Zu den Sternen!

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Impulsgeber
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Do 26. Mai 2022, 11:45



Sterne die verschwinden? Ideen? Unwahrscheinlichkeiten?

Die "Feststellung" das diese Sterne außer Sicht oder fort sind, ist ja nun schon einige Zeit her. Für den Naiven wurden sie wahrscheinlich und "einfach" mit Schwarz übermalt. :P



Zum Punkt kommen! Der Kern, der Inhalt einer Thematik: Das Außenherum ist nur Fruchtfleisch für seichte Unterhaltungen. Tiefgehend in der See Mittelpunktum, nicht nur seichte Gewässer dessen betreten.

Timberlake
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Mo 11. Jul 2022, 02:28

NaWennDuMeinst hat geschrieben :
Mi 24. Feb 2021, 19:40
Wie angedroht möchte ich hier einen kleinen "Blog" einrichten in dem im Allgemeinen über Meilensteine der Raumfahrt, aber auch der Astronomie berichtet wird.
Was die Meilensteine der bemannten Raumfahrt betrifft , so ist seit den Mondlandungen , vor über fünfzig Jahren, herzlich wenig passiert. Nur mal so , bei aller Begeisterung für den NASA Rover "Perseverance" auf dem Mars, nebenbei erwähnt. Ich denke mal , trotz diverser Ankündigungen, beispielsweise durch Elon Musk , da wird auch in den nächsten fünfzig Jahren nicht sehr viel mehr passieren.

Nur mal das man sich ein Begriff von eimem bemannten Flug zum Mars machen kann, ein paar Fakten..

Ihr Raumschiff basiert auf klassischen chemischen Antrieben, mit denen man im schnellen Hohmann-Transfer nur etwa 200 Tage bis zum Mars braucht. Dort müssten die Astronauten jedoch ziemlich genau 520 Tage verbringen, bis der Mars und die Erde wieder so in Konstellation zueinander stehen, dass man beim Rückflug, wiederum etwa 200 Tage, auch die Erde trifft. Die bemannte Gesamtmission würde 920 Tage, also 2,5 Jahre, betragen.

Wir reden also von 2,5 Jahren , wo Menschen mit Nahrung , Wasser und vorallem mit Sauerstoff zum Atmen völlig autonom versorgt werden müssen.

Nur mal zum Vergleich . Die ISS ist rund 450 Tonnen schwer und um die mit allem Überlebenswichtigen zu versorgen sind im Jahr ca . fünf Flüge mit Versorgungsraumschiffen erforderlich. Wir reden als von weit mehr als 450 Tonnen, die erst einmal auf dem Mars gelandet werden müssen.




Timberlake
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Mo 11. Jul 2022, 02:46

NaWennDuMeinst hat geschrieben :
Mi 24. Feb 2021, 19:40
Wie angedroht möchte ich hier einen kleinen "Blog" einrichten in dem im Allgemeinen über Meilensteine der Raumfahrt, aber auch der Astronomie berichtet wird.
Was die Meilensteine der bemannten Raumfahrt betrifft , so ist seit den Mondlandungen , vor über fünfzig Jahren, herzlich wenig passiert. Bei aller Begeisterung für den NASA Rover "Perseverance" auf dem Mars, nur mal so , nebenbei erwähnt. Ich denke mal , trotz diverser Ankündigungen, beispielsweise durch Elon Musk , da wird auch in den nächsten fünfzig Jahren nicht sehr viel mehr passieren.

Nur mal das man sich mal ein Begriff , von eimem bemannten Flug zum Mars machen kann, ein paar Fakten..
  • Weshalb Sie sich den 2. August 2048 notieren sollten
    Ihr Raumschiff basiert auf klassischen chemischen Antrieben, mit denen man im schnellen Hohmann-Transfer nur etwa 200 Tage bis zum Mars braucht. Dort müssten die Astronauten jedoch ziemlich genau 520 Tage verbringen, bis der Mars und die Erde wieder so in Konstellation zueinander stehen, dass man beim Rückflug, wiederum etwa 200 Tage, auch die Erde trifft. Die bemannte Gesamtmission würde 920 Tage, also 2,5 Jahre, betragen.
Wir reden also von 2,5 Jahren , wo Menschen mit Nahrung , Wasser und vorallem mit Sauerstoff zum Atmen völlig autonom versorgt werden müssen.

Zum Vergleich ! . Die ISS ist rund 450 Tonnen schwer und um die mit allem Überlebenswichtigen zu versorgen sind im Jahr ca . fünf Flüge mit Versorgungsraumschiffen erforderlich. Somit man davon ausgehen kann , dass weit mehr als diese 450 Tonnen, erstmal auf dem Mars gelandet werden müssen. In dem der Mars Perseverance-Rover ca. 1t wiegt . so wären dazu auch weit mehr , als 450 Flüge erforderlich und das auch nur alle 2 Jahre und 2 Monate

Ich denke mal , dass wir nicht nur bloß Elon Musk , sondern auch von den ehrenwerten Prof. Dr. Ulrich Walter , der da meint , dass wir uns schon mal den 2. August 2048 für eine bemannte Marslandung notieren sollten, regelrecht für dumm verkauft werden. Aber auch Jan Wörners Vision eines Moon Village sollte man nicht allzu ernst nehmen. Selbst wenn man dergleichen tatsächlich angehen sollte, dann fragt sich in Anbetracht der horrenden Kosten schon auch noch , ob wir noch bei klarem Verstand sind. Nur mal zum Vergleich, was man damit sehr viel sinnvoller finanzieren könnte ..
  • Versandet
    Desertec: Wo bleibt der günstige Strom aus der Wüste?
    Die Idee war einfach wie genial: In der gesamten Sahara trifft in wenigen Stunden so viel Energie auf, wie die gesamte Erde in einem Jahr verbraucht. Solarthermische Kraftwerke könnten das Sonnenlicht ernten und Europa günstigen und klimafreundlichen Strom bescheren. Das noch dazu in einem Gebiet, wo nichts wächst, kaum jemand wohnt und sich deshalb – im Gegensatz zu Mitteleuropa – an riesigen Sonnenkraftwerken stören könnte. Quasi nebenbei könne man dazu auch Nordafrika zum Aufschwung verhelfen. Die Industrie war begeistert. Der damalige Siemens-Chef Peter Löscher sprach bei der Gründung der Desertec-Industrieinitiative DII gar vom "Apollo-Projekt des 21. Jahrhunderts".
... "Apollo-Projekt des 21. Jahrhunderts" .. :lol:




