Anthroposophie
Es ist nicht leicht, die richtige Rubrik für dies Thema zu finden, doch es will mir hier am ehesten hinpassen. Die Schwierigkeit der Zuordnung beschreibt der Gründer der Anthroposophie, Rudolf Steiner, gleich beginnend mit einer Abgrenzung der modernen Auffassung gegenüber der Anthroposophie.
Was ist Anthroposophie?
"Philosophie ist nicht in derselben Art entstanden, in der sie in der modernen Zeit weitergeführt wird. In dieser Art ist sie ein Zusammenhang von Ideen, die innerlich in der Seele, nicht so erlebt werden, daß der seiner selbst bewußte Mensch sich in ihnen als in einer Wirklichkeit fühlte."
Rudolf Steiner, Kosmologie, Religion und Philosophie, Seelenübungen des Denkens, Fühlens und Wollens
Was ist Anthroposophie?
"Philosophie ist nicht in derselben Art entstanden, in der sie in der modernen Zeit weitergeführt wird. In dieser Art ist sie ein Zusammenhang von Ideen, die innerlich in der Seele, nicht so erlebt werden, daß der seiner selbst bewußte Mensch sich in ihnen als in einer Wirklichkeit fühlte."
Rudolf Steiner, Kosmologie, Religion und Philosophie, Seelenübungen des Denkens, Fühlens und Wollens
'Meine Taten von gestern sind mein Schicksal von heute!'
aus: Rudolf Steiner, Wiedergeburt und Karma, Wie Karma wirkt
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Ich bin derjenige, der Anthroposophie kennt und nicht der, der mein Thema verschoben hat und das auch noch ohne Erklärung. Wenn so in mein Thema eingegriffen wird, bitte ich darum, mein Thema und meinen Account zu löschen..
'Meine Taten von gestern sind mein Schicksal von heute!'
aus: Rudolf Steiner, Wiedergeburt und Karma, Wie Karma wirkt
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Jörn Budesheim
Hier ergibt sich eine Reihe von Problemen: Rudolf Steiner lebte 1861 bis 1925. Das heißt 100 Jahre Philosophiegeschichte fehlen hier notgedrungen in seiner Einschätzung. Zudem ist die Philosophie kein Monolith, sodass eine generelle Kritik problematisch ist, worauf bezieht er sich denn explizit?Anders hat geschrieben : ↑Fr 15. Mai 2020, 10:34Was ist Anthroposophie?
"Philosophie ist nicht in derselben Art entstanden, in der sie in der modernen Zeit weitergeführt wird. In dieser Art ist sie ein Zusammenhang von Ideen, die innerlich in der Seele, nicht so erlebt werden, daß der seiner selbst bewußte Mensch sich in ihnen als in einer Wirklichkeit fühlte."
Rudolf Steiner, Kosmologie, Religion und Philosophie, Seelenübungen des Denkens, Fühlens und Wollens
Ich hab den Beitrag nicht verschoben, vermute aber, dass das geschehen ist, weil du selbst geschrieben hast "Es ist nicht leicht, die richtige Rubrik für dies Thema zu finden, doch es will mir hier am ehesten hinpassen." Also nur um dir entgegenzukommen. Wo hättest du es denn lieber?
- Friederike
- Beiträge: 5185
- Registriert: Mi 19. Jul 2017, 07:48
Lieber Anders,
Du hast in der Abteilung "Religionsphilosophie" einen neuen Thread eingerichtet mit dem Titel "Anthroposophie". Ist das richtig? Und falls nicht, wo, in welcher Rubrik hattest Du denn den Thread eingerichtet?
Wir müssen zusammen eine Erklärung suchen, weil niemand Deinen Thread bzw. den Eingangs-Beitrag darin verschoben hat.
Du hast in der Abteilung "Religionsphilosophie" einen neuen Thread eingerichtet mit dem Titel "Anthroposophie". Ist das richtig? Und falls nicht, wo, in welcher Rubrik hattest Du denn den Thread eingerichtet?
Wir müssen zusammen eine Erklärung suchen, weil niemand Deinen Thread bzw. den Eingangs-Beitrag darin verschoben hat.
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Jörn Budesheim
ich habe gerade mal im Protokoll nachgesehen ob da irgendwas seltsames passiert ist ...
Außer Spam zu entfernen und den Thread me too zu entsperren ist nichts aufregendes passiert :)Benutzername Jörn Budesheim
Benutzer-IP93.235.192.220
ZeitFreitag 15. Mai 2020, 05:28
VorgangThema „ejuice brands“ (Autor: „vaperwex“) gelöscht aus folgendem Grund (Spam)
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Benutzername Jörn Budesheim
Benutzer-IP91.42.175.66
ZeitDonnerstag 14. Mai 2020, 19:19
VorgangThema entsperrt
» #MeToo: Der Mann und die Frau und die Machtfrage
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Ich wollte es seit langem tun, und gestern habe ich es endlich getan: Ich habe ein gutes Buch über das Leben und das (schlechte, verquast-verrückte) Denken Rudolf Steiners gelesen. Der Autor ist ein Professor für Erziehungswissenschaft und kein Steiner-Jünger.
