne und Preise, um die staatliche Güterverteilung zu steuern


Zumal wenn Produktionsmittel (Fabriken, Böden) eben nicht Gemeineigentum sind Überfluss produzieren. Denn wo wurde denn Waren und Dienstleistungen im Überfluss produziert, dann doch wohl nicht in der DDR, sondern in der BRD, wo Produktionsmittel (Fabriken, Böden) in Privateigentum waren. Da musste man nicht fast 10Jahre warten, bis man ein Auto zu kaufen bekam.

Der Trabant – Rennpappe, Fluchtkoffer, Carton de Blamage

Aus welchem Material wurde dieses Auto überhaupt gebaut?
Phenoplast, ist der magische Stoff, welcher im dem Trabi viele liebevolle Kosenamen bescherte: Rennpappe, Fluchtkoffer, Überdachte Zündkerze, Regenschirm mit Rädern, Carton de Blamage... Den Trabi umhüllte ein duroplastischer Kunststoff auf der Basis von durch Polykondensation hergestelltem Phenolharz. Presspappe, wurde in unserer Familie immer gesagt. Aber wie kam es dazu eigentlich? Lag es am fortschrittlichen Denken der DDR Autoherstellung? Wurden durch den Kunststoff besondere aerodynamische Eigenschaften heraufbeschworen? Oder lag es einfach daran, dass Metall für eine Karosserie nicht verfügbar war? Letzteres ist die richtige Antwort. Der Mangel an geeignetem Tiefziehblech, welches auf der Embargoliste der westlichen Länder stand, brachte ein einzigartiges Auto hervor. Doch auch dieses hatte ein bestimmtes Vorbild, dem es nachempfunden wurde, der Lloyd. Der Trabi war also auch nur ein nachgemachtes Gefährt, welches uns zur nächsten Frage bringt:


Wie viele Arbeiter braucht man, um einen Trabant zu reparieren?


Antwort: Zwei, der Eine faltet, der Andere klebt. Kaum ein Auto erfreut sich einer so großen Sammlung von Spitznamen oder Witzen. Wie nennt man einen Unfall mit drei Trabis? Antwort: Tupperparty. Die Liste könnte hier noch sehr viel weiter fortgeführt werden. Zum Beispiel hiermit: Was ist ein Trabi auf einem Berg? Antwort: Ein Wunder.
Wenn man denn den Volkswagen der DDR, den Trabant, unter diesen Umständen überhaupt als ein Auto bezeichnet. Deshalb hatte ich übrigens, auch wenn man darauf wesentlich länger warten musste, unmittelbar als ich 18 war, denn ab dann durfte man erst eine Bestellung aufgeben, in Klötze einen Wartburg 353 bestellt. Darauf zu warten dann sich allerdings mit Wende 1989 erledigt hat. So wie man danach eben das konnte, wovon zuvor nur träumen war, und zwar Eigentümer eines s.g. Westautos zu sein und das sogar ad hoc. Das mal nur so nebenbei oder auch nicht, für diejenigen, die noch immer meinen, man könnte, indem man das Geld gleich ganz abschafft, das perverse Geldsystem quasi an der Wurzel anpacken.
von Timberlake
So 17. Mai 2026, 17:31
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Re: Das Geldsystem

Wo wir schon mal "dabei" sind, also der Gedeihlichkeits-Pyramide ...
RosiG2 hat geschrieben :
Sa 16. Mai 2026, 19:41
Timberlake hat geschrieben :
Sa 16. Mai 2026, 13:35
...

Um an dieser Stelle RosiG2 mit ihrer Ansicht, dass im Krieg der Systeme, das Finanzsystem bisher immer gewonnen hat, mit in das Boot zu holen.

...

Zumal ich einmal davon ausgehe, dass ihr dieser "Gerichtssaal" Spaß macht und sie deshalb meinen "Satzverwinkelungen" sehr viel aufgeschlossener ist. ;-)
Ein wenig zurechtrücken möchte ich das dann doch noch :lol:

So wirklich Spaß ist schon anders :D ..... die Bewegung und Energie ist interessant, die Kommunikation ist mühsam. Ich ahne die Inhalte mehr, als das ich sie erkenne :?

