Fortsetzung "Corona"

Dieser Teil des Forums befaßt sich mit politischen, sozialen und historischen Aspekten der aktuellen gesellschaftspolitischen Debatten.
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Jörn Budesheim
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Mo 15. Nov 2021, 09:54

Wenn ich deinen Beitrag im Ganzen lese, bekomme ich unweigerlich einen anderen Eindruck.




Nauplios
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Ein Hauch von Kimmich liegt in der Luft. ;)




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Jörn Budesheim
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Mo 15. Nov 2021, 16:28

Nauplios hat geschrieben :
Mo 15. Nov 2021, 16:24
Kimmich
Wikipedia hat geschrieben : "Joshua Walter Kimmich ist ein deutscher Fußballspieler. Er steht seit der Saison 2015/16 beim Bundesligisten FC Bayern München unter Vertrag und gewann mit dem Verein 2020 das Triple aus Meisterschaft, Pokal und Champions League. Seit 2016 spielt er für die A-Nationalmannschaft des DFB."
Für diejenigen, denen das so viel sagt wie mir, nämlich nichts. (Über Friederike hab ich bei Wiki nichts gefunden.)




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NaWennDuMeinst
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Mo 15. Nov 2021, 18:08

Nauplios hat geschrieben :
Mo 15. Nov 2021, 01:12
AndreaH hat geschrieben :
So 14. Nov 2021, 23:09

Wenn die Sache direkt vor einem liegt, beschäftigt sie, ob man möchte oder nicht.
"Die Sache" - das ist der Ausschluß der Kinder, sofern sie geimpft werden könnten, aber nicht geimpft sind, vom gesellschaftlichen Leben durch die 2-G-Regel, Andrea?

"Die Sache" - gehört dazu nicht auch das, was in der Regel nur medial vermittelt vor einem liegt oder in Form von Statistiken: die Erkrankungen an Covid19, die Situation auf den Intensivstationen, das Leid, das mit den schweren Verläufen verbunden ist, die Überlastung von Ärzten und Pflegepersonal, die Trauer der Angehörigen im Todesfall?

Der ungeimpfte Freund Deines Sohnes kann nicht mitgehen zum Pizzaessen. - Stell' Dir vor, er müßte mitgehen zur Beerdigung - seiner Großmutter, seiner Mutter ... An Covid können auch Menschen sterben ohne Vorerkrankungen, gesunde Menschen in der Mitte ihres Lebens.
Ganz zu schweigen davon, dass der Sohnemann von einem weiteren totalen Lockdown dann sowieso betroffen wäre. Und der kommt wieder, wenn wir die Sache mit 2G nicht in den Griff bekommen.



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NaWennDuMeinst
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Mo 15. Nov 2021, 18:49

Jörn Budesheim hat geschrieben :
Mo 15. Nov 2021, 09:54
Wenn ich deinen Beitrag im Ganzen lese, bekomme ich unweigerlich einen anderen Eindruck.
Friedericke möchte halt gerne daran glauben, dass es ungerecht und ungerechtfertigt wäre freiwillig Ungeimpfte auszuschliessen.
Ist es aber nicht.
Es wäre wohl auch nicht "gegen das Gesetz". Es verhält sich eher andersrum. Mit welcher Begründung will man Menschen ihrer Rechte berauben, die per Impfpass nachweisen können, dass sie an dem drohenden Kollaps des Gesundheitssystems kaum Anteil haben?



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Stefanie
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Mo 15. Nov 2021, 19:52

Mich nervt die Situation nur noch. Ärgerlich bin ich zudem, und zwar auf die Politik, die erst vor sich hin schlafen und jetzt hektisch werden. Jetzt haben wir genug Impfstoffe, und es hakt an der Weitergabe, sowohl bei den 1. Impfungen und den 3. Impfungen.Gerade bei den letzteren dauert es, bis viele einen Termin bekommen, vor allem bei den Älteren. Da fällt einem nichts mehr zu ein.
Mein Arbeitstag bestand heute nur aus Corona. Nur. Wir haben heute u.a. Massnahmen entschieden, von denen ich sicher bin, dass sie nächste Woche schon wieder überholt sind.
Dann nimmt meine Mutter einen späteren Termin für die 3. Impfung, als möglich wäre, da sie es doch lieber bei der Ärztin machen will, als sich zwei Wochen früher bei einer impfaktion anzustellen. Und bis dahin fröhlich essen gehen, wenn es nicht abgesagt wird Reha Sport im Hallenbad machen und was ihr sonst noch einfällt.
Und mir fällt die Decke auf den Kopf.