* Ullrich, Heiner. Rudolf Steiner: Leben und Lehre. München: C.H.Beck, 2011.
Steiners anthroposophische Weltanschauung ist bekanntlich supranaturalistisch, spiritualistisch, okkultistisch, esoterisch, mystisch – und damit das genaue Gegenteil meiner Weltanschauung. In meinen Augen ist Steiner einer der größten Spinner und Dummschwätzer in der Geschichte der Philosophie. Eigentlich ist er bloß ein Pseudophilosoph, der von der Zunft der zeitgenössischen akademischen Philosophen mit Recht ignoriert wird.
* Ullrich, Heiner. Rudolf Steiner: Leben und Lehre. München: C.H.Beck, 2011.
Steiners anthroposophische Weltanschauung ist bekanntlich supranaturalistisch, spiritualistisch, okkultistisch, esoterisch, mystisch – und damit das genaue Gegenteil meiner Weltanschauung. In meinen Augen ist Steiner einer der größten Spinner und Dummschwätzer in der Geschichte der Philosophie. Eigentlich ist er bloß ein Pseudophilosoph, der von der Zunft der zeitgenössischen akademischen Philosophen mit Recht ignoriert wird.
"Wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur, du denkst." – Juliane Werding
Im Folgenden beschreibt Steiner sein Menschenbild, das die zentrale metaphysische Grundlage der anthroposophischen Schul- und Heilpädagogik (Waldorf-Pädagogik) ist:

Alles klar, oder gibt's noch Fragen?"Will man den ganzen Menschen erfassen, so muß man ihn aus den genannten Bestandteilen zusammengesetzt denken. Der Leib baut sich aus der physischen Stoffwelt auf, so daß dieser Bau auf das denkende Ich hingeordnet ist. Er ist von Lebenskraft durchdrungen und wird dadurch zum Ätherleib oder Lebensleib. Als solcher schließt er sich in den Sinnesorganen nach außen auf und wird zum Seelenleib. Diesen durchdringt die Empfindungsseele und wird eine Einheit mit ihm. Die Empfindungsseele empfängt nicht bloß die Eindrücke der Außenwelt als Empfindungen; sie hat ihr eigenes Leben, das sie durch das Denken auf der andern Seite ebenso befruchtet, wie durch die Empfindungen auf der einen. So wird sie zur Verstandesseele. Sie kann das dadurch, daß sie sich nach oben hin den Intuitionen erschließt wie nach unten hin den Empfindungen. Dadurch ist sie Bewußtseinsseele. Das ist ihr deshalb möglich, weil ihr die Geisteswelt das Intuitionsorgan hineinbildet, wie ihr der physische Leib die Sinnesorgane bildet. Wie die Sinne durch den Seelenleib die Empfindungen, so vermittelt ihr der Geist durch das Intuitionsorgan die Intuitionen. Der Geistmensch ist dadurch mit der Bewußtseinsseele in einer Einheit verbunden, wie der physische Körper mit der Empfindungsseele im Seelenleib. Bewußtseinsseele und Geistselbst bilden eine Einheit. In dieser Einheit lebt der Geistesmensch als Lebensgeist, wie der Ätherleib für den Seelenleib die leibliche Lebensgrundlage bildet. Und wie der physische Körper in der physischen Haut sich abschließt, so der Geistmensch in der Geisteshülle. Es ergibt sich die Gliederung des ganzen Menschen in folgender Art :
A. Physischer Körper.
B. Ätherleib oder Lebensleib.
C. Seelenleib.
D. Empfindungsseele.
E. Verstandesseele.
F. Bewußtseinsseele.
G. Geistselbst.
H. Lebensgeist.
I. Geistesmensch.
Seelenleib (C) und Empfindungsseele (D) sind eine Einheit im irdischen Menschen; ebenso Bewußtseinsseele (F) und Geistselbst (G). – Dadurch ergeben sich sieben Teile des irdischen Menschen.
1. Der physische Körper.
2. Der Äther- oder Lebensleib.
3. Der empfindende Seelenleib.
4. Die Verstandesseele.
5. Die geisterfüllte Bewußtseinsseele.
6. Der Lebensgeist.
7. Der Geistesmensch.
In der Seele blitzt das "Ich" auf, empfängt aus dem Geiste den Einschlag und wird dadurch zum Träger des Geistmenschen. Dadurch nimmt der Mensch an den "drei Welten" (der physischen, seelischen und geistigen) teil. Er wurzelt durch physischen Körper, Ätherleib und Seelenleib in der physischen Welt und blüht durch das Geistselbst, den Lebensgeist und Geistesmenschen in die geistige Welt hinauf. Der Stamm aber, der nach der einen Seite wurzelt, nach der andern blüht, das ist die Seele selbst.