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NaWennDuMeinst
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Mo 11. Jul 2022, 08:28

Timberlake hat geschrieben :
Mo 11. Jul 2022, 02:46
NaWennDuMeinst hat geschrieben :
Mi 24. Feb 2021, 19:40
Wie angedroht möchte ich hier einen kleinen "Blog" einrichten in dem im Allgemeinen über Meilensteine der Raumfahrt, aber auch der Astronomie berichtet wird.
Was die Meilensteine der bemannten Raumfahrt betrifft
Meilensteine müssen nicht unbedingt bemannte Meilensteine sein.
Wir reden also von 2,5 Jahren , wo Menschen mit Nahrung , Wasser und vorallem mit Sauerstoff zum Atmen völlig autonom versorgt werden müssen.
Die Raumsonden suchen auf dem Mars nicht nur nach Zeichen von Leben, sondern auch nach Wasser.
Eines der Experimente des Rovers Perseverance war es Sauerstoff direkt auf der Oberfläche und aus der Atmosphäre des Mars zu gewinnen.
Die Idee ist Wasser und Sauerstoff für den Aufenthalt und den Rückflug auf dem Mars selber herzustellen.
Das reduziert Deine Rechnung um mehr als die Hälfet.... wenn es gelingt.

Ich sehe das insgesamt aber auch kritisch, genau wie Du. Es wird noch eine ganz e Weile dauern, bis wir soweit sind.
Dass Menschen die heute über 40 sind (so wie ich) das noch erleben werden, wage ich zu bezweifeln.
Dass es eines Tages aber gelingen wird, davon bin ich überzeugt.
  • Versandet
    Desertec: Wo bleibt der günstige Strom aus der Wüste?
    Die Idee war einfach wie genial: In der gesamten Sahara trifft in wenigen Stunden so viel Energie auf, wie die gesamte Erde in einem Jahr verbraucht. Solarthermische Kraftwerke könnten das Sonnenlicht ernten und Europa günstigen und klimafreundlichen Strom bescheren. Das noch dazu in einem Gebiet, wo nichts wächst, kaum jemand wohnt und sich deshalb – im Gegensatz zu Mitteleuropa – an riesigen Sonnenkraftwerken stören könnte. Quasi nebenbei könne man dazu auch Nordafrika zum Aufschwung verhelfen. Die Industrie war begeistert. Der damalige Siemens-Chef Peter Löscher sprach bei der Gründung der Desertec-Industrieinitiative DII gar vom "Apollo-Projekt des 21. Jahrhunderts".
... "Apollo-Projekt des 21. Jahrhunderts" .. :lol:
In Afrika? Wir erleben gerade wie abhängig wir von der Energieversorgung durch andere Länder sind, und wie leicht andere Länder uns damit im Würgegriff haben.
Wir sollten Energie nicht nur nachhaltig produzieren, sondern auch unabhängig. In unserem eigenen Land.
Nebenbei: Weißt Du wie viele Milliarden Tonnen Sand die Sahara im Jahr umwälzt? Es ist nicht nur ein gewaltiger Aufwand da etwas zu bauen, sondern vor allem dafür zu sorgen, dass es nicht verschluckt wird.
Ob sich das dann noch finanziell lohnt, da bin ich mir nicht sicher.



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Timberlake
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Mo 11. Jul 2022, 15:26

NaWennDuMeinst hat geschrieben :
Mo 11. Jul 2022, 08:28
Timberlake hat geschrieben :
Mo 11. Jul 2022, 02:46
NaWennDuMeinst hat geschrieben :
Mi 24. Feb 2021, 19:40
Wie angedroht möchte ich hier einen kleinen "Blog" einrichten in dem im Allgemeinen über Meilensteine der Raumfahrt, aber auch der Astronomie berichtet wird.
Was die Meilensteine der bemannten Raumfahrt betrifft
Meilensteine müssen nicht unbedingt bemannte Meilensteine sein.

Da gibt es aber jemanden , der da völlig anderer Meinung ist ...

  • .....
  • ......




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NaWennDuMeinst
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Di 12. Jul 2022, 00:47

Timberlake hat geschrieben :
Mo 11. Jul 2022, 15:26
NaWennDuMeinst hat geschrieben :
Mo 11. Jul 2022, 08:28
Timberlake hat geschrieben :
Mo 11. Jul 2022, 02:46


Was die Meilensteine der bemannten Raumfahrt betrifft
Meilensteine müssen nicht unbedingt bemannte Meilensteine sein.

Da gibt es aber jemanden , der da völlig anderer Meinung ist ...

