Von Menschen und Schiffen

Mit Beginn der 1920er Jahre bilden sich in der deutschen Philosophie die Disziplinen der Philosophischen Anthropologie und der Lebensphilosophie aus, deren Grundfragen in den 1990er Jahren eine Renaissance erleben.
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TsukiHana
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Fr 26. Jul 2019, 16:10

Friederike hat geschrieben :
Fr 26. Jul 2019, 12:39
Stefanie hat geschrieben :
Do 25. Jul 2019, 07:49
Die Bilder sind allesamt wunderschön. Im Moment schwanke ich zwischen dem gedanklichen Versuch die in den Bildern vermittelte frische Luft und die Temperaturen in mein heißes Umfeld zu transportieren, um es kühler zu machen und dem neidvollen Gedanken, "oh wie gemein ... da will ich jetzt hin".
Ja, jetzt + dort - 2 Seelen, ein Gedanke. Vorhin habe ich mich an die Fotos erinnert, die frische bis stürmische Brise, den Salzgeruch des Meeres, und ich versuchte einzutauchen ...
Ach, dann möchte ich Euch beide Zuggerschnuten an so wundervoll-nasse Momente erinnern, als uns - nach einer Unwetterwarnung - ein heftiges Gewitter volle Breitseite erwischte, welches sich dann später an Land noch richtig austoben sollte.
Die kostbare Perlen sind echte Regentropfen, die plötzlich von der Sonne angestrahlt wurden :D
Die Luft war herrlich klar, es ging dazu noch ein leichter Wind und es roch verführerisch-frisch nach MEER! :mrgreen:


p.s. die Dimensionen täuschen etwas, es handelt sich hier um ein Bullauge, durch welches ich aus dem Inneren des alten Schiffes hinaus fotografierte...

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TsukiHana
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So 28. Jul 2019, 02:40

A.Camus hat geschrieben : „Wunderbare Nacht über dem Atlantik. Diese Stunde, die von der verschwundenen Sonne zum gerade erst aufgehenden Mond reicht, vom noch leuchtenden Westen zum schon dunklen Osten. Ja, ich liebe das Meer sehr – diese ruhige Unermesslichkeit – diese wieder bedeckten Furchen des Kielwassers – diese flüssigen Straßen. Zum ersten Mal ein dem Atmen des Menschen angemessener Horizont, ein Raum, so groß wie seine Kühnheit. Ich bin immer hin und her gerissen gewesen zwischen meinem Hunger nach Menschen, der Eitelkeit der Betriebsamkeit und dem Wunsch, mich jenen Meeren des Vergessenes anzugleichen, jenem maßlosen Schweigen, das wie der Zauber des Todes ist. Ich habe Gefallen an den Eitelkeiten der Welt, an meinen Mitmenschen, an den Gesichtern, aber neben dem Leben der Welt habe ich einen eigenen Maßstab – das Meer und all das, was in dieser Welt ihm gleicht. O Süße der Nächte, in denen alle Sterne funkeln und über die Masten hingleiten, und diese Stille in mir, diese Stille endlich, die mich von allem erlöst.”

Quelle: Albert Camus, Reisetagebücher
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Di 30. Jul 2019, 00:08

A.Camus hat geschrieben : „Ein heller Morgen erhob sich strahlend über dem klaren Meer. Vom Himmel, der morgendlich rein und frisch war, kam ein flimmerndes Licht, das jedem Haus, jedem Baum eine sichtbare Zeichnung gab, eine wundersame Neuheit. Am ersten Morgen der Welt muss die Erde in ähnlichem Licht aufgetaucht sein.

Quelle: Albert Camus, Heimkehr nach Tipasa, in: Literarische Essays
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Do 1. Aug 2019, 00:45

Fern kann er nicht mehr sein
der Tod

Ich liege wach,
damit ich zwischen Abendrot und Morgenrot
mich an die Finsternis gewöhne.

