Corona

Philosophie Chat: Hier wird geplaudert über Gott und die Welt.
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NaWennDuMeinst
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Mo 10. Mai 2021, 15:28

Das Problem ist halt, dass wir als Bürger oft nur die finalen Regeln um die Ohren gehauen bekommen, aber oft die Begründungen fehlen.
Die Folge ist dann, dass die Bürger auf die Regeln schauen und sich fragen was das soll. Und viele gehen dann, weil sie die Begründungen und Hintergründe der Regeln nicht verstehen, davon aus, dass man "Da oben" nur Unsinn macht.
Es kann aber genauso gut sein, dass es gute Gründe für die Regeln gibt und sie aus einem vom Bürger nicht beachteten Standpunkt heraus sehr wohl Sinn ergeben.
Was da Abhilfe schafft ist Transparenz bei den Begründungen. Der Bürger kann Regeln besser einsehen und befolgen, wenn er ihre Begründungen kennt und nachvollziehen kann, wobei Letzteres natürlich nicht nur eine Frage der richtigen Kommunikation ist.



But I, being poor, have only my dreams; I have spread my dreams under your feet;
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Friederike
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Mo 10. Mai 2021, 16:56

NaWennDuMeinst hat geschrieben :
Mo 10. Mai 2021, 14:56
Ich habe aber auch gelesen, dass man sich besonders auf sozial schwache Gegenden konzentriert, weil man festgestellt hat, dass dort das Ansteckungsrisiko für die Menschen besonders hoch ist (weil die ärmeren Menschen. unserer Gesellschaft häufig in beengten Verhältnissen wohnen).
Das ist ein Punkt, den ich nicht verstehe. Die sozialen Verhältnisse haben sich im Laufe des vergangenen Jahres nicht verändert. Und nun auf einmal sind es vor allem jüngere Menschen (u.a. aus Veddel und Harburg), die auf Intensivstationen betreut werden müssen??? So zumindest stand es regelmäßig in den regionalen online-Nachrichten der letzten Wochen. Die Erklärung, es würden erheblich mehr Tests durchgeführt als vor einem Jahr, scheidet aus, weil es nicht um die Anzahl der Neuinfektionen geht, sondern um die schweren Erkrankungen.




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Stefanie
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Mo 10. Mai 2021, 16:58

Es müssen noch nicht mal bundesheitliche Regelungen geben, mir würde es schon reichen, wenn es in einem Umkreis von 100 km eine einheitliche Regelung gibt und überhaupt eine Regelung. Ich habe viel Arbeitszeit verbraucht, weil ich wegen einem Punkt mit Hotlines telefonierte, bzw. bei einer hatte ich aufgegeben, wir haben den zuständigen Impfarzt kontaktiert, offizielle Seiten zu Rate gezogen, unseren Dachverband angesprochen, aber es gab entweder die Antwort wissen wir nicht, oder das regeln die Städte. Eine Kollegin hat zu einem anderen Punkt zwei sich widersprechende Aussagen erhalten.
Das schafft Raum für noch mehr Trixereien um die Regelungen zu umgehen.

Apropos jeder kann zum Hausarzt gehen. Wenn denn welche da sind. Im Stadtteil Köln Chorweiler z.B. gibt es kaum Hausärzte.



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NaWennDuMeinst
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Mo 10. Mai 2021, 20:07

Friederike hat geschrieben :
Mo 10. Mai 2021, 16:56
NaWennDuMeinst hat geschrieben :
Mo 10. Mai 2021, 14:56
Ich habe aber auch gelesen, dass man sich besonders auf sozial schwache Gegenden konzentriert, weil man festgestellt hat, dass dort das Ansteckungsrisiko für die Menschen besonders hoch ist (weil die ärmeren Menschen. unserer Gesellschaft häufig in beengten Verhältnissen wohnen).
Das ist ein Punkt, den ich nicht verstehe. Die sozialen Verhältnisse haben sich im Laufe des vergangenen Jahres nicht verändert. Und nun auf einmal sind es vor allem jüngere Menschen (u.a. aus Veddel und Harburg), die auf Intensivstationen betreut werden müssen???
Also halten wir das mit den sozialen Verhältnissen und der Altersgruppe mal auseinander.
Natürlich sind es jetzt prozentual gesehen mehr Jüngere auf den Intensivstationen, denn die Alten sind ja alle (oder überwiegend) schon geimpft.