  • .....
  • ......
Hawking war sicher einer der klügsten Männer die wir kennen. Und manchmal, wenn ich mir das Treiben der Menschheit so ansehe, bin ich geneigt 100 Jahre für grenzenlosen Optimismus zu halten.
Auf der anderen Seite sind Zukunftsprognosen immer schwierig und sie werden umso schwieriger je weiter wir in die Zukunft blicken.
Hinzu kommt, dass Hawking zwar ein ausgezeichneter Physiker war, aber seine Aussagen beziehen sich auf Dinge, die jenseits der Physik liegen.
Soziologie, Politik, Biologie usw. Ich glaube auch für einen brillanten Kopf wie Hawking ist es schwierig das alles zu überblicken.
Ich kann es nicht begründen, aber hoffe, dass die Menschheit noch mehr Zeit hat.
Denn in hundert Jahren so weit zu sein, andere Himmelskörper dauerhaft und im großen Maßstab zu besiedeln, halte ich für unrealistisch.
Darauf zu bauen geht in die Hose. Wir sollten lieber zusehen, dass wir hier untereinander klarkommen und diesen Planeten bewohnbar halten.



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Timberlake
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Do 14. Jul 2022, 01:35

NaWennDuMeinst hat geschrieben :
Di 12. Jul 2022, 00:47

Hinzu kommt, dass Hawking zwar ein ausgezeichneter Physiker war, aber seine Aussagen beziehen sich auf Dinge, die jenseits der Physik liegen.
Soziologie, Politik, Biologie usw. Ich glaube auch für einen brillanten Kopf wie Hawking ist es schwierig das alles zu überblicken.
könnte es vielleicht sein , dass auch du Schwierigkeiten damit hast , das alles zu überblicken?
NaWennDuMeinst hat geschrieben :
So 31. Okt 2021, 08:35

Für mich ist das Weltall vor allem so eine Art Wunderland. Ein Ort an dem unendliche viele Entdeckungen auf uns warten.
.. denn für mich ist das Weltall vor allem eines ...TÖDLICH! . Wenn man deine wunderschönen "sonnigen" Bilder vom Mars sieht , dann könnte man vergessen, dass die mittlere Temperatur des Mars bei etwa -63 °C (Erde: +14 °C) liegt und der Luftdruck so gering ist , dass bei einem Riss im Raumanzug das Blut in den Adern , gleichsam einer geöffneten Sektflasche , regelrecht zu sprudeln anfinge.( Stichwort : Taucherkrankheit) Solche Zustände müsste man erst einmal auf der Erde hinbekommen , um auch nur bloß einen einzigen Gedanken daran zu verschwenden, dass die Menschheit irgendwann gezwungen sein würde, auf den Mars aus zu wandern.
NaWennDuMeinst hat geschrieben :
Mi 24. Feb 2021, 19:40
Wie angedroht möchte ich hier einen kleinen "Blog" einrichten in dem im Allgemeinen über Meilensteine der Raumfahrt, aber auch der Astronomie berichtet wird.

Manchmal frage ich mich ernsthaft, ob diese "Wissenschaftler" , die deshalb , wie "angedroht" , dazu entsprechende " Meilensteine der Raumfahrt " einfordern , noch bei klarem Verstand sind.




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Jörn Budesheim
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Do 14. Jul 2022, 06:45

Timberlake hat geschrieben :
Do 14. Jul 2022, 01:35
.. denn für mich ist das Weltall vor allem eines ...TÖDLICH!
Ist es nicht der Ort, wo wir leben?




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NaWennDuMeinst
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Do 14. Jul 2022, 08:51

Timberlake hat geschrieben :
Do 14. Jul 2022, 01:35
NaWennDuMeinst hat geschrieben :
Di 12. Jul 2022, 00:47

Hinzu kommt, dass Hawking zwar ein ausgezeichneter Physiker war, aber seine Aussagen beziehen sich auf Dinge, die jenseits der Physik liegen.
Soziologie, Politik, Biologie usw. Ich glaube auch für einen brillanten Kopf wie Hawking ist es schwierig das alles zu überblicken.
könnte es vielleicht sein , dass auch du Schwierigkeiten damit hast , das alles zu überblicken?
Ich denke niemand ist in der Lage zu sagen was in 1000 Jahren sein wird.
Es ist eine Sache die Entwicklung unserer Sonne in den nächsten Milliarden Jahren vorauszusagen (das wissen wir sehr genau), aber etwas anderes Faktoren wie Politik usw auf lange Sicht richtig einzuschätzen.

NaWennDuMeinst hat geschrieben :
So 31. Okt 2021, 08:35
Für mich ist das Weltall vor allem so eine Art Wunderland. Ein Ort an dem unendliche viele Entdeckungen auf uns warten.
.. denn für mich ist das Weltall vor allem eines ...TÖDLICH! . Wenn man deine wunderschönen "sonnigen" Bilder vom Mars sieht , dann könnte man vergessen, dass die mittlere Temperatur des Mars bei etwa -63 °C (Erde: +14 °C) liegt und der Luftdruck so gering ist , dass bei einem Riss im Raumanzug das Blut in den Adern , gleichsam einer geöffneten Sektflasche , regelrecht zu sprudeln anfinge.( Stichwort : Taucherkrankheit)