... vielleicht passt Du ja auch Dein Angebot ein wenig an - mit Mühe ;)
:*
Anscheinend ist mir die Kommunikation mit dir hier tatsächlich sehr viel besser gelungen ;)

Niklas Luhmann – Soziale Systeme: Grundriß einer allgemeinen Theorie (1984)

Bereits in diesem frühen Text formuliert Luhmann zentrale Leitideen seiner späteren Systemtheorie: Systeme entstehen durch Unterscheidung (Differenz) von System und Umwelt, sind sinnverarbeitet strukturiert, und ermöglichen die Zurechnung von Handlungskomplexen. Soziale Systeme entstehen durch Anschlusskommunikation – und bilden dadurch eine eigenständige operative Geschlossenheit aus.
Um im Hinblick darauf mit der Anschlusskommunikation sozialer Syteme , die dadurch lt Niklas Luhmann eine eigenständige operative Geschlossenheit bilden, auf etwas aufmerksam zu machen, was ich auch für das Geldsystem für essenziell halte.
von Timberlake
So 17. Mai 2026, 17:07
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Re: Das Geldsystem

RosiG2 hat geschrieben :
So 17. Mai 2026, 17:03
Habt ihr schon einmal Ansatze gefasst wie das aussehen müsste oder gestaltet sein sollte, das Geldsystem?


Die gibt es durchaus, siehe ...

monneta.org/ hat geschrieben :
Welche Lösungsansätze gibt es?


Das Geldsystem ist von Menschen gemacht. Es ist nicht alternativlos sondern kann reformiert werden. Wie – dazu gibt es viele Ideen:

[...]
Nur würde ich allerdings bezweifeln, ob Kanzler Merz aufgrund seiner Erfahrungen bei BlackRock weiß, wie das geht, wenn er denn überhaupt von diesen Ideen weiß ...
Dynamis hat geschrieben :
So 17. Mai 2026, 16:08


Wie gut, dass wir mit Merz einen Kanzler haben, der aufgrund seiner Erfahrungen bei BlackRock weiß, wie das geht! ;)

... und selbst wenn er es wüsste, wie soll das gehen ..
RosiG2 hat geschrieben :
Mi 13. Mai 2026, 23:18

.Wir arbeiten mit Systemen, die gegeneinander arbeiten. Ein Krieg der Systeme, den bisher das Finanzsystem gewonnen hat ;-)
.. wenn im Krieg der Systeme, bisher das "perverse" Finanzsystem immer gewonnen hat. ..
Dynamis hat geschrieben :
So 17. Mai 2026, 16:21
Das ganze System ist so oder so pervers, egal ob sich Pispers verrechnet hat oder nicht.
von Timberlake
So 17. Mai 2026, 17:02
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Re: Das Geldsystem

Burkart hat geschrieben :
So 17. Mai 2026, 16:55

Ich habe auch eine Riesterrente ..
Das wären mit mir derer, die hier im Forum mit Nachnamen Hester heißen sollten, wohl nun mehr schon mal zwei ...



"Restente ist voll Verarschung auch für die Leute, die mehr verdienen. Wenn sie das, was in die Riesterrente eingezahlt haben, in 30 Jahren nur das Geld wieder haben wollen, müssen sie hinterher 85 Jahre alt werden, mindestens, denn vererben können sie die Riesterrente nicht. . Wenn sie das, was sie eingezahlt haben, mit 3% Rendite wieder haben wollen, müssen sie schon 95 Jahre alt werden. Finde ich ambitioniert. Wenn Sie das, was sie eingezahlt haben, mit Inflationsausgleich wiederhaben wollen, müssen Sie mit Nachnamen Hesters heißen"
Pispers
von Timberlake
So 17. Mai 2026, 16:38
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Re: Das Geldsystem

Um dazu also dem "perversen" Geldsystem , noch mal auf Volker Pispers zurückzukommen. So wie er , wie meiner Ansicht nach kein anderer, uns auch dieses System erklären kann ..