Die sozialen Verhältnisse haben sich nicht geändert, aber man hat eben jetzt festgestellt, dass sich dort, wo Menschen auf engem Raum wohnen (und das ist eben oft da der Fall wo sozial schwache Gruppen leben) das Virus schneller verbreitet.
Warum man für diese Erkenntnis so lange gebraucht hat, oder ob diese Erkenntis einfach nur erst jetzt eine Rolle spielt, wo es ans Impfen geht, weiß ich nicht.

Jetzt schon warnen Sozialverbände sowie Intensivmediziner, dass die sozial Schwachen nicht den Kürzeren ziehen dürfen – da die Infektionszahlen gerade in sozialen Brennpunkten meist deutlich höher sind als in anderen Gegenden. Laut einer Studie des Robert-Koch-Instituts lag dort die Corona-Sterblichkeit um 50 bis 70 Prozent höher als in privilegierten Regionen.
https://www.berliner-zeitung.de/politik ... -li.156291
So zumindest stand es regelmäßig in den regionalen online-Nachrichten der letzten Wochen. Die Erklärung, es würden erheblich mehr Tests durchgeführt als vor einem Jahr, scheidet aus, weil es nicht um die Anzahl der Neuinfektionen geht, sondern um die schweren Erkrankungen.
Wie gesagt: Es waren auch vorher schon jüngere Menschen auf den Intensivstationen. Aber prozentual sind es jetzt eben mehr, weil die Älteren nicht mehr (oder seltener) schwer erkranken.
Möglicherweise spielen auch Virus-Mutationen eine Rolle dabei, aber das weiß ich nicht.



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NaWennDuMeinst
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Mo 10. Mai 2021, 20:16

Stefanie hat geschrieben :
Mo 10. Mai 2021, 16:58
Apropos jeder kann zum Hausarzt gehen. Wenn denn welche da sind. Im Stadtteil Köln Chorweiler z.B. gibt es kaum Hausärzte.
Das ist doch dann aber für alle, also jung und alt, arm und reich, so.

Was ich ganz klasse fand war, dass es bei uns in Berlin einen Taxi-Shuttle-Service für die älteren und immobilen Menschen gab. Sie wurden kostenlos zum Impfzentrum und wieder zurück gefahren.
Das hat auch für die Taxisfahrer Vorteile, die pandemiebedingt unter starken Umsatzeinbußen zu leiden haben, weil der Tourismus fehlt.



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Friederike
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Di 11. Mai 2021, 09:23

NaWennDuMeinst hat geschrieben :
Mo 10. Mai 2021, 20:07
Die sozialen Verhältnisse haben sich nicht geändert, aber man hat eben jetzt festgestellt, dass sich dort, wo Menschen auf engem Raum wohnen (und das ist eben oft da der Fall wo sozial schwache Gruppen leben) das Virus schneller verbreitet. Warum man für diese Erkenntnis so lange gebraucht hat, oder ob diese Erkenntis einfach nur erst jetzt eine Rolle spielt, wo es ans Impfen geht, weiß ich nicht.
Im März/April des letzten Jahres hatten sich der Senat und die Hamburger Medien darauf verständigt, Zahlen der einzelnen Stadtteile nicht öffentlich zu machen, um den Leitgedanken einer Gemeinschaft (gegen das Virus als "Feind") zu stärken. Diese Regelung fand ich damals nicht schlecht.
Das heißt, hier ist es durch eine politische Richtlinie und Maßnahme begründet, daß in den Anfangsmonaten der Blick auf die sozialen Verhältnisse keine Rolle gespielt hat. Inzwischen hat man ja sogar festgestellt, daß Schüler*innen, die zu den sozial benachteiligten Schichten gehören, tatsächlich -man möchte es nicht glauben- am Unterricht nicht teilnehmen konnten, weil sie keinen Laptop haben oder weil es in den Sammelunterkünften für die Geflüchteten oft keinen WLAN-Anschluß gibt.
NaWennDuMeinst hat geschrieben : Wie gesagt: Es waren auch vorher schon jüngere Menschen auf den Intensivstationen. Aber prozentual sind es jetzt eben mehr, weil die Älteren nicht mehr (oder seltener) schwer erkranken.
:oops: Auf den Aspekt des Prozentualen bin ich nicht gekommen. Ich muß es anhand der Graphiken überprüfen, aber das wäre eine plausible Erklärung.