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NaWennDuMeinst
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Mo 15. Nov 2021, 19:57

Stefanie hat geschrieben :
Mo 15. Nov 2021, 19:52
Mich nervt die Situation nur noch.
Ach?
:-D
(Mich nervt am meisten, dass das eigentlich alles gar nicht sein müsste wenn es nicht Menschen gäbe die.... ach, lassen wir das.)
Und mir fällt die Decke auf den Kopf.
Mach Dir nicht zu viele Sorgen. Deine Mama hat ja schon die Grundimmunität. Sie wird nicht gleich tot umfallen, nur weil sie die Auffrischung ein paar Tage später erhält.



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AndreaH
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Mo 15. Nov 2021, 23:05

NaWennDuMeinst hat geschrieben :
Mo 15. Nov 2021, 18:08

Ganz zu schweigen davon, dass der Sohnemann von einem weiteren totalen Lockdown dann sowieso betroffen wäre. Und der kommt wieder, wenn wir die Sache mit 2G nicht in den Griff bekommen.
Mein Sohnemann ist inzwischen schon betroffen durch Einschränkungen. Er ist derzeit auf einer Schulveranstaltung, einer Wien Woche. Die Anreise fand Sonntag statt. Freitag gab es noch grünes Licht für Geimpfte und Genesene an dieser Schulveranstaltung teilzunehmen. Teilgenommen haben nur Geimpfte, zusätzlich gab es von Wien aus, die Auflage (2G plus) das bedeutet, jeder Geimpfte muss noch zusätzliche PCR Tests machen. Plötzlich kam am Montag die Nachricht, dass alle Schulveranstaltung nicht mehr möglich sind. Der Zug wurde für die Rückreise organisiert und die Schüler bereiteten sich wieder auf den Weg zur Rückreise vor. Zeit blieb noch am Nachmittag für eine kleine Shoppingtour. Dann wieder durch Sondergenehmigung vom Bildungsminister grünes Licht. Sie dürfen in der Woche bleiben. Zug wurde wieder umgebucht und große Freude bleiben zu dürfen. Ups,… jetzt haben einige schon den Großteil des Taschengeldes auf dieser Shoppingtour verbraten, da sie ja dachten es geht sowieso nach Hause.
So wird diese Wien Woche den Schülern noch lange in Erinnerung bleiben.

Nun ja, diese Geschichte ist vielleicht etwas amüsant, aber abgesehen davon schaut es nicht mehr so lustig mit der Lage in Österreich aus. Im Salzburger Land gibt es bereits zwei Bezirke dort liegt die 7 T Inzidenz schon bei über 2000.
Fakt ist schon das 2G die Impfquote hochfährt.
Aber ich bin mir nicht sicher, ob dies der richtige Weg ist. Denn es spaltet ganz klar die Gesellschaft und gesund fühlt sich das nicht an. Es ist zwischenmenschlich eine Belastung für jedermann.

https://www.zdf.de/nachrichten/politik/ ... e-100.html



"Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr fühle ich, dass es nichts gibt, was wahrhaft künstlerischer wäre,
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AndreaH
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Mo 15. Nov 2021, 23:19

Nauplios hat geschrieben :
Mo 15. Nov 2021, 03:35
AndreaH hat geschrieben :
So 14. Nov 2021, 19:41

In Österreich hat politisch sich immer die FPÖ sehr stark gegen einen Impfzwang und gegen die Impfung ausgesprochen, dies wird vielleicht auch mit in die Impfrate hineinspielen.
Um der Diskussion mal wieder ein wenig Zuversicht zu injizieren: auf der Medikamenten-Seite tut sich inzwischen einiges. Pfizer gab kürzlich eine hohe Wirksamkeit seines Medikaments Paxlovid in klinischen Tests bekannt.