Reiner Kunze

.
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So 4. Aug 2019, 13:50

*
nur Meeresrauschen
als die Zeit plötzlich ablief...
simpel ANFANGEN!
*

(02.08.2019)

.
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Mo 19. Aug 2019, 19:21

*
den Staub der Tage
spült wie ein Tränenfluss ab
der Sommerregen...
*

(18.08.2019)

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Jörn Budesheim
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Di 20. Aug 2019, 05:17

5
7
5

Passt :)
Sehr schön!

Wenn ich fragen darf: Erarbeitest du diese Haikus im Wesentlichen in Gedanken oder ist das Arbeit mit Stift und Papier?



"Nichts ist menschlicher als der Wunsch, kein Mensch zu sein!" (Stanley Cavell)

"Die meisten Menschen würden leichter dahin zu bringen seyn, sich für ein Stück Lava im Monde, als für ein Ich zu halten." (Fichte)

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TsukiHana
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Di 20. Aug 2019, 06:30

Es kommt immer darauf an, wann, wo und wie sie "schlüpfen". ;)
Meistens sind es kleine, spontane Momentaufnahmen, oft aus Bewegungen heraus. Haiku-Atem.
Wenn ich beispielsweise auf dem Wasser bin, brauche ich unbedingt Stift und Papier (am Tüddelband, sonst geht alles über Bord!) neben mir, weil mir dauernd was "schlüpft" und ich mir dann nicht alles merken kann. Dann ist eine flüchtige Idee plötzlich da, die später reifen kann...
Erzwingen kann ich es nicht. Es bringt auch nichts mir vorzunehmen ein Haiku zu schreiben.
Die führen meistens ein Eigenleben.
Und einige sind sogar Schwerstarbeit...

Wie heißt es so schön?
Eine HaiKuh macht Muuuh.
Viele HaiKühe machen Mühe. :mrgreen:

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Jörn Budesheim
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Di 20. Aug 2019, 06:33

TsukiHana hat geschrieben :
Di 20. Aug 2019, 06:30
Haiku-Atem
Schön!



"Nichts ist menschlicher als der Wunsch, kein Mensch zu sein!" (Stanley Cavell)

"Die meisten Menschen würden leichter dahin zu bringen seyn, sich für ein Stück Lava im Monde, als für ein Ich zu halten." (Fichte)

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TsukiHana
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Di 20. Aug 2019, 06:52

Es freut mich, dass Du mit dem Begriff Haiku-Atem was anfangen kannst.
Ja, es ist (auch) eine Form der Meditation.



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TsukiHana
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Sa 6. Mär 2021, 16:08

*
mit bloßen Händen
umarme ich den Himmel
die Füße im Meer...
*

(22.08.2020)
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Stefanie
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Sa 6. Mär 2021, 23:06

Oh Hallo!

Ein so schönes Photo.

*seufz*

Ich will mal wieder so gerne ans Meer.



Nur Prinzessinnen richten ihr Krönchen.
Königinnen ziehen ihr Schwert.
(Unbekannt)

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TsukiHana
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So 7. Mär 2021, 12:20

@ Stefanie, moin!

Es freut mich, dass es Dir gefällt.
Dabei drückt es lediglich auch meine Sehnsucht aus...
...ein Jahr OHNE schwankende Planken unter den Füßen ist für mich extrem hart.
Zwischenzeitlich war ich zwar gelegentlich am Meer, doch das war nur ein schwacher Trost.
Ich hoffe so sehr, dass der ganze Corona-Murks bald vorbei ist.


*
mit Urvertrauen
in die Anfangslosigkeit
der GROSSEN Welle...
*


(07.08.2020)

Foto: Leen Koper
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transfinitum
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So 7. Mär 2021, 21:48

