Kaffeestübchen

Philosophie Chat: Hier wird geplaudert über Gott und die Welt.
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Alethos
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Mi 28. Feb 2018, 22:15

Jörn Budesheim hat geschrieben :
Mi 28. Feb 2018, 16:39
In der Philosophie gewinnt man auch, wenn man verliert.
Umso erstaunlicher, dass oft so hart gekämpft wird. Offensichtlich gibt es auch etwas zu verlieren, wenn man verliert.

Vielleicht sollte man sich manchmal auch einfach in Erinnerung rufen, dass man gar nichts wirklich besitzt in Philosophie, dann verliert auch das Verlieren seine Schrecklichkeit :)



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Jörn Budesheim
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Do 1. Mär 2018, 07:59

Dia_Logos hat geschrieben :
Do 1. Mär 2018, 07:55
Beiträge Februar/Tag: 49 (-22)
Das ist ein heftiges Minus.

Im Tief dieses Monats lag der Durchschnitt sogar nur bei ca 40 Beiträgen/Tag. Gegenüber dem Hoch von Dezember mit deutlich über 89 Beiträgen/Tag mehr als eine Halbierung!




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Friederike
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Do 1. Mär 2018, 12:42

Alethos hat geschrieben : Offensichtlich gibt es auch etwas zu verlieren, wenn man verliert.
Aber sag' mal, was eigentlich gibt es zu verlieren? An dieser Frage bin ich eben wirklich hängengeblieben. Nehmen wir die Situation, es ginge um einen philosophischen Disput mit dem Schlagabtausch von Argumenten. Die Ehre, recht zu haben, das Gesicht (verlieren), das Ansehen, das Gewinnziel ... mehr fällt mir nicht ein. Das Wichtige daran scheint mir, daß man sich auf das Spiel des Gewinnens und Verlierens als Gesprächsteilnehmer überhaupt eingelassen haben muß, um verlieren zu können. Tut man das nicht, dann kann man nicht verlieren.




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Alethos
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Do 1. Mär 2018, 12:56

Jörn Budesheim hat geschrieben :
Do 1. Mär 2018, 07:59
Dia_Logos hat geschrieben :
Do 1. Mär 2018, 07:55
Beiträge Februar/Tag: 49 (-22)
Das ist ein heftiges Minus.

Im Tief dieses Monats lag der Durchschnitt sogar nur bei ca 40 Beiträgen/Tag. Gegenüber dem Hoch von Dezember mit deutlich über 89 Beiträgen/Tag mehr als eine Halbierung!
Dafür hat sich die Zahl der User erhöht, das sind wiederum potenziell aktive User (wenn auch die Zahl aktiver User zurückgegangen ist). Das ist nicht so dramatisch. Es braucht noch Zeit.



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Alethos
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Do 1. Mär 2018, 13:00

Friederike hat geschrieben :
Do 1. Mär 2018, 12:42
Alethos hat geschrieben : Offensichtlich gibt es auch etwas zu verlieren, wenn man verliert.
Aber sag' mal, was eigentlich gibt es zu verlieren? An dieser Frage bin ich eben wirklich hängengeblieben. Nehmen wir die Situation, es ginge um einen philosophischen Disput mit dem Schlagabtausch von Argumenten. Die Ehre, recht zu haben, das Gesicht (verlieren), das Ansehen, das Gewinnziel ... mehr fällt mir nicht ein. Das Wichtige daran scheint mir, daß man sich auf das Spiel des Gewinnens und Verlierens als Gesprächsteilnehmer überhaupt eingelassen haben muß, um verlieren zu können. Tut man das nicht, dann kann man nicht verlieren.
Man könnte den Eindruck haben, dass man die Wahrheit zu verlieren hat. Rechthabenwollen scheint ein essentielles Bedürfnis im Zusammenhang mit der Ausgestaltung des eigenen Weltbilds zu sein. Wenn man in einem Punkt nicht recht hat, droht das ganze Welbild einzustürzen.

Ein mögliches Mittel dagegen wäre die dosierte Versorgung mit Bescheidenheit des Glaubens, die eigenen Ansichten seien unumstösslich richtig. Das Schwierige dabei ist, die nur scheinbare Evidenz der Richtigkeit eigener Glaubenssätze zu durchschauen.



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Jörn Budesheim
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Do 1. Mär 2018, 13:12

Alethos hat geschrieben :
Do 1. Mär 2018, 13:00
Rechthabenwollen
"Rechthabenwollen" kann sogar zu einem gewissen Grade sogar durchaus sinnvoll sein. Man verwirft eine gut bestätigte und etablierte Theorie nicht beim ersten kleinen Gegenlüftchen. Besser ist oft, das Lüftchen auszuhalten oder die Theorie entsprechend geringfügig zu modifizieren ... alles eine Frage der Dosierung, schätze ich.