"Paxlovid, das in Kombination mit einem älteren antiviralen Mittel namens Ritonavir eingesetzt wird, verhindert nach Angaben von Pfizer sehr erfolgreich schwere Krankheitsverläufe bei Hochrisikopatienten. Eine Zwischenanalyse von Testergebnissen habe ergeben, dass das Medikament das Risiko von Krankenhauseinweisungen und Todesfällen bei Covid-19-Patienten um 89 Prozent senke, teilte Pfizer mit." (Coronavirus. Neue Medikamente zur Behandlung)

In Großbritannien bereits zugelassen ist Molnupiravir. Für Paxlovid haben die USA, obwohl die Zulassung dort noch aussteht, sich bereits mehrere Millionen Einheiten reserviert, ebenso Großbritannien. - Bleibt zu hoffen, daß man in Deutschland nicht auf den Gedanken kommt, die EU mit der Beschaffung zu beauftragen. ;)

Gänzlich unwirksam ist hingegen das vom FPÖ-Chef Herbert Kickl empfohlene Scabioral. Dieses Medikament wird bei Parasitenbefall zur Entwurmung eingesetzt. Außer bei Würmern hilft es auch gegen Läuse und Milben. :lol:
Ja, das sind inzwischen sehr gute Nachrichten, dass sich im Bereich Medikamente sehr viel bewegt! ;)
Das Interview ist sehr interessant, auch für mich die Meinung über 2 G ab Minute 76.

Was Herbert Kickl betrifft, er ist seit heute Corona positiv. Er kann ja jetzt sein empfohlenes Scabioral bei sich ausprobieren. ;)
Irgendwie habe ich eine ähnliche Geschichte schon einmal vor längerer Zeit aus Amerika gehört.


Corona Virus bringt auch ohne Infektion Kopfschmerzen mit sich. ;)



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NaWennDuMeinst
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Di 16. Nov 2021, 01:57

AndreaH hat geschrieben :
Mo 15. Nov 2021, 23:05
NaWennDuMeinst hat geschrieben :
Mo 15. Nov 2021, 18:08

Ganz zu schweigen davon, dass der Sohnemann von einem weiteren totalen Lockdown dann sowieso betroffen wäre. Und der kommt wieder, wenn wir die Sache mit 2G nicht in den Griff bekommen.
Mein Sohnemann ist inzwischen schon betroffen durch Einschränkungen.
Du richtest Deine Beschwerden einfach an die falschen Empfänger.
Beschwere Dich stattdessen bei Denen die - obwohl es die Impfstoffe jetzt schon seit vielen Monaten gibt - immer noch nicht geimpft sind.
Fakt ist schon das 2G die Impfquote hochfährt.
Aber ich bin mir nicht sicher, ob dies der richtige Weg ist.
Was schlägst Du denn als Alternative vor? Weiterhin vergeblich darum betteln, dass die impfunwilligen Menschen endlich tätig werden?
Dazu ist es jetzt zu spät. Die Bettelei hat nichts gebracht, die Kacke ist am dampfen.
Denn es spaltet ganz klar die Gesellschaft und gesund fühlt sich das nicht an. Es ist zwischenmenschlich eine Belastung für jedermann.
Ich sagte ja schon dass ich das anders sehe. Die Spaltung verursachen Diejenigen die sich weigern bei der Eindämmung des Virus mitzuwirken.
Und ich meine damit nicht nur die Ungeimpften, sondern auch jene die meinen sie müssten sämtliche Vorsicht vergessen.
Sie zwingen mit ihrer Haltung den Rest der Bevölkerung zu Notfall-Maßnahmen die sie vielleicht gar nicht wollen und die andernfalls auch gar nicht nötig wären.
Die ganze Gesellschaft bezahlt für die Uneinsichtigkeit einer Minderheit. Und das spaltet. Ja, das wundert mich nicht.



