Die Lage des Planeten

Dieser Teil des Forums befaßt sich mit politischen, sozialen und historischen Aspekten der aktuellen gesellschaftspolitischen Debatten.
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iselilja
Beiträge: 1551
Registriert: Mi 26. Jul 2017, 19:53

So 30. Jul 2017, 20:26

Reden zur Lage der Nation werden immer seltener, aber offenbar auch schärfer. Rußland und China demonstrieren momentan militärische Stärke. Nicht dass sie das auch nicht schon früher getan hätten - die Selbstsicherheit in ihrem Auftreten ist neu. Politischer Brennpunkt ist momentan die Entwicklung in Nordkorea, die vor allem von Japan und den USA sehr aufmerksam und berechtigter Weise mit Besorgnis verfolgt wird. Unklar scheint mir die Rolle Chinas in diesem (sich allmählich erhitzendem) Konflikt zu sein. Auf Bitte des US-Präsidenten hatte sich China zu Vermittlungen mit Nordkorea bereiterklärt. Heute heißt es von chinesischer Seite (so ein tagesschau-Artikel): Eine starke Armee ist wichtiger denn je für die Sicherheit Chinas.

Was geht da vor sich?




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iselilja
Beiträge: 1551
Registriert: Mi 26. Jul 2017, 19:53

Fr 11. Aug 2017, 20:52

Keine zwei Wochen hat es gedauert, bis nun ganz offenkundig ist, was da vor sich geht. Nordkorea und die USA sprechen konkrete militärische Optionen an.

Rußland hat heute nochmals einen diplomatischen Versuch gestartet, der aber eigentlich über eine schon vor Monaten geforderte Besinnung beiderseits nicht hinausgeht. Der Rest der Welt sieht geschlossen resigniert auf das, was da kommt. Aus Berlin ist zudem gen Washington zu vernehmen, wie man denn noch vermitteln wolle, wen es an Ansprechpartnern fehle. Wie soll man von außen noch Einfluß nehmen, wenn es nicht einmal mehr von innen her möglich sei.




Burkart
Beiträge: 2785
Registriert: Sa 11. Jul 2020, 09:59

Mi 27. Mär 2024, 13:53

Der Thread ist uralt, der Thread-Starter hier lange nicht mehr gewesen...
...aber das Thread-Thema passt gerade zu meinen Gedanken. Ob diese besser in einem neuen Thread aufgehoben sind, überlasse ich gerne den Moderatoren.

Ich mache mir Sorgen um die Menschheit, was die eigentlichen Probleme sind, ob es bisher eher ungenannte oder aber bewusste beiseite geschobene Verbessrungsmöglichkeiten gibt und ob sich nicht eine weltweite Organsation damit beschäftigen sollte, vom Namen her wäre die UNO passend. Natürlich kann man das Ganze auch kleiner angehen, aber dann würden einige wichtige Probleme ignoriert werden.

Mein zentraler Punkt ist der übertriebene menschliche Egoismus, der z.B. in zu viel individueller Macht besteht. Bestes Beispiel hierfür ist Putin mit seinem Ukraine-Krieg derzeit, aber auch die chinesische Machtausweitung macht mir Sorgen. Aber auch Macht durch zu viel Geld gehört dazu.
Aber es geht auch um das übertriebene Durchsetzen von eigenen Ansichten, ob nun politisch a la Trump, religiös mit Terror wie die IS, kommerziell in schädlicher Werbung usw.

Also mir geht um die höchste praktisch philosophische Ebene:
Kümmert sich die UNO oder sonst jemand um die großen Zusammenhänge, die unsere Probleme hervorrufen, insbesondere bedingt durch den menschlichen Egoismus? Wenn nein, warum wohl nicht?



Der Mensch als Philosophierender ist Ausgangspunkt aller Philosophie.
Die Philosophie eines Menschen kann durch Andere fahrlässig missverstanden oder gezielt diskreditiert oder gar ganz ignoriert werden, u.a. um eine eigene Meinung durchsetzen zu wollen.

