Corona

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Nauplios
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Di 23. Feb 2021, 02:07

Ich stimme Dir in einigen Punkten zu, NWDM. (Zu der Passage über Faschismus in dem Artikel von Claudia Simone Dorchain und auch zu der bevorstehenden "Gesundheits-Diktatur" Gabriels und dem "Ende der Moderne" habe ich ja bereits angedeutet, daß ich dieser Diagnose nicht folge. Bei Agambens homo sacer ist das etwas anders. Agamben ist ein Autor, der tatsächlich mal einen Lesethread verdient hätte.) Ansonsten kann ich sowohl Gabriel als auch Dorchain als auch Ulrike Guérot einiges abgewinnen. Ich sehe da überhaupt keine Hysterie. Das was ich sehe, ist aber mit der "Ausrichtung des Forums" nicht vereinbar. Das ist die Lektion der "Ansage" des Abends. - Mir ist damit auch die Lust auf diesen Thread vergangen. Ich hatte ja schon vor einiger Zeit meine Gedanken zum Coronathema ausgelagert. Für mich ist hier kein Platz. Und im Angesicht von Drohungen und Einschüchterungen mag ich hier nicht diskutieren. -




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NaWennDuMeinst
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Di 23. Feb 2021, 02:31

Du hast da, zumindest bei mir, überhaupt keine Chance.
Sich mit den Schwachen solidarisch zu zeigen ist für mich der Inbegriff von Menschlichkeit.
Und ich gehe sogar so weit zu sagen, dass ohne das Kultur und "gutes Leben" nichts wert sind.
Davon bin ich felsenfest überzeugt. Und Du wirst nicht erleben, dass ich daran rütteln lasse.
Das kannst Du für verbohrt halten. Aber das interessiert mich nicht.
Ich erwarte von der Regierung dass sie genau das tut was sie tut: Die Schwachen zu schützen.
Und sie soll dabei auch immer alles andere im Auge behalten und stets abwägen.
Aber wenn die Situation es erfordert, dann halte ich es absolut für gerechtfertigt dass die Starken Opfer bringen zugunsten der Schwachen.
Und wenn sie das nicht freiwillig machen, dann auch mit Hilfe von Gesetzen und Verordnungen.
Da gehe ich hundertprozentig mit.
Niemand verlangt, dass Jemand sich für einen anderen vor den Zug wirft.
Aber es kann einfach nicht sein, dass Menschen wegen ein paar Kröten und verpassten Theaterbesuchen rumjammern, während andere ihretwegen auf der Intensivstation ersticken.
Das ist in keiner Weise zu rechtfertigen. Kein Stück weit.
Zuletzt geändert von NaWennDuMeinst am Di 23. Feb 2021, 02:39, insgesamt 1-mal geändert.



But I, being poor, have only my dreams; I have spread my dreams under your feet;
Tread softly because you tread on my dreams.
(William Butler Yeats)

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Nauplios
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Di 23. Feb 2021, 02:38

Jo, alles gut, NWDM. Laß' gut sein. ;) Ich bin ja schon weg.




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NaWennDuMeinst
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Di 23. Feb 2021, 03:22

Keiner verlangt, dass Du Dich entfernst. Ich sage ja nur, dass ich Dir nicht beipflichten kann in der Sache. Nichtmal ein bißchen.



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NaWennDuMeinst
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Di 23. Feb 2021, 15:41

Ein Jahr nach dem ersten Corona-Todesfall in den USA hat die Opferzahl die symbolische Schwelle von einer halben Million überschritten. Biden sprach im Weißen Haus von einem „grauenvollen, herzzerreißenden Meilenstein“. „500.071 Tote. Damit sind mehr Amerikaner in einem Jahr dieser Pandemie ums Leben gekommen als im Ersten Weltkrieg, im Zweiten Weltkrieg und im Vietnamkrieg zusammen.“ Die USA sind das Land mit den meisten Corona-Toten weltweit.

Ich weiß gar nicht was der Biden hat. Es sterben doch jedes Jahr Menschen.



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AndreaH
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Di 23. Feb 2021, 18:06

NaWennDuMeinst hat geschrieben :
Di 23. Feb 2021, 02:31

Ich erwarte von der Regierung dass sie genau das tut was sie tut: Die Schwachen zu schützen.
Und sie soll dabei auch immer alles andere im Auge behalten und stets abwägen.
Aber wenn die Situation es erfordert, dann halte ich es absolut für gerechtfertigt dass die Starken Opfer bringen zugunsten der Schwachen.
Und wenn sie das nicht freiwillig machen, dann auch mit Hilfe von Gesetzen und Verordnungen.

@NWDM.....
Ich bin absolut deiner Meinung!!! Oft hast du genau das hier geschrieben, was ich genauso so gefühlt habe. Ich kann nur nicht allgemein ständig auf "gefällt mir" klicken... Dann müsste ich bei jeder zweiten Nachricht in diesem Forum dies tun... das wäre dann ja total kitschig!
Im Corona Thema sehe ich viel genauso wie du! Auch wenn es um das Ich, Ich, Ich, geht... Dann bin ich persönlich gesehen ganz deiner Meinung.
Wenn es nach mir persönlich ginge, gäbe es einen harten Lockdown für 3 Wochen, bei dem nur System relevant Berufe arbeiten dürften.... und so weiter....

Aber das macht für mich keinen Unterschied, dass ich auch die Freiheitsrechte als sehr wichtig sehe! Die teilweise schon durch die Maßnahmen sehr ausgereizt werden. Ich bin schon sehr dankbar das immer wieder Diskussionen darüber entstehen.
Natürlich ist dafür nicht der richtige Zeitpunkt um mit Demonstration auf die Straße zu gehen und diese einzufordern...
Aber ich sehe dafür den Zeitpunkt als wichtig dies in Diskussionensrunden  zum jetzigen Zeitpunkt zu machen.
Denn wenn man dies aufschiebt um es nach der Pandemie zu machen ist es zu spät.
Wenn wir nach Israel schauen, gibt es bereits grüne Pässe für Menschen die einen Zutritt in bestimmte Bereiche erlauben, andere die keinen Pass haben, können dies nicht machen.
Das finde ich grundsätzlich gut,  solange die Witschaft langsam hochfährt, ist das mit Sicherheit eine perfekte sichere Lösung.
Aber dieser Pass sollte von Anfang an eine
Ablauf oder eine Gültigkeit haben für einen sehr kurze Zeitraum, den man evtl. bei bestimmten Pandemieproblemen wieder verlängert.
Schließlich haben sie der Impfung auch ein Ablaufdatum von einem halben Jahr gegeben.
Ich weiß das so genau, weil wir Verwandte in Israel haben.

Um erst gar nicht in den Genuss eines grünen Langzeitpasses zu kommen, finde ich die Diskussionen von Freiheitsrechten zum jetzigen Zeitpunkt schon angemessen und wichtig, damit kann man einen grünen Pass grundsätzlich von Anfang an begrenzen.



Es sind Begegnungen mit Menschen die das Leben lebenswert machen!

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