Kaffeestübchen

Philosophie Chat: Hier wird geplaudert über Gott und die Welt.
Benutzeravatar
Jörn P Budesheim
Beiträge: 3486
Registriert: Do 3. Jul 2025, 10:15
Wohnort: Kassel
Kontaktdaten:

Di 23. Jun 2026, 10:50

Hängt natürlich auch an der "Auswahl". Wenn es zehn nahezu gleichstarke Spieler/Mannschaften gibt, dann könnte es eine größere Streuung/Zufallsquote geben. Ziel der WM sollte beim Schach wie bei Fußball sein, dass die Besten siegen. Bei Schach gelingt das oft, aber nicht immer. Im Moment ist ein Spieler Weltmeister, der nicht mal in den Top Ten ist! Aktuell Platz 26. Das entwertet den Titel meines Erachtens etwas.



Das Thema interessiert dich? Was meinst du dazu? Wir freuen uns auf deine Meinung – melde dich an und diskutiere mit uns.“

Benutzeravatar
Stefanie
Beiträge: 9262
Registriert: Mi 19. Jul 2017, 20:09

Di 23. Jun 2026, 18:06

Also bei den letzten Weltmeisterschaften Männer waren immer Mannschaften aus dem Kreis der üblichen Verdächtigen im Finale oder Halbfinale. Also die großen Fußballnationen. 2018 gab es mit Kroatien im Finale eine kleine Ausnahme. Ansonsten Argentinien, Brasilien, Spanien, Frankreich, Deutschland, England, Niederlande usw.
Wer dann gewinnt ist kein Zufall, sondern hängt von Tagesform ab, welche Spielweise beide Mannschaften spielen, dem einen liegt das besser, dem anderen das. Und das Turnier findet alle vier Jahre statt, d.h. allein schon deshalb ändert sich was, Spieler spielen nicht mehr, andere spielen dafür, die Taktik hat sich geändert usw.
Italien ist speziell. Die haben regelmäßig Probleme sich zu qualifizieren, diesmal sind sie auch nicht dabei. Aber wenn sie dabei sind, dann Topfavorit.
Deutschland hat 1954 gewonnen, nicht als Topfavorit, im Gegenteil. Wertet dies den Titel ab, natürlich nicht. Im Gegenteil.
Einen gewonnen Titel abzuwerten, weil jemand "nur" 26. der Weltrangliste ist, finde ich unsportlich. Die anderen waren halt schlechter als er.
Boris Becker war bei seinem ersten Gewinn von Wimbeldon nicht gesetzt, also nicht unter den ersten 15. der Weltrangliste. Ist der Sieg dadurch weniger wert, oder wertet er die Siege eines Björn Borg ab?
Schräge Logik.



Prinzessinnen richten ihr Krönchen.
Königinnen ziehen ihr Schwert.

Benutzeravatar
Jörn P Budesheim
Beiträge: 3486
Registriert: Do 3. Jul 2025, 10:15
Wohnort: Kassel
Kontaktdaten:

Di 23. Jun 2026, 18:52

Stefanie hat geschrieben :
Di 23. Jun 2026, 18:06
Wer dann gewinnt ist kein Zufall, sondern hängt von Tagesform ab
Wenn es von der Tagesform abhängt, dann ist es doch Zufall?



Das Thema interessiert dich? Was meinst du dazu? Wir freuen uns auf deine Meinung – melde dich an und diskutiere mit uns.“

Benutzeravatar
Jörn P Budesheim
Beiträge: 3486
Registriert: Do 3. Jul 2025, 10:15
Wohnort: Kassel
Kontaktdaten:

Di 23. Jun 2026, 18:59

Stefanie hat geschrieben :
Di 23. Jun 2026, 18:06
Boris Becker war bei seinem ersten Gewinn von Wimbeldon nicht gesetzt, also nicht unter den ersten 15. der Weltrangliste. Ist der Sieg dadurch weniger wert, oder wertet er die Siege eines Björn Borg ab?
Der WM-Titel wird nicht dadurch abgewertet, dass ihn ein Außenseiter gewinnt, sondern dadurch, dass der Weltmeister nach dem Titelgewinn einfach nicht weltmeisterlich spielt. Boris Becker ist gewissermaßen das perfekte Gegenbeispiel. Denn er hat seine Extraklasse in Wimbledon ja immer wieder nachgewiesen. Und genau das gelingt dem aktuellen Weltmeister im Schach überhaupt nicht.



