Corona

Philosophie Chat: Hier wird geplaudert über Gott und die Welt.
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NaWennDuMeinst
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Sa 20. Feb 2021, 17:45

iselilja hat geschrieben :
Sa 20. Feb 2021, 17:38
NaWennDuMeinst hat geschrieben :
Sa 20. Feb 2021, 17:31

Bei Conrona ist die Lage aber eine ganz andere: Ohne die Einschränkung der Kontakte kommen Menschen zu Tode.
Dieser entscheidende Unterschied wird ja gar nicht klar auf der formalogischen Ebene.
Auch bei einer normalen saisonalen Grippe, die aber dieses Jahr ausgefallen ist - keiner weiß warum,
Blätter hier mal ein bißchen zurück. Das "Grippeargument" wurde schon behandelt.

(Und nein, wir wissen sehr genau, warum die Grippe dieses Jahr - neben allen anderen Erkältungserkrankungen - so schwach ausfällt. Maskentragen und Kontaktvermeidung hilft nicht nur gegen Corona)



But I, being poor, have only my dreams; I have spread my dreams under your feet;
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(William Butler Yeats)

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iselilja
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Sa 20. Feb 2021, 17:50

NaWennDuMeinst hat geschrieben :
Sa 20. Feb 2021, 17:45
iselilja hat geschrieben :
Sa 20. Feb 2021, 17:38
NaWennDuMeinst hat geschrieben :
Sa 20. Feb 2021, 17:31

Bei Conrona ist die Lage aber eine ganz andere: Ohne die Einschränkung der Kontakte kommen Menschen zu Tode.
Dieser entscheidende Unterschied wird ja gar nicht klar auf der formalogischen Ebene.
Auch bei einer normalen saisonalen Grippe, die aber dieses Jahr ausgefallen ist - keiner weiß warum,
Blätter hier mal ein bißchen zurück. Das "Grippeargument" wurde schon behandelt.

(Und nein, wir wissen sehr genau, warum die Grippe dieses Jahr - neben allen anderen Erkältungserkrankungen - so schwach ausfällt. Maskentragen und Kontaktvermeidung hilft nicht nur gegen Corona)
Ja, das sehen wir alle wie es hilft. Dann frage ich mich, worüber wir uns hier unterhalten?

Vermutlich hat man Masken verteilt, die Corona-Viren nicht abhalten, dafür aber umsomehr Grippe-Wiren. :-)




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Nauplios
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Sa 20. Feb 2021, 18:03

AndreaH hat geschrieben :
Sa 20. Feb 2021, 15:32

Kennt ihr wirklich keinen einzigen Fall?
Ich kenne einen Fall, Andrea. Genau genommen kenne ich sogar drei. Den Vater meiner Freundin, meine Freundin und mich. ;) Drei Fälle aus der ersten Welle im Frühjahr 2020. [Damals warst Du noch nicht im Forum, Andrea und Iselilja noch nicht wieder aktiv. Jetzt "kennst" Du also doch einen Fall, Iselilja. ;) ]

Eines ist gewiß: Corona ist kein Karies! :lol:




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Nauplios
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Sa 20. Feb 2021, 18:18

Stefanie hat geschrieben :
Sa 20. Feb 2021, 17:33

Es ist keine politische Fehlentscheidung, es ist eine gesellschaftliche Fehlentscheidung.
Ja natürlich. Wir alle wollten wenig Impfstoff. Und wir haben uns mit Händen und Füßen gewehrt gegen die Installation von Luftfilteranlagen. Und Tübingen funktioniert auch nur in Tübingen. Wie gut, daß der gesellschaftliche Widerstand groß genug war, daß wir den asiatischen Ländern nichts nachgemacht haben; die sind ja alle noch viel schlechter dran als wir. Die Gesellschaft konnte die Politik gerade noch rechtzeitig davon abhalten. ;)




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iselilja
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Sa 20. Feb 2021, 18:19

AndreaH hat geschrieben :
Sa 20. Feb 2021, 15:32

Kennt ihr wirklich keinen einzigen Fall? Seid froh... da wird einem dann ganz schnell anderes zumute.