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Alethos
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Do 1. Mär 2018, 13:34

Jörn Budesheim hat geschrieben :
Do 1. Mär 2018, 13:12
Alethos hat geschrieben :
Do 1. Mär 2018, 13:00
Rechthabenwollen
"Rechthabenwollen" kann sogar zu einem gewissen Grade sogar durchaus sinnvoll sein. Man verwirft eine gut bestätigte und etablierte Theorie nicht beim ersten kleinen Gegenlüftchen. Besser ist oft, das Lüftchen auszuhalten oder die Theorie entsprechend geringfügig zu modifizieren ... alles eine Frage der Dosierung, schätze ich.
Ja, Maßhalten ist eine Tugend auch hier. Wir bewegen uns als sensible Menschen sehr oft an der Grenze zwischen Härte und Nachgiebigkeit. Man kann ja nicht alle seine Prinzipien über Bord werfen, bloss, weil man auch wandelbar bleiben möchte. Zu wissen, wo diese Grenze im Optimum läuft, das ist wohl eine Lebenskunst.



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Jörn Budesheim
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Do 1. Mär 2018, 13:45

Alethos hat geschrieben :
Do 1. Mär 2018, 12:56
Es braucht noch Zeit.
Bild

Immerhin sind wir in zwei Bereichen sogar führend :mrgreen:
Unsere Mitglieder sind im Schnitt viel aktiver und die Themen haben mehr Beiträge. Cool, oder? ;)




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Jörn Budesheim
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Do 1. Mär 2018, 15:21

Ich mache die Statistik, um zu sehen, wie sich die Sache entwickelt, aus Neugierde, vielleicht auch aus Sportsgeist und vor dem Hintergrund meiner beruflichen Erfahrung. Zudem gehen die tatsächlichen Zahlen und das, was man so glaubt nicht immer Hand in Hand: manchmal sind die tatsächlichen Zahlen schlechter, manchmal auch besser als man glaubt. :-) Vergleich sind wichtig, denn sie bringen Zahlen zum Sprechen.




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Friederike
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Do 1. Mär 2018, 17:19

Mir ist es sehr angenehm, wenn die Mitgliederliste nicht überquillt vor "Karteileichen" (Anmeldungen, die nie wieder reinsehen, geschweige denn schreiben; trollende und/oder spammende Personen).

Außerdem ist mir sehr angenehm, daß ich niemandem, der oder die hier aktiv am Gespräch teilnehmen, aus dem Weg gehen möchte.

Außerdem habe ich inzwischen Deine Statistiken zu schätzen gelernt @Jörn. Insbesondere deswegen, weil ich auch immer wieder erstaunt bin, wie oft mein Eindruck durch die Zahlen widerlegt wird.

Wo ich wohl alleine auf weiter Flur stehe, das ist der Punkt mit den Themen bzw. der Themenvielfalt. Selbstverständlich gibt es tausende noch anderer Themen. Ich vermisse keins, und sollte ich Gesprächsbedarf an einem bisher nicht verhandelten Thema haben, dann melde ich mich eben.




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Alethos
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Do 1. Mär 2018, 19:45

Was mir mehr zu denken gibt als die Zahl der Neuanmeldungen oder die Themenvielfalt, ist, dass geschätzte Gesprächsteilnehmer plötzlich inaktiv werden. Meistens mit einem leichten Frust im Bauch. Das ist schade, man denke nur an Nauplios, Hermeneuticus, iselilja.. etc.



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Friederike
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Fr 2. Mär 2018, 09:32

Alethos hat geschrieben :
Do 1. Mär 2018, 19:45
Was mir mehr zu denken gibt als die Zahl der Neuanmeldungen oder die Themenvielfalt, ist, dass geschätzte Gesprächsteilnehmer plötzlich inaktiv werden. Meistens mit einem leichten Frust im Bauch. Das ist schade, man denke nur an Nauplios, Hermeneuticus, iselilja.. etc.
Die überschaubare Anzahl der Teilnehmerinnen läßt jeden Einzelnen mehr Einfluß auf die Gesprächsatmosphäre, die Qualität der Beträge, die Auswahl der Themen nehmen als dies in einer größeren Diskussionsrunde der Fall ist. Jeder Einzelne/jede Einzelne prägt die Gestaltung entscheidend mit. Dieser Aspekt wird mir gerade das erste Mal so richtig bewußt ... das heißt, auf meine Person bezogen.

@Alethos, gestern sah ich in den Nachrichten: Die Schweizer*innen dürfen schon wieder einmal abstimmen. Verrätst Du Dein Votum?