Das Thema interessiert dich? Was meinst du dazu? Wir freuen uns auf deine Meinung – melde dich an und diskutiere mit uns.“

Burkart
Beiträge: 4271
Registriert: Sa 11. Jul 2020, 09:59

Di 23. Jun 2026, 19:52

Tja, Schachweltmeister zu werden soll heutzutage einfacher sein als den Titel zu halten, weil der große Ehrgeiz nach Erreichen des Titels bei Einigen erheblich verebbt sein soll.



Der Mensch als Philosophierender ist Ausgangspunkt aller Philosophie.
Die Philosophie eines Menschen kann durch Andere fahrlässig missverstanden oder gezielt diskreditiert oder gar ganz ignoriert werden, u.a. um eine eigene Meinung durchsetzen zu wollen.

Benutzeravatar
Stefanie
Beiträge: 9262
Registriert: Mi 19. Jul 2017, 20:09

Di 23. Jun 2026, 20:37

Jörn P Budesheim hat geschrieben :
Di 23. Jun 2026, 18:52
Stefanie hat geschrieben :
Di 23. Jun 2026, 18:06
Wer dann gewinnt ist kein Zufall, sondern hängt von Tagesform ab
Wenn es von der Tagesform abhängt, dann ist es doch Zufall?
Sportler und Sportlerinnen sind keine Maschinen. Der Kopf spielt eine sehr große Rolle. Nervosität, Angst zu verlieren, Angst zu gewinnen, zu viel Selbstvertrauen usw. In einem Finale zu stehen kann Druck erzeugen, und dann läuft es nicht. Das ist kein Zufall.

Auch ein Sieg kann lähmen. Auf einmal ist man Weltmeister oder hat im Tennis als Qualifikantin ein Grand Slam gewonnen und kam damit nicht zurecht. Seitdem konnte sie an diesen Erfolg nicht mehr anknüpfen. Kopfsache.

Meinst Du mit dem Schachspieler diesen jungen Mann Dommaraju Gukesh? Ich hatte das in einer Zeitung gelesen und mir das auf YouTube angeschaut und etwas gelesen. 18 Jahre alt war beim Titelgewinn. Und so aus dem Nichts kam er auch nicht. So um die 20 müsste er jetzt sein, immer noch sehr jung.



Prinzessinnen richten ihr Krönchen.
Königinnen ziehen ihr Schwert.

Benutzeravatar
Consul
Beiträge: 2943
Registriert: Mo 29. Apr 2024, 00:13

Di 23. Jun 2026, 20:46

Unser Nationalspieler Felix Nmecha ist ein hervorragender Fußballer; aber da gibt es leider etwas, das ihn mir äußerst unsympathisch macht:

Felix Nmecha und „Ballers in God“ – Evangelikale Netzwerke im Profifußball
"Der deutsche Nationalspieler Felix Nmecha betet mit Gegenspielern - ein eigentlich schönes Bild, doch der Star ist Teil einer erzkonservativen Vereinigung mit homophobem und reaktionärem Weltbild. Diese Bewegung wächst rasant, sagt der Fußball-Autor Ronny Blaschke.

Nmecha hat in der Vergangenheit homo- und transphobe Inhalte geteilt, er trauerte auch um den radikal-konservativen und homophoben MAGA-Vertreter Charlie Kirk. Fans haben ihn dafür in den sozialen Medien kritisiert, seine Vereine und der DFB führten darüber mit ihm Gespräche.“

Quelle: https://www.n-tv.de/panorama/Nmecha-und ... 87308.html
"Der Weltfußball tritt zur WM in den USA von Donald Trump an. Politisch gäbe es für die Verbände bei der WM 2026 viele Themen - doch der DFB hält sich raus.

Von DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig, früher lautstarker Kritiker der WM in Katar, bleiben kritische Worte diesmal weitgehend aus. Sportdirektor Rudi Völler mahnt, dass es "nur um Fußball geht““

Quelle: https://www.sportschau.de/fussball/fifa ... k-100.html
Hört, hört! Doch der DFB toleriert, dass es Nmecha in seiner Rolle als Nationalspieler keineswegs nur um Fußball geht, sondern auch um das politische Ziel, den evangelikalen Christianismus (christlichen Fundamentalismus) zu fördern und zu verbreiten – und zwar auch auf dem Spielfeld durch religiöse Gesten und Gebetskreise (an denen sich auch andere Nationalspieler wie Jonathan Tah beteiligen).