Der einzige Fall (nein ich korrigiere zwei Fälle) die mir hier in der Region bekannt wurden, waren einmal der Musiklehrer eines Kindergartenkindes meines Arbeitskollegen, der andere Fall war das Schulkind eines Freundes eines Freundes. Die wurden positiv getestet. Das war's. Keine weiteren Ansteckungen und keine Krankheitsverläufe.

In dem selben Zeitraum sind aber - wie sonst auch - einige Menschen gestorben, die ich entweder kannte oder von denen mir direkt erzählt wurde. Und ja, wenn Menschen sterben wird einem immer etwas anders zumte.. aber so ist das nunmal, der eine sieht das Auto nicht, was ihm entegenkommt, der andere erliegt einem Herzinfarkt ..



ps: Und deshalb finde ich die Sache auch so seltsam, denn so etwas spricht sich eben rum, wenn irgendwo jemand stirbt oder eine ansteckende Krankheit hat, von der die Mehrheit der Menschen glaubt, dass sie gefährlich ist. Unabhängig davon ob das nun so ist oder nicht, allein der Glaube, es sei so, würde ausreichen um die normalen gesellschaftlichen Gerüchteküchen in Gang zu halten. Die funktionieren sozusagen immer. Nur stimmen sie seit einem Jahr nicht mehr mit dem überein, was das allgemein verbreitete mediale Bild assoziieren lässt. Und die Menschen merken das irgendwann - von ganz alleine.
Zuletzt geändert von iselilja am Sa 20. Feb 2021, 18:35, insgesamt 1-mal geändert.




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Sa 20. Feb 2021, 18:31

Nun werden also wieder die Grenzen geschlossen. - Es geht also doch. 2015 hieß es immer: wir können die Grenzen (deutsche oder europäische) gar nicht schließen. - Wir kehren zu geschlossenen Grenzen zurück, wir kehren zu nationalstaatlichen "Lösungen" zurück. Die Frauen sind wieder für die Kinderbetreuung beim "Homeschooling" zuständig. Die Männer tüfteln an "passenden" Algorithmen bei der "Digitalisierung", die Kinder bekommen wieder vermehrt psychische Schäden, die Ausländer bleiben im Ausland und die Flüchtlinge bleiben in ihren Lagern. (Und wer meint, die Regierung kritisieren zu müssen, tut dies am besten in einem eigenen Blog.)

"Wir realisieren gerade die feuchten Träume von Trump." (Ulrike Guérot)




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NaWennDuMeinst
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Sa 20. Feb 2021, 18:39

iselilja hat geschrieben :
Sa 20. Feb 2021, 18:19
AndreaH hat geschrieben :
Sa 20. Feb 2021, 15:32

Kennt ihr wirklich keinen einzigen Fall? Seid froh... da wird einem dann ganz schnell anderes zumute.

Der einzige Fall (nein ich korrigiere zwei Fälle) die mir hier in der Region bekannt wurden, waren einmal der Musiklehrer eines Kindergartenkindes meines Arbeitskollegen, der andere Fall war das Schulkind eines Freundes eines Freundes. Die wurden positiv getestet. Das war's. Keine weiteren Ansteckungen und keine Krankheitsverläufe.
Und deshalb gibt es die schweren Verläufe und Todesfälle auch nicht, weil Du sie nicht selbst gesehen hast.
Ich zum Beispiel hatte noch nie einen HIV-Fall in meinem Umkreis. Kann also nicht so schlimm sein. Keine Ahnung warum wir uns alle schützen sollen.
Alles übertrieben.



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Nauplios
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Sa 20. Feb 2021, 18:48

iselilja hat geschrieben :
Sa 20. Feb 2021, 18:19
AndreaH hat geschrieben :
Sa 20. Feb 2021, 15:32

Kennt ihr wirklich keinen einzigen Fall? Seid froh... da wird einem dann ganz schnell anderes zumute.
In dem selben Zeitraum sind aber - wie sonst auch - einige Menschen gestorben, die ich entweder kannte oder von denen mir direkt erzählt wurde. Und ja, wenn Menschen sterben wird einem immer etwas anders zumte.. aber so ist das nunmal, der eine sieht das Auto nicht, was ihm entegenkommt, der andere erliegt einem Herzinfarkt ..
Das ist mir etwas zu luftig, Iselilja. ;)