TsukiHana hat geschrieben :
So 28. Jul 2019, 02:40
A.Camus hat geschrieben : „Wunderbare Nacht über dem Atlantik. Diese Stunde, die von der verschwundenen Sonne zum gerade erst aufgehenden Mond reicht, vom noch leuchtenden Westen zum schon dunklen Osten. Ja, ich liebe das Meer sehr – diese ruhige Unermesslichkeit – diese wieder bedeckten Furchen des Kielwassers – diese flüssigen Straßen. Zum ersten Mal ein dem Atmen des Menschen angemessener Horizont, ein Raum, so groß wie seine Kühnheit. Ich bin immer hin und her gerissen gewesen zwischen meinem Hunger nach Menschen, der Eitelkeit der Betriebsamkeit und dem Wunsch, mich jenen Meeren des Vergessenes anzugleichen, jenem maßlosen Schweigen, das wie der Zauber des Todes ist. Ich habe Gefallen an den Eitelkeiten der Welt, an meinen Mitmenschen, an den Gesichtern, aber neben dem Leben der Welt habe ich einen eigenen Maßstab – das Meer und all das, was in dieser Welt ihm gleicht. O Süße der Nächte, in denen alle Sterne funkeln und über die Masten hingleiten, und diese Stille in mir, diese Stille endlich, die mich von allem erlöst.”

Quelle: Albert Camus, Reisetagebücher
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so wunderschön! :roll:



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TsukiHana
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Fr 12. Mär 2021, 23:47

transfinitum hat geschrieben :
So 7. Mär 2021, 21:48

so wunderschön! :roll:
Ja, A.Camus ist großartig in seinen Beschreibungen. Es verwundert wohl kaum, dass sein Lieblingswort "Meer" war. Ein Motiv, welches immer wieder in seinen Werken auftaucht.
A.Camus hat geschrieben :
So 7. Mär 2021, 21:48
„Ein heller Morgen erhob sich strahlend über dem klaren Meer. Vom Himmel, der morgendlich rein und frisch war, kam ein flimmerndes Licht, das jedem Haus, jedem Baum eine sichtbare Zeichnung gab, eine wundersame Neuheit. Am ersten Morgen der Welt muss die Erde in ähnlichem Licht aufgetaucht sein.”

Quelle: Albert Camus, Heimkehr nach Tipasa, in: Literarische Essays
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NaWennDuMeinst
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Sa 13. Mär 2021, 01:37

Das mit dem Meer ist mir ein absolutes Mysterium.
Ich weiß nicht ob es Euch auch so geht, aber wenn ich mich am Meer aufhalte, dann ist es jedes Mal so, dass das Meer eine ganz besondere Wirkung auf mich hat.
Irgendwie vitalisierend. Mein Körper blüht auf, wenn das Meer in der Nähe ist. Das Gleiche passiert mit meinem Geist.
Den Blick aufs Meer gerichtet vergesse ich die Welt. Es ist als wenn Wellen und Wind meinen Geist reinigen und meine Sorgen und dunklen Gedanken einfach weggespült und weggeweht werden.
Dabei ist das Meer ja nicht unser angestammter Lebensraum. Als Landbewohner und Lungenatmer ist der Ozean für uns sogar gefährlich.
Und trotzdem habe ich das Gefühl am Meer könnte ich mit einem längst vergessenen Teil meines Selbst kommunizieren.
Vielleicht der Teil der einst aus dem Meer kam, der Teil unserer aquatischen Vergangenheit ist und der immer noch tief in uns schlummert.
Der erwacht dann, wenn das Meer nicht weit ist.

Vielleicht ist es aber auch nur die beruhigende Wirkung der Brandung. Das immer gleiche Rauschen der Wellen.
Vielleicht ist es aber auch nur die frische Seeluft die den strapazierten Stadtlungen einfach gut tut.
Und trotzdem: Für mich fühlt es sich nach viel mehr an. Die Ankunft am Meer fühlt sich immer an wie "Heimkehr".



But I, being poor, have only my dreams; I have spread my dreams under your feet;
Tread softly because you tread on my dreams.
(William Butler Yeats)

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transfinitum
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Sa 13. Mär 2021, 11:38