„BIG” – Die Hintergründe zu Nmechas Bibelkreis



"Wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur, du denkst." – Juliane Werding

Benutzeravatar
Jörn P Budesheim
Beiträge: 3486
Registriert: Do 3. Jul 2025, 10:15
Wohnort: Kassel
Kontaktdaten:

Di 23. Jun 2026, 21:04

Stefanie hat geschrieben :
Di 23. Jun 2026, 20:37
Meinst Du mit dem Schachspieler diesen jungen Mann Dommaraju Gukesh? Ich hatte das in einer Zeitung gelesen und mir das auf YouTube angeschaut und etwas gelesen. 18 Jahre alt war beim Titelgewinn. Und so aus dem Nichts kam er auch nicht. So um die 20 müsste er jetzt sein, immer noch sehr jung.
Der kam nicht aus dem Nichts, das stimmt. Das war aber auch gar nicht mein Punkt. Er konnte nach dem Titelgewinn einfach nicht beweisen, dass er die Titel zurecht trägt.



Das Thema interessiert dich? Was meinst du dazu? Wir freuen uns auf deine Meinung – melde dich an und diskutiere mit uns.“

Benutzeravatar
Stefanie
Beiträge: 9262
Registriert: Mi 19. Jul 2017, 20:09

Di 23. Jun 2026, 22:30

Wieso muss er das noch beweisen? Er hat gewonnen.
Es gibt Weltmeister, die treten nach dem Titelgewinn zurück, Olympiasiegerinnen hören nach dem Gewinn auf. Hier zweifelt niemand an dem Titel, und es wird auch nicht verlangt, dass Mann Frau danach z.b. bei Wettbewerben es noch mal beweisen muss, dass er oder sie es den Titel zu recht hat. Wahrscheinlich ein Schach Ding. Ich finde es absurd.



Prinzessinnen richten ihr Krönchen.
Königinnen ziehen ihr Schwert.

Benutzeravatar
Jörn P Budesheim
Beiträge: 3486
Registriert: Do 3. Jul 2025, 10:15
Wohnort: Kassel
Kontaktdaten:

Mi 24. Jun 2026, 07:26

Bei Dieter Nuhr müssen selbst Femizide für eine Pointe herhalten
Der Kabarettist rät Frauen, Männer "doch einfach mal kennenzulernen", bevor sie mit ihnen ins Bett gehen. Der Zusammenhang? Die hunderten Femizide jährlich in Deutschland. Kein Witz

https://www.derstandard.at/story/300000 ... -herhalten



Das Thema interessiert dich? Was meinst du dazu? Wir freuen uns auf deine Meinung – melde dich an und diskutiere mit uns.“

Benutzeravatar
Jörn P Budesheim
Beiträge: 3486
Registriert: Do 3. Jul 2025, 10:15
Wohnort: Kassel
Kontaktdaten:

Mi 24. Jun 2026, 08:19

Jörn P Budesheim hat geschrieben :
Di 23. Jun 2026, 18:59
Der WM-Titel wird nicht dadurch abgewertet, dass ihn ein Außenseiter gewinnt, sondern dadurch, dass der Weltmeister nach dem Titelgewinn einfach nicht weltmeisterlich spielt.
Stefanie hat geschrieben :
Di 23. Jun 2026, 22:30
Wieso muss er das noch beweisen? Er hat gewonnen.
Der Sieg bei der Weltmeisterschaft ist ja kein x-beliebiger Turniersieg. Die Weltmeisterschaft im Schach ist 1886 entstanden, um herauszufinden, wer auf diesem Planeten am besten Schach spielt. Gukesh hat 138 Jahre später zwar nach den gültigen Regeln gewonnen und ist damit fraglos der Weltmeister. Der Punkt ist aber, dass der WM-Titel einen Anspruch erhebt, der weit über einen bloßen Turniersieg hinausgeht: Ziel ist, gemäß der Geschichte der WM den stärksten Spieler der Welt zu küren, eben den Weltmeister. Der jeweilige Weltmeister reiht sich damit ein in eine Liste von absolut legendären Spielern: Steinitz, Lasker, Capablanca, Aljechin, Botwinnik, Tal, Fischer, Karpow, Kasparow, Carlsen, um nur einige rauszupicken. Spieler, die durchweg nicht nur den Titel trugen, sondern auch zeigen konnten, dass sie ihn zurecht trugen. Das waren alles Spieler, die zu den allerbesten ihrer Zeit gehörten oder schlicht die je Besten waren. Ich glaube, es gibt keinen Präzedenzfall*, bei dem ein Spieler den Titel errungen hat und zugleich (in der Weltrangliste) so weit von der Spitze entfernt war wie Gukesh heute.

