Re: Künstliches Bewusstsein
Verfasst: Di 7. Jul 2026, 21:15
Siehe: viewtopic.php?p=97515#p97515Rudolf Pirnbacher hat geschrieben : ↑Di 7. Jul 2026, 10:53Habe ich nicht, 4E Kognitionsforschung sagt mir nichts.
Siehe: viewtopic.php?p=97515#p97515Rudolf Pirnbacher hat geschrieben : ↑Di 7. Jul 2026, 10:53Habe ich nicht, 4E Kognitionsforschung sagt mir nichts.
Du hast geschrieben: "Zum Beispiel sind einzelne Bienen nach dem Ort, den sie zur Zeit t1 einnehmen, zu unterscheiden, aber der Typ “Biene” findet sich nicht zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort."Rudolf Pirnbacher hat geschrieben : ↑Di 7. Jul 2026, 08:21Und Biene verstehe ich ganz einfach das, was man in einer gewöhnlichen Konversation und Biene versteht, und nicht mehr und nicht weniger.
Embodiment und extended mind, ähnlich wie es auch in der „Prozess Philosophie der Biologie“ verstanden wird, die eine verkörperte und ausgedehnte Subjektivität beschreibt.Consul hat geschrieben : ↑Di 7. Jul 2026, 21:15Siehe: viewtopic.php?p=97515#p97515Rudolf Pirnbacher hat geschrieben : ↑Di 7. Jul 2026, 10:53Habe ich nicht, 4E Kognitionsforschung sagt mir nichts.
Ich habe es mir versuchsweise zur Aufgabe gemacht, Erkenntnisse aus den verschiedensten Einzelwissenschaften wie Biologie, Psychologie, Soziologie, Kommunikationswissenschaft, Kognitionswissenschaft, Neurowissenschaft, sowie aus der Philosophie zu einer Synthese zusammenzufassen.Consul hat geschrieben : ↑Di 7. Jul 2026, 21:29Ich weiß, was eine einzelne Biene (als individuelle, primäre Substanz im aristotelischen Sinn) ist; aber was ist die Biene als Typ? Die Klasse/Menge aller Bienen? Die (mereologische) Summe aller Bienen? Die Art-Universalie "Bienenheit" (als generelle, sekundäre Substanz)?
Einstein soll gesagt haben: „Alles sollte so einfach wie möglich sein – aber nicht einfacher.“ Ja, wir müssen Abstraktionen vornehmen. Dabei sollten wir so vorgehen, dass wir damit zum Kern der Sache kommen. Wir abstrahieren von dem, was nicht zum Wesen gehört. Meine Kritik an Pils war im Prinzip, dass er von den falschen Dingen abstrahiert. Er hat es zwar schön einfach gemacht, aber eben zu einfach, weil Wesentliches fehlte.Rudolf Pirnbacher hat geschrieben : ↑Di 7. Jul 2026, 16:03Also bleibt uns wegen der Beschränktheit unseres Erkenntnisapparates nichts anderes über als Abstraktionen vorzunehmen, was aber bedeutet dass sehr viel verloren geht.
Wie kannst du wissen, was eine einzelne Biene ist, wenn du nicht weißt, dass sie zum Typ Biene gehört? Zu sagen, dass etwas eine Biene ist, bedeutet doch, sie dem fraglichen Typ zuzuordnen.
Es gibt dazu von unserem Foren-Roboter einen Beitrag: viewtopic.php?f=21&t=1968&p=103638#topRudolf Pirnbacher hat geschrieben : ↑Di 7. Jul 2026, 21:50Embodiment und extended mind, ähnlich wie es auch in der „Prozess Philosophie der Biologie“ verstanden wird, die eine verkörperte und ausgedehnte Subjektivität beschreibt.Consul hat geschrieben : ↑Di 7. Jul 2026, 21:15Siehe: viewtopic.php?p=97515#p97515Rudolf Pirnbacher hat geschrieben : ↑Di 7. Jul 2026, 10:53Habe ich nicht, 4E Kognitionsforschung sagt mir nichts.
Wie ich sehe, gibt es einen umfangreichen Blog zum Thema „was ist Bewusstsein”. Da werde ich wohl einige Zeit brauchen um mich da einzulesen.