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Jörn Budesheim
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Di 16. Nov 2021, 05:47

AndreaH hat geschrieben :
Mo 15. Nov 2021, 23:05
2G plus
Ich denke auch, dass das für viele Bereiche eine gute Möglichkeit wäre.
AndreaH hat geschrieben :
Mo 15. Nov 2021, 23:05
Es ist zwischenmenschlich eine Belastung für jedermann.
Wenn Impfverweigerer, die im Moment die ganze Gesellschaft gängeln, mit härteren Maßnahmen rechnen müssten, wäre das für mich keineswegs eine zwischenmenschliche Belastung.




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Stefanie
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Di 16. Nov 2021, 05:50

Bei manchen Regionen frage ich mich, die müssten doch "durch sein"'. Also die Regionen, die immer bei den Regionen mit den höchsten Zahlen sind, und man meinen könnte, durch Impfungen und Infektionen wäre man bei der sog. Herdenimmunität.
Wie z.B. der Landkreis Berchtesgardener Land.
Ich habe mal nachgelesen.
Einwohnerzahl 106.000
Bisherige positive Fälle seit März 2020 um die 11.000.
Vollständig geimpft sind 59.371, also knapp 56 %.
Tja....Das erklärt dann einiges.
Zynisch gesprochen, da ist noch Luft nach oben, was die Anzahl der Infektionen angeht.



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Nauplios
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Di 16. Nov 2021, 07:47

AndreaH hat geschrieben :
Mo 15. Nov 2021, 23:19

Das Interview ist sehr interessant, auch für mich die Meinung über 2 G ab Minute 76.
Ja, ich habe gerade noch mal in die Stelle reingehört. Die 2-Regelung im öffentlichen Leben: ich glaube, daß sie eine Wirkung haben wird, zunächst mal auf die Zahl der Infektionen und wohl auch auf die Impfbereitschaft. Überhaupt denke ich, daß die Neuinfektionen in den nächsten Wochen sich stabilisieren werden; die Menschen werden angesichts der derzeitigen Ausschläge von 50.000 Neuinfektionen pro Tag vorsichtiger werden. Das gesamte Infektionsgeschehen bekommt entgegen den Sommermonaten wieder mehr Aufmerksamkeit. Bevor diesbezüglich Effekte eintreten, werden allerdings noch zwei bis drei Wochen vergehen. Dazu kommen die Maßnahmen, welche übermorgen beschlossen werden. - Eine bundesweite 2-G-Regel ist erforderlich und wird auch kommen; davon bin ich überzeugt. Eine Impfpflicht für medizinisches Personal, in der Altenpflege, bei Lehrern ... hat die FDP verhindert; ob da das letzte Wort schon gesprochen ist, wird man sehen.

2-G im öffentlichen Leben ist epidemiologisch sinnvoll, trägt aber in der Art wie es politisch bisweilen kommuniziert wird, eben auch zur Spaltung der Gesellschaft bei. - Beruflich habe ich mit Menschen zu tun, die Vorbehalte gegen die Impfung haben; ob sie sich noch impfen lassen, ist ungewiß. Der Impfstatus dieser Kollegen (vielfach Musiker) bestimmt nicht unsere freundschaftliche Verbundenheit. Ich sehe das ähnlich wie Friederike:
Friederike hat geschrieben :
So 14. Nov 2021, 17:55
Verständnis ist vielleicht zu viel gesagt, aber es ist für mich in Ordnung, wenn Menschen sich nicht impfen lassen wollen.




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Jörn Budesheim
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Di 16. Nov 2021, 08:33

Wer sich nicht impfen will, schadet sich und anderen. Die 4. Welle ist die schlimmste bisher und die, die sich nicht impfen wollen, tragen einen sehr großen Teil der Schuld daran. Für mich ist es also keineswegs in Ordnung, wenn Menschen sich nicht impfen lassen wollen.




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NaWennDuMeinst
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Di 16. Nov 2021, 08:40

Stefanie hat geschrieben :
Di 16. Nov 2021, 05:50
Zynisch gesprochen, da ist noch Luft nach oben, was die Anzahl der Infektionen angeht.
Ich nehme an, wenn man der Natur ihren Lauf lassen würde, dann ginge das alles deutlich schneller.
Aber das können wir nicht machen. Der Preis dafür wäre zu hoch. Dann stapeln sich vor den Krankenhäusern die Leichen (und das wären dann aufgrund der Überlastung nicht nur Covidtote).