Beim Schach liegen die Dinge dabei auch noch etwas anders als im Fußball, schätze ich. Denn beim Schach haben die Wertungszahl des Spieles und der damit verbundene Platz in der Weltrangliste eine viel größere Bedeutung als beim Fußball. Sie sind (bei den Spieler:innen und Fans) dauernd präsent und werden tagesaktuell gemäß den gespielten Partien berechnet. Somit ist dauernd sichtbar, dass Gukesh nicht mal zu den Top Ten zählt. Er steht aktuell auf Platz 26 der Weltrangliste. So ein schlechter Rang für einen WM ist absolut spektakulär! Und das ist nicht gut für den Titel, gelinde gesagt.

(Wie der Titel ermittelt wird, ist dringend renovierungsbedürftig! Das ist überhaupt nicht mehr zeitgemäß und einer der Gründe, warum die Nummer 1 der Welt Markus Gabriel ihn in der jetzigen Form nicht mehr verteidigt. Während er Blitz- und Schnellschach-WMs durchaus noch spielt.)

* Man könnte an dieser Stelle auch über Ding Liren diskutieren.



Das Thema interessiert dich? Was meinst du dazu? Wir freuen uns auf deine Meinung – melde dich an und diskutiere mit uns.“

Benutzeravatar
Stefanie
Beiträge: 9262
Registriert: Mi 19. Jul 2017, 20:09

Mi 24. Jun 2026, 14:55

Ich finde diese Einstellung wirklich etwas elitär und unsportlich.

Nehmen wir mal Tennis. Tennis hat auch eine Weltrangliste. Für jeden Sieg, oder den Gesamtsieg eines Turniers gibt es Punkte. Je weiter man kommt, um so mehr Punkte, je wichtiger das Turnier, desto mehr Punkte. Kurzfassung.
Es gibt zwar keine Weltmeisterschaften wie im Schach oder in der Leichtathletik oder im Fußball, aber es gibt die vier großen Turniere im Jahr. (Australien, Paris, Wimbledon und die US Open in New York), alle vier ein einem Kalenderjahr zu gewinnen schaffen nur ganz wenige (Steffi Graf z.B. hat es geschafft).
im Jahr 2021 gewann die Britin Raducanu das Turnier. Als 150. der Weltrangliste, sie musste sich erst durch Spiele in der Qualifikation kämpfen, bevor sie in das sog. Hauptfeld einziehen konnte. Nach diesem Sieg ist bei ihr der Faden gerissen, derzeit ist sie auf dem Platz 29 der Weltrangliste. (Achtung, sie war mal 150. der Weltrangliste). Ein weiterer Erfolg mit einem Turniersieg hat sie nicht geschafft.
Vorher nicht gut genug, nachher nicht vorne in der Weltrangliste. Kein weiterer Sieg eines Turniers seit 2021. (Hinweis zwischendurch war sie verletzt, bei Schachspielern dürfte das nicht das Problem sein.)
Nach der Logik wie beim Schach, hätte ihr Sieg 2021 die Wertigkeit eines Sieges eines Grand Slam Turnieres geschmälert, weil sie nach dem Gewinn nicht mehr gewonnen hat und nicht unter den ersten 20 in der Weltrangliste ist.
Echt jetzt? Liest sich doch irgendwie schräg oder etwa nicht.



Prinzessinnen richten ihr Krönchen.
Königinnen ziehen ihr Schwert.

Benutzeravatar
Stefanie
Beiträge: 9262
Registriert: Mi 19. Jul 2017, 20:09

Mi 24. Jun 2026, 15:11

Ich habe gerade in meinem Büro 29,5 Grad. Vorhin waren es sogar 30,1 Grad.
Für solche Temperaturen am Arbeitsplatz bin ich mittlerweile zu alt.



Prinzessinnen richten ihr Krönchen.
Königinnen ziehen ihr Schwert.

Benutzeravatar
Jörn P Budesheim
Beiträge: 3486
Registriert: Do 3. Jul 2025, 10:15
Wohnort: Kassel
Kontaktdaten:

Mi 24. Jun 2026, 15:30

Stefanie hat geschrieben :
Mi 24. Jun 2026, 14:55
etwas elitär
Wie sollte es anders sein, wenn es um die WM geht? Es geht um die absolute Elite im Schach, nicht weniger!
Stefanie hat geschrieben :
Mi 24. Jun 2026, 14:55
Es gibt zwar keine Weltmeisterschaften wie im Schach oder in der Leichtathletik
Und das ist eben ein entscheidender Unterschied. Es ist eben ein riesiger Unterschied, ob der Sieger des Turniers XYZ gekürt werden soll oder der Weltmeister.



