Wie gesagt: "Der Zweck des Verfassungsschutzes als Instrument der wehrhaften Demokratie ist die Abwehr politischer Extremismen." (Consul)Jörn P Budesheim hat geschrieben : ↑Sa 28. Mär 2026, 08:21Leni Riefenstahl ist eigentlich ein gutes Beispiel. Förderung bitte nur noch für Kunst, die die Herrschenden unterstützt bzw. in ihrem Auftrag handelt. Und ansonsten gilt: Kunst wird routinemäßig vom Verfassungsschutz überprüft. Denn wer Bücher schreibt oder vertreibt, ist generell verdächtig.
Ich schließe mich der Pressemitteilung an: Der Verfassungsschutz ist kein geeignetes Mittel der Kunstförderung. Entscheidend ist die Unabhängigkeit der Jurys – damit sichergestellt ist, dass die staatliche Kulturverwaltung keinen inhaltlichen Einfluss auf konkrete Projekte oder Förderentscheidungen nimmt.
Sein Zweck ist nicht die Unterdrückung politisch unliebsamer Kritik.
Das eigentliche Thema ist doch Folgendes, und es geht dabei nur um (steurfinanzierte) staatliche Auszeichnungen und Förderungen:
Consul hat geschrieben : ↑Fr 27. Mär 2026, 22:46Was ist mit in rein künstlerischer oder ästhetischer Hinsicht guter oder gar großer Kunst, worin sich aber politischer Extremismus manifestiert, oder mit guten oder gar großen Künstlern, die politische Extremisten sind oder zumindest mit solchen sympathisieren oder sich mit ihnen solidarisieren?
Sollen solche Umstände von den Jurys bei deren Auszeichnungs- und Förderungsentscheidungen einfach ignoriert und toleriert werden?
Sollen sich die Jurys erst gar nicht die Frage stellen, ob die Kandidaten die freiheitlich-demokratische Grundordnung achten oder nicht, sondern ausschließlich den rein künstlerischen Wert in Betracht ziehen?
Die für den Deutschen Buchhandlungspreis zuständige Jury hat im Fall der drei nachträglich ausgeschlossenen Buchhandlungen entweder übersehen oder wissentlich hingenommen, dass deren Betreiber…Jörn P Budesheim hat geschrieben : ↑Sa 28. Mär 2026, 08:21Ich ergänze: Und damit auch Projekte, die den Bundeskanzler oder die Bundeskanzlerin im Rahmen der Meinungsfreiheit scharf kritisieren, weiter gefördert werden – sofern eine unabhängige Jury ihre Förderwürdigkeit feststellt.
Weimers Angriff auf die Unabhängigkeit der Jury ist der eigentliche Skandal. Denn diese Unabhängigkeit ist ein zentrales demokratisches Prinzip.
Wenn dieser politische Umstand für die Jurys hinsichtlich der Frage der Förderwürdigkeit bedeutungslos sein soll, dann muss er konsequenterweise auch in Fällen von Buchhandlungen (oder Verlagen) bedeutungslos sein, die Teil der rechtsextremen Szene sind, deren Betreiber damit sympathisieren oder sich damit solidarisieren. – Bist du damit einverstanden?Consul hat geschrieben : ↑So 22. Mär 2026, 19:33…auch den extremistischen Teil des linken Spektrums als politisches Familienmitglied akzeptieren und sich keineswegs (oder bloß scheinbar) davon distanzieren. Sie kämpfen nicht nur für die Freiheit linker Kultur im Allgemeinen, sondern insbesondere auch für die Freiheit linksextremer Kultur!
Wer Links zu Organisationen wie der Roten Hilfe oder zu militanten Antifa-Gruppen auf seiner Website platziert, der kann nicht glaubhaft behaupten, er hätte mit dem linksextremen Milieu nichts zu tun.
Ei der Daus, siehe da: Wie ich erst jetzt erfahren habe, sind tatsächlich auch schon Szene-Buchhandlungen der (neofaschistischen) Neuen Rechten mit dem Deutschen Buchhandlungspreis ausgezeichnet worden:
"Das BuchHaus Loschwitz gewann 2015 und 2016 den Deutschen Buchhandlungspreis in der Kategorie Besonders herausragende Buchhandlungen."
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Susanne_Dagen
"Auf YouTube hat die Neue Rechte sogar eine eigene Literatursendung. Der Titel: "Aufgeblättert. Zugeschlagen - Neue Rechte lesen." In dem Format sitzen drei Personen bei einem Glas Wein vor einer Bücherwand und plaudern nett über Lyrik und Prosa wie zum Beispiel über die zeitgenössischen Bücher von Lutz Seiler oder Iris Wolff. Die Gesichter des Lesezirkels: Ellen Kositza und Susanne Dagen.
Ellen Kositza betreibt mit ihrem Mann, dem Rechtsextremisten Götz Kubitschek, den Verlag Antaios. Susanne Dagen ist Buchhändlerin, ihr gehört das BuchHaus Loschwitz in Dresden und sie ist Teil der Dresdner AfD-Fraktion. Thorsten Hoffmann schreibt ihr eine Scharnierfunktion zwischen der "Neuen Rechten" und Literatur zu.
"Durch ihr Buchhaus Loschwitz, was auch als Veranstaltungsort dient, konnte Dagen gute Verbindungen in den Literaturbetrieb aufbauen. Auch zu Schriftstellern und Schriftstellerinnen in den neuen Bundesländern." Damit habe sie für die Neue Rechte eine enorme Bedeutung, erklärt Hoffmann. "Weil diese Verbindungen jetzt massiv genutzt werden, um Leute für diese Agenda, die bei Susanne Dagen mittlerweile eindeutig neurechts ist, zu gewinnen.""
Quelle: https://www.tagesschau.de/kultur/neue-r ... t-100.html