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NaWennDuMeinst
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Di 11. Mai 2021, 11:06

Das ist ja eine süße Idee um "Angsthäschen" zu motivieren.
Rumänen, die ihre Angst vor Corona-Impfungen überwunden haben, werden in der berühmten Dracula-Burg Bran mit mittelalterlichem Horror belohnt: Sie dürfen gratis den Folterkeller der Burg besuchen, kündigt das Burgmuseum auf seiner Homepage an. Ohne Anmeldung kann jeder Interessent mit Wohnsitz in Rumänien im zur Burg gehörigen alten Zollhaus gratis von einem mobilen Team geimpft werden. Dafür bekommen die Impfwilligen ein „Diplom“, das deren Mut attestiert. Die malerische Burg soll den irischen Autor Bram Stoker (1847-1912) zu seinem Schauerroman über den Vampir „Dracula“ inspiriert haben.
Mich würde interessieren wie stark dieses Angebot von den Rumänen auch genutzt wird.



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Friederike
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Di 11. Mai 2021, 11:37

Dazu fällt mir sofort Johnson & Johnson ein - nach entsprechender "Aufklärung", wie es gestern hieß, ist nun auch dieser Impfstoff freigegeben.

Es muß ja niemanden interessieren, aber ich bleibe dabei, nur Bion oder Moderna. @NWDM, zu fragen nehme ich mir heraus, wählst Du jetzt Astra oder J&J?

Mit den Regelungen und mehr noch der Impf-Praxis geht es wirklich "drunter und drüber". Aber egal, den übergeordneten Aspekt finde ich wichtiger - Hauptsache viele Impfungen, ob man nun schon dran ist oder nicht, das ist nachrangig.




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NaWennDuMeinst
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Di 11. Mai 2021, 11:53

Friederike hat geschrieben :
Di 11. Mai 2021, 11:37
@NWDM, zu fragen nehme ich mir heraus, wählst Du jetzt Astra oder J&J?
Mir ist das eigentlich egal, ich nehme das was da ist.
J&J hat natürlich den Vorteil, dass nur einmal geimpft werden muss.
Ideal fände ich, wenn für jeden Bürger alle Impfstoffe zur Verfügung ständen, sodass sich jeder seinen Impfstoff aussuchen kann.
Wäre das der Fall würde ich mich wohl für den Biontech-Impfstoff entscheiden.
Aber ich habe jetzt auch kein Problem damit das zu nehmen was kommt, wenn es sich nicht anders machen lässt.



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NaWennDuMeinst
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Mi 12. Mai 2021, 16:30

Offenbar wird jetzt bereits Bilanz gezogen und die Schuldfrage gestellt.
Eine Kommission aus unabhängigen Experten sollte untersuchen, wie gut die Welt auf die sich abzeichnende Coronakrise vorbereitet war. Ihr Urteil ist schonungslos. Demnach haben entscheidende Akteure viel zu lange gezögert, als sich die Pandemie Ende 2019 abzeichnete.
https://www.spiegel.de/wissenschaft/med ... 1be0c7ba16

Eins scheint mir klar zu sein. So Etwas wie die derzeitige Pandemie ist nicht unwahrscheinlich und kann sich jederzeit wieder ereignen und beim nächsten Mal ist es vielleicht ein weitaus gefährlicherer Erreger. Wir tun gut daran unsere Wachsamkeit zu erhöhen.

Auch interessant: Die ersten beiden Bundesländer (Bayern und Baden-Württemberg) haben heute alle zugelassenen Impfstoffe für die Allgemeinheit - unter Beachtung der derzeit geltenden Sicherheitsrichtlinien - freigegeben.
https://www.br.de/nachrichten/bayern/kr ... ei,SXBlV6k
Wer dort wohnt kann sich dann also ab nächster Woche mit seinem Wunschimpfstoff impfen lassen, ohne einer Priogruppe angehören zu müssen.