Das Thema interessiert dich? Was meinst du dazu? Wir freuen uns auf deine Meinung – melde dich an und diskutiere mit uns.“

Dynamis
Beiträge: 649
Registriert: Di 24. Mär 2026, 19:10

Mi 24. Jun 2026, 15:31

Consul hat geschrieben :
Di 23. Jun 2026, 20:46
Hört, hört! Doch der DFB toleriert, dass es Nmecha in seiner Rolle als Nationalspieler keineswegs nur um Fußball geht, sondern auch um das politische Ziel, den evangelikalen Christianismus (christlichen Fundamentalismus) zu fördern und zu verbreiten – und zwar auch auf dem Spielfeld durch religiöse Gesten und Gebetskreise (an denen sich auch andere Nationalspieler wie Jonathan Tah beteiligen).

„BIG” – Die Hintergründe zu Nmechas Bibelkreis
Unter anderem wegen solcher Sachen bin ich inzwischen kein Fußball-Fan mehr. Das war früher anders. Ich kann mich noch an unvergessliche Momente im Stadion erinnern, etwa bei der EM 2004, wo ich beim Halbfinalspiel zwischen Griechenland und Tschechien dabei sein durfte oder bei der WM 2006 die "Schlacht von Nürnberg", die sogar einen eigenen Wikipedia-Artikel bekommen hat. Inzwischen jedoch ist die Begeisterung erloschen und ich boykottiere die Veranstaltungen von FIFA + UEFA grundsätzlich.




Benutzeravatar
RosiG2
Beiträge: 239
Registriert: Mi 8. Apr 2026, 14:39
Wohnort: Sindelfingen
Kontaktdaten:

Mi 24. Jun 2026, 17:16

Stefanie hat geschrieben :
Mi 24. Jun 2026, 15:11
Ich habe gerade in meinem Büro 29,5 Grad. Vorhin waren es sogar 30,1 Grad.
Für solche Temperaturen am Arbeitsplatz bin ich mittlerweile zu alt.
Ab 30 Grad muss der Arbeitgeber geeignete Maßnahmen treffen ... Ventillatoren hinstellen :roll:



Ich bin zwar weich, aber darin bin ich knallhart!

Benutzeravatar
Jörn P Budesheim
Beiträge: 3486
Registriert: Do 3. Jul 2025, 10:15
Wohnort: Kassel
Kontaktdaten:

Mi 24. Jun 2026, 19:05

Jörn P Budesheim hat geschrieben :
Mi 24. Jun 2026, 08:19
Die Weltmeisterschaft im Schach ist 1886 entstanden
Vielleicht müsste man eher sagen, die „offizielle” Weltmeisterschaft im Schach. Man könnte nämlich auch Paul Morphy als ersten Schachweltmeister ansehen. Nicht, weil er den Titel offiziell in einem Turnier oder Wettkampf gewonnen hat, sondern weil er alle anderen in Grund und Boden gespielt hat und in seiner Zeit einfach der Beste war.

Vielleicht hier noch mal ein paar besonders krasse Daten: Anatoli Karpow war 16 Jahre Weltmeister; Garri Kasparow 15 Jahre lang und Magnus Carlsen 10 Jahre. Solche Daten und diesen historischen Hintergrund muss man im Kopf haben, wenn man sich vorstellen will, was im Schach der Ausdruck „Weltmeister” bedeutet. Wer im Schach Weltmeister wird, tritt nolens volens in die Fußstapfen solcher Spieler.



Das Thema interessiert dich? Was meinst du dazu? Wir freuen uns auf deine Meinung – melde dich an und diskutiere mit uns.“

Benutzeravatar
Stefanie
Beiträge: 9262
Registriert: Mi 19. Jul 2017, 20:09

Mi 24. Jun 2026, 19:27

RosiG2 hat geschrieben :
Mi 24. Jun 2026, 17:16
Stefanie hat geschrieben :
Mi 24. Jun 2026, 15:11
Ich habe gerade in meinem Büro 29,5 Grad. Vorhin waren es sogar 30,1 Grad.
Für solche Temperaturen am Arbeitsplatz bin ich mittlerweile zu alt.
Ab 30 Grad muss der Arbeitgeber geeignete Maßnahmen treffen ... Ventillatoren hinstellen :roll:
Ventilatoren funktionieren nur morgens, beim lüften. Im Moment bin ich gegen 06 Uhr morgens im Büro, dann ist die Sonne noch nicht da und ich kann die Fenster öffnen. Morgens ab 7 Uhr Sonne pur, nur Sonnenschutz von Innen. Ich habe zwar auch einen Ventilator danach am laufen, steht vor dem Tisch. Und eine feuchtes Geschirrtuch. Nutzt nicht viel. Die einzigen Büros mit Klimaanlage sind die im Büros im Dachgeschoss. Ab und zu wechseln wir in freie Büros mit Klimaanlage. Aber ... das Ding muss den ganzen Tag laufen, selbst wenn man es auf 25 Grad einstellt. Auch nicht gut. Oder ein Konferenzraum im Keller ist mal frei. Schöne Kühler gibt es dort.
Es gibt noch schlimmer gelegene Büros...Nutzung dieser Räume nicht mehr möglich.
Wer kann, geht ins Homeoffice. Sofern es dort Kühler ist, als im Büro.



Prinzessinnen richten ihr Krönchen.
Königinnen ziehen ihr Schwert.

Benutzeravatar
Stefanie
Beiträge: 9262
Registriert: Mi 19. Jul 2017, 20:09

Mi 24. Jun 2026, 20:15

Jörn P Budesheim hat geschrieben :
Mi 24. Jun 2026, 15:30
Stefanie hat geschrieben :
Mi 24. Jun 2026, 14:55
etwas elitär
Wie sollte es anders sein, wenn es um die WM geht? Es geht um die absolute Elite im Schach, nicht weniger!
Stefanie hat geschrieben :
Mi 24. Jun 2026, 14:55
Es gibt zwar keine Weltmeisterschaften wie im Schach oder in der Leichtathletik
Und das ist eben ein entscheidender Unterschied. Es ist eben ein riesiger Unterschied, ob der Sieger des Turniers XYZ gekürt werden soll oder der Weltmeister.
Elitär meine ich durchaus etwas negativ. Arroganter, versnopt so in die Richtung.
Nur weil einige Sportarten keine Weltmeisterschaft haben, bedeutet dies nicht, dass es dafür nicht anderes gibt. Golf hat auch keine Weltmeisterschaftschaften, dafür andere, altehrwürdige Wettkämpfe, deren Sieger die Besten sind. Weil die Besten teilnehmen. .Nadal hat 14 mal die French Open im Tennis gewonnen. Rekord. Wird nur nicht Weltmeisterschaft genannt. Das sind keine pillepalle xyz Turniere. Es ist gleichwertig, punkt.

Ich interessiere mich für viele Sportarten, Winter wie Sommer, Einzelsportarten und Mannschaftssportarten. Nicht alle sind mein Ding. Z.B. Boxen, Schießen, nun ja. Muss ich mir nicht angucken.
Bei Schach habe ich aufgegeben. Spätestens jetzt.
Da nutzt auch ein Carlsen nichts, der zumindest am Anfang etwas anders war. Es ist nicht die Komplexität dieser Sportart, es ist wie sich präsentiert. Elitär. Exklusiv, das meint hier ausschließend, bei Frauen leider immer noch besonders ausschließend. Und unnahbar.



Prinzessinnen richten ihr Krönchen.
Königinnen ziehen ihr Schwert.

Benutzeravatar
Jörn P Budesheim
Beiträge: 3486
Registriert: Do 3. Jul 2025, 10:15
Wohnort: Kassel
Kontaktdaten:

Mi 24. Jun 2026, 20:44

Stefanie hat geschrieben :
Mi 24. Jun 2026, 20:15
Nur weil einige Sportarten keine Weltmeisterschaft haben, bedeutet dies nicht, dass es dafür nicht anderes gibt.
Das sage ich ja gar nicht. Im Schach hat dieser Titel eben eine bestimmte Tradition. Andere Sportarten haben andere Traditionen. Und wenn man sich fragt, was es für das Schach bedeutet, wenn der Weltmeister nicht zur Weltspitze gehört, dann muss man meines Erachtens auch die Schachgeschichte betrachten, um zu verstehen, was der Titel Weltmeister in dieser Disziplin bedeutet.



Das Thema interessiert dich? Was meinst du dazu? Wir freuen uns auf deine Meinung – melde dich an und diskutiere mit uns.“

Antworten