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NaWennDuMeinst
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Di 16. Nov 2021, 13:07

Der Verfassungsrechtler Christian Pestalozza hält die Einführung einer Corona-Impfpflicht unter bestimmten Voraussetzungen für unausweichlich. Wenn die "kleinen Hilfsmaßnahmen" zur Bekämpfung der Pandemie nicht ausreichten, sei die Politik "sogar verfassungsrechtlich zu strengeren Maßnahmen" wie der Impfpflicht verpflichtet, sagte Pestalozza dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Dienstagsausgaben). Sollte eine berufsgruppenspezifische Impfpflicht nicht ausreichen, sei auch eine allgemeine Impfpflicht zulässig.

"Die Politik muss sich fragen, wie viele Corona-Tote sie noch hinnehmen will und wie hoch die Inzidenzen steigen sollen, bis eine Impfpflicht kommt", sagte Pestalozza dem RND. Zur Durchsetzung einer solchen Impfpflicht könnten nach seinen Worten Sanktionen wie Bußgelder bei Verstößen eingeführt werden.

Pestalozza räumte ein, dass ein Gesetz für eine Impfpflicht vor dem Bundesverfassungsgericht landen könnte. Die Politik dürfe aber "nicht aus Sorge vor Verfassungsgericht die Hände in den Schoß legen".
Naja. Mir kommt das alles vor wie rechtliches Neuland, bzw ist doch sehr schwer einzuschätzen oder abzuwägen, ab wann die Situation dermaßen schlimm ist, dass mit einer Impfpflicht reagiert werden muss.
Wer bestimmt das dann und nach welchen Bewertungskriterien? Werden dann einfach Tote gezählt, und wenn eine bestimmte Marke erreicht ist gibt's eine Impfpflicht? Wie macht man das?
Klar ist für mich, wenn hier 50% der Infizierten versterben würden, das Virus also potentiell die halbe Republik ausrotten könnte, dann hätten wir längst eine Impfpflicht. Ich bin mir auch sicher, dass wenn das Virus vor allem und massiv Kinder töten würde, dann hätten wir auch längst eine Impfpflicht. Solche Schäden würden wir sicher nicht hinnehmen, Freiheit hin oder her. Es gibt also eine (irgendeine) Schwelle. Unklar ist mir aber wie hoch und welcher Art die Schwelle sein muss.
Oder bewertet man gänzlich anders, also z.B. nach wirtschaftlichen Schaden? Oder wonach eigentlich?



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Di 16. Nov 2021, 14:40

Antworten:



"Wör wös wos mon do für Nebenwörkungen krischt."

"Ich hab' noch'n Kinderwunsch."

"Letzten Endes denkt ja eh nur jeder an sich selbst."

"Warum lassen sich ihre Freunde denn nicht impfen?"
"Keine Ahnung . Die denken das ist Gift"

"Es geht in manchen Köpfen halt nicht rein"

"Ja, es gibt halt so viele Verschwörungstheorien"
"Aber sie sagen ja selber, dass das Verschwörungsheorien sind"
"Also ich bin da neutral, ich lebe einfach mein Leben"

:D Alter Schwede.



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Di 16. Nov 2021, 15:13

Interessant finde ich das.
NaWennDuMeinst hat geschrieben :
Di 16. Nov 2021, 14:40
"Ja, es gibt halt so viele Verschwörungstheorien"
Wenn es also neben den gängigen Theorien noch alternative Theorien gibt, dann heißt das, dass alle Theorien gleichwertig in ihrer Aussagekraft sind?
Es braucht also bloß jemand irgendeinen Unsinn erzählen und diesen Unsinn "Theorie" nennen, und schon bedeutet das, dass alles gleichermaßen glaubwürdig oder unglaubwürdig ist?
Alle existierenden Aussagen zu einem Sachverhalt sind gleichwertig?
Wenn also manche Menschen sagen die Erde ist eine Kugel und andere sagen sie ist eine Scheibe, dann ist beides gleichermaßen wahr (bzw unwahr), einfach weil es mehrere Aussagen dazu gibt?