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Friederike
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Do 13. Mai 2021, 16:52

NaWennDuMeinst hat geschrieben :
Mi 12. Mai 2021, 16:30
Auch interessant: Die ersten beiden Bundesländer (Bayern und Baden-Württemberg) haben heute alle zugelassenen Impfstoffe für die Allgemeinheit - unter Beachtung der derzeit geltenden Sicherheitsrichtlinien - freigegeben. Wer dort wohnt kann sich dann also ab nächster Woche mit seinem Wunschimpfstoff impfen lassen, ohne einer Priogruppe angehören zu müssen.
Aha. Aus dem von Dir verlinkten Artikel:

Allerdings forderte Beier zur Aufhebung der Priorisierung die klare Kommunikation, dass durch den Schritt nicht mehr Impfstoff zur Verfügung stehen werde.

Unter diesen Umständen habe ich noch keine Meinung dazu. Ich dachte bis eben, in Bayern und BW gäbe es mehr Impfstoff als in den anderen Bundesländern.




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Alethos
Beiträge: 4023
Registriert: Do 17. Aug 2017, 15:35
Wohnort: Schweiz

Do 13. Mai 2021, 18:26

In der Schweiz entfällt ab Ende Mai die HO-Pflicht, die Innenräume von Restaurants werden geöffnet und alle können sich, sofern Impstoff vorhanden, impfen lassen, unabhängig ihres Alters.

Hoffentlich fällt auch bald die Maskenpflicht, aber das kann noch länger dauern.



-------------------------------
Alle lächeln in derselben Sprache.

herbert clemens
Beiträge: 341
Registriert: Di 22. Aug 2017, 14:06

Di 18. Mai 2021, 19:09

Ich war mal wieder lange mit meinen konkreten Realitäten beschäftigt und platze ein wenig unvermittelt in Eure Impf-Diskussion. Z.B. statt Flugblätter zu verteilen, wie mir vorgeworfen, habe ich meinen Senioren aufmunternde Briefe und Telefonanrufe zukommen gelassen. Das wil ich hier nicht weiter ausführen.
In einem anderen Zusammenhag ist folgender Beitrag entstanden:
Seit den linken Studententagen beschäftige ich mich gern mit philosophischen Betrachtungen meines Lebens.
Die Kritische Theorie und eine undogmatische Marx-Rezeption waren Bezugspunkte meines Denkens.
Ein emanzipatorische Erkenntnisinteresse war leitend für unser Denken.
Ein globaler Humanismus war selbstverständlich.
Dieses Denken war von meinen heutigen Standpunkt aus gesehen widersprüchlich.
Denn der späte Marx und die Arbeiterbewegung sahen die Ökonomie sich wie ein Naturgesetz entwickeln.
Es wurde nicht gesehen, dass ethische Werte zur Denkvoraussetzung hat, dass es zu den Möglichkeiten des Menschseins gehört, sich naturgesetzlichen Bedingungen gegenüber zu stellen.
Im Begriff Weltethos (von Küng geklaut) wird dies für mich gut zusammengefasst.
Eine wirklichkeitsgemäße realistische Philosophie wird von Werten geleitet und ist alltagstauglich.
(Das Hirn denkt nicht, sondern der auf Freiheit hin angelegte Mensch benutzt dieses Werkzeug.)
Freiheit, Liebe, Kunst, unser Streben nach Wahrheit sind auch wirksam, um die je individuelle Gesundheit von uns Menschen zu unterstützen.
Eine auf zelluläre Prozesse sich beschränkende “naturalistische” Sicht auf Gesundheit und Krankheit überzeugt mich nicht.
Diese naturwissenschaftlichen Verfahren sind natürlich wertvoll und geben wichtige Hinweise.
Doch um die Gesundheit des je individuellen Menschen zu erfassen, reichen sie nicht aus.
Impfungen setzen auf biochemische Prozesse auf mikrobiologischer, zelluläre Ebene.
Ausgeklammert bleiben die Pflanzenkräfte, die sich gegen die Schwerkraft in Leichte, Licht und Wärme so anschaulich im Frühling sichtbar werden.
Ausgeklammert bleiben die seelischen Kräfte
und das menschliche Ich, das sich auf geistiger Ebene aufgrund seiner verschiedenen biographischen Bedingungen mit seinem Leib im Gespräch befindet.
Bei der angeblich wirksamsten Impfung Biontech habe ich auf die Ausgangstudie geschaut. (das habe ich ausführlicher an anderer Stelle dargestellt)
Über 99 % der Plazebo-Kontrollgruppe waren nach 2 Monaten Aufenthalt in der hochinfektiösen USA ohne positiven PCR-Test.
Die 95 % Behauptung basiert darauf, dass 130 Menschen der Kontrollgruppe und nur 15 Menschen der geimpften Personen positiv getestet wurden.
Zusammengefasst auch in der Ausgangsstudie der Impfbefürworter zeigt sich die relative Ungefährlichkeit des Virus.
In den Leitmedien werden möglicherweise aufgrund der eigenen sich gegenseitig bestätigenden Ängste vor Leiden und Sterblichkeit diese Tatsachen ignoriert.
Hinzu kommen die um Geltung und Macht besorgten Politiker.
Merkwürdig ist, dass die Linke ganz auf die Strategien nationalkonservativer Politiker und der gewinnorientierten Pharma-Industrie vertraut,
Es gibt jetzt die unkritische Wiedergabe von Erfolgsstudien der Pharmaunternehmen. Es gibt keine Kontrollgruppen.
Natürlich weiß ich nicht, wie wirksam die zelluläre Ebene der Behandlung ist.
Es kann durchaus sein, dass es Wirksamkeit gibt.
Auf jeden Fall gibt es Nebenwirkungen, die schon kurzfristig allerdings zum Glück nur in kleiner Zahl sichtbar werden.
Wie kann maus folgende Hypothese überprüfen:
Populistische Politiker scharen in einem gemeinsamen Willen Anhänger um sich.
Im Fall der Impfung ist vom Licht am Ende des Tunnel die Rede.
Mit jedem Piks wird Hoffnung geimpft.
Wer weiß, ob diese Hoffnung die wichtigste Wirkung ist?
Ich hoffe auch sehr, dass sich die mittel- und langfristigen Nebenwirkungen in Grenzen halten
und respektiere wirklich jede Entscheidung sich impfen zu lassen.
Denkbar ist, dass eine aus ehrlichem Herzen solidarische Impfentscheidung auch sehr nützlich ist.
Ich habe mein Leben lang vor allem durch eine ganzheitliche Sicht mich gesund an Leib und Seele gehalten.
(Das habe ich auch an anderer Stelle ausführlicher dargestellt. Meine Fehler dabei führen nicht auf dieses Thema hin.)
Ich möchte niemanden überreden, ich möchte weiterhin zur Kontrollgruppe gehören, die aufgrund des vorsichtigen Umgangs mit geringen Viruslasten immun wird. (siehe auch:
https://www.anthromedics.org/PRA-0971-D ... sections-4 Ich denke, dass ich auch in dieser Gesundheitsfrage solidarisch bin.
Denn durch meinen gesunden Lebensstil habe ich dafür gesorgt, dass die vielen Vorerkrankungen, die mit zum Leiden und Sterben führen, bei mir nicht aufgetreten sind.
Anthromedics - COVID-19-Impfungen : Impffragen im Zusammenhang mit COVID-19