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Stefanie
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Fr 2. Mär 2018, 19:17

Ich war heute kurz im Städtchen, wegen eines Termins, der dann nicht stattfand. Also bin ich noch was shoppen gegangen, u.a war ich bei Deichmann. Ich merkte es erst nicht, dann sah ich einen Kameramann, der zwei Frauen mit einer Verkäuferin filmte. Ach dachte ich, Deichmann dreht einen Werbefilm. Dann fiel der Groschen... eine Folge von Shopping Queen wurde gedreht. die Kandidatin mit Begleitung,der Kameramann, ein Mann für den Ton und ein Mann im Hintergrund, der Fragen stellte, mit der Kandidatin redete, die dann in die Kamera sprach.
Was mich wunderte, war, dass das Ganze total unaufgeregt ablief. Von allen Beteiligten. Nur eine ältere Dame, sehr elegant bekleidet und mit Rollator, die den Laden betrat, rief freudig entzückt, oh wie schön Shopping Queen. Ich bin dann raus, weil ich zu gerne den pinken Bus sehen wollte. Habe ihn aber nicht entdeckt und zum weiter suchen, war es mir zu kalt. Schade den Bus hätte ich gerne gesehen. War aber interessant, wie sowas abläuft.



Der, die, das.
Wer, wie, was?
Wieso, weshalb, warum?
Wer nicht fragt bleibt dumm!
(Sesamstraße)

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Alethos
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Fr 2. Mär 2018, 19:18

Friederike hat geschrieben :
Fr 2. Mär 2018, 09:32
@Alethos, gestern sah ich in den Nachrichten: Die Schweizer*innen dürfen schon wieder einmal abstimmen. Verrätst Du Dein Votum?
Jo, würde es dir sagen, wenn ich abgestimmt hätte. Ich habe es diesmal ausgelassen. Aber ich kann dir sagen, was meine Voten gewesen wären: Die Vorlage für die Abschaffung der Gebührenfinazierung des Öffentlich-Rechtlichen hätte ich abgelehnt (und sie wird nach neusten Umfragen deutlich abgelehnt werden) und der neunen Finanzordnung des Bundes hätte ich zugestimmt. Da geht es um die Verlängerung des Steuererhebungsrechts für den Bund bei Mehrwert- und Bundessteuer.

Staubtrockene Themen :)



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Rosita
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Fr 2. Mär 2018, 19:49

Dein Votum, wenn Du es getan hättest, finde ich gut, Alethos.

Man kann doch nicht alles RTL und Co überlassen.

Das wäre wie nur noch die BILD lesen.



Jeder Mensch hat das Recht auf eine eigene Meinung, aber nicht auf eigene Fakten!

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Jörn Budesheim
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Fr 2. Mär 2018, 20:25

Hab davon heute beim Aufräumen im Radio gehört :-) Ich nutze die öffentlich rechtlichen zwar kaum noch, hätte aber wie Alethos abgestimmt.




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Alethos
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Sa 3. Mär 2018, 08:19

Gebühren wären unsere Chance, einen Philo-Channel zu betreiben :-) Wir hätten vielleicht 10 Zuschauer, dafür qualitativ sehr gute :mrgreen:



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Friederike
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Sa 3. Mär 2018, 10:16

Rosita hat geschrieben :
Fr 2. Mär 2018, 19:49
Dein Votum, wenn Du es getan hättest, finde ich gut, Alethos. Man kann doch nicht alles RTL und Co überlassen. Das wäre wie nur noch die BILD lesen.
Die Privatprogramme schalte ich seit einigen Jahren nie mehr ein. Der Hauptgrund sind die vielen und langen Werbeabschnitte, die ich nur zum Ärgern finde. Naja, und früher habe ich regelmäßig auch nicht mehr als "Wer wird Millionär?" gesehen. :lol:




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Jörn Budesheim
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Sa 3. Mär 2018, 10:23

Meine Fernsehgewohnheiten haben sich seit Netflix & Co sehr geändert. Im Prinzip sitze ich nur noch dann vor der Glotze, wenn ich mir eine Serie anschaue. Neulich hab ich im Hotel zum ersten mal seit ewigen Zeiten überhaupt mal wieder Fernsehwerbung gesehen, ein Vergnügen auf das ich recht gut verzichten kann :-)




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mariaboiler
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Sa 3. Mär 2018, 10:36

Friederike hat geschrieben :
Do 1. Mär 2018, 12:42
Alethos hat geschrieben : Offensichtlich gibt es auch etwas zu verlieren, wenn man verliert.
Aber sag' mal, was eigentlich gibt es zu verlieren? An dieser Frage bin ich eben wirklich hängengeblieben. Nehmen wir die Situation, es ginge um einen philosophischen Disput mit dem Schlagabtausch von Argumenten. (...)
Der Varianten gibt es unzählige, und die Grauzonen sind wohl größer als die wenigen übersehbaren Lichtungen, darin sich ein Fall eindeutig darstellt. Aber nehmen wir an, jemand sieht durch die Argumente des Diskussionspartners in die Ecke getrieben ein, er habe unrecht - und hat auch tatsächlich unrecht gehabt. Ist nicht dieser der Gewinner? Denn er ist doch derjenige, der an Erkenntnis gewonnen hat. Während derjenige, der von Anfang an recht hatte, an Erkenntnis zwar nichts verloren, aber auch nichts gewonnen hat.




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