Es ist noch schlimmer. Der Mars hat kein, oder nur ein geringes, Magnetfeld. Das heißt er wird kontinuierlich mit der kosmischen Strahlung bombadiert.
Ideale Bedingungen sind das nicht.
Dennoch: Im Vergleich mit den anderen Himmelskörpern in unseren Sonnensystem ist der Mars der Erde noch am ähnlichsten.
Solche Zustände müsste man erst einmal auf der Erde hinbekommen , um auch nur bloß einen einzigen Gedanken daran zu verschwenden, dass die Menschheit irgendwann gezwungen sein würde, auf den Mars aus zu wandern.
Das ist bloß eine Frage der Zeit. Es wird zwar noch ein paar Milliarden Jahre dauern, aber da wir ausgezeichnete Wissenschaftler haben wissen wir wie sich das Sonnensystem (vor allem die Sonne) in der Zukunft entwickeln wird.
Wenn die Menschheit überleben will muss sie die Erde verlassen. Da führt gar kein Weg dran vorbei.
Manchmal frage ich mich ernsthaft, ob diese "Wissenschaftler" , die deshalb , wie "angedroht" , dazu entsprechende " Meilensteine der Raumfahrt " einfordern , noch bei klarem Verstand sind.
Das sind alles bloß Etappen. Letzlich geht es darum nicht nur die Erde, sondern unser Sonnensystem zu verlassen.
Wir haben angefangen in großen Maßstab nach erdähnlichen Planeten zu suchen. Dabei geht es zwar primär erstmal darum herauszufinden wie verbreitet solche Planeten sind (ist das was wir haben selten, oder kommt es häufig vor?).
Auf lange Sicht aber sucht man damit auch nach Kandidaten für eine spätere Kolonisierung.
Die Erdbevölkerung wächst exponentiell. Was meinst Du wie lange wird unser Planet das noch verkraften?
Und was meinst Du wird passieren , wenn die Ressourcen knapp werden?



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Timberlake
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Fr 22. Jul 2022, 02:33

Jörn Budesheim hat geschrieben :
Do 14. Jul 2022, 06:45
Timberlake hat geschrieben :
Do 14. Jul 2022, 01:35
.. denn für mich ist das Weltall vor allem eines ...TÖDLICH!
Ist es nicht der Ort, wo wir leben?
Wenn schon denn schon , leben als Astronauten , in einem Raumschiff Namens Erde



und wenn man Harald Lesch glauben schenken darf , so fahren wir dieses Raumschiff derzeit gegen die Wand . Natürlich im übertragenem Sinn , denn da draußen im Weltall gibt es keine Wand.
NaWennDuMeinst hat geschrieben :
Do 14. Jul 2022, 08:51
Timberlake hat geschrieben :
Do 14. Jul 2022, 01:35
NaWennDuMeinst hat geschrieben :
Di 12. Jul 2022, 00:47

Hinzu kommt, dass Hawking zwar ein ausgezeichneter Physiker war, aber seine Aussagen beziehen sich auf Dinge, die jenseits der Physik liegen.
Soziologie, Politik, Biologie usw. Ich glaube auch für einen brillanten Kopf wie Hawking ist es schwierig das alles zu überblicken.
könnte es vielleicht sein , dass auch du Schwierigkeiten damit hast , das alles zu überblicken?

Ich denke niemand ist in der Lage zu sagen was in 1000 Jahren sein wird.
Es ist eine Sache die Entwicklung unserer Sonne in den nächsten Milliarden Jahren vorauszusagen (das wissen wir sehr genau), aber etwas anderes Faktoren wie Politik usw auf lange Sicht richtig einzuschätzen.


Harald Lesch scheint offenbar zu wissen , was nicht erst in 1000 Jahren , sondern schon sehr viel früher sein wird. Obgleich , bei all dem , was er zu wissen scheint , die Erde am Ende immer noch ein funktionierendes Raumschiff darstellt. Keine Frage .. spätesten dann, wenn sich in den nächsten Milliarden Jahren die Sonne zum roten Riesen aufblähen wird , sollten wir uns daran machen, uns ein neues Raumschiff zu suchen. Ob es uns bis dahin überhaupt noch geben wird , darf wohl bezweifelt werden .




Wenn es uns denn noch gibt , so könnte man allerdings dieses Raumschiff " Erde" immer noch von der Sonne wegbewegen , zumindest in der "Theorie".

Weil andernorts von einer künstlichen Intelligenz die Rede war , jenseits dessen , vielleicht noch eine Idee ..





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NaWennDuMeinst
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Fr 22. Jul 2022, 08:26

Timberlake, Es geht nicht nur darum, dass sich die Sonne in ein paar Milliarden Jahren aufblähen wird.
Die Dinosaurier sind auch nicht ausgestorben, weil sich die Sonne aufgebläht hat.
Hinzu kommt, dass dein "Raumschiff Erde" einfach ein Ort mit begrenzten Ressourcen ist, der das Wachstum der Menschheit schon bald einfach nicht mehr auffangen wird können.
Irgendwo müssen all die Menschen dann aber leben. Und da nützt es dann auch nichts die Erde irgendwo anders hinzubewegen (Was nebenbei finde ich ein ziemlich schräger Gedanke ist), weil die Erde dadurch nicht mehr Ressourcen zur Verfügung hat.
Wir müssen uns einfach neue Welten, sprich weitere Ressourcen, erschliessen.
Ein weiterer Grund für die Auswanderung ist, dass je weiter wir uns verteilen, desto geringer wird die Chance, dass ein einziges Ereignis uns alle auslöscht.



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Fr 22. Jul 2022, 15:33

NaWennDuMeinst hat geschrieben :
Fr 22. Jul 2022, 08:26
Timberlake, Es geht nicht nur darum, dass sich die Sonne in ein paar Milliarden Jahren aufblähen wird.
Die Dinosaurier sind auch nicht ausgestorben, weil sich die Sonne aufgebläht hat.
Hinzu kommt, dass dein "Raumschiff Erde" einfach ein Ort mit begrenzten Ressourcen ist, der das Wachstum der Menschheit schon bald einfach nicht mehr auffangen wird können.
Irgendwo müssen all die Menschen dann aber leben. Und da nützt es dann auch nichts die Erde irgendwo anders hinzubewegen (Was nebenbei finde ich ein ziemlich schräger Gedanke ist), weil die Erde dadurch nicht mehr Ressourcen zur Verfügung hat.
Wir müssen uns einfach neue Welten, sprich weitere Ressourcen, erschliessen.
Ein weiterer Grund für die Auswanderung ist, dass je weiter wir uns verteilen, desto geringer wird die Chance, dass ein einziges Ereignis uns alle auslöscht.