Burkart
Beiträge: 2785
Registriert: Sa 11. Jul 2020, 09:59

Mo 1. Apr 2024, 11:13

Tja, die zentrale Frage ist hier wohl:
Kann man die Lage des Planeten verbessern?
Wie schafft man es, den übertriebenen Egoismus "einzufangen", z.B. wieder durch mehr gemeinsame Werte? (Passend zu Ostern)
Geht das überhaupt, wenn einzelne Menschen(gruppen) zu viel Macht und Einfluss haben - bzw. wie ggf.?
Viel mehr Einigkeit täte gut, aber woher soll die kommen, wenn Menschen vor allem auf ihre persönlichen, z.T. recht unterschiedlichen Bedürfnisse schauen?



Der Mensch als Philosophierender ist Ausgangspunkt aller Philosophie.
Die Philosophie eines Menschen kann durch Andere fahrlässig missverstanden oder gezielt diskreditiert oder gar ganz ignoriert werden, u.a. um eine eigene Meinung durchsetzen zu wollen.

Timberlake
Beiträge: 1668
Registriert: Mo 16. Mai 2022, 01:29
Wohnort: Shangrila 2.0

Mo 1. Apr 2024, 20:41

Burkart hat geschrieben :
Mo 1. Apr 2024, 11:13
Tja, die zentrale Frage ist hier wohl:
Kann man die Lage des Planeten verbessern?
.. ich ergänze .. Kann man die Lage des Planeten und der Menschheit verbessern? Schließt doch das Eine , das Andere mit ein. Dazu nur mal zur Info ..
ardmediathek.de hat geschrieben :
UnsereErde: Kampf um Rohstoffe – Am Abgrund

Die investigative Doku-Reihe deckt auf, welchen Kampf um Rohstoffe wir von Deutschland aus für Wohlstand und Arbeitsplätze führen und wie Menschen und Natur darunter leiden. Müssen wir für die Energiewende und unsere Wirtschaft unsere Prinzipien über Bord werfen? Im begleitenden Polit-Thriller "Am Abgrund" wird gezeigt, wie Regierungen und Lobbyisten Politiker benutzen, um sich Glaubwürdigkeit für den Abbau von kritischen Rohstoffen zu verschaffen.
Somit ich einmal die dort aufgeworfene Frage umformuliere ..

"Müssen wir für die Energiewende und unsere Wirtschaft unseren Planeten über Bord werfen?"
iselilja hat geschrieben :
So 30. Jul 2017, 20:26
Reden zur Lage der Nation werden immer seltener, aber offenbar auch schärfer. Rußland und China demonstrieren momentan militärische Stärke. Nicht dass sie das auch nicht schon früher getan hätten - die Selbstsicherheit in ihrem Auftreten ist neu.



Wie dem auch sei , in den Reden zur Lage der Nation wird man davon wohl eher nichts erfahren. Insbesondere in einer Zeit , wo man geneigt ist , diese Lage an Hand der Militärausgaben zu reflektieren .. Auch dazu nur mal zur Info ..

mitwelt.org hat geschrieben :
2024 Militärausgaben & Rüstungsausgaben: NATO, Russland, Ukraine, USA & China / Aufrüstung: Ein Vergleich

Mit seinen Äußerungen zur NATO hat der Rüstungslobbyist und US-Präsidentschaftskandidat Trump die Debatte um Aufrüstung in Europa massiv verstärkt und bei den Rüstungsunternehmen knallen die Champagnerkorken.
Was in dieser gut gelenkten Debatte auch in den wenigen Qualitätsmedien fehlt, ist der Hinweis darauf, dass die Rüstungsausgaben der NATO das 14-Fache der Rüstungsausgaben Russlands betragen. Auch ohne die Militärausgaben der USA gab die NATO im Jahr 1922 355 Milliarden Dollar für die Rüstung aus und Russland 86,4 Milliarden.
Quelle: SIPRI




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