Corona - das ist schon eine Ansage. Man wird demütig, wenn man das über Wochen durchstehen muß. Du hast insofern einen Punkt, daß uns die Corona-Pandemie die eigene Endlichkeit bewußt macht. In dem Moment, wo du einen positiven Bescheid bekommst, weißt du nicht, wie aus dieser Nummer wieder herauskommst und ob überhaupt. -

Nichts tun ist gegenüber dieser Pandemie keine Option. AHA-L sind obligatorisch. Und selbstverständlich lasse auch ich mich impfen. - Angst ist kein guter Ratgeber. Zuversicht ist angesagt. Auch schadet es nicht, die eigene Vernunft ins Spiel zu bringen. Und als Philosophen setzen wir natürlich Vertrauen in die Wissenschaften. Allerdings ist der Prozess der "Abwägung", den NWDM angesprochen hat, wichtig. Man sollte ihn nicht allein den Epidemiologen und Virologen überlassen.




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Nauplios
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Sa 20. Feb 2021, 19:05

Überhaupt kann ich in gar keiner Weise mehr nachvollziehen, warum das Management dieser Pandemie seit nunmehr einem Jahr immer noch im Sinnfeld "Eierlikör-Runde" liegt, die sich auf Zuruf trifft, um etwas zu beschließen, von dem Stunden später die ersten Teilnehmer ohnehin abrücken. Schon seit geraumer Zeit hört kaum noch jemand auf die Kanzlerin (die am wenigsten Schuld trifft). Am Ende macht jede(r) sein Ding in Form von (Not)Verordnungen, von denen die Gerichte so manches wieder kippen.

"Der Satz Die Schulen bleiben zu ist in diesen Tagen gleichbedeutend mit dem Satz Die Schulen bleiben auf." (Winfried Kretschmann) :lol:




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AndreaH
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Sa 20. Feb 2021, 19:19

Ich denke schon das härtere Maßnahmen sinnvoll sind.
Im Juni 2020 lockerte die Regierung in Österreich die Maskenpflicht im Handel und Gastronomie. Es war somit nur noch Pflicht die Maske in Öffentlichen Verkehrsmitteln, Apotheken und in Gesundheitssystemen zu tragen.
Die Regierung setzte auf Eigenverantwortung und Freiwilligkeit.

Also, die Eigenverantwortung war dann innerhalb weniger Tage weg... beim Einkaufen begegnete man nur noch ganz wenig Maskenträgern, die zusätzlich mit belächelten Blicken von allen anderen gestraft wurden. Beim Anstellen im Kassenbereich das gleiche Bild. Sehr schnell suchten Menschen wieder den "aneinander klebenden" Kontakt. Die Abstandsregel war kein Thema mehr.... trotz Markierungen auf Boden.
Also mit Eigenverantwortung und Freiwilligkeit kommt man denke ich in unseren Breitengraden nicht sehr weit.

Ich sehe die Maske nicht nur als Schutz, sondern auch als gedankliche Hilfestellung damit dieses Virus ernst genommen wird.



Es sind Begegnungen mit Menschen die das Leben lebenswert machen!

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Nauplios
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Sa 20. Feb 2021, 19:26

AndreaH hat geschrieben :
Sa 20. Feb 2021, 19:19

Ich sehe die Maske nicht nur als Schutz, sondern auch als gedankliche Hilfestellung damit dieses Virus ernst genommen wird.
Und dennoch gilt: "Es sind Begegnungen mit Menschen die das Leben lebenswert machen!" ;)

Eine Kurz-fristige Lösung hilft da nicht weiter; das sehe ich auch so. Am Beispiel von Österreich kann man sehen, daß ein DAUER-Lockdown nicht weiterhilft. Als erstes Mittel einer Pandemie-unerfahrenen Regierung ist das natürlich schon in Ordnung. Aber wenn uns nach einem Jahr immer noch nicht mehr eingefallen ist als Lockdown, darf uns das nachdenklich stimmen.

