Von Menschen und Schiffen

Mit Beginn der 1920er Jahre bilden sich in der deutschen Philosophie die Disziplinen der Philosophischen Anthropologie und der Lebensphilosophie aus, deren Grundfragen in den 1990er Jahren eine Renaissance erleben.
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TsukiHana
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Mo 17. Jun 2019, 11:13

Hier sieht man den abgeschalteten "Pannen-Meiler" Brunsbüttel. Wirkt vom Wasser aus so friedlich und geradezu harmlos, doch das Problem der radioaktiven Altlasten wird noch die nachfolgenden Generationen beschäftigen...

https://www.ndr.de/nachrichten/schleswi ... el128.html

Einer der Türme der Anlage wurde mit bunten Puzzle-Motiven bemalt, was wohl einen etwas freundlicheren Eindruck der strahlenden Ruine vermitteln soll?

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TsukiHana
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Mo 17. Jun 2019, 11:30

Hier das umstrittene AKW Brokdorf, welches es uns (also meiner Generation) damals nicht gelang zu verhindern...

https://www.ndr.de/nachrichten/schleswi ... rf101.html

2021 wird es abgeschaltet. Ein schwacher Trost für mich. :cry:
Erinnert Ihr Euch noch? Und selbst heute werden noch die Zahlen der Demo-Teilnehmer nicht korrekt angegeben! Schon seltsam...

https://www.ndr.de/kultur/geschichte/sc ... on101.html

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Jörn Budesheim
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Mo 17. Jun 2019, 11:42

Für mich ist das sozusagen auch eine "Jugenderinnerung". Ich hab früher in Saarbrücken gewohnt und ein Saarbrücker Künstler hat das damals sehr gut ins Bild gesetzt: Man stelle sich die typische Silhouette eines AKW (wie oben im Bild) vor. Bei genauerem Blick sieht man auf dem fraglichen Bild jedoch, dass der "Schornstein" ein Schlagstock ist und die "Kuppel" der Helm eines Polizisten :-)



"Nichts ist menschlicher als der Wunsch, kein Mensch zu sein!" (Stanley Cavell)

"Die meisten Menschen würden leichter dahin zu bringen seyn, sich für ein Stück Lava im Monde, als für ein Ich zu halten." (Fichte)

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TsukiHana
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Mo 17. Jun 2019, 11:59

Jörn Budesheim hat geschrieben :
Mo 17. Jun 2019, 11:42
Für mich ist das sozusagen auch eine "Jugenderinnerung". Ich hab früher in Saarbrücken gewohnt und ein Saarbrücker Künstler hat das damals sehr gut ins Bild gesetzt: Man stelle sich die typische Silhouette eines AKW (wie oben im Bild) vor. Bei genauerem Blick sieht man auf dem fraglichen Bild jedoch, dass der "Schornstein" ein Schlagstock ist und die "Kuppel" der Helm eines Polizisten :-)
Ein sehr guter Vergleich.

Als wir auf Höhe der AKWs waren, wurde es merklich still an Bord... später teilten wir unsere Jugend-Erinnerungen bei einer Runde Kaffee in der Messe:
prügelnde Bu…. ähm... Polizisten, Tränengas aus Hubschraubern, Straßensperren, dauernde Schikanen, wenn nur jemand einen Anti-AKW-Aufkleber hatte und schließlich das generelle Demo-Verbot für die gesamte Gegend um die 3 Atommeiler (AKW-Stade gehört ja noch dazu).
Und wir müssen uns eingestehen, dass es uns nicht gelang diesen Wahnsinn zu verhindern. Dazu hätten noch viel mehr Menschen mitmachen müssen... :(



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Mo 17. Jun 2019, 12:29

Kaum eine Seemeile weiter sieht es dann so aus:
bei ablaufendem Wasser bilden sich Sandbänke, auf denen ganz gerne junge Kegelrobben rasten.