Um dazu noch mal auf dieses Video zurück zu kommen. dann frage ich mich doch schon ernsthaft , warum , zumindest nach meinem Wissen , nicht auch Harald Lesch auf diese Idee gekommen ist , der "Abschaffung der Menschheit" dadurch zu entgehen ? Das einzige Ereigniss , was uns alle derzeit tatsächlich auslöschen könnte sind übrigens wir selbst ..
  • Overkill
    Um das Ausmaß der nuklearen Bedrohung zu veranschaulichen, stellte die Theologin Uta Ranke-Heinemann in einer Rede im Oktober 1981 die Frage, woher man denn die 100 Milliarden Menschen bekommen würde, die durch die Sprengkraft vernichtet werden könnten. Es bestehe ja kein Mangel an Waffen mehr, vielmehr reichten die Menschen, die durch Atomwaffen vernichtet werden könnten, nicht mehr aus. Statistisch gesprochen klaffe die Schere zwischen aktivem und passivem Vernichtungspotential immer weiter auseinander, so Ranke-Heinemann.
.. die Chance , dass wir eine solche Auslöschung auch im Weltall hinbekommen, für den Fall uns eine Auswanderung dahin gelingt, würde ich übrigens genau so hoch , wenn nicht gar, auf Grund seiner Lebensfeindlichkeit , als noch wesentlich höher einschätzen.

Dazu passend ..
  • Internationale Raumstation: Russland droht mit ISS-Absturz

    Rogosin spielte damit wahrscheinlich auf den Umstand an, dass die Internationale Raumstation ISS derzeit von russischen Antriebssystemen betrieben wird, wie das Nachrichtenportal The Atlantic berichtet. Es bestehe aber keine Gefahr, dass Russland im Rahmen des Ukraine-Konflikts* einfach „einen Knopf drücke“ und damit die ISS zum Absturz bringe.

.. keine Frage .. solange sich russische Kosmonauten an Bord befinden , wird man die ISS wohl kaum abstürzen lassen.




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Fr 22. Jul 2022, 19:15

Timberlake hat geschrieben :
Fr 22. Jul 2022, 15:33
Das einzige Ereigniss , was uns alle derzeit tatsächlich auslöschen könnte sind übrigens wir selbst ..
Das ist ganz sicher falsch, bzw was meinst Du mit "derzeit"? Heute? Im Monat Juli?
Ansonsten aber gibt es zahlreiche (z.B. natürliche) Ereignisse, die das Potential haben uns auszulöschen. Das wäre ja auch nicht das erste Mal, dass komplette Arten verschwunden sind.
Dass der Mensch sich selbst der größte Feind ist (darin stimme ich zu) ändert nichts daran, dass es auch noch andere Bedrohungen gibt.

Übrigens: Wenn die Ressourcen hier zur Neige gehen - und das werden sie irgendwann unweigerlich, wenn die Menschheit weiter so anwächst - kannst Du dir ja an allen zehn Fingern abzählen was dann passiert. Dann werden sich die Menschen für diese Ressourcen gegenseitig die Köpfe einschlagen. Also genau das, was Du als die größte Bedrohung ansiehst.
Die Erde ist ein begrenzter Raum mit begrenzten Ressourcen. Die Menschheit wächst indes immer weiter. Das ist einfach nur Mathematik. Rechne es dir aus, irgendwann ist Schluß.
Dann kann dieser Planet die Last nicht mehr tragen (bzw seine Ressourcen reichen dann einfach nicht mehr aus).
Und da können wir nun entweder die Menschheit dezimieren (willst Du das machen?), oder ein Teil von uns wandert aus und sucht sich neue "Weidegründe".



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Fr 22. Jul 2022, 19:41

Achja und nochwas: Was Herr Lesch in dem Video zu verstehen geben will ist ja nicht, dass Auswanderung keine Option ist, sondern dass wir diesen Planeten nicht einfach leichtfertig zerstören sollen, weil es ja da draussen noch andere Welten gibt (Im Prinzip ist das ein Plädoyer gegen die Wegwerfmentalität).
Es geht ihm also primär darum, dass wir zuerst alles tun sollen um diesen Planeten hier zu erhalten, bevor wir daran denken ihn zu verlassen.
Das ist eine gute Einstellung, die ich teile. Es ändert aber nichts daran, dass selbst bei der besten Pflege, es eine mathematische Gewissheit ist, dass eine exponentiell wachsende Menschheit nicht auf ewig hier wird leben können. Die Erde ist kein Perpetuum Mobile. Es gibt eine Anzahl von Ressourcen und die ist nicht unendlich. Irgendwann wird es nicht mehr reichen, wenn die Menschheit so weiterwächst.
Egal wie sorgsam wir mit diesem Planeten umgehen.

Und damit ist auch nicht gesagt, dass wir hier in den nächsten 100 Jahren den Planeten verlassen, sondern nur, dass es Sinn macht sich umzusehen und sich zu überlegen wo man noch leben könnte. Denn wenn wir damit zu spät anfangen, wenn die Katastrophe schon vor der Tür steht, könnte es dann nicht mehr reichen. Die Technologie die für solche Unterfangen nötig ist, muss ja auch erstmal verfügbar sein. Das passiert aber nicht von allein. Dafür ist Forschung nötig. Also lass die Wissenschaftler ruhig daran arbeiten. Sinn- oder nutzlos ist das auf keinen Fall.