"Wir sind am Beginn der dritten Welle." (Karl Lauterbach heute) ... also am Beginn des dritten Lockdowns? :o
Zuletzt geändert von Nauplios am Sa 20. Feb 2021, 20:09, insgesamt 1-mal geändert.




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Nauplios
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Sa 20. Feb 2021, 20:02

"Seit einem Jahr haben wir eine kranke Einstellung aus philosophischer Perspektive. Das hab' ich ganz früh genannt (...) den Hygienismus. Hygienismus soll man bitte so hören wie Rassismus. Hygienismus ist die Betrachtung des Anderen im Hinblick auf einen Gesichtspunkt: seinen Gesundheitsstatus, insbesondere - sogar noch schlimmer - nicht nur seinen Gesundheitsstatus, sondern seinen Infektionsstatus. (...) Diese Betrachtung des Anderen halte ich für genauso verwerflich wie den Rassismus." (Markus Gabriel) -

Das ist nun mal ein echter Vergleich. Auch diesen Vergleich mache ich mir nicht zu eigen. Ich will nur noch mal auf den Umstand hinweisen, daß hier der Philosoph aus der "Vogelperspektive" (so wird dieses erste Gabriel-Statement von seinem Gesprächspartner eingeleitet), besser vielleicht aus der Küchentisch-Perspektive, spricht. Das ist natürlich auch erlaubt - am Küchentisch!! Dennoch staune ich über die Instinktlosigkeit, mit der Gabriel hier den Vergleich mit dem Rassismus zieht.- Der Philosoph in Syrakus.

Ob das gut geht, wenn der so weitermacht? - Warten wir mal ab.




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iselilja
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Sa 20. Feb 2021, 20:19

Nauplios hat geschrieben :
Sa 20. Feb 2021, 19:26

"Wir sind am Beginn der dritten Welle." (Karl Lauterbach heute) ... also am Beginn des dritten Lockdowns? :o
Und die Gründe für weitere Knockdowns finden sich auch bereits am endlosen Horizont. Ein wesentliches Problem sehe ich darin, dass immer mehr Aspekte unseres doch eigentlich wieder zur Normaität zurück finden wollenden Lebens aus der Pandemieperspektive betrachtet werden. Der Mensch erntet, was er säat.


Ich erinnere mich noch sehr gut an die Worte der Kanzlerin.. sie wünsche sich, dass wir mit Herz und Verstand gut durch die Sache kommen. Eine überaus vernünftige Herangehensweise. Wenn doch nur der Rest der Gesellschaft es genau so sehen würde. :-)
Zuletzt geändert von iselilja am Sa 20. Feb 2021, 20:33, insgesamt 1-mal geändert.




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Stefanie
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Sa 20. Feb 2021, 20:26

Nauplios hat geschrieben :
Sa 20. Feb 2021, 18:18
Stefanie hat geschrieben :
Sa 20. Feb 2021, 17:33

Es ist keine politische Fehlentscheidung, es ist eine gesellschaftliche Fehlentscheidung.
Ja natürlich. Wir alle wollten wenig Impfstoff. Und wir haben uns mit Händen und Füßen gewehrt gegen die Installation von Luftfilteranlagen. Und Tübingen funktioniert auch nur in Tübingen. Wie gut, daß der gesellschaftliche Widerstand groß genug war, daß wir den asiatischen Ländern nichts nachgemacht haben; die sind ja alle noch viel schlechter dran als wir. Die Gesellschaft konnte die Politik gerade noch rechtzeitig davon abhalten. ;)
Wir stürzen uns in Vorweihnachtszeiteinkaufsgetümmel, gehen mit der ganzen Familie in den Supermarkt, treffen uns weiterhin mit Freunden in Räumen, der Friseur ist das wichtigste (für, die die Haare noch selber waschen können), Masken bei Erwachsenen auf den Spielplatz sind überflüssig, wir verweigern Home Office, wir verstehen die Regeln nicht, weil ich die in Bayern nicht verstehe, wenn in Köln wohne, möchten aber trotzdem als mündige Bürger angesehen werden, weswegen wir auch nicht wollen, dass wir uns an Appelle halten, feiere weiterhin Gottesdienste mit Singen, wir wollen alle von 16:00 bis 17:Uhr in den Supermarkt, wir müssen andere nicht darauf aufmersam machen, wenn die Maske nicht auf ist oder der Abstand nicht eingehalten wird, usw. usw.