Hier suchten wir Schutz in einer geschützten Bucht, weil der Seefunk eine Unwetterwarnung ausgab, was für unser altes Schiff eine wirkliche Gefahr bedeutet.
Im Hintergrund sieht/ahnt man die Hauptfahrrinne der Elbe, auf der reger Frachtverkehr herrscht.
Gegen ablaufendes Wasser kommen wir nicht an. Die Unterelbe ist als Segelgebiet nicht ganz "ohne"... ;)

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Mo 17. Jun 2019, 13:08

Das Watt (als Natur- und Lebensraum) ist bei jedem Wetter faszinierend.
Hier regnet es gerade junge Katzen & Hunde...

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Stefanie
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Mo 17. Jun 2019, 21:43

Aha, danke Cuxhaven.
Ich tippte auf die Ecke um Wilhelmshaven, also auf die falsche Ecke :- )

An die Nachrichtensendungen zu Brokdorf kann ich mich noch erinnern. Ich war noch einen Tick zu jung, und örtlich zu weit weg, um das politisch einzuordnen. Ich dachte, wenn die das dort nicht wollen, muss man sich halt was anderes überlegen, so in der Art kam das bei mir an. Ein paar Jahre später diskutierte ich dann mit einem engen Familienmitglied, der in sehr gehobener Position u.a. für Biblis zuständig war, über die Atomkraft. Einmal kam er mit Dienstwagen und Chauffeur vorbei, brachte was zu meinen Großeltern und mir Material pro Atomkraft, nachdem ich ihm vorher bei einem Besuch Contra Material zeigte. Ab Tschernobyl war es entschieden, der Nutzen wiegt sämtliche Gefahren nicht auf, also nix Atomkraft. Ich glaube, so ganz hat er mir meine Meinung nicht verziehen.



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Königinnen ziehen ihr Schwert.
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TsukiHana
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Di 18. Jun 2019, 12:13

Stefanie hat geschrieben :
Mo 17. Jun 2019, 21:43
Aha, danke Cuxhaven.
Ich tippte auf die Ecke um Wilhelmshaven, also auf die falsche Ecke :- )

Der Jadebusen ist zwar auch sehr schön, jedoch noch ca. 80-90 Seemeilen weit wech… :D
Zwischendurch hatte wir zwar (auch) traumhaftes Segel-Wetter, aber das änderte sich zum Teil sehr schnell durch zahlreiche Unwetterwarnungen, die dauernd für Änderungen in unserer Route sorgten. An manchen Tagen gab es dann nur noch Änderungen der Änderungen, der Änderungen...
Da spürten wir die wahre Bedeutung des Sinnspruchs der Weg ist das Ziel am eigenen Leibe.
Stefanie hat geschrieben :
Mo 17. Jun 2019, 21:43
An die Nachrichtensendungen zu Brokdorf kann ich mich noch erinnern. Ich war noch einen Tick zu jung, und örtlich zu weit weg, um das politisch einzuordnen. Ich dachte, wenn die das dort nicht wollen, muss man sich halt was anderes überlegen, so in der Art kam das bei mir an. Ein paar Jahre später diskutierte ich dann mit einem engen Familienmitglied, der in sehr gehobener Position u.a. für Biblis zuständig war, über die Atomkraft. Einmal kam er mit Dienstwagen und Chauffeur vorbei, brachte was zu meinen Großeltern und mir Material pro Atomkraft, nachdem ich ihm vorher bei einem Besuch Contra Material zeigte. Ab Tschernobyl war es entschieden, der Nutzen wiegt sämtliche Gefahren nicht auf, also nix Atomkraft. Ich glaube, so ganz hat er mir meine Meinung nicht verziehen.
Ja, dieser Riss ging damals durch die ganze Gesellschaft. Man sah die Atomkraft gerne als "saubere Energie" und blendete die langfristigen Folgen völlig aus.
Für mich als Schülerin war es damals quasi der Einstieg in die "Politisierung", vergleichbar den Jugendlichen, die sich heute der Bewegung Fridays for Future anschließen. Nur leider eben mit Gummiknüppeln, Wasserwerfern und Tränengas, ect.
Tschernobyl war eine Zäsur, doch erst der Super-GAU von Fukushima brachte ein wirkliches Umdenken.
Wie gesagt, einige aus der Crew waren damals auch dabei und es herrschte eine eigenwillige Stille an Bord, als wir die Meiler passierten.
Unser Skipper, ein Biologe, erzählte uns, dass die Fische sich ganz gerne in der Nähe der AKWs aufhalten, da das Wasser dort ca. 0,5 - 1 Grad wärmer ist.
Das wird noch lange so bleigen...