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Sa 23. Jul 2022, 01:35

NaWennDuMeinst hat geschrieben :
Fr 22. Jul 2022, 19:15
Die Menschheit wächst indes immer weiter. Das ist einfach nur Mathematik. Rechne es dir aus, irgendwann ist Schluß.
Wir sind hier bekanntlich in einem "Forum für Philosophie" und so erlaube ich mir mal dir darauf , mit einem Zitat von Kant und einer nachfolgende Frage an dich , zu antworten
  • Von der Verbindung des Gefühls der Lust mit dem Begriffe der Zweckmäßigkeit der Natur
    Die Erreichung jeder Absicht ist mit dem Gefühle der Lust verbunden; und, ist die Bedingung der erstern eine Vorstellung a priori, wie hier ein Prinzip für die reflektierende Urteilskraft überhaupt, so ist das Gefühl der Lust auch durch einen Grund a priori und für jedermann gültig bestimmt; und zwar bloß durch die Beziehung des Objekts auf das Erkenntnisvermögen, ohne daß der Begriff der Zweckmäßigkeit hier im mindesten auf das Begehrungsvermögen Rücksicht nimmt, und sich also von aller praktischen Zweckmäßigkeit der Natur gänzlich unterscheidet.
    Kant ..Kritik der Urteilskraft
Würdest du denn sagen , dass das immer weitere Anwachsen der Menschheit zweckmäßig ist ?

Wohlgemerkt vor dem Hintergrund , dass diese Zweckmäßigkeit offenbar tatsächlich .. so Kant .. nicht im mindestens auf das Begehrungsvermögen Rücksicht nimmt. Man könnte allerdings auch sagen , dass umgekehrt , was wohl zutreffender wäre , dass das Begehrungsvermögen nicht im mindestens auf die Zweckmäßigkeit Rücksicht nimmt. Das das Anwachsen der Weltbevölkerung mit diesem Vermögen bzw. mit dem Gefühl der Lust verbunden ist , sollte doch wohl außer Frage stehen. Wenn gleich man damit wohl kaum , im Sinne "der Erreichung jeder Absicht" , eine absichtliche Überbevölkerung "bezweckt". Womit die Frage eigentlich schon beantwortet sein dürfte.




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NaWennDuMeinst
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Sa 23. Jul 2022, 22:23

Ich habe keine Ahnung was hier "zweckmäßig" ist, und das ist für mein Argument auch egal. Entscheidend ist, dass die Weltbevölkerung exponentiell wächst, und wenn sie das weiter tut, ist irgendwann Schluß.



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So 24. Jul 2022, 16:26

NaWennDuMeinst hat geschrieben :
Sa 23. Jul 2022, 22:23
Ich habe keine Ahnung was hier "zweckmäßig" ist, und das ist für mein Argument auch egal. Entscheidend ist, dass die Weltbevölkerung exponentiell wächst, und wenn sie das weiter tut, ist irgendwann Schluß.
Um dir bei deiner Ahnung behilflich zu sein , möchte ich dich , um bei Kant zu bleiben , auf folgendes Zitat von ihm aufmerksam machen ..
  • So kann der weite, durch Stürme empörte Ozean nicht erhaben genannt werden. Sein Anblick ist gräßlich; und man muß das Gemüt schon mit mancherlei Ideen angefüllt haben, wenn es durch eine solche Anschauung zu einem Gefühl gestimmt werden soll, welches selbst erhaben ist, indem das Gemüt die Sinnlichkeit zu verlassen und sich mit Ideen, die höhere Zweckmäßigkeit enthalten, zu beschäftigen angereizt wird.
    Kant .. Kritik der Urteilskraft

Ich habe mich lange gefragt, was wohl Kant mit dieser " höheren Zweckmäßigkeit" gemeint haben könnte , wodurch der gräßliche Anblick , eines durch Stürme empörten Ozeans, erhaben genannt werden könnte.
NaWennDuMeinst hat geschrieben :
Fr 22. Jul 2022, 19:15

Übrigens: Wenn die Ressourcen hier zur Neige gehen - und das werden sie irgendwann unweigerlich, wenn die Menschheit weiter so anwächst - kannst Du dir ja an allen zehn Fingern abzählen was dann passiert. Dann werden sich die Menschen für diese Ressourcen gegenseitig die Köpfe einschlagen. Also genau das, was Du als die größte Bedrohung ansiehst.
Die Erde ist ein begrenzter Raum mit begrenzten Ressourcen.

Wenn man denn im Vergleich dazu , den Anblick einer Überbevölkerung ebenfalls als gräßlich bezeichnen würde , was ja wohl , wie von dir richtig erkannt, naheliegend ist .. Stichwort: Köpfe einschlagen .. , dann könnte man zumindest hier diese "höhere Zweckmäßigkeit" darin sehen , dass dieses Gräßliche uns zwingt , das Weltall als Lebensraum zu erobern. Einer Eroberung , die man , ganz im Sinne Kants, durchaus erhaben nennen könnte. ( Mir ist dabei sehr wohl bewusst , dass ich mich mit solchen rein philosophischen Betrachtungen , eines solchen Themas wie "Zu den Sternen!", an Grenze dessen bewege , was der "Normalsterbliche" noch in der Lage ist, zu verstehen. Wie gesagt , wir befinden uns hier in einem Forum der Philosophie und da sei mir eine solche Bezugnahme auf Kants .."Kritik der Urteilskraft" erlaubt.)

Wie dem auch sei, darin , dass der Anblick einer Überbevölkerten Erde gräßlich ist, sollte man sich doch wohl noch einigen können. Wie grässlich , obgleich so derzeit im Jahre 2022 nicht eingetreten , kann man sich in der Verfilmung der Romanvorlage von "Jahr 2022 - die überleben wollen" überzeugen. Um auf das Thema dieses Thtreads zurück zu kommen , in dieser Verfilmumg bzw. Romanvorlage kommt allerdings dieses lt. Kant .. "Erhabene" .. also diese von dir hier formulierte Idee , auf "Zu den Sternen" nicht vor ..