Es läuft bei weitem nicht alles glatt, das was vorher schon nicht lief, wird schonungslos aufgedeckt, aber wir haben es auch in der Hand.

Das Kennedy Zitat bringe ich jetzt nicht.



Nur Prinzessinnen richten ihr Krönchen.
Königinnen ziehen ihr Schwert.
(Unbekannt)

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iselilja
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Sa 20. Feb 2021, 20:38

@Stephanie.. würdest Du nach dem, was Du in der Gesellschaft erkennst sagen, dass selbige Menschen die Pandemie ernst nehmen? SInd das Menschen die eine begründete Angst haben? Der Großteil der Menschen schätzt - was man an ihrem Verhalten ablesen kann - offenbar nicht als lebensgefährlich ein. Obwohl sie genau wissen, dass Viren tödlich sein können.. aber das wissen sie auch von einem Autounfall, vom Rauchen usw. usw.

Was also genau sehen wir überhaupt, wenn wir die Gesellschaft mal für einen Moment über den Kamm scheren? Sehen wir da überall Idioten herumrennen oder doch vielleicht mündige Bürger, die selbst über ihr Leben entscheiden.




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AndreaH
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Sa 20. Feb 2021, 20:56

iselilja hat geschrieben :
Sa 20. Feb 2021, 20:38
@Stephanie.. würdest Du nach dem, was Du in der Gesellschaft erkennst sagen, dass selbige Menschen die Pandemie ernst nehmen? SInd das Menschen die eine begründete Angst haben? Der Großteil der Menschen schätzt - was man an ihrem Verhalten ablesen kann - offenbar nicht als lebensgefährlich ein. Obwohl sie genau wissen, dass Viren tödlich sein können.. aber das wissen sie auch von einem Autounfall, vom Rauchen usw. usw.

Was also genau sehen wir überhaupt, wenn wir die Gesellschaft mal für einen Moment über den Kamm scheren? Sehen wir da überall Idioten herumrennen oder doch vielleicht mündige Bürger, die selbst über ihr Leben entscheiden.
Ich denke wir sehen Menschen die überwiegend auf ihren eigenen Hintern schauen. ;)

Das liegt wohl in der Natur des Menschen, sonst hätten wir auch nie so tolle Entwicklungen geschafft. Und wären nicht da wo wir jetzt sind (technisch, geistig,...) Manchmal blockieren wir uns auch einfach mal selbst damit. Mit diesem gesunden Egoismus. :D



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Sa 20. Feb 2021, 21:03

AndreaH hat geschrieben :
Sa 20. Feb 2021, 20:56
iselilja hat geschrieben :
Sa 20. Feb 2021, 20:38
@Stephanie.. würdest Du nach dem, was Du in der Gesellschaft erkennst sagen, dass selbige Menschen die Pandemie ernst nehmen? SInd das Menschen die eine begründete Angst haben? Der Großteil der Menschen schätzt - was man an ihrem Verhalten ablesen kann - offenbar nicht als lebensgefährlich ein. Obwohl sie genau wissen, dass Viren tödlich sein können.. aber das wissen sie auch von einem Autounfall, vom Rauchen usw. usw.

Was also genau sehen wir überhaupt, wenn wir die Gesellschaft mal für einen Moment über den Kamm scheren? Sehen wir da überall Idioten herumrennen oder doch vielleicht mündige Bürger, die selbst über ihr Leben entscheiden.
Ich denke wir sehen Menschen die überwiegend auf ihren eigenen Hintern schauen. ;)

Das liegt wohl in der Natur des Menschen, sonst hätten wir auch nie so tolle Entwicklungen geschafft. Und wären nicht da wo wir jetzt sind (technisch, geistig,...) Manchmal blockieren wir uns auch einfach mal selbst damit. Mit diesem gesunden Egoismus. :D
Hm.. ich kann mir gut vorstellen, dass es auch Leute gibt, die nachts im Ehebett lieber Maske tragen um den Partner nicht anzustecken. Manchmal blockiert auch zu viel Altruismus unser Denken. ;-)