Was ist eine Art, allgemeinontologisch (nicht nur biologisch) gefragt?Rudolf Pirnbacher hat geschrieben : ↑Di 7. Jul 2026, 22:12…Daher würde ich von der zoologischen Einordnung der Bienen ausgehen. Es handelt sich also um eine künstliche strukturelle Einteilung der Tierwelt insgesamt, wo es auch die Art „Biene“ gibt.
Mittlerweile habe ich den Blog „was ist Bewusstsein“ mit großem Interesse durchgesehen, wahrlich eine Bereicherung. Einiges bleibt offen, daher möchte ich näher auf obigen Beitrag eingehen.Consul hat geschrieben : ↑Mo 6. Jul 2026, 22:22Rudolf Pirnbacher hat geschrieben : ↑Mo 6. Jul 2026, 10:08Im Sinne von Lindemann vertrete ich seine Ansicht der neuro-mentalen Einheit als den einzige Fall, bei dem es sich sowohl um Konkreta als auch Abstrakta handelt.![]()
Sowohl neurale Entitäten als auch mentale Entitäten sind per definitionem Konkreta.
Kann wirklich von einem „objektiven, physiologischen/neurologischen Innenleben eines bewussten Organismus“ gesprochen werden? Meines Erachtens kann man nur von „objektiven, physiologischen/neurologischen“ Okkurenzen sprechen.Consul hat geschrieben : ↑Sa 29. Nov 2025, 07:24Die Innen-/Außen-Unterscheidung ergibt Sinn, wobei ein zusätzlicher begrifflicher Unterschied besteht zwischen dem objektiven, physiologischen/neurologischen Innenleben eines bewussten Organismus und dessen subjektivem, psychologischem/phänomenologischem Innenleben. Nur Letzteres wird von einem bewussten Lebewesen in der inneren (introspektiven) Wahrnehmung unmittelbar erlebt, sodass die Gleichsetzung des phänomenalen Bewusstseins mit dem unmittelbar erlebten Innenleben zutreffend ist.
Es ist nun die Frage, ob man das Mentale als eine Ganzheit, und das Neurale als die konstituierenden Komponenten ansieht, oder ob man von einer psychophysischen Identität spricht.Consul hat geschrieben : ↑Mo 1. Dez 2025, 00:56Nervenvorgänge sind objektive Vorgänge, die aus der Perspektive der dritten Person wahrgenommen werden können (mit technischer Hilfe); und dem psychologischen Materialismus nach gibt es bestimmte Nervenvorgänge, die zugleich subjektiv, aus der Perspektive der ersten Person als Impressionen (Empfindungen, Gefühle) oder "Ideen" ("Impressionskopien", Vorstellungen) [Hume] erlebt/erfahren/wahrgenommen werden. Solche psychophysischen Nervenvorgänge sind also sowohl objektiv als auch subjektiv. Es besteht zwar ein empirischer & epistemischer Dualismus, weil sie von außen anders wahrgenommen werden als von innen, aber aufgrund der psychophysischen Identität kein ontischer Dualismus.
Consul hat geschrieben : ↑Mo 29. Dez 2025, 20:16Natürlich ist Bewusstsein kein Ding im Sinn einer Substanz, sondern ein Attribut (Eigenschaft) einer oder eine Okkurrenz (Zustand, Ereignis, Vorgang) in einer Substanz. Eine Okkurrenz (ein Okkurrent) besteht nach meiner ontologischen Auffassung aus einem substanziellen Substrat (unterschiedlicher Komplexität) und einem Attribut (unterschiedlicher Komplexität).
Ein Vorgang wie ein Bewusstseinsvorgang hat sowohl eine Raumspanne (räumliche Ausdehnung) als auch eine Zeitspanne (zeitliche Ausdehnung). Seine Raumspanne und damit sein Ort im Raum entspricht dem Raumbereich, den diejenigen ((inter-)aktiven) Objekte oder Substanzen zusammen einnehmen, welche das Vorgangssubstrat bilden.
Dem Zentralzustands-Materialismus zufolge finden alle Bewusstseinsvorgänge in Raumbereichen statt, die von Zentralnervensystemen besetzt sind.