Das ist echt hart.
Nach dieser Auffassung von Wahrheit wäre eine Behauptung nur dann wahr, wenn es zu dem Sachverhalt nur diese eine Behauptung und keine anderslautenden Behauptungen gibt.
Das ist eine sehr "interessante" Auffassung von Wahrheit.



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Nauplios
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Di 16. Nov 2021, 15:45

"Viele Experten machen aber auch klar: Wer geimpft ist, kann trotzdem zum Pandemiegeschehen beitragen. 'Es ist in diesem Herbst und Winter trügerisch zu glauben, dass ein Geimpfter sich nicht infizieren kann und das Virus nicht an seine Großmutter weitergeben kann, die vielleicht noch keine Booster-Impfung bekommen hat', sagt etwa der Bonner Virologe Hendrik Streeck. Auch wenn es am Anfang vielleicht so ausgesehen habe, aber der Begriff 'Pandemie der Ungeimpften' sei nie richtig gewesen. Alle Menschen seien Teil dieser Pandemie.

Auch der Virologe Christian Drosten sagte jüngst der „Zeit“, er finde es falsch, wenn derzeit von einer „Pandemie der Ungeimpften“ gesprochen wird. 'Wir haben eine Pandemie, zu der alle beitragen – auch die Geimpften, wenn auch etwas weniger', erklärte der Leiter der Virologie an der Berliner Charité. 'Die Delta-Variante hat leider die Eigenschaft, sich trotz der Impfung zu verbreiten.'" (Quelle)

Es ist naheliegend, die "Ungeimpften" als die Ursache für das derzeitige Pandemiegeschehen auszumachen. Auch der Intensivmediziner Janssens sieht das anders (s. Gespräch DLF-Kultur). - Ich denke auch nicht, daß die Ungeimpften allesamt Verschwörungstheoretiker sind. - Man muß mal abwarten, was die neue Regierung, die wir ja nun in ca. drei Wochen bekommen sollen, macht; insbesondere, was sie anders macht als die alte Regierung, die ja immerhin noch geschäftsführend im Amt ist. Geschäftsführend, das heißt ja nicht, zur Untätigkeit verdammt.

Doch leider hat die große Koalition den Sommer 21 genauso verschlafen wie den Sommer 20. - Wenn man den offenen Brief der 35 Mediziner liest (s. PDF von Stefanie), dann werden die politisch Verantwortlichen darin aufgefordert, "die Realität anzuerkennen". Weiter heißt es:

"Es ist für uns unverständlich, dass die Verantwortungsträger dieses Landes eine solche Situation zugelassen haben ..."

"Zweitens bedeutet Verantwortung eine aufrichtige, besonnene und vor allem kohärente Kommunikation, die den Bürgerinnen und Bürgern vertraut, ihnen aber auch unangenehme Wahrheiten zumutet sowie klare und konsistente Verhaltensrichtlinien vorgibt. Dass eine solche Kommunikation sowie einheitliche verbindliche Regelungen weiterhin fehlen, untergräbt das Vertrauensverhältnis zwischen Regierung und Bevölkerung, beschädigt somit auch das Vertrauen in die Maßnahmen – unter anderem in das Impfen – und trägt dadurch erheblich zur Verlängerung der Pandemie bei."

Die Vertreter der großen Koalition verweisen landauf landab indes stolz darauf, wie gut Deutschland unter ihrer Führung "im Vergleich mit anderen europäischen Ländern bisher durch die Pandemie gekommen" ist.

Die 35 Unterzeichner scheinen daran zu zweifeln.




Nauplios
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Di 16. Nov 2021, 16:03

Pfizer vergibt bereits Lizenzen für sein neues Covid-19-Medikament. Helga Rübsamen-Schaeff, Virologin, wies bereits in der vorigen Woche im ZDF mehrfach darauf hin, daß die deutsche Politik bislang noch keine Vorbestellungen für dieses Medikament gemacht hat - im Gegensatz zu den USA und Großbritannien.

Alles wie gehabt. ;)




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