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Di 18. Jun 2019, 16:12

*
die Sehnsucht fährt mit
auf der ewigen Welle
der Vergänglichkeit
*

(15.06.2019, vor dem Oste-Riff)

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Mi 19. Jun 2019, 15:06

Wiesław Brudziński hat geschrieben : Schon mancher akzeptiert die Kette in dem Glauben, an ihrem Ende befinde sich der Rettungsanker.
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Do 20. Jun 2019, 12:13

Vor Anker im Watt.
Die lärmende Welt ist verschwunden, das Wasser auch. Das Schiff fällt langsam trocken.
Momente, die aus der Zeit fallen... eine Feier des Hörens, Sehens und Schmeckens.

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Fr 21. Jun 2019, 11:59

Sollte Euch eine Urlaubsreise an die wunderschöne Unterelbe verschlagen, kann ich Euch (mindestens) zwei Orte empfehlen:

Ein winziges Museum im alten Hafen in Wischhafen:
http://www.kuestenschiffahrtsmuseum.de/historie.html

...und das Natureum, mit sehr lehrreichen Ausstellungen über den Lebensraum Watt (sehr gut auch für Kinder geeignet, besonders bei schlechtem Wetter)
https://www.natureum-niederelbe.de/

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Fr 21. Jun 2019, 12:03

Im alten Hafen überwintert auch unser altes Schiff... ;)
Ein Besan-Ewer, Länge über alles: 28 m, Breite: 4,91 m, Tiefgang: 1,51 m, Segelfläche: 200 qm, Motor: Sechszylinder Deutz–Diesel 73 kW, Leistung: 73 KW.

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Sa 22. Jun 2019, 13:29

*
ein frischer Morgen
heute sehen wir Schweinswale!
ganz bestimmt sogar... :D
*
(12.06.2019)



Die Liste der Tiere, die wir inzwischen sichteten, wurde immer längen: viele Kegelrobben, 2 Seeadler, unzählige Wattvögel, deren Namen ich mir nicht merken konnte, darunter auch seltene Exemplare, die ich mir per Fernglas "unbedingt" anschauen musste... und sogar ein Wildschwein, welches sich offenbar im Watt verirrte (leider ohne Fotobeweis, da meine Kamera da gerade - Wetter bedingt - unter Deck war) und einige Mitsegler erzählten dauernd, dass sie im letzten Jahr Schweinswale sichteten. Ja-nee...

Nach 3 Tagen an Bord hielt ich es schlicht für Seemannsgarn und begann meinen Tag an Deck mit dem Motto:

"Heute sehen wir Schweinswale!" :lol:

p.s. wir sahen KEINE, doch das war nicht mehr so wichtig...

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So 23. Jun 2019, 11:23

*
Nachricht per Seefunk:
Boot havariert mit Frachter
kurz vor Stadersand
*

(09.06.2019)


Die Nachricht machte uns sehr betroffen, zumal wir nur wenige Seemeilen vom Havarieort entfernt fuhren.
Das Containerschiff „Astrosprinter“ überholte uns kurze Zeit später und wir konnten nur vermutet, dass es an der Havarie beteiligt war, da der Seefunk kein geschwätziger Radio-Sender ist, die Nachrichtenlage war also sehr dünn.
Wir wussten nur, dass die Feuerwehr Stade und DLRG unmittelbar vor Ort waren (eines anderen Vorfalls wegen) und sich um die Rettung der 43 Passagiere und Besatzung sofort kümmern konnte. Etwas später kam die erlösende Nachricht, dass alle Menschen gerettet wurden.
Offenbar verhinderte der schnelle Einsatz der Rettungskräfte schlimmere Folgen.

