In einer Ausstellungsankündigung der Ausstellung "Verletzbare Subjekte" heißt es:
Verletzbare Subjekte. Zweifellos sind wir es alle. Gleichzeitig klingt es widersprüchlich, da Verletzbarkeit Abhängigkeit andeutet und das autonome Subjekt in Frage stellt. Gerade deswegen stellt Verletzbarkeit einen elementaren Punkt im empathischen und fürsorglichen Miteinander dar.
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Ich frage: Warum stellt unsere Verletzlichkeit unsere Autonomie in Frage?
Unsere Verletzlichkeit liegt am Grunde unserer Autonomie. Gerade weil wir verletzlich sind, steht für uns überhaupt etwas auf dem Spiel, erleben wir den Wert, die Schönheit und die Bedrohlichkeit unserer Mitwelt. Autonomie ist unsere ‚Antwort' als Menschen auf diese Erfahrung der Vulnerabilität.
Verletzlichkeit
- Jörn P Budesheim
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Das Thema interessiert dich? Was meinst du dazu? Wir freuen uns auf deine Meinung – melde dich an und diskutiere mit uns.“
Wir werden verletzlich, wenn wir uns auf Andere einlassen. Jede persönliche Offenbarung unseres Wesens im Vertrauen, bringt die Verletzlichkeit dieses Vertrauens mit sich. Betrogene Erwartungen in den Anderen können verletzen - betrogenes Vertrauen.Jörn P Budesheim hat geschrieben : ↑Do 21. Mai 2026, 14:04...
Ich frage: Warum stellt unsere Verletzlichkeit unsere Autonomie in Frage?
Unsere Verletzlichkeit liegt am Grunde unserer Autonomie. Gerade weil wir verletzlich sind, steht für uns überhaupt etwas auf dem Spiel, erleben wir den Wert, die Schönheit und die Bedrohlichkeit unserer Mitwelt. Autonomie ist unsere ‚Antwort' als Menschen auf diese Erfahrung der Vulnerabilität.
Unsere Beziehungen bauen wir auf Vertrauen. Vertrauen auf eine vertraut erwartbare Erwiederung und Achtung dieses Vertrauens.
So würde ich also meinen, dass diese Verletzlichkeit unsere Automonie in Frage stellt, weil wir im Moment der Verletztheit, nicht mehr autonom sind weil dies aus Beziehung entsteht. Autonomie geht nur auf einer einsamen Insel - und da auch nur von anderen Menschen.
Ich bin zwar weich, aber darin bin ich knallhart!
- Jörn P Budesheim
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Rosi, im Prinzip schreibst du:
Autonomie ist nicht das Gleiche wie Autarkie, Unabhängigkeit oder Selbstgenügsamkeit. Autonomie bedeutet Selbstbestimmung, also Freiheit. Jemandem mein Wesen zu offenbaren, ist gerade ein Akt dieser Freiheit. Es ist riskant und macht verletzlich, aber genau diese Risiken gehören zur Freiheit selbst. Verletzungen können einen zeitweise lähmen – das stimmt. Aber das ist kein notwendiger Zusammenhang, es kann, muss aber nicht sein.
- Durch Beziehung und Vertrauen entsteht Verletzlichkeit.
- Im Moment der Verletztheit sind wir nicht mehr autonom.
- Daher stellt Verletzlichkeit Autonomie in Frage.
Autonomie ist nicht das Gleiche wie Autarkie, Unabhängigkeit oder Selbstgenügsamkeit. Autonomie bedeutet Selbstbestimmung, also Freiheit. Jemandem mein Wesen zu offenbaren, ist gerade ein Akt dieser Freiheit. Es ist riskant und macht verletzlich, aber genau diese Risiken gehören zur Freiheit selbst. Verletzungen können einen zeitweise lähmen – das stimmt. Aber das ist kein notwendiger Zusammenhang, es kann, muss aber nicht sein.
Das Thema interessiert dich? Was meinst du dazu? Wir freuen uns auf deine Meinung – melde dich an und diskutiere mit uns.“
Ja, da hast Du völlig Recht - ich hab tatsächlich über Autarkie nachgedacht. Vermutlich hab ich gedanklich den Fehler in der anfänglichen Aussage direkt korrigiert und in "Autarkie" gedachtJörn P Budesheim hat geschrieben : ↑Fr 22. Mai 2026, 08:19Rosi, im Prinzip schreibst du:
Allerdings bleibt in dieser Herleitung der entscheidende Punkt – „Im Moment der Verletztheit sind wir nicht mehr autonom“ – unbegründet. Aus einer Verletzung folgt nicht ohne Weiteres der Verlust von Autonomie. Auf Verletzungen dieser Art kann man durchaus autonom reagieren: Man kann Grenzen neu ziehen, Prioritäten neu gewichten, mit dem Schmerz umgehen lernen oder sich Unterstützung holen.
- Durch Beziehung und Vertrauen entsteht Verletzlichkeit.
- Im Moment der Verletztheit sind wir nicht mehr autonom.
- Daher stellt Verletzlichkeit Autonomie in Frage.
Autonomie ist nicht das Gleiche wie Autarkie, Unabhängigkeit oder Selbstgenügsamkeit. Autonomie bedeutet Selbstbestimmung, also Freiheit. Jemandem mein Wesen zu offenbaren, ist gerade ein Akt dieser Freiheit. Es ist riskant und macht verletzlich, aber genau diese Risiken gehören zur Freiheit selbst. Verletzungen können einen zeitweise lähmen – das stimmt. Aber das ist kein notwendiger Zusammenhang, es kann, muss aber nicht sein.
Also ne, ich bin dann ganz bei Dir, dass gereade in der Freiheit dieser Selbstentscheidung liegt Autonomie.
... is jetzt auch irgendwie blöd, wenn man selber Meinung ist
Ich bin zwar weich, aber darin bin ich knallhart!