" Und was sind Schulden? Die Schulden ist das Vermögen des anderen. Das hat uns doch nur nie einer richtig erklärt. Der Kapitalismus lebt davon, dass er die Menschen blöd hält, damit sie nicht begreifen, wie das Finanzsystem funktioniert".
Pisper


RosiG2 hat geschrieben :
Mi 13. Mai 2026, 23:18
Jörn P Budesheim hat geschrieben :
Di 12. Mai 2026, 07:33
...
Warum überhaupt Bedingungen, die sich gegenseitig weitertragen? Warum etwas auf Dauer anlegen?
Nun, Transparenz braucht Offenheit, Offenheit braucht Sicherheit, Investition braucht Vertauen, Veränderung braucht Möglichkeit usw.

Das Eine braucht das Andere, geht nicht ohne das Andere. Im Besten Fall stützt, trägt und rückversichert sich alles im System. Wir arbeiten mit Systemen, die gegeneinander arbeiten. Ein Krieg der Systeme, den bisher das Finanzsystem gewonnen hat ;-)
@RosiG2

.. und „Hand aufs Herz“ , du, die hier das Finanzsystem zum Thema gemacht hast, war dir das bekannt, was Volker Pispers dazu in diesem Video ausgeführt hat? Ich bin zwar in der DDR zur Schule gegangen, soviel glaube ich allerdings zu wissen, in den Lehrplänen an den Schulen in BRD findet sich davon ganz sicher nichts - also wie das Finanzsystem , so wie von Volkerr Pispers beschrieben, funktioniert".
Dynamis hat geschrieben :
So 17. Mai 2026, 16:08


Wie gut, dass wir mit Merz einen Kanzler haben, der aufgrund seiner Erfahrungen bei BlackRock weiß, wie das geht! ;)

Ich würde so gar so weit gehen, dass selbst der Kanzler Merz davon nichts weiß. Warum auch. Ich meine, wenn ich ein Auto ( BlackRock ) fahre, dann muss ich schließlich auch nicht wissen, wie ein Verbrennungsmotor ( "Geldschöpfen der Banken aus dem Nichts" .. Pispers) funktioniert!
von Timberlake
So 17. Mai 2026, 16:20
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Re: Das Geldsystem

Dynamis hat geschrieben :
So 17. Mai 2026, 16:08
Eventuell kann sich der Timberlake tatsächlich ein neues Gebiss leisten. Aber das nur deswegen, weil die Manager seines Depots erfolgreich in Unternehmen investiert und die Unternehmer Gewinne erzielt haben.

Aber doch sicher nur, wenn sich Volker Pispers "eventuell" verrechnet hat ..



Bei den Zahlen, die mir dazu, derzeit im Alter von 65 Jahren, kurz vor der Auszahlungsphase der Riesterrente, von der Versicherung vorliegen, hat er sich jedenfalls nicht verrechnet.
von Timberlake
So 17. Mai 2026, 16:00
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Re: Das Geldsystem

deutsche-rentenversicherung.de hat geschrieben :
Reform der privaten Altersvorsorge: Bun ... Nachfolge
Damit mehr Menschen in die dritte Säule investieren sieht das Altersvorsorge-Reformgesetz ein paar Neuerungen und Ergänzungen vor. Künftig sollen beispielsweise neue Produkte angeboten werden. Das heißt, sowohl Produkte ohne lebenslange Auszahlung und ohne Garantie auf die eingezahlten Beträge sind dann möglich.
Ich denke mal, da kann ich mich, mit meiner Riesterrente, indem sie Lebenslang ausgezahlt wird und vor allem die eingezahlten Beträge zumindest garantiert sind, noch glücklich schätzen.
RosiG2 hat geschrieben :
Mi 13. Mai 2026, 23:18
Jörn P Budesheim hat geschrieben :
Di 12. Mai 2026, 07:33
...
Warum überhaupt Bedingungen, die sich gegenseitig weitertragen? Warum etwas auf Dauer anlegen?
Nun, Transparenz braucht Offenheit, Offenheit braucht Sicherheit, Investition braucht Vertauen, Veränderung braucht Möglichkeit usw.

