Corona

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NaWennDuMeinst
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Do 24. Sep 2020, 12:11

Berliner Forscher melden Entdeckung „hochwirksamer“ Antikörper gegen Corona
10.57 Uhr: Berliner Forscher haben nach eigenen Angaben „hochwirksame“ Antikörper gegen das Coronavirus entdeckt. Die Wissenschaftler der Charité und des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen verfolgen nun die Entwicklung einer sogenannten passiven Impfung, wie die Charité mitteilte. Dann könnten Antikörper verabreicht werden, um sofortigen Schutz zu bieten – präventiv oder sogar bei bereits Erkrankten.

Die Forscher isolierten fast 600 verschiedene Antikörper aus dem Blut von Menschen, die eine Corona-Erkrankung überstanden haben. Besonders wirksame Exemplare konnten dann künstlich nachgebildet werden. Den Angaben zufolge binden sie sich an das Virus und verhindern damit, dass es in Zellen eindringen und sich vermehren kann. In der Regel sei der Schutz durch eine passive Impfung weniger beständig als durch eine aktive. „Dafür ist die Wirkung einer passiven Impfung quasi sofort vorhanden, bei einer aktiven Impfung muss diese sich erst aufbauen“, hieß es.

Untersuchungen an Hamstern zeigten laut der Studie die Wirksamkeit. „Wurden die Antikörper nach einer Infektion verabreicht, entwickelten die Hamster allenfalls milde Krankheitssymptome“, erklärte der Koordinator des Forschungsprojekts, Jakob Kreye. Bei präventiver Gabe der Antikörper seien die Tiere gar nicht erst erkrankt. Neben der Behandlung von Erkrankten sei auch der vorsorgliche Schutz von Gesunden, die Kontakt zu Infizierten hatten, eine mögliche Anwendung.

https://www.morgenpost.de/vermischtes/a ... rnung.html



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NaWennDuMeinst
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Do 24. Sep 2020, 12:39

Jörn Budesheim hat geschrieben :
Do 24. Sep 2020, 07:01
Aber eine gewisse Einsicht in die eigene "Beschränktheit" gehört dazu. Das gilt insbesondere bei Themen, die für unsere Intuitionen eine Herausforderung darstellen - wie etwa bei exponentielle Verläufe und die vielen anderen "Denkfallen" im Bereich der Statistik und der "Psycholgie" - zum Beispiel das Präventionsparadox etc.
Zum Thema exponentielles Wachstum gibt es hier ein schönes Video.

https://studyflix.de/mathematik/exponen ... hstum-2029

(Die meisten werden sicherlich wissen was ein exponentielles Wachstum ist, aber ich dachte es ist vielleicht hilfreich, wenn man sich das nochmal vor Augen führt wie schnell sich das Virus ausbreitet, wenn wir keine Maßnahmen ergreifen.)

Mir selbst wurde übrigens die Exponentialfunktion mit dem Beispiel der "Legende vom Schachbrett" näher gebracht:
http://www.warblow.de/DeSpAdditional-so ... tid-4.html
Zuletzt geändert von NaWennDuMeinst am Do 24. Sep 2020, 13:28, insgesamt 1-mal geändert.



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Jörn Budesheim
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Do 24. Sep 2020, 13:12

Nauplios hat geschrieben :
Mi 23. Sep 2020, 15:04
Ich habe dann bereits nach wenigen Klicks den Blog-Beitrag von Flügel und Pranke in einem anderen Blog als Gastbeitrag gefunden, nämlich in Henryk M. Broders Achse des Guten, einem neurechten Forum.
Marcus J. Ludwig hat geschrieben : ich hab nichts gegen neurechte Umfelder, auch nichts gegen neulinke, neumittige oder neusonstige Umfelder. Ich hab was gegen borniertes Schubladendenken, gegen automatisierte Kontaktschuldzuweisungen, gegen die Geistespest der moralistischen Naziparanoia.
So etwas sollte jeden stutzig machen, finde ich. Nauplios hat nach wenigen Klicks den Bezug zu Henryk M. Broders Achse des Guten, einem neurechten Forum, gefunden. Ich auch. Wie verfährt man in so einem Fall? Ich würde dann auf diese Seite nicht verlinken. Das sind zwei ziemlich deutliche Indizien. Stattdessen kann man versuchen, ob die fraglichen Inhalte, um die es einem geht, auch woanders zu finden sind. Das ist sowieso eine gute Strategie. Denn ein wichtiger Punkt zur Ermittlung der Seriosität einer Quelle sind die Fragen "Was sagen andere Quellen?" "Findet man die Meldung auch in den seriösen Medien?"
Landesmedienzentