Off Topic, Smalltalk und sonstiges...
Nächste Behauptung - Die 5 Typen
1 Die Mehrheit:
naiv, ängstlich und dumm
– folgt, weil sie nicht versteht, nicht hinterfragt und sich trotzdem für sicher halten möchte.
2 Noch immer häufig:
naiv, angstfrei dumm
– versteht ebenfalls nichts, hat aber keine Angst – deshalb oft laut, optimistisch oder gefährlich sorglos.
3 Wird schon seltener:
naiv, ängstlich und schlau
– kann denken, versteht Brüche der Welt, aber bleibt gefangen in Angst und Unentschlossenheit.
4 Selten:
nicht naiv, schlau – aber ängstlich
– sieht klar, versteht viel, aber wird von Angst oder Verantwortung gelähmt.
5 Seltenste Gruppe:
nicht naiv, schlau und angstfrei
– versteht, durchschaut, bleibt ruhig – und handelt.
Und darum funktioniert diese Gesellschafft nicht so, wie sie eigentlich sollte.
Natürlich wirken auch noch andere Persönlichkeitsmerkmale, keine Stufe ist als absolut und unwechselbar zu betrachten.
Betrachtet diese Stufen als temporär, als eine Momentaufnahme. Es ist eher abstrakt und sehr vereinfacht dargestellt.
Nur, damit man sich ein ungefähres Bild machen kann.
Einen Putin würde ich auf Stufe 5 einschätzen, wobei die Stufen nicht klar getrennt sind sondern ineinander übergehen.
Heißt aber nicht, dass alle Typ 5 automatisch zu Autokraten oder gar Tyrannen werden. Aber die Wahrscheinlichkeit wird immer höher.
1 Die Mehrheit:
naiv, ängstlich und dumm
– folgt, weil sie nicht versteht, nicht hinterfragt und sich trotzdem für sicher halten möchte.
2 Noch immer häufig:
naiv, angstfrei dumm
– versteht ebenfalls nichts, hat aber keine Angst – deshalb oft laut, optimistisch oder gefährlich sorglos.
3 Wird schon seltener:
naiv, ängstlich und schlau
– kann denken, versteht Brüche der Welt, aber bleibt gefangen in Angst und Unentschlossenheit.
4 Selten:
nicht naiv, schlau – aber ängstlich
– sieht klar, versteht viel, aber wird von Angst oder Verantwortung gelähmt.
5 Seltenste Gruppe:
nicht naiv, schlau und angstfrei
– versteht, durchschaut, bleibt ruhig – und handelt.
Und darum funktioniert diese Gesellschafft nicht so, wie sie eigentlich sollte.
Natürlich wirken auch noch andere Persönlichkeitsmerkmale, keine Stufe ist als absolut und unwechselbar zu betrachten.
Betrachtet diese Stufen als temporär, als eine Momentaufnahme. Es ist eher abstrakt und sehr vereinfacht dargestellt.
Nur, damit man sich ein ungefähres Bild machen kann.
Einen Putin würde ich auf Stufe 5 einschätzen, wobei die Stufen nicht klar getrennt sind sondern ineinander übergehen.
Heißt aber nicht, dass alle Typ 5 automatisch zu Autokraten oder gar Tyrannen werden. Aber die Wahrscheinlichkeit wird immer höher.
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Falls es ernst gemeint war:
Nein, so einfach ist das nicht.
Klar ist es, wenn Schweigen erzwungen wird, man sonst im Gefängnis landet.
Aber auch anderes Schweigen heißt noch lange nicht Zustimmung, z.B. weil man gegen andere Ansichten einfach keine Kraft oder Lust mehr hat anzugehen, z.B. weil Widerspruch praktisch zu nichts (mehr) führt.
Auch Unwissenheit hat zu Schweigen führen.
Der Mensch als Philosophierender ist Ausgangspunkt aller Philosophie.
Die Philosophie eines Menschen kann durch Andere fahrlässig missverstanden oder gezielt diskreditiert oder gar ganz ignoriert werden, u.a. um eine eigene Meinung durchsetzen zu wollen.
Die Philosophie eines Menschen kann durch Andere fahrlässig missverstanden oder gezielt diskreditiert oder gar ganz ignoriert werden, u.a. um eine eigene Meinung durchsetzen zu wollen.
Was ist los? Ist euch Hobbyphilosophen der Humor vergangen?Burkart hat geschrieben : ↑Sa 25. Okt 2025, 08:15Falls es ernst gemeint war:
Nein, so einfach ist das nicht.
Klar ist es, wenn Schweigen erzwungen wird, man sonst im Gefängnis landet.
Aber auch anderes Schweigen heißt noch lange nicht Zustimmung, z.B. weil man gegen andere Ansichten einfach keine Kraft oder Lust mehr hat anzugehen, z.B. weil Widerspruch praktisch zu nichts (mehr) führt.
Auch Unwissenheit hat zu Schweigen führen.
Todernst, Ironie des Schicksals, Widerstand zwecklos.
Humor ist, wenn man trotzdem lacht.
Lacht mit mir, über mich, über euch selbst. Das befreit.
Dem alltäglichen Wahnsinn ins Gesicht lachen. Ich finds köstlich.
Wer zuletzt lacht , lacht am Besten. Oder ist euch das Lachen vergangen?
Mir noch nicht.
Die göttliche Komödie
Obwohl Die göttliche Komödie kein humoristisches Werk im modernen Sinn ist, gibt es Stellen, die – bewusst oder unbewusst – mit Ironie, Spott oder einer gewissen grotesken Komik wirken. Humor entsteht hier nicht durch Witze, sondern durch:
1. Sprachliche Ironie und bissiger Spott
Dante ist oft erstaunlich sarkastisch. Er begegnet Feinden, Politikern oder Geistlichen, die er nicht mochte – und platziert sie genüsslich in der Hölle.
Beispiel: Er trifft den Florentiner Politiker Filippo Argenti im Sumpf der Zornigen. Filippo beschimpft ihn, doch Dante reagiert nicht mit Mitleid – er freut sich offen darüber, dass die anderen Verdammten ihn zerfleischen.
→ Schwarzer Humor, gemischt mit persönlicher Rache.
Auch Päpste steckt Dante in die Hölle – mit den Füßen nach oben in Felsenlöchern, während ihre Füße verbrannt werden. Und er kommentiert das mit bitterer Ironie.
2. Groteske Darstellungen – fast schon Cartoonhaft
Manche Höllenszenen wirken extrem überzeichnet, als wären sie aus schwarzer Satire:
Wahrsager müssen mit verdrehten Köpfen rückwärts gehen, weil sie in die Zukunft blicken wollten. Sie weinen – aber ihre Tränen laufen ihnen über den Rücken.
→ Tragisch und gleichzeitig grotesk-abstrus.
Die Teufel im „Malebolge“-Abschnitt sind wie eine chaotische, dümmliche Truppe Tollpatsche – mit Namen wie „Grausgesicht“, „Giftrachen“ oder „Schleimkratz“. Sie streiten, purzeln herum, streiten wie in einer mittelalterlichen Slapstick-Szene.
3. Situationskomik – Dante als überforderter Reisender
Dante selbst ist manchmal unfreiwillig komisch:
Er fällt ständig in Ohnmacht, weint, zittert, stolpert.
Vergil muss ihn dauernd zurechtweisen, wie ein genervter Reiseleiter: „Sei kein Schwächling, Dante!“
Diese übertriebene Ernsthaftigkeit kann in ihrer Intensität fast charmant-naiv wirken.
4. Der eigentliche Titel: „Komödie“
Die Bezeichnung „Komödie“ meint nach mittelalterlichem Verständnis:
Ein Werk, das tragisch beginnt, aber gut endet.
— Von Verzweiflung → Reinigung → Erlösung.
Heute könnte man augenzwinkernd sagen:
„Der Typ läuft durch die Hölle, trifft Bekannte, kommt geläutert in den Himmel – Happy End. Also: Komödie.“
Warum kann man darüber lachen?
Weil Dante trotz gewaltiger theologischer Ernsthaftigkeit:
menschlich bleibt,
sich selbst nicht überhöht,
Gegner literarisch „veräppelt“,
und die Hölle manchmal eher wie ein absurdes Theaterstück inszeniert als wie reine Angstvision.

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Warum weint ihr jetzt?
Vor Trauer oder vor Freude.
Weder noch, Tränengas!
Hab eben Zwiebeln geschnitten
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Wie soll man der Widersprüchlichkeit, Doppelmoral und Heuchlerei
der Menschheit anders begegnen als mit Hohn und Spott?
Ich bin für eine neue Herrschaftsform:
Idiocracy
Kennt ihr den Film ?
der Menschheit anders begegnen als mit Hohn und Spott?
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Idiocracy
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Wurden hier Beiträge von mir gelöscht?
Ich verlange eine Erklärung.
Hat wohl jemandem nicht gefallen
Versucht ruhig, mich zum Schweigen zu bringen.
Die Zeit des Schweigens ist vorbei.
Wer mich zum Schweigen bringen will, erkennt bloß seine
eigene Beschränktheit und Ignoranz an.
Der Beschränkte ist der König über die Hirnlosen.
Sic semper tyrannis
Ich verlange eine Erklärung.
Hat wohl jemandem nicht gefallen
Versucht ruhig, mich zum Schweigen zu bringen.
Die Zeit des Schweigens ist vorbei.
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Zuletzt geändert von Flame am Sa 25. Okt 2025, 12:15, insgesamt 1-mal geändert.
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- Jörn P Budesheim
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Deine Beiträge wurden nicht gelöscht, sondern verschoben. viewtopic.php?t=1785&start=20#p95942
Das Thema interessiert dich? Was meinst du dazu? Wir freuen uns auf deine Meinung – melde dich an und diskutiere mit uns.“
Aha, interessant.Jörn P Budesheim hat geschrieben : ↑Sa 25. Okt 2025, 12:14Deine Beiträge wurden nicht gelöscht, sondern verschoben.viewtopic.php?t=1785&start=20#p95942
Und wohin genau?
Ins Nirwana?
An staatliche Ermittlungsorgane?
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Dazu musst du nur auf den Link in den Beitrag klicken. Außerdem gibt es in der Forenübersicht/Schnellzugriff die Rubrik "aktuelle Beiträge", auch dort kannst du sie finden.
Das Thema interessiert dich? Was meinst du dazu? Wir freuen uns auf deine Meinung – melde dich an und diskutiere mit uns.“
Sehr gut, dann bin ja beruhigt.Jörn P Budesheim hat geschrieben : ↑Sa 25. Okt 2025, 12:35Dazu musst du nur auf den Link in den Beitrag klicken. Außerdem gibt es in der Forenübersicht/Schnellzugriff die Rubrik "aktuelle Beiträge", auch dort kannst du sie finden.
Die Moderation dieses Forums erschließt sich mir nicht in Gänze.
Off-Topic? Ehrlich?
Wer entscheidet, was Off-Topic ist und was nicht?
Relevanz, Irrelevanz, Subjektivität, Objektivität, Kollektivität oder Individualität.
Resonanz oder Disharmonie? Mainstream oder Unkonventionalität?
Beweisbarkeit wird etwas schwierig
Aber ist hier ja auch kein Naturwissenschaftsforum
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- Jörn P Budesheim
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Timberlake
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- Wohnort: Shangrila 2.0
Zu diesem hier, in unschöner Regelmäßigkeit, doch immer wieder auftauchenden Konflikt sei mir mal ein Verweis auf einem Artikel im Psychologie Magazin erlaubt.
Und um einmal zu beschreiben, wie ich auch selbst zu einem dieser Konflikte beigetragen habe, in dem einer meiner Beiträge in den Bereich "Off Topic, Smalltalk und sonstiges" verschoben wurde, dazu ein Beispiel!
Reife zeigt sich in der Art des Umgangs
Emotionale Reife bedeutet nicht, Konflikte zu vermeiden, sondern sie ehrlich und respektvoll anzugehen. Es geht darum, Verantwortung für das eigene Verhalten zu übernehmen, statt sie anderen zuzuschieben. Menschen mit emotionaler Reife stellen sich Fragen wie: Was habe ich zu diesem Konflikt beigetragen? Habe ich zugehört? Habe ich verstanden, was mein Gegenüber meint – oder nur reagiert?
Solche Selbstreflexion ist unbequem, aber sie führt zu Wachstum. Denn wer lernt, Kritik anzunehmen, Grenzen zu erkennen und ehrlich zu kommunizieren, entwickelt sich weiter – persönlich und in seinen Beziehungen.
Wenn man weiß und ich wusste das, dass das Gendern für jemanden, ich sage mal so, sehr hoch angebunden ist, dann zeugt das ganz sicher nicht von emotionale Reife, eben das auf diese Weise zu kritisieren.Timberlake hat geschrieben : ↑So 5. Okt 2025, 15:28Weil erst vor wenigen Wochen dort, während eines Kurzurlaubs, mit meinem KETTWIESEL CROSS STEPS vorbeigekommen, und zwar dem Anwesen von Gustav Nagel in Arendsee ..
Im Vergleich dazu, wäre für mich dein "chaotisches" System der Kleinschreibung jedenfalls noch akzeptabel. Wenngleich es vermutlich nur eine Frage des Trainings ist, auch das System von Gustav Nagel als akzeptabel einzustufen. Das gilt meiner Meinung nach übrigens auch für das System des Genderns. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang wäre vielleicht, dass man, wie bei einer generellen Kleinschreibung, dafür ganz sicher kein Rüffel bekommt. Ganz im Gegenteil.
kurzer Text zu G. Nagel
Gustav Nagel
(1874 – 1952)
Der Kohlrabi-Apostel
Im Jahr 1920 sendet Nagel seine erste Tempelbotschaft aus, Gedanken über die Bildung. Er benutzt seine eigene Rechtschreibung und verspricht: „ich kome in friden!“ Die Friedensbotschaft wird begündet durch einen ganzheitlichen Ansatz des Lebens in der Nachfolge Christi. Darüber hinaus verfasst auch Gedichte, beispielsweise über seinen geliebten Arendsee. Die sehr inviduelle Schreibweise erinnert an die Lautschrift:
o du schöner Arendse,
du auge meiner liebe,
nimmer gern ich fon dir ge,
wu wekst mir fromme tribe.
...
Die Schriftsprache ist holprig, ohne jedes System, chaotisch. Nagel schreibt seinen Vornamen inzwischen als Gustaf, die heutige Gaststätte an seinem Naturgarten heißt „birlokal zum alten gustaf“.
Gleichwohl es mir dabei sehr viel mehr um die Sache ging , als das es in meiner Absicht lag , mein Gegenüber klein zu machen. Insofern ich mich tatsächlich verletzt gefühlt habe, als ich zur Kenntnis nehmen musste, dass dieser Beitrag in den Bereich Off Topic, Smalltalk und sonstiges verschoben wurde.
Selbstzentrierung und Machtspiele
Selbstzentrierung ist einer der größten Stolpersteine in Beziehungen. Wer nur sich selbst sieht, kann keinen respektvollen Dialog führen. In solchen Fällen geht es nicht mehr um die Sache, sondern um das eigene Ego. Konflikte werden nicht gelöst, sondern benutzt, um Kontrolle zu behalten oder das Gegenüber klein zu machen.
Hinter solchem Verhalten steckt oft Angst – Angst, Schwäche zu zeigen, Fehler zuzugeben oder verletzlich zu sein. Doch genau diese Verletzlichkeit ist die Grundlage echter Nähe. Wer im Streit offen sagen kann „Ich habe mich verletzt gefühlt“, zeigt Stärke. Wer dagegen Mauern baut, wirkt vielleicht souverän, bleibt innerlich aber isoliert.
Zumal ich in allen meinen Beiträgen um echte Nähe bemüht bin. Auch wenn ich, wie in diesem Beispiel, vielleicht nicht laut aber ganz sicher ironisch oder spöttisch wurde. Für den Fall , dass das mangelnde Bereitschaft zur Empathie aufzeigt und man somit als jemand wahrgenommen wird , der schnell abwertend oder überheblich reagiert , so möchte ich dazu auf folgendes Zitat verweisen ..
Wenn keine Bereitschaft zur Empathie besteht
Auch mangelnde Bereitschaft zur Empathie zeigt sich deutlich in Auseinandersetzungen und offenbart Konflikte als Spiegel des Charakters. Menschen, die schnell abwertend oder überheblich reagieren, vermeiden echte Nähe. Sie entwerten andere, um sich selbst zu erhöhen. Häufig werden sie laut, ironisch oder spöttisch, sobald es emotional wird.
- Psychologisch lässt sich der Zyniker der Gegen-
wart als Grenzfall-Melancholiker verstehen, der
seine depressiven Symptome unter Kontrolle hal-
ten und eingermassen arbeitstüchtig bleiben kann.
Sloterdijk .. Kritik der zynischen Vernunft (S. 35 – 40)
-
Timberlake
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Ich kenne ihn , also diesen Film. Wie ich ,wo hier schon mal zuletzt erwähnt, ggf auch dich kenne ..