Das Eine braucht das Andere, geht nicht ohne das Andere. Im Besten Fall stützt, trägt und rückversichert sich alles im System. Wir arbeiten mit Systemen, die gegeneinander arbeiten. Ein Krieg der Systeme, den bisher das Finanzsystem gewonnen hat ;-)
Wie dem auch sei, so gehe ich einmal davon aus, dass auch nach dieser Reform der Riesterrente die Versicherungen , die diese Verträge abschließen werden, wiederum gewinnen werden. Im Krieg der Systeme, den bisher das Finanzsystem gewonnen haben, jedenfalls nichts Neues.
von Timberlake
So 17. Mai 2026, 15:17
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Re: Das Geldsystem

Dynamis hat geschrieben :
So 17. Mai 2026, 10:48

. "kapitalgedeckte Elemente" heißt dann im Klartext: Das Geld, das in irgendwelche Depots angelegt und dadurch in Unternehmen investiert wird, muss Gewinn abwerfen! Wenn es das nicht tut, kannst du dir im Alter kein neues Gebiss mehr leisten und musst deine Suppe mit dem Strohhalm schlürfen. Gewinnmaximierung und Gedeihlichkeit des Alterns werden so unmittelbar miteinander gekoppelt, was sich spätestens bei der nächsten Wirtschaftskrise als nicht so gedeihlich herausstellt.
Du sagst es .. "Das Geld, das in irgendwelche Depots angelegt und dadurch in Unternehmen investiert wird, muss Gewinn abwerfen! "

Übersicht mit KI
Bei klassischen ETFs gibt es keine garantierten Gewinne. Die Rendite eines ETFs hängt von der Entwicklung des zugrundeliegenden Index ab. Kursverluste sind jederzeit möglich. Wer absolute Gewinne garantiert haben möchte, muss auf festverzinsliche Anlagen, Tagesgeld oder spezielle Garantieprodukte ausweiche.
Fazit von Verbraucherschützern:Eine Anlage mit garantierter Rendite geht meist zulasten der Ertragschancen. Die Stiftung Warentest rät in der Regel zu einem langfristigen Anlagehorizont in kostengünstige, breit gestreute ETFs, um so das Verlustrisiko über die Jahre deutlich zu minimiere
.


Wobei allerdings wir dabei von einem Geldsystem reden, bei dem eine Anlage mit garantierter Rendite meist zulasten der Ertragschancen geht. So das man im Alter deshalb sich kein neues Gebiss mehr leisten kann und somit seine Suppe mit dem Strohhalm schlürfen muss , weil man sich für eine Anlage mit garantierter Rendite entschieden hat.




"Restente ist voll Verarschung auch für die Leute, die mehr verdienen. Wenn sie das, was in die Riesterrente eingezahlt haben, in 30 Jahren nur das Geld wieder haben wollen, müssen sie hinterher 85 Jahre alt werden, mindestens, denn vererben können sie die Riesterrente nicht. . Wenn sie das, was sie eingezahlt haben, mit 3% Rendite wieder haben wollen, müssen sie schon 95 Jahre alt werden. Finde ich ambitioniert. Wenn Sie das, was sie eingezahlt haben, mit Inflationsausgleich wiederhaben wollen, müssen Sie mit Nachnamen Hesters heißen"

Übrigens auch deshalb, weil sie die Rendite "garantiert", führt die Riesterrente in die Armut. In der Hoffnung, dass ich mit Nachnamen Hesters heiße, habe ich sie selbst abgeschlossen. Nur wusste ich, als ich sie damals abgeschlossen habe, noch nichts davon, dass ich dazu diesen Nachnamen haben musste. Also das, wenn ich das, was ich eingezahlt haben, mit Inflationsausgleich wiederhaben will. Von daher habe ich eine Zahnzusatzversicherung abgeschlossen, um mir ein neues Gebiss leisten zu können, damit ich im Alter meine Suppe nicht mit dem Strohhalm schlürfen muss. Wie ich auch dazu, "der Riesterrente und nicht zu vergessen, das Geldsystem dahinter sei dank", bei der Pflege meiner Zähne täglich das volle Programm absolviere.