Dolce Stil Novo - Von der Sprache des Begehrens (Part 2)

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Nauplios
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Fr 31. Jul 2020, 18:19

Friederike hat geschrieben :
Fr 31. Jul 2020, 12:28
Lieber Nauplios, wenn Du einen "Dolce Stil Novo" Part 2 o.ä. einrichten würdest, so tätest Du mir einen großen Gefallen. Mein Laptop gibt eindeutig zu erkennen, daß er sehr demnächst seinen Dienst nicht mehr wird tun können wegen der Bilder und der zahlreichen verlinkten Videos. Dasselbe Problem, nur zu Deiner Information, hatte bzw. habe ich beim Musik-Thread ... dort ist der schlimmste :mrgreen: Fall bereits eingetreten: Jeder Versuch, den Thread zu öffnen, endet mit dem "Sich-Aufhängen" des PC's. Ich tät jedoch gerne weiter mitlesen, was Du über die Begehrnisse schreibst.Bild
Liebe, Friederike, offensichtlich ist die künstliche Intelligenz Deines Laptops bereits eine starke, indem sie sich dem Dienst verweigert, den süßen Stil großer Poesie und Kunst ineins mit den Eintrübungen durch meine Neigung zu "besonders schlechten Stil" anzuzeigen. ;) Auch will mir die Verdopplung von Marginalisiertem noch nicht recht einleuchten: Soll ich Bild- und Tonmaterial von Ausführungen zu diesem trennen, so daß hier nur Geschriebenes erscheint, während dort das Material - frei von den zu erwartenden Minderungen durch mich - die Sinne affizieren kann? - Oder soll hier Deine Kommentierung dessen stattfinden, was dort zu visibilisieren, Dein Lapton mit suicidaler Drohung verweigert? - Bitte um Aufklärung. :)




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Friederike
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Fr 31. Jul 2020, 18:49

Neinnein, keine Trennung des Wortes vom Bild, @Nauplios. Nur ab einer bestimmten Anzahl von Seiten, die gefüllt sind mit Beidem (Geschriebenem und Videohinweisen mit Bild) verlangsamt sich das Tempo beim Aufrufen des Threads allmählich und wird zunehmend gemächlicher ... bis dahin, daß es dann gar nichts mehr wird mit dem Öffnen des Threads. Also, solltest Du fortfahren, dann selbstverständlich 8-) so wie bisher, aber Du könntest vielleicht von Zeit zu Zeit an die Einrichtung eines neuen Ordners (Threads) denken. :oops:




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Alethos
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Fr 31. Jul 2020, 19:23

Oder du an die Anschaffung eines leistungsfähigen PCs. :mrgreen:



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Nauplios
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Sa 1. Aug 2020, 15:22

Friederike hat geschrieben :
Fr 31. Jul 2020, 18:49
Neinnein, keine Trennung des Wortes vom Bild, @Nauplios. Nur ab einer bestimmten Anzahl von Seiten, die gefüllt sind mit Beidem (Geschriebenem und Videohinweisen mit Bild) verlangsamt sich das Tempo beim Aufrufen des Threads allmählich und wird zunehmend gemächlicher ... bis dahin, daß es dann gar nichts mehr wird mit dem Öffnen des Threads. Also, solltest Du fortfahren, dann selbstverständlich 8-) so wie bisher, aber Du könntest vielleicht von Zeit zu Zeit an die Einrichtung eines neuen Ordners (Threads) denken. :oops:
Ah, verstehe. - Ja, das können wir so machen. Je nach Medien-Aufkommen werde ich dann künftig ein neues "Kapitel" aufschlagen. - Die Anlässe für diese Kurzbeiträge verdanken sich oft dem Einebnungsgedanken, der zwischen Literatur, Kunst, Musik, Philosophie, Mythos in ihrer Funktion Unterschiede ausblendet und sich dem Vagabundieren zwischen diesen Sinnwelten in freier Variation und assoziativen Sprüngen gefällt. -

So führt das Obskure der Nacht zu den Obsessionen der Nacht, zu einem fiktiven Geschehen, welches sich in neblig-dunklen Herbstnächten im Stockholm des Jahres 1793 zuträgt. Verfall, Verrohung, Verwesung sind die Signaturen dieses Romans von Niklas Natt och Dag, der, als "Historischer Kriminalroman" spröde klassifiziert, seinem Anspruch kaum gerecht wird. - Der im Endstadium der Tuberkulose befindliche Ermittler Cecil Winge ist ein Settembrini, Vernunft und Aufklärung verpflichtet, der gemeinsam mit dem holzarmigen und traumatisierten Kriegsveteran Mickel Cardell ins Herz der Finsternis blickt. Im Fatburen finden Kinder ein Bündel mit der entsetzlich verstümmelten Leiche eines Mannes. Vor dem Hintergrund der sich über Europa ausbreitenden Wirren der Französischen Revolution, von Aufklärung und Gegenaufklärung, gelingt nach jahrelangen Recherchen Niklas Natt och Dag ein beklemmendes Panorama der Stockholmer Gesellschaft mit ihren dunklen Geheimnisseen am Ende des 18. Jahrhunderts, das dem Leser das Gefühl vermittelt, beständig ein Tuch vor der Nase halten zu müssen. - Wer sich auf dieses Buch einläßt, sollte es im Dunkel der Nacht tun. - :o




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Nauplios
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Sa 1. Aug 2020, 18:42

"Dixitque Deus fiat lux et facta est lux." - In der Genesis ist es die Gnade des plötzlichen fiat, die das Licht in einem Schöpfungsakt werden läßt. Die Erde war "wüst und leer". Der Kosmogonie-Gedanke des Mythos dagegen läßt die Dinge vor Entstehung des Kosmos "zusammen" sein (Homou panta chremata en - Anaxagoras, DK, 59, B1). Zwar wüst, aber nicht leer. In den Tiefen des Chaos ist aufsteigendes Getöse. Hugo dichtet:

"Ce fut d´abord un bruit large, immense, confus,
Plus vague que le vent dans les arbres touffus [...]"

(Am Anfang war´s ein dumpf verworrnes Tosen,
wie Windeshauch in dichtbelaubten Bäumen [...])
- Ce qu´on entend sur la montagne

Jerusalem oder Athen




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