- „Der moderne Zyniker ist ein integrierter Asozialer, der es an unterschwelliger Illusionslosigkeit mit jedem Hippie aufnimmt. […] Es ist die bei aufgeklärten Leuten allgemein verbreitete Form, darauf zu sehen, daß sie nicht die Dummen bleiben. […] Psychologisch läßt sich der Zyniker der Gegenwart als Grenzfall-Melancholiker verstehen, der seine depressiven Symptome unter Kontrolle halten und einigermaßen arbeitstüchtig bleiben kann.“
Sloterdijk ... Kritik der zynischen Vernunft, Bd. 1, 1983, S. 36–37
- "Zyniker und Epikureer. – Der Zyniker erkennt den Zusammenhang zwischen den vermehrten und stärkeren Schmerzen des höher kultivierten Menschen und der Fülle von Bedürfnissen; er begreift also, daß die Menge von Meinungen über das Schöne, Schickliche, Geziemende, Erfreuende ebensosehr reiche Genuß-, aber auch Unlustquellen entspringen[615] lassen mußten. Gemäß dieser Einsicht bildet er sich zurück, indem er viele dieser Meinungen aufgibt und sich gewissen Anforderungen der Kultur entzieht; damit gewinnt er ein Gefühl der Freiheit und der Kräftigung, und allmählich, wenn die Gewohnheit ihm seine Lebensweise erträglich macht, hat er in der Tat seltnere und schwächere Unlustempfindungen als die kultivierten Menschen und nähert sich dem Haustier an; überdies empfindet er alles im Reiz des Kontrastes und – schimpfen kann er ebenfalls nach Herzenslust: so daß er dadurch wieder hoch über die Empfindungswelt des Tieres hinauskommt. – Der Epikureer hat denselben Gesichtspunkt wie der Zyniker; zwischen ihm und jenem ist gewöhnlich nur ein Unterschied des Temperamentes. Sodann benutzt der Epikureer seine höhere Kultur, um sich von den herrschenden Meinungen unabhängig zu machen; er erhebt sich über dieselben, während der Zyniker nur in der Negation bleibt. Er wandelt gleichsam in windstillen, wohlgeschützten, halbdunklen Gängen, während über ihm, im Winde, die Wipfel der Bäume brausen und ihm verraten, wie heftig bewegt da draußen die Welt ist. Der Zyniker dagegen geht gleichsam nackt draußen im Windeswehen umher und härtet sich bis zur Gefühllosigkeit ab.
Nietzsche .. Menschliches, Allzumenschliches
- Epikur .. Lexikon der Philosophen
"An seinen Schüler Menoikeus gerichtet, unterscheidet Epikur zwischen drei Formen der Begierde : die leeren, die natürlichen und die notwendigen Begierden. Erste (wie Ruhm und Reichtum) gilt es zu untersagen, weil sie früher oder später zu Frustration und damit zu Leid führen. Zweitere sind angenehm aber optional (wie Wissenschaft, Kunst, Sexualität…). Drittere sind unumgänglich, weil ihre Abwesenheit zu Leid führt (Hunger, Durst, aber auch Freundschaft und… Philosophie, denn Epikur schätzt auch die Freuden des Geistes).
Von dort ausgehend ist jedes Individuum eingeladen, ein „Kalkül der Begierden“ anzustellen, um das größtmögliche Glück zu erreichen. Aber Vorsicht! Bei diesem Kalkül muss manchmal kurzfristiger Schmerz in Kauf genommen werden um langfristig das größtmögliche Glück zu erreichen.
-
Timberlake
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Flame hat geschrieben : ↑Fr 24. Okt 2025, 23:20Lasst die Vergangenheit ruhen, lernt daraus. Kümmern wir uns lieber um die Gegenwart.
Wie verhindern wir in Zukunft Tyrranei? Das Problem an der Wurzel packen, wehret den Anfängen.
Ich weiß, hat man alles schon gehört. Nichts Neues. Es erfordert einen radikalen gesellschaftlichen
Neuanfang. Ein völlig neues System, welches sich derart von den alten unterscheidet. Eine neue Struktur,
eine neue Denkweise, eine neue Form der Kollektiv Herrschaft, neue Mechanismen, Regeln, Gesetze, Abschaffung von Hierarchie, mehr Autonomie,
mehr Eigenverantwortung, keine Scheindemokratie sondern echte Mitwirkung jedes Einzelnen.