  • Prolog:

    Im Dezember 1959 verkündete David Dwight Eisenhower; der Präsident der Vereinigten Staaten:“ Solange ich im Amt bin , wird diese Regierung keinen politischen Grundsatz im Programm haben , der etwas mit dem Problem , der Geburtenkontrolle zu tun hat. Das geht uns nichts an“ Seit dem ist es keiner Regierung etwas angegangen. 1950 verbrauchten die vereinigten Staaten mit nur 9% der Weltbevölkerung 50% der Rohstoffe der Erde , dieser Prozentsatz wird immer größer und binnen 15 Jahren , werden die vereinigten Staaten , bei der derzeitigen Wachstumsrate über 83 % der Jahresertragsleistung aller Rohstoffen der Erde verbrauchen. Sollte unsere Bevölkerung derartig ansteigen, wird unser Land bis Ende des Jahrhunderts mehr als 100% der Rohstoffe des Planeten verbrauchen, um unseren derzeitigen Lebensstandard zu halten, dies ist eine mathematische Unmöglichkeit . Abgesehen von der Tatsache, das es bis dahin über sieben Milliarden Menschen geben wird , die vielleicht auch gern über diese Rohstoffen verfügen würden. Wie wird die Welt aussehen , wenn es dazu kommt.


Wenn sich denn ein „Auf zu den Sternen!“ , so deine Meinung nicht nur bloß als Lösung dieses Problems anbietet , sondern .. „rein Mathematisch“.. geradezu erzwingt , sieht du bei diesen Zahlen auch nur bloß Ansatzweise , dass man diesbezüglich , wie man so schön sagt , aus den Puschen kommt.? Wo sind denn die Raumfahrtprogramme , die sich.. dem entsprechend! .. auf zu den Sternen machen. Nur mal zum Vergleich .. ganze 100 Milliarden Euro „Sondervermögen“ sind wir Deutschen derzeit bereit in die militärische Rüstung zu stecken.
  • 20 Jahre Internationale Raumstation ISS

    Wertvoll ist die ISS auf jeden Fall - schon im materiellen Sinne: Die Schätzungen, wie viel der Betrieb der Raumstation insgesamt kostet, liegen bei weit über 100 Milliarden US-Dollar. Exakte Zahlen zu den Ausgaben gibt es nicht. Mehr als drei Milliarden Dollar sollen allein die USA jedes Jahr für den Betrieb zahlen
Wenn man denn den heutigen Kurs zum Dollar als Maßstab nimmt , also in etwa soviel ,wie nach Schätzungen, der Betrieb der Raumstation ISS insgesamt kostet.




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NaWennDuMeinst
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Di 26. Jul 2022, 00:06

Timberlake hat geschrieben :
So 24. Jul 2022, 16:26
Ich habe mich lange gefragt, was wohl Kant mit dieser " höheren Zweckmäßigkeit" gemeint haben könnte , wodurch der gräßliche Anblick , eines durch Stürme empörten Ozeans, erhaben genannt werden könnte.
Ok, jetzt verstehe ich Deinen Gedankengang.
Ich kann Dir aber leider auch nicht weiterhelfen. Ich kenne dieses Zitat von Kant nicht und ich weiß auch nicht was er hier mit "höherer Zweckmäßigkeit" meint. Aber so wie ich Kant "kenne" läuft das auf etwas hinaus was eben nicht dem Einzelnen sondern der Menschheit als Gesamtheit dient. Für Kant war es immer wichtig, dass der einzelne Mensch bei seinen Überlegungen stets die anderen Menschen mit einbezieht.
Aber wie gesagt, ich weiß es nicht.
Wenn man denn im Vergleich dazu , den Anblick einer Überbevölkerung ebenfalls als gräßlich bezeichnen würde , was ja wohl , wie von dir richtig erkannt, naheliegend ist .. Stichwort: Köpfe einschlagen .. , dann könnte man zumindest hier diese "höhere Zweckmäßigkeit" darin sehen , dass dieses Gräßliche uns zwingt , das Weltall als Lebensraum zu erobern. Einer Eroberung , die man , ganz im Sinne Kants, durchaus erhaben nennen könnte. ( Mir ist dabei sehr wohl bewusst , dass ich mich mit solchen rein philosophischen Betrachtungen , eines solchen Themas wie "Zu den Sternen!", an Grenze dessen bewege , was der "Normalsterbliche" noch in der Lage ist, zu verstehen. Wie gesagt , wir befinden uns hier in einem Forum der Philosophie und da sei mir eine solche Bezugnahme auf Kants .."Kritik der Urteilskraft" erlaubt.)

