Hoffnung

Philosophie Chat: Hier wird geplaudert über Gott und die Welt.
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Quk
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Mi 8. Mai 2024, 12:04

Quasarkarotte hat geschrieben :
Mi 8. Mai 2024, 11:33
Jörn Budesheim hat geschrieben :
Di 7. Mai 2024, 10:22

Was ist das Gegenteil von "wünschen"?
Wünsche erfüllen?
Ja, scheint zu passen. Geben als Gegenteil von Nehmen.




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Stefanie
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Do 9. Mai 2024, 22:46

Beim Suchen zu diesem Thema bin ich auf der Seite von Planet Schule gelandet, Thema Philosophie. Kurze Videos für Kinder.
Auch zur Hoffnung.




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Stefanie
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Do 9. Mai 2024, 23:17

Jörn
Es gibt eben Dinge, auf die man hoffen sollte, einfach weil sie es wert sind und nicht, weil es Indizien für ihr Eintreten gibt.

Das gefällt mir. Es erfordert aber wohl ganz viel Stärke, Geduld, um es auszuhalten zu können, wenn sich die Hoffnung nicht erfüllt.
Jörn erwähnte auch Beziehung. Irgendwie habe ich das Gefühl, es geht auch um eine Beziehung. Nicht unbedingt vielleicht wie es von Jörn gemeint ist. Aber hier hänge ich fest.



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Jörn Budesheim
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Sa 11. Mai 2024, 09:53

Corine Pelluchon, Die Durchquerung des Unmöglichen, Hoffnung in Zeiten der Klimakatastrophe hat geschrieben : Es mangelt uns nicht an Ideologie, sondern an Hoffnung – gerade in diesen Zeiten, in denen die Erderwärmung sowie wirtschaftliche und geopolitische Krisen große Risiken bergen. Um zu verstehen, was Hoffnung ist und welche Rolle sie im individuellen und kollektiven Leben spielt, darf man sie jedoch nicht auf ein psychologisches Moment reduzieren und nicht mit Optimismus verwechseln. Hoffnung ist das Gegenteil von Optimismus. Letzterer resultiert oft aus mangelnder Ehrlichkeit und fehlendem Mut – er ist eine Form der Verleugnung, die den Ernst der Lage verschleiert oder glauben macht, man habe die Lösung für alle Probleme. Es gibt keine Hoffnung ohne die vorherige Erfahrung eines kompletten Horizontverlusts. Dieser Verlust ist, als würde am helllichten Tag die Nacht hereinbrechen, und er zwingt sowohl Individuen als auch Völker dazu, sich von ihren Illusionen zu verabschieden. Hoffnung setzt die Auseinandersetzung mit Leid und Verzweiflung voraus. Im Übermaß der Verzweiflung offenbart sich auch deren Falschheit: Sie bedeutet Gefangensein – gefangen in einer Hölle, die uns einschließt und täuscht.[1] Es ist eine Falle, in die wir fast alle geraten, wenn wir uns in uns selbst zurückziehen – eine Verfehlung, die von unserer Wankelmütigkeit und unserer Undankbarkeit gegenüber dem Leben zeugt. Hoffnung bedeutet, das Unmögliche zu durchqueren. Sie erscheint, wenn man sie nicht mehr erwartet, und entsteht nach der Erfahrung des Nichts. Keinesfalls darf man Hoffnung (espérance) mit einer persönlichen, positiven Erwartungshaltung (espoir) verwechseln,[2] welche sich auf eine bestimmte Realität bezieht und das Verlangen beinhaltet, dass individuelle Wünsche in absehbarer Zeit erfüllt werden. Im Fall der Hoffnung hingegen ist das Verhältnis zum Selbst, zur Welt und zur Zeit ein ganz anderes...




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Jörn Budesheim
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Sa 11. Mai 2024, 09:57

Georges Bernanos, Freiheit wozu? hat geschrieben : Der Optimismus ist ein Ersatz für die Hoffnung […]. Die Hoffnung aber will erkämpft sein. Zu ihr gelangt man nur auf einem Weg, der durch die Wahrheit hindurchführt und den zu beschreiten große Mühe und viel Geduld kostet. […] Die Hoffnung ist eine Tugend […]. Die höchste Form der Hoffnung ist die überwundene Verzweiflung.