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Friederike
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Do 20. Mai 2021, 18:03

Impfeuphorisch in diesem Moment - ich fasse es noch gar nicht, die Hausarztpraxis hat mich eben angerufen, ob ich am ... geimpft werden möchte. Obwohl ich bisher nicht einmal nachgefragt hatte. Ich rufe ins Telefon "auf keinen Fall mit Astra, den will ich nicht". Nein, mit Biontech. Yippie!!! Echt, ich hätte nicht gedacht, daß ich mich so darüber freuen könnte.




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Jörn Budesheim
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Do 20. Mai 2021, 18:41

Gratuliere!

Sich impfen zu lassen, ist auch ein Akt der Solidarität!



"Nichts ist menschlicher als der Wunsch, kein Mensch zu sein!" (Stanley Cavell)

"Die meisten Menschen würden leichter dahin zu bringen seyn, sich für ein Stück Lava im Monde, als für ein Ich zu halten." (Fichte)

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Jörn Budesheim
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Do 20. Mai 2021, 21:23



Ich habe irgendwann den Newsletter von campact abonniert und heute war dieses Video im Briefkasten.



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Burkart
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Do 20. Mai 2021, 21:57

Wenn's jemand interessiert: Ich werde mich auch bald im Impfzentrum mit Biontech impfen lassen, da das Schleswig-Holsteiner Impfroulette mir hold war und bei vier Einsätzen (2 Leute mit je zwei Geräten) einen Impftermin ergeben hat. Hauptsache meine Bescheinigung als Wahlhelfer wird auch wirklich anerkennt für die Gruppe 3; bisher habe ich nur eine ausgedruckte eingescannte, weil uns Wahlamt sehr träge war; möge die Post noch schnell genug sein mit dem Original.