Wo die Würde wirklich unantastbar ist , und nicht nur auf dem Papier schön ausschaut.
Soll ich weitermachen?
... weil alles schon gehört. Nichts Neues .. bitte nicht weitermachen! Zumindest nicht mit einem völlig neuen System, welches sich derart von den alten unterscheidet. Durfte ich, als gelernter DDR- Bürger, mit einem solchen System über fast dreißig Jahren schon Bekanntschaft schließen.
Von daher ich übrigens ein Problem damit habe, dich unter diese 5 Typen einzuteilen. Was mich selbst betrifft, bei dem, was mir bezüglich dessen durch den Kopf geht, würde ich mich für naiv, ängstlich und dumm halten. Jedoch mit der Einschränkung, dass ich damit für noch seltener halte, als die seltenste Gruppe.Flame hat geschrieben : ↑Sa 25. Okt 2025, 03:36Nächste Behauptung - Die 5 Typen
1 Die Mehrheit:
naiv, ängstlich und dumm
– folgt, weil sie nicht versteht, nicht hinterfragt und sich trotzdem für sicher halten möchte.
2 Noch immer häufig:
naiv, angstfrei dumm
– versteht ebenfalls nichts, hat aber keine Angst – deshalb oft laut, optimistisch oder gefährlich sorglos.
3 Wird schon seltener:
naiv, ängstlich und schlau
– kann denken, versteht Brüche der Welt, aber bleibt gefangen in Angst und Unentschlossenheit.
4 Selten:
nicht naiv, schlau – aber ängstlich
– sieht klar, versteht viel, aber wird von Angst oder Verantwortung gelähmt.
5 Seltenste Gruppe:
nicht naiv, schlau und angstfrei
– versteht, durchschaut, bleibt ruhig – und handelt.
Vorwort
"Dies Buch gehört den wenigsten. Vielleicht lebt selbst noch keiner von ihnen. Es mögen die sein, welche meinen Zarathustra verstehn: wie dürfte ich mich mit denen verwechseln, für welche heute schon Ohren wachsen? – Erst das Übermorgen gehört mir. Einige werden posthum geboren.
Die Bedingungen, unter denen man mich versteht und dann mit Notwendigkeit versteht – ich kenne sie nur zu genau. Man muß rechtschaffen sein in geistigen Dingen bis zur Härte, um auch nur meinen Ernst, meine Leidenschaft auszuhalten. Man muß geübt sein, auf Bergen zu leben – das erbärmliche Zeitgeschwätz von Politik und Völker-Selbstsucht unter sich zu sehn. Man muß gleichgültig geworden sein, man muß nie fragen, ob die Wahrheit nützt, ob sie einem Verhängnis wird... Eine Vorliebe der Stärke für Fragen, zu denen niemand heute den Mut hat; der Mut zum Verbotenen; die Vorherbestimmung zum Labyrinth. Eine Erfahrung aus sieben Einsamkeiten. Neue Ohren für neue Musik. Neue Augen für das Fernste. Ein neues Gewissen für bisher stumm gebliebene Wahrheiten. Und der Wille zur Ökonomie großen Stils: seine Kraft, seine Begeisterung beisammenbehalten... Die Ehrfurcht vor sich; die Liebe zu sich; die unbedingte Freiheit gegen sich...
Wohlan! Das allein sind meine Leser, meine rechten Leser, meine vorherbestimmten Leser: was liegt am Rest? – Der Rest ist bloß die Menschheit. – Man muß der Menschheit überlegen sein durch Kraft, durch Höhe der Seele – durch Verachtung...
Nietzsche .. Der Antichrist"
Zähle ich mich doch, ob nun zu Recht oder zu Unrecht, zu diesen wenigsten, die dieses Buch gehört. Denn wer da meint, dass sich diese neue Musik und dieses Fernste mit dem Rest dieser Menschheit bewerkstelligen ließe, kann eigentlich nur als naiv und dumm bezeichnet werden.
Vor dem Hintergrund dessen allerdings auch ängstlich.Flame hat geschrieben : ↑Sa 25. Okt 2025, 03:36Nächste Behauptung - Die 5 Typen
..
1 Die Mehrheit:
naiv, ängstlich und dumm
– folgt, weil sie nicht versteht, nicht hinterfragt und sich trotzdem für sicher halten möchte.
...