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Sa 20. Feb 2021, 21:04

Nauplios hat geschrieben :
Sa 20. Feb 2021, 19:26
AndreaH hat geschrieben :
Sa 20. Feb 2021, 19:19

Ich sehe die Maske nicht nur als Schutz, sondern auch als gedankliche Hilfestellung damit dieses Virus ernst genommen wird.
Und dennoch gilt: "Es sind Begegnungen mit Menschen die das Leben lebenswert machen!" ;)

Natürlich das hat für mich persönlich eine große Wichtigkeit!

Trotzdem:

Die Quarantäne, Ausgangsbeschränkungen,... haben aber geschichlich gesehen, oft funktioniert  (sei es bei der spanischen Grippe, oder bei der Pest)
Nach diesen Krisen sind die Menschen auch wieder zurück in die Normalität gekommen. Natürlich hat sich in den Jahren viel verändert..... Lebensstandard der Gesellschaft, Hygiene, Globalisierung, schnellere Entwicklungen von Forschung,....



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Sa 20. Feb 2021, 21:38

iselilja hat geschrieben :
Sa 20. Feb 2021, 21:03


Hm.. ich kann mir gut vorstellen, dass es auch Leute gibt, die nachts im Ehebett lieber Maske tragen um den Partner nicht anzustecken. Manchmal blockiert auch zu viel Altruismus unser Denken. ;-)
Ich denke beim Corona Virus prallen einfach Welten aufeinander.
Wenn man dem wirtschaftlichen Bereich mehr Raum gibt, schwächt es den gesundheitlichen Bereich. Gibt man dem gesundheitlichen mehr Raum schwächt es das wirtschaftliche. In beiden befinden sich Menschen mit Bedürfnissen.

Die unterschiedlichen Meinungen der Menschen gehen diesbezüglich genauso auseinander. Der eine dominiert den anderen mit seiner Einstellung.
Bleibt uns nur,
einen Schritt auf den anderen zuzugehen und seine Einstellung, Meinung zu verstehen, oder das Spiel weiterspielen. (und schauen was uns die Zukunft bringt)



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Sa 20. Feb 2021, 21:45

AndreaH hat geschrieben :
Sa 20. Feb 2021, 21:38
iselilja hat geschrieben :
Sa 20. Feb 2021, 21:03


Hm.. ich kann mir gut vorstellen, dass es auch Leute gibt, die nachts im Ehebett lieber Maske tragen um den Partner nicht anzustecken. Manchmal blockiert auch zu viel Altruismus unser Denken. ;-)
Ich denke beim Corona Virus prallen einfach Welten aufeinander.
Wenn man dem wirtschaftlichen Bereich mehr Raum gibt, schwächt es den gesundheitlichen Bereich. Gibt man dem gesundheitlichen mehr Raum schwächt es das wirtschaftliche. In beiden befinden sich Menschen mit Bedürfnissen.

Das denke ich soweit auch.

Allerdings ist bei Corona etwas anders als man das normal so sehen würde, wenn man gesellschaftliche Verhältnisse betrachtet. Und eben weil hier so vieles anders ist, ist auch (für mich jedenfalls) nachvollziehbar, warum es da so viele angebliche Verschwörungstheoretiekr gibt. Mal davon abgesehen, dass es die sowieso überall und gelegentlich gibt.

Warum fragt sich bspw. niemand, wie man die Milliarden, die jetzt mal eben als Schaden in Kauf genommen werden müssen (angeblich müssen!) nicht einfach hätte ins Gesundheitswesen investieren können. Sowas ist doch fr eine Wirtschaft wie unsere keine Herausforderung. Warum also taucht nirgends nicht mal ansatzweise solche Verhältnismäßigkeit am politischen Horizont auf, obwohl sie seit Monaten fast nur noch dieses Wort in den Mund nehmen? Verhältnismäßigkeit hier, Verhältnismäßigkeit dort. Wer bitte mit gesundem Menschenverstand soll dafür Verständnis aufbringen können?




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