Der Mensch als Philosophierender ist Ausgangspunkt aller Philosophie.

[Allgemeine, starke KI wird kommen - die Frage ist nur, wann... und was man darunter genau versteht...]

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Friederike
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Fr 21. Mai 2021, 09:07

Daß ich ohne einen Finger zu rühren, an die Impfung komme, darüber bin ich auch heute früh noch happy. Ich komme mir richtig privilegiert vor.
@Burkart, ich verstehe kein Wort - Du erzählst irgendwie ein bißchen verworren über die Hintergründe. Finde ich. :lol:

Andererseits ist mir an meiner Reaktion deutlich geworden, daß ich bis zum Hals "in der Pandemie" (also im System) stecke, d.h. alle Distanzierungsbemühungen sind vergebens gewesen. 8-)




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AndreaH
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Fr 21. Mai 2021, 11:50

herbert clemens hat geschrieben :
Di 18. Mai 2021, 19:09


Ich hoffe auch sehr, dass sich die mittel- und langfristigen Nebenwirkungen in Grenzen halten
und respektiere wirklich jede Entscheidung sich impfen zu lassen.
Ich respektiere auch jede Entscheidung sich nicht impfen zu lassen.
Freue mich aber über eine hohe Impfbereitschaft der Bevölkerung, da man jetzt schon an den Zahlen erkennen kann, dass dadurch eine Normalität zurückkehrt.
Den "grünen Pass" sehe ich nach wie vor sehr kritisch.
Ausgeklammert bleiben die Pflanzenkräfte, die sich gegen die Schwerkraft in Leichte, Licht und Wärme so anschaulich im Frühling sichtbar werden.
Ausgeklammert bleiben die seelischen Kräfte


Ich sehe Planzenkräfte auch sehr wichtig. Wir vergessen oft, dass sie uns umgeben und nehmen sie nicht so oft wahr.
Jetzt im Mai kann man wunderbar Maiwipferl sammeln. Das sind die jungen Triebe von Fichte und Tanne. Sie enthalten wertvolle Inhaltsstoffe.
Man kann sie sogar roh verzehren, oder sich einen Tee oder ähnliches damit zubereiten.
Bitte nicht mit der giftigen Eibe verwechseln! :!: ;)
Daher finde ich den Hinweis auf Planzenkräfte und das wir sie wertschätzen sollten sehr gut!
Die Inhaltsstoffe von Pflanzen sind immer positiv für den menschlichen Körper, ob man sich impft oder nicht spielt dabei denke ich keine Rolle.
Ich mag es sehr in der Natur unterwegs zu sein und liebe es zu sammeln. .... :D
Genauso mag ich es aber auch mal ein Fastfoodrestaurant zu besuchen. ;)



Es sind Begegnungen mit Menschen die das Leben lebenswert machen!

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AndreaH
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Fr 21. Mai 2021, 12:08

Österreich hat seit gestern alles auf gemacht! Von Freizeiteinrichtungen über Gastgewerbe.
Sie haben es so gelöst, dass man überall einen negativen Test vorweisen muss, falls man z.B. ein Restaurant oder ähnliches besuchen möchte.
In den Teststraßen wird jetzt umgestellt, auf Selbsttests. Das bedeutet, das Personal vom Roten Kreuz führt den Schnelltest nicht mehr selbst durch, sondern das Personal beaufsichtigt nur noch den Selbsttest. Die PCR Testungen laufen nach wie vor weiter. Zusätzlich kann man mit QR Code und einer App den Selbsttest auch zu Hause machen.
Ganz süß finde ich es wie sie es für die Kinder gemacht haben.
Da Kinder sowieso in der Schule 3 mal in der Woche den Selbsttest machen. Haben sie jetzt einen Testausweis von der Schule bekommen. Mit dem bekommen sie für jeden negativen Test einen Aufkleber eingeklebt. Mit diesem Ausweis können sie dann unter der Woche Fußballtraining besuchen oder ins Kino gehen.
Sonntags hat der Ausweis keine Gültigkeit mehr. Da der Selbsttest nur 48 Stunden gültig ist.


https://www.bmbwf.gv.at/Themen/schule/b ... tpass.html



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