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Stefanie
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So 12. Mai 2024, 21:31

Der Text von Frau Pelluchon ist drastisch. Mein erster Eindruck:
Der Inhalt ist das negativste was ich im Bereich Philosophie bislang gelesen habe.
Fairerweise muss ich sagen, dass ich es noch nicht geschafft habe, das Video aus der Reihe Sternstunde Philosophie anzuschauen bzw. zu lesen. Oder eine andere Quelle.
Vielleicht gibt es dort einen Hinweis, dass es für die Hoffnung noch Hoffnung gibt.



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Timberlake
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Di 14. Mai 2024, 00:00

Eule hat geschrieben :
Mo 6. Mai 2024, 18:58
Hallo, ich bin neu hier und habe mich noch nicht vorgestellt. Ich hoffe ihr verzeiht mir, dass ich das erst später mache.
Und damit bin ich schon beim Thema. Die Hoffnung ist immer begleitet von der Gefahr, dass etwas negatives passiert. Der Wunsch wird dagegen vollkommen frei 'einfach so' geäußert.
Ganz meiner Meinung. Eine Hoffnung , ohne diese Gefahr. , dass etwas negatives passiert , wäre wie das fehlende Salz in der Suppe. Es macht die Hoffnung gleichsam geschmacklos und fade. Umgekehrt kann man allerdings auch die Suppe versalzen, so das Hoffnung in Hoffnungslosigkeit umschlägt. Wie bei allem anderen, so macht auch bei der Hoffnung die Dosis der Gefahr das Gift. Was man dagegen bei einem Wunsch, den man gänzlich unabhängig davon formuliert , tatsächlich ausschließen kann. Wie würde man das Umschlagen eines Wunsches in Wunschlosigkeit auch mit einer Gefahr verknüpfen wollen.
Stefanie hat geschrieben :
Mo 6. Mai 2024, 14:34

Ein Merkmal der Hoffnung, und hier scheint man sich einig zu sein, ist die Ungewissheit. In dem Sinne, dass Menschen oft handeln, obwohl sie das das Ergebnis nicht vorhersehen können. Hoffnung hat mit Optimismus und Pessimismus gemeinsam, dass es Handlungen/Gedanken in die nicht feststehende Zukunft sind. Einen schönen Satz von der Schriftstellerin Rebecca Solnit habe ich gefunden, der wie folgt lautet „Hoffnung ist eine Umarmung des Unbekannten und Ungewissen, als Alternative zu der Gewissheit der Optimisten und Pessimisten.“
So wäre demnach zu unterscheiden , ob man sich für eine nicht feststehende Zukunft etwas wünscht oder ob man auf etwas hofft. Hofft , dass sich eine Gefahr ,wie sie ein Pessimist , mit seiner Gewissheit heraufziehen sieht , nicht bewahrheitet. Bei einem Optimisten würde sich wiederum , mit seiner Gewissheit , die Hoffnung erübrigen. Wenn denn die Hoffnung eine Umarmung des Unbekannten und Ungewissen ist , dann durch die Erwartung, dass sich die Gewissheit des Optimisten , dass eine Gefahr überwunden wird , erfüllt.




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Jörn Budesheim
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Di 14. Mai 2024, 07:48

Stefanie hat geschrieben :
So 12. Mai 2024, 21:31
Der Text von Frau Pelluchon ist drastisch. Mein erster Eindruck:
Der Inhalt ist das negativste was ich im Bereich Philosophie bislang gelesen habe.
Fairerweise muss ich sagen, dass ich es noch nicht geschafft habe, das Video aus der Reihe Sternstunde Philosophie anzuschauen bzw. zu lesen. Oder eine andere Quelle.
Vielleicht gibt es dort einen Hinweis, dass es für die Hoffnung noch Hoffnung gibt.




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AndreaH
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Di 14. Mai 2024, 10:26