Man kann, durchaus im Einklange mit dieser Gliederung des Menschen, eine vereinfachte Form derselben geben. Obwohl das menschliche "Ich" in der Bewußtseinsseele aufleuchtet, so durchdringt es doch das ganze seelische Wesen. Die Teile dieses seelischen Wesens sind überhaupt nicht so scharf gesondert wie die Leibesglieder; sie durchdringen sich in einem höheren Sinne. Faßt man dann Verstandesseele und Bewußtseinsseele als die zwei zusammengehörigen Träger des Ich und dieses als den Kern derselben ins Auge, dann kann man den Menschengliedern in: physischen Leib, Lebensleib, Astralleib und Ich. Mit dem Ausdruck Astralleib wird dabei hier das bezeichnet, was Seelenleib und Empfindungsseele zusammen sind. Der Ausdruck findet sich in der älteren Literatur und sei hier frei angewendet auf dasjenige in der menschlichen Wesenheit, was über das Sinnlich-Wahrnehmbare hinausliegt. Trotzdem die Empfindungsseele in gewisser Beziehung auch von dem Ich durchkraftet wird, hängt sie mit dem Seelenleib so eng zusammen, daß für beide, vereinigt gedacht, ein einziger Ausdruck berechtigt ist. Wenn nun das Ich sich mit dem Geistselbst durchdringt, so tritt dieses Geistselbst so auf, daß der Astralleib von dem Seelischen aus umgearbeitet wird. In dem Astralleib wirken zunächst des Menschen Triebe, Begierden, Leidenschaften, insofern diese empfunden werden; und es wirken in ihm die sinnlichen Wahrnehmungen. Die sinnlichen Wahrnehmungen entstehen durch den Seelenleib, als einem Gliede im Menschen, das ihm von der äußeren Welt zukommt. Die Triebe, Begierden, Leidenschaften etc. entstehen in der Empfindungsseele, insofern diese vom Innern durchkraftet wird, bevor dieses Innere sich dem Geist selbst hingegeben hat. Durchdringt sich das "Ich" mit dem Geistselbst, so durchkraftet die Seele den Astralleib wieder mit diesem Geistselbst. Es drückt sich dies so aus, daß dann die Triebe, Begierden und Leidenschaften durchleuchtet sind von dem, was das Ich aus dem Geiste empfangen hat. Das Ich ist dann vermöge seines Anteiles an der geistigen Welt Herr geworden in der Welt der Triebe, Begierden etc. In dem Maße, als es dies geworden ist, erscheint das Geistselbst im Astralleib. Und dieser selbst wird dadurch verwandelt. Der Astralleib erscheint dann selbst als zweigliedrige Wesenheit, als zum Teil unverwandelt, zum Teil verwandelt. Daher kann man das Geistselbst in seiner Offenbarung am Menschen als den verwandelten Astralleib bezeichnen. Ein Ähnliches geht in dem Menschen vor, wenn er in sein Ich den Lebensgeist aufnimmt. Dann verwandelt sich der Lebensleib. Er wird durchdrungen von dem Lebensgeist. Dieser offenbart sich in der Art, daß der Lebensleib ein anderer wird. Daher kann man auch sagen, daß der Lebensgeist der verwandelte Lebensleib ist. Und nimmt das Ich den Geistesmenschen in sich auf, so erhält es dadurch die starke Kraft, den physischen Leib damit zu durchdringen. Es ist natürlich, daß dasjenige, was so von dem physischen Leibe verwandelt ist, nicht mit den physischen Sinnen wahrzunehmen ist. Es ist ja gerade das am physischen Leib Geistesmensch geworden, was vergeistigt ist. Es ist dann für die sinnliche Wahrnehmung als Sinnliches vorhanden, und insofern dieses Sinnliche vergeistigt ist, muß es vom geistigen Erkenntnisvermögen wahrgenommen werden. Den äußeren Sinnen erscheint eben auch das vom Geistigen durchdrungene Physische nur sinnlich. Mit Zugrundelegung von alle dem kann man auch folgende Gliederung des Menschen geben:
1. Physischer Leib.
2. Lebensleib.
3. Astralleib.
4. Ich als Seelenkern.
5. Geistselbst als verwandelter Astralleib.
6. Lebensgeist als verwandelter Lebensleib.
7. Geistesmensch als verwandelter physischer Leib."
(Steiner, Rudolf. Theosophie: Einführung in übersinnliche Welterkenntnis und Menschenbestimmung. 6. Aufl. Leipzig: M. Altmann, 1914. S. 44-9)
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Ich habe mir vor langer Zeit mal ein oder zwei Radio Features über Steiner angehört, aber das ist lange her und da ist nicht viel hängen geblieben. Das habe ich eigentlich auch nicht aus genuinem Interesse an Steiner gemacht, sondern mein Bezug war damals der Künstler Joseph Beuys, für den Steiner eine wichtige Referenz war.
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