Plötzlich störten uns unsere Rettungswesten nicht mehr so sehr, doch die Betroffenheit fuhr noch eine lange Strecke mit uns...
Natürlich gab es aufgeregte Debatten darüber, wie das überhaupt passieren konnte?
Die Elbmündung ist ein sehr tückisches Gewässer für Segler, doch der Frachtverkehr hat immer Vorfahrt.
Ein misslungenes Wendemanöver? Hat der Steuermann lechts und rinks verwechselt?
Es hieß, der Kapitän (82) hätte die Aussage verweigert.

Erst viel später, an Land, erfuhren wir aus der Presse die Einzelheiten. Unsere Vermutungen waren also schon sehr nahe an der Wahrheit:
https://www.msn.com/de-de/nachrichten/p ... 0H#image=1


Die no-5-elbe wurde inzwischen aus der Schwingemündung geborgen:
https://www.kreiszeitung-wochenblatt.de ... ts_a143621

"Warum das frisch restaurierte Segelschiff mit dem Frachter kollidierte, ist inzwischen auf einem YouTube-Video für jedermann ersichtlich. Mitglieder der Crew, von denen ein Großteil keine Schwimmwesten trug, waren offensichtlich nicht in der Lage, seemännische Kommandos richtig auszuführen.
So drückten Besatzungsmitglieder beim Kommando "hart Backbord" (scharf nach links) die Pinne nach links. Um das Schiff nach links zu steuern, hätte diese aber nach rechts gedrückt werden müssen."

Hier das kurzes Video der hektischen Situation an Bord, unmittelbar vor der Havarie.
https://www.youtube.com/watch?v=a-IXtX0G0_A

:o

Foto: Feuerwehr Stade
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Di 25. Jun 2019, 17:27

Welle

Welle, laß dich umarmen,
obwohl du mich zu Boden schlägst,
mir den Halt
meiner Füße versagst.
Aufwühlend und schäumend
kommst du daher,
wild und ungezähmt.

Folgend dem Sturm!

Wildes Aufbäumen tanzt
mit Schaum auf deinen Kämmen.

Ohne Wind bist du zahm und matt,
denn nach dem Sturm
schmeichelnd du meinen Fuß umspülst.

Glitzernd plätschern deine Wellen
im Abendwind,
die Nacht
erwartend.


Otto Reinhards
aus: Reinhards, Lyrik am Meer. Gedichte, 1983
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Di 25. Jun 2019, 22:18

*
der Mond im Tauwerk
und das alte Ankerlicht
halten Nachtwache
*

(11.06.2019)

.
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Fr 28. Jun 2019, 19:45

*
der Mond nimmt ein Bad
im nächtlichen Oste-Riff
wo wir heut` ankern
*

(12.06.2019)
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Jörn Budesheim
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So 30. Jun 2019, 09:29

... komischerweise ist mir erst heute morgen, beim Überfliegen der Threads, aufgefallen, dass man das Thema Menschen und Schiffe auch ganz anders verstehen kann, in Anbetracht der aktuellen Lage :(



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So 30. Jun 2019, 15:53

Die aktuellen Nachrichten machen mich sehr betroffen. Es ist eine Ungeheuerlichkeit, dass SeeNOTrettung mit 10 bis 15 Jahren Knast betraft werden soll!
Mein Respekt gilt der mutigen Kapitänin des Rettungsschiffs "Sea-Watch 3", die das Anlegeverbot auf der Insel Lampedusa ignoriert hat und sogar beim Anlegemanöver ein italienisches Polizeiboot rammen musste.
Ihre Verhaftung ist nicht hinnehmbar. Hier besteht dringender Handlungsbedarf der politisch Verantwortlichen unserer Regierung und der EU.

https://www.zdf.de/nachrichten/heute-19 ... t-100.html

https://www.blick.ch/news/sea-watch-3-v ... 96098.html



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