Timberlake hat geschrieben :
Di 14. Mai 2024, 00:00
Eule hat geschrieben :
Mo 6. Mai 2024, 18:58
Hallo, ich bin neu hier und habe mich noch nicht vorgestellt. Ich hoffe ihr verzeiht mir, dass ich das erst später mache.
Und damit bin ich schon beim Thema. Die Hoffnung ist immer begleitet von der Gefahr, dass etwas negatives passiert. Der Wunsch wird dagegen vollkommen frei 'einfach so' geäußert.
Ganz meiner Meinung. Eine Hoffnung , ohne diese Gefahr. , dass etwas negatives passiert , wäre wie das fehlende Salz in der Suppe. Es macht die Hoffnung gleichsam geschmacklos und fade. Umgekehrt kann man allerdings auch die Suppe versalzen, so das Hoffnung in Hoffnungslosigkeit umschlägt. Wie bei allem anderen, so macht auch bei der Hoffnung die Dosis der Gefahr das Gift. Was man dagegen bei einem Wunsch, den man gänzlich unabhängig davon formuliert , tatsächlich ausschließen kann. Wie würde man das Umschlagen eines Wunsches in Wunschlosigkeit auch mit einer Gefahr verknüpfen wollen.
Stefanie hat geschrieben :
Mo 6. Mai 2024, 14:34

Ein Merkmal der Hoffnung, und hier scheint man sich einig zu sein, ist die Ungewissheit. In dem Sinne, dass Menschen oft handeln, obwohl sie das das Ergebnis nicht vorhersehen können. Hoffnung hat mit Optimismus und Pessimismus gemeinsam, dass es Handlungen/Gedanken in die nicht feststehende Zukunft sind. Einen schönen Satz von der Schriftstellerin Rebecca Solnit habe ich gefunden, der wie folgt lautet „Hoffnung ist eine Umarmung des Unbekannten und Ungewissen, als Alternative zu der Gewissheit der Optimisten und Pessimisten.“
So wäre demnach zu unterscheiden , ob man sich für eine nicht feststehende Zukunft etwas wünscht oder ob man auf etwas hofft. Hofft , dass sich eine Gefahr ,wie sie ein Pessimist , mit seiner Gewissheit heraufziehen sieht , nicht bewahrheitet. Bei einem Optimisten würde sich wiederum , mit seiner Gewissheit , die Hoffnung erübrigen. Wenn denn die Hoffnung eine Umarmung des Unbekannten und Ungewissen ist , dann durch die Erwartung, dass sich die Gewissheit des Optimisten , dass eine Gefahr überwunden wird , erfüllt.
Ich habe mal vor ein paar Jahren ein kleines Gedicht geschrieben über die Hoffnung. ;)

Hoffnung

H….üpfend, frisch springt die Hoffnung umher.

O….ffensiv geht sogleich die Sorge mit ihr einher.

F….ort mit der Angst, ruft die Hoffnung scharf.

F….ort mit dem Vertrauen erwidert die Sorge barsch.

N….un meldet sich die Zukunft zu Wort

U….nd fragt, habt ihr nicht beide in mir euren künftigen Ort?

N….ebeneinander schreiten die beiden beständig ihren Weg.

G….etreu verbunden, denn der Wetteifer besteht.




Timberlake
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Di 14. Mai 2024, 14:48

Respekt ... so wie es dir m.E. hier gelungen ist @Eules Hinweis darauf , dass die Hoffnung immer von einer Gefahr begleitet ist, nicht nur bloß in einem Reim , sondern zu dem mit einer Wortspielerei " ein .. drucksvoll" auf den Punkt zu bringen . Wie übrigens auch das , was @Stefanie bei der Schriftstellerin Rebecca Solnit gefunden hat und zwar das Hoffnung eine Umarmung des Unbekannten und Ungewissen, als Alternative zu der Gewissheit der Optimisten und Pessimisten ist.

Dazu nur mal zum Vergleich ..
  • "Die Hoffnung. – Pandora brachte das Faß mit den Übeln und öffnete es. Es war das Geschenk der Götter an die Menschen, von außen ein schönes verführerisches Geschenk und »Glücksfaß« zubenannt. Da flogen all die Übel, lebendige beschwingte Wesen heraus: von da an schweifen sie nun herum und tun den Menschen Schaden bei Tag und Nacht. Ein einziges Übel war noch nicht aus dem Faß herausgeschlüpft: da schlug Pandora nach Zeus' Willen den Deckel zu, und so blieb es darin. Für immer hat der Mensch nun das Glücksfaß im Hause und meint Wunder, was für einen Schatz er in ihm habe; es steht ihm zu Diensten, er greift darnach: wenn es ihn gelüstet; denn er weiß nicht, daß jenes Faß, welches Pandora brachte, das Faß der Übel war, und hält das zurückgebliebene Übel für das größte Glücksgut – es ist die Hoffnung. – Zeus wollte nämlich, daß der Mensch, auch noch so sehr durch die anderen Übel gequält, doch das Leben nicht wegwerfe, sondern fortfahre, sich immer von neuem quälen zu lassen. Dazu gibt er dem Menschen die Hoffnung: sie ist in Wahrheit das übelste der Übel, weil sie die Qual der Menschen verlängert."
    Nietzsche .. Menschliches, Allzumenschliches
... wenn gleich nicht in Vers - geschweige denn in Reimform verfasst , hat hier Nietzsche , unter dem Verweis auf Pandoras Büchse , wie ich finde , " ein .. drucksvoll" die Risiken und Nebenwirkungen der Hoffnung benannt und zwar das diese Umarmung des Unbekannten und Ungewissen (Rebecca Solnit ) auch immer mit einer Qual einhergeht. Einer Qual, der sich zu entziehen , so zumindest meine Meinung , erst dem Übermenschen vergönnt ist, Um an dieser Stelle einmal . "weil andernorts erwähnt" .. , auf seine frohe Botschaft und somit seiner Hoffnung aber auch seiner Qual aufmerksam zu machen.
  • "Ich bin ein froher Botschafter, wie es keinen gab, ich kenne Aufgaben von einer Höhe, daß der Begriff dafür bisher gefehlt hat; erst von mir an gibt es wieder Hoffnungen."
    Nietzsche ... Ecce Homo



"Das was man sich wünscht ist nicht ganz sicher und auch nicht absolut unmöglich ( K .. nietzsche )"




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Stefanie
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Di 14. Mai 2024, 21:24

Jörn Budesheim hat geschrieben :
Di 14. Mai 2024, 07:48
Stefanie hat geschrieben :
So 12. Mai 2024, 21:31
Der Text von Frau Pelluchon ist drastisch. Mein erster Eindruck:
Der Inhalt ist das negativste was ich im Bereich Philosophie bislang gelesen habe.
Fairerweise muss ich sagen, dass ich es noch nicht geschafft habe, das Video aus der Reihe Sternstunde Philosophie anzuschauen bzw. zu lesen. Oder eine andere Quelle.
Vielleicht gibt es dort einen Hinweis, dass es für die Hoffnung noch Hoffnung gibt.
Hmm, wenig zum Thema Hoffnung, zumal sie mehr Zuversicht verwendet als Hoffnung. Und zu den anderen Aussagen...Die Dame und ich werden keine Freude.



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Stefanie
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Mi 15. Mai 2024, 19:28

Kurzer Ausschnitt aus dem Video Sternstunde Philosophie.
"Corine Pelluchon:
Ja, glücklicherweise haben wir im Französischen zwei Begriffe für "Hoffnung": "espoir" und "espérance". Mit "espérance", also etwa "Zuversicht", verbinden wir keine persönliche Erwartung, sie geht einher mit einem Trotzdem. Sie ist das Gegenteil von Optimismus - einer Haltung, die einen glauben lässt, man habe die Lösung für alle Probleme, was ein wenig einer Maske der Verleugnung gleichkommt. Zuversicht setzt dagegen voraus, dass ich Schwierigkeiten und auch meine Fehlbarkeit erkenne.

Es geht darum, aus dem Negativen herauszukommen, wenn auch nicht sofort und spektakulär, in der Art eines Soldaten, der in den Krieg zieht. Man macht sich also keine falschen Illusionen, sondern schaut den Dingen ins Gesicht und akzeptiert auch das Schlechte. Auch das gehört zur Hoffnung. Zur Zuversicht gehört die Möglichkeit des Verlusts, was paradox erscheint. Natürlich handelt es sich bei all den individuellen oder kollektiven Ängsten, dem Verlust des Hoffnungshorizonts, der Verzweiflung, um negative Emotionen.

Ich stütze mich auch auf meine persönliche Erfahrung.

Zuversicht ist keine persönliche, hoffnungsvolle Erwartung und auch nicht Optimismus oder die Verneinung von Schwierigkeiten, sondern das Überwinden des Gefühls, keine Zukunft, keinen Hoffnungshorizont zu haben."
Was beschreibt sie denn jetzt, die Hoffnung oder die Zuversicht? Mir ist das nicht klar.



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Stefanie
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Mi 15. Mai 2024, 20:00

Das ist schon besser...




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Stefanie
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Fr 17. Mai 2024, 10:27

In dem oben zitierte Video wird ein Experiment angesprochen:
Richter warf wilde Ratten in ein hohes Gefäß, welches halb mit Wasser gefüllt war und maß die Zeit, die verging, bis die jeweilige Ratte ertrunken war. Anschließend nahm er wieder wilde Ratten und hielt sie so fest in seinen Händen, dass sie sich nicht mehr bewegen konnten. Nach einer gewissen Zeit, in denen sie heftig versuchten, der Umklammerung zu entkommen, ergaben sie sich der Sinnlosigkeit ihrer Anstrengungen und erkannten ihre Hilflosigkeit und daraus resultierend die Hoffnungslosigkeit, an dieser Situation etwas ändern zu können. Nach einer kurzen Zeit der Erholung, warf Richter diese Ratten, die Hilflosigkeit erlernt hatten, in die Wassergefäße. Er stellte fest, dass diese Ratten für eine erheblich kürzere Zeit als die unbeeinflussten Ratten um ihr Leben kämpften. Richter machte abschließend das Gegenexperiment. Er warf unbeeinflusste Ratten in den Wasserzylinder und legte nach einigen Minuten ein Holzbrett in den Zylinder, auf dem die Ratte für eine kurze Zeit Rettung suchen konnte. Dadurch erlernte sie, dass ihr Kampf um das Überleben einen Sinn hat, da er zum Erreichen einer Rettungsinsel geführt hat. Richter zog dann das Brett wieder heraus und die Ratte setzte ihren Überlebenskampf fort. Bedingt durch die erlernte Hoffnung und das Erkennen einer Kontrollmöglichkeit, kämpften die Ratten wesentlich energischer um ihr Überleben. Unbeeinflusste Ratten 10-15 Minuten
Beeinflusste Ratten – negativ konditioniert / Erlernt Hilflos 2-4 Minuten
Beeinflusste Ratten – positiv konditioniert / Erlernte Hilfe, Hoffnung über 60 Stunden


Und dazu die Herren Friedmann und Lauster:
Experimente uns ganz bestimmt Erkenntnisse geben die wir so es philosophisch denkenden so nicht haben. in einem Experiment schon aus dem Jahre 57 warfen amerikanische Verhaltensforscher Ratten in ein Wasserbecken aus dem es überhaupt kein entkommen gab, also Hoffnung 0,es gibt kein entkommen aus diesem Becken. Die Ratten strampelten etwa 15 Minuten lang dann gingen sie unter und ertranken. Die Forscher änderten die Versuchsanweisung jetzt nahmen sie die raten nach ein paar Minuten aus diesem Wasserbehälter heraus und setzten sie nach einer wiederum gewissen zeit wieder hinein und er kam etwas ganz faszinierendes raus die Ratten die diese Erfahrung gemacht haben paddelten zwischen 40 und 60 stunden in diesen Becken herum bevor sie ertranken. Die Wissenschaftler interpretierten, gibt man den Ratten Hoffnung, dann leben sie um ein vielfaches länger.
Was zeigt es uns was wäre es ist richtig Hoffnung zu haben, denn das ist das grausame übrigens an diesem politisch unkorrekten Versuchsaufbau, dass ein allein allmächtiges Wesen wie Gott, in dem Fall der Experimentator, weiß wie es ausgehen wird. Aber wir gehen doch in unseren Leben nicht davon aus und wenn die bis zu 40 stunden paddeln können, kann niemand in einem anderen Versuchsaufbau, nämlich dem des Lebens an sich sagen ob in diesen 40 Stunden nicht durch Rettung eintritt.

Man dann folgendes daraus auch diskutieren: Hoffnung ist etwas erfahrenes, wenn ich Hoffnung habe und diese Hoffnung enttäuscht wird aus welchen Gründen auch immer, dann habe ich eine andere Beziehung zu hoffen in mir, als Menschen die relativ gute Erfahrungen mit der Hoffnung gemacht haben. Ein Lebewesen, das überhaupt keine Lebenserfahrung hatte wie aus einer solchen Situation Rettung möglich ist, erlebt sich durch die Rettung das erlebt an diesem Moment der Hoffnung, es gibt ihm diese kraft Situation zu überwinden die vorher unüberwindbar waren. mich interessiert diese frage des der Korrelation zwischen Hoffnung und Erfolg in der Welt des Menschen und seiner Beziehung. diesen Kampf bis zum Schluss gibt es nur wenn es einen Funken Hoffnung gibt.



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