NaWennDuMeinst hat geschrieben :
Sa 13. Mär 2021, 01:37
Das mit dem Meer ist mir ein absolutes Mysterium.
Ich weiß nicht ob es Euch auch so geht, aber wenn ich mich am Meer aufhalte, dann ist es jedes Mal so, dass das Meer eine ganz besondere Wirkung auf mich hat.
Irgendwie vitalisierend. Mein Körper blüht auf, wenn das Meer in der Nähe ist. Das Gleiche passiert mit meinem Geist.
Den Blick aufs Meer gerichtet vergesse ich die Welt. Es ist als wenn Wellen und Wind meinen Geist reinigen und meine Sorgen und dunklen Gedanken einfach weggespült und weggeweht werden.
Dabei ist das Meer ja nicht unser angestammter Lebensraum. Als Landbewohner und Lungenatmer ist der Ozean für uns sogar gefährlich.
Und trotzdem habe ich das Gefühl am Meer könnte ich mit einem längst vergessenen Teil meines Selbst kommunizieren.
Vielleicht der Teil der einst aus dem Meer kam, der Teil unserer aquatischen Vergangenheit ist und der immer noch tief in uns schlummert.
Der erwacht dann, wenn das Meer nicht weit ist.

Vielleicht ist es aber auch nur die beruhigende Wirkung der Brandung. Das immer gleiche Rauschen der Wellen.
Vielleicht ist es aber auch nur die frische Seeluft die den strapazierten Stadtlungen einfach gut tut.
Und trotzdem: Für mich fühlt es sich nach viel mehr an. Die Ankunft am Meer fühlt sich immer an wie "Heimkehr".
ich weiß nicht, ob es das gleiche ist wie am Meer. Ich habe praktisch fast nie die Möglichkeit am Meer zu sein (das letzte Mal als ich ein kleines Kind war), aber ich gehe oft zum Lesen oder Nachdenken zu unserem Fluss und schaue gerne den Wellen und dem Fliessen des Wassers zu. Dabei wird mir immer wieder klar, wie vergänglich jeder Moment ist, denn diese eine Wellenformation oder diese eine Wasserstelle schwimmt vorbei und kommt nicht wieder. Alles schwimmt vorbei auch um Steine und es kommen neue schöne Wassermomente bzw. -formationen.
Es hat eine beruhigende Wirkung und ja, irgendwie gibt es dann auch Momente, in denen man keine Sorgen hat und man für eine kleine Zeit dem stressigen Alltag "entfliehen" kann oder auch dafür Kraft schöpfen kann...auch dass die Sorgen auch nur eine Vergänglichkeit haben, was sich dann auch aufbauend anfühlt.
Eventuell ist dieses Gefühl noch viel stärker, wenn man am Meer ist oder auf dem Meer reist, das stelle ich mir schön vor!
Hier mal ein Bild von einer meiner Lieblings-Wasserstellen (Foto von einer Brücke gemacht).
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TsukiHana
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Mo 15. Mär 2021, 08:19

NaWennDuMeinst hat geschrieben :
Sa 13. Mär 2021, 01:37
...Den Blick aufs Meer gerichtet vergesse ich die Welt. ...
So geht es mir auch...
Dieser Zustand des Vergessens verstärkt sich noch, wenn ich auf dem Wasser bin. Der Wind, die Wellen, der weite Himmel, das Boot... und dieser unvergleichliche Geruch...
...pures Glück!

NaWennDuMeinst hat geschrieben :
Sa 13. Mär 2021, 01:37
... Die Ankunft am Meer fühlt sich immer an wie "Heimkehr".
Es IST "Heimkehr"! Immer! :D

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TsukiHana
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Mo 15. Mär 2021, 09:02