Wie dem auch sei, darin , dass der Anblick einer Überbevölkerten Erde gräßlich ist, sollte man sich doch wohl noch einigen können.
Für mich war der entscheidende Punkt, dass diese Überbevölkerung unabwendbar ist, sie ist eine mathematische Gewissheit.
Und wir können nun einfach darauf warten dass es passiert, oder wir können Vorkehrungen treffen.
Für mich ist es naheliegend, dass wir uns auf das Unabwendbare vorbereiten. Das nicht zu tun wäre ja dumm.
Es gäbe Alternativen, die ich aber für noch gräßlicher (Krieg), moralisch nicht vertretbar (Soylent Green), oder einfach nicht für durchführbar (Geburtenkontrolle) halte.
Da draußen ist Platz ohne Ende. Warum sollten wir ihn nicht nutzen? Dazu müssen wir aber erst einmal wissen wo wir hinkönnen und wie wir da hinkommen.
Das geht nicht ohne Forschung und wir stehen erst am Anfang. Die Kolonisierung des Mars wäre so betrachtet ein Schritt hin zu diesem Ziel. Unsere ersten Schritte. Es geh dabei nicht darum, dass der Mars so ein besonders geeigneter Kandidat ist (ist er nicht), sondern dass er "gleich um die Ecke" ist. Man lernt erstmal gehen bevor man zum Marathonläufer wird.
Und so könnte der Mars die Teststrecke sein auf der wir lernen was wichtig ist, welche Gefahren lauern, was wir alles beachten müssen... Verstehst Du?
Der Mars ist nur ein Zwischenziel auf dem Weg weiter raus. Und so betrachtet macht es völlig Sinn, dass Forscher sich überlegen wie man eine Kolonisierung des Mars durchführen könnte.
Auch wenn wir da noch ganz am Anfang stehen. Aber so fängt es ja immer an.
Wertvoll ist die ISS auf jeden Fall - schon im materiellen Sinne: Die Schätzungen, wie viel der Betrieb der Raumstation insgesamt kostet, liegen bei weit über 100 Milliarden US-Dollar. Exakte Zahlen zu den Ausgaben gibt es nicht. Mehr als drei Milliarden Dollar sollen allein die USA jedes Jahr für den Betrieb zahlen [/i][/list]

Wenn man denn den heutigen Kurs zum Dollar als Maßstab nimmt , also in etwa soviel ,wie nach Schätzungen, der Betrieb der Raumstation ISS insgesamt kostet.
Ich stelle mir das gerade vor: Im Jahr 14821, wenn die Menschheit sich totgeschlagen hat im Kampf um die Ressourcen auf der Erde, fragt Irgendeiner: "Aber wieso haben wir nicht einfach andere Planeten kolonisiert?" und ein Anderer antwortet: "Im Jahr 2022 fand Jemand die Grundlagenforschung zu teuer".



But I, being poor, have only my dreams; I have spread my dreams under your feet;
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Burkart
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Di 26. Jul 2022, 07:44

NaWennDuMeinst hat geschrieben :
Di 26. Jul 2022, 00:06
Für mich war der entscheidende Punkt, dass diese Überbevölkerung unabwendbar ist, sie ist eine mathematische Gewissheit.
Eine mathematische ist sie nicht, höchstens eine soziologisch-psychologische(-politische), nämlich ob die Menschheit es schafft, die Überbevölkerung irgendwann zu vermeiden, ähnlich wie wir es in Deutschland haben mit zu wenig Kindern. Klar, dass das alles andere als einfach ist (Armut usw.)



Der Mensch als Philosophierender ist Ausgangspunkt aller Philosophie.

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Timberlake
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Di 26. Jul 2022, 09:52

Burkart hat geschrieben :
Di 26. Jul 2022, 07:44
NaWennDuMeinst hat geschrieben :
Di 26. Jul 2022, 00:06
Für mich war der entscheidende Punkt, dass diese Überbevölkerung unabwendbar ist, sie ist eine mathematische Gewissheit.
Eine mathematische ist sie nicht, höchstens eine soziologisch-psychologische(-politische), nämlich ob die Menschheit es schafft, die Überbevölkerung irgendwann zu vermeiden, ähnlich wie wir es in Deutschland haben mit zu wenig Kindern. Klar, dass das alles andere als einfach ist (Armut usw.)
  • In dreissig Jahren leben in Nigeria gleich viele Menschen wie in der gesamten EU.
    Das war 1948. Knapp 200 Millionen Einwohner zählte Afrika zu jenem Zeitpunkt – halb so viele wie Europa. Seither hat sich vieles verändert. Innert achtzig Jahren ist die Bevölkerung des Kontinents auf heute rund 1,3 Milliarden angestiegen. Das sind doppelt so viele Menschen, wie in Europa leben.

    Nicht verändert hat sich die Sorge, dass es bald zu viele sein könnten. Kein anderer Kontinent wächst schneller als Afrika. Laut Demografen wird sich die Bevölkerungszahl hier bis 2050 nochmals verdoppeln. Dann leben in der gesamten EU etwa gleich viele Menschen wie in Nigeria.
Auf welcher Grundlage auch immer, in dreißig Jahren wird sich allein in Afrika die Bevölkerungszahl verdoppeln . Dann werden dort von 2,6 Milliarden Menschen leben.

  • Erste Reise zum Mars "Notieren Sie sich schon mal das Landedatum: 2. August 2048"[/url]
    In 32 Jahren werden die ersten Menschen auf dem Mars landen, sagt Astronaut Ulrich Walter voraus. Wie sähe so eine Mission aus, wer leistet im Notfall Hilfe - und kämen die Astronauten überhaupt zurück?


.. und wie es der Zufall so will , in fast genauso vielen Jahren sagt der Astronaut Ulrich Walter voraus , dass auf dem Mars .. die ersten ! ..Menschen landen werden..

NaWennDuMeinst hat geschrieben :
Di 26. Jul 2022, 00:06
Ich stelle mir das gerade vor: Im Jahr 14821, wenn die Menschheit sich totgeschlagen hat im Kampf um die Ressourcen auf der Erde, fragt Irgendeiner: "Aber wieso haben wir nicht einfach andere Planeten kolonisiert?" und ein Anderer antwortet: "Im Jahr 2022 fand Jemand die Grundlagenforschung zu teuer".
Wir reden hier also von gerade mal drei Jahrzehnten , bei der sich die Frage stellt : "Aber wieso haben wir nicht einfach andere Planeten kolonisiert?" Selbst wenn wir alles liebe Geld der Welt in die Grundlagenforschung stecken würden , so wären wir immer noch weit davon entfernt , auch nur bloß daran zu denken, dass man bis 2050 der Bevölkerungsexplosion , allein nur in Afrika , durch eine Kolonialisierung anderer Planeten Herr werden könnten.




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