5 Seltenste Gruppe:
nicht naiv, schlau und angstfrei
– versteht, durchschaut, bleibt ruhig – und handelt.
Einen Putin würde ich auf Stufe 5 einschätzen,
Ich nehme vorerst wieder meine Tabletten und ordne mich dem System unter.
Nicht hinterfragen, nicht kritisieren, einfach funktionieren.
Ich musste etwas Druck ablassen, kann während einer manischen Phase schonmal passieren.
Bis zur nächsten Episode
Nicht hinterfragen, nicht kritisieren, einfach funktionieren.
Ich musste etwas Druck ablassen, kann während einer manischen Phase schonmal passieren.
Bis zur nächsten Episode
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>> "We are not the error.
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Oder anders herum.
Wann wird Krankheit zur Kunst?
Frag mal einen Manisch-Depressiven
Wann wird Krankheit zur Kunst?
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Eine fiktive Person hat folgendes geschrieben, während er eine schwere Zeit durchmachte.
Mittlerweile geht es ihm aber wieder besser.
Achtung, rein fiktiv - kein realer Hilferuf!!!
Anonymous
Mittlerweile geht es ihm aber wieder besser.
Achtung, rein fiktiv - kein realer Hilferuf!!!
Anonymous
Was würdet ihr dieser fiktiven Person raten?Ich entschuldige mich hiermit aufrichtig für meine Fehlbarkeit und Unvollkommenheit.
Ich hatte mein gesundes Maß überschritten. Mein Geist befindet sich immer noch in einem Reifeprozess,
und ich verliere manchmal meine innere Balance, schwanke zwischen richtig und falsch, gut und böse,
absoluter Gegensätze, Selbsterhebung und Erniedrigung, Überheblichkeit und Demut.
Ich wollte niemanden beleidigen. Ich wollte bloß meine Hilfe auf ganz spezielle Art und Weise anbieten,
damit man mich vielleicht besser versteht. So, wie es mir früher ergangen ist. Lernen durch Konfrontation,
Leid, Schmerz, Demütigung, Angst, Zwang, Kontrolle, Isolation. Ich wollte das zurückgeben, was mir die Gesellschaft gegeben hat,
aber auf eine leichtere, befreiende Art und Weise. Ihr sollt nicht den gleichen dunklen Pfad wie ich beschreiten.
Ihr wisst nicht, wie es ist, wenn der Wahnsinn Besitz von einem ergreift. Keine Erlösung am fernen Horizont,
nur das alles verschlingende Auge des Chaos. Nur einen Bruchteil von Sekunden schaute ich hinein und ich bekam die größte Angst,
die man sich überhaupt vorstellen kann.
Zum Glück ist mein Verstand des Vergessens und Verdrängens fähig, ansonsten würde ich jetzt nicht mehr existieren.
Ich hoffe so sehr, es war bloß eine Einbildung, ein Hirngespinst. Ich weiß nicht, was mich erwartet?
Gerechtigkeit und wenn ja, wie fällt sie aus. Ewige Verdammnis oder Erlösung. Sollte ich nicht länger mit diesen Mächten spielen
und einfach meine Medikamente wieder einnehmen, aber dann wirke ich wie lobotomiert.
Ich will doch nur ein Mensch sein, mit Gefühlen und Höhen und Tiefen. Wenn ihr mir helfen wollt, dann bitte ohne Zwang.
Einfach Verständnis, Güte, Geduld. Mehr wünsche ich mir nicht. Überzeugt mich bitte friedvoll, die richtige Entscheidung zu treffen.
Und bitte trefft keine voreiligen Schlüsse. Tut mir kein Leid an, ich ergebe mich.
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- Jörn P Budesheim
- Beiträge: 2161
- Registriert: Do 3. Jul 2025, 10:15
- Wohnort: Kassel
- Kontaktdaten:
Der Beitrag ist nicht verschwunden, sondern in einem anderen Faden gelandet, weil er offtopic war.
Das Thema interessiert dich? Was meinst du dazu? Wir freuen uns auf deine Meinung – melde dich an und diskutiere mit uns.“
Es ging um Krankheit und Kunst.Jörn P Budesheim hat geschrieben : ↑So 26. Okt 2025, 19:24Der Beitrag ist nicht verschwunden, sondern in einem anderen Faden gelandet, weil er offtopic war.
Ein kranker Mensch hat seine tiefsten Gedanken
mitgeteilt. Und das war keine Kunst?
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