transfinitum hat geschrieben :
Sa 13. Mär 2021, 11:38
... ich gehe oft zum Lesen oder Nachdenken zu unserem Fluss und schaue gerne den Wellen und dem Fliessen des Wassers zu. Dabei wird mir immer wieder klar, wie vergänglich jeder Moment ist, denn diese eine Wellenformation oder diese eine Wasserstelle schwimmt vorbei und kommt nicht wieder. Alles schwimmt vorbei auch um Steine und es kommen neue schöne Wassermomente bzw. -formationen.
Es hat eine beruhigende Wirkung und ja, irgendwie gibt es dann auch Momente, in denen man keine Sorgen hat und man für eine kleine Zeit dem stressigen Alltag "entfliehen" kann oder auch dafür Kraft schöpfen kann...auch dass die Sorgen auch nur eine Vergänglichkeit haben, was sich dann auch aufbauend anfühlt.
Schön, was Du über den Fluss schreibst, ich kann es sehr gut nachvollziehen, denn "mein" Fluss bestimmt sogar mein ganzes Leben. Immerhin lebe ich in einer Stadt mit über 2500 Brücken (Venedig lügt! :mrgreen: ), die das Leben und die Fortbewegung ungemein erleichtern.
Am Wasser, über dem Wasser, unter dem Wasser, auf dem Wasser, oder im Wasser zu sein, ist sozusagen unser Alltag, auch wenn es einem nicht immer so bewusst ist.
Auch ich habe am Fluss meine Lieblingsplätze, die ich hier bei Gelegenheit (muss erst im Archiv stöbern) vorstellen werde. Sie liegen eher versteckt, sind naturbelassen und fernab der domestizierten Bereiche des Großen Flusses. Für den "kleinen Urlaub" zwischendurch... dort kann ich lesen, träumen, entspannen, nachdenken, schreiben, oder einfach nur... sein.

Bei Deinen Worten musste ich an folgenden Buchtitel denken:
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Di 16. Mär 2021, 19:22

TsukiHana hat geschrieben :
Mo 15. Mär 2021, 09:02
transfinitum hat geschrieben :
Sa 13. Mär 2021, 11:38
... ich gehe oft zum Lesen oder Nachdenken zu unserem Fluss und schaue gerne den Wellen und dem Fliessen des Wassers zu. Dabei wird mir immer wieder klar, wie vergänglich jeder Moment ist, denn diese eine Wellenformation oder diese eine Wasserstelle schwimmt vorbei und kommt nicht wieder. Alles schwimmt vorbei auch um Steine und es kommen neue schöne Wassermomente bzw. -formationen.
Es hat eine beruhigende Wirkung und ja, irgendwie gibt es dann auch Momente, in denen man keine Sorgen hat und man für eine kleine Zeit dem stressigen Alltag "entfliehen" kann oder auch dafür Kraft schöpfen kann...auch dass die Sorgen auch nur eine Vergänglichkeit haben, was sich dann auch aufbauend anfühlt.
Schön, was Du über den Fluss schreibst, ich kann es sehr gut nachvollziehen, denn "mein" Fluss bestimmt sogar mein ganzes Leben. Immerhin lebe ich in einer Stadt mit über 2500 Brücken (Venedig lügt! :mrgreen: ), die das Leben und die Fortbewegung ungemein erleichtern.
Am Wasser, über dem Wasser, unter dem Wasser, auf dem Wasser, oder im Wasser zu sein, ist sozusagen unser Alltag, auch wenn es einem nicht immer so bewusst ist.
Auch ich habe am Fluss meine Lieblingsplätze, die ich hier bei Gelegenheit (muss erst im Archiv stöbern) vorstellen werde. Sie liegen eher versteckt, sind naturbelassen und fernab der domestizierten Bereiche des Großen Flusses. Für den "kleinen Urlaub" zwischendurch... dort kann ich lesen, träumen, entspannen, nachdenken, schreiben, oder einfach nur... sein.

Bei Deinen Worten musste ich an folgenden Buchtitel denken:
ja, das stelle ich mir richtig schön vor, das ist bestimmt nochmal ganz anders, wenn überall Wasser und so viele (!) Brücken da sind. So ging es mir mal beim Bodensee. Wenn man mitten auf dem Wasser ist, dann vergisst man sich und die Welt. Das Wasser hat einen gewaltigen und riesigen Ausdruck und meine Existenz und meine kleine Welt bestehend aus Plänen, Sorgen, Ideen ist dagegen so winzig in einem Punkt...das ist dann erleichternd...und da ist dann noch soviel anderes um das eigene kleine Pünktchen herum, das man nicht kennt...also noch viel zu entdecken...

Auf die Archivbilder bin ich schon richtig gespannt. :P
Das Buch kenne ich, toll, dass du davon schreibst, ich möchte es schon eine Weile lesen und habe es schon für meine nächste Lesezeit gemerkt. Bisher habe ich Alan Watts- der Lauf des Wassers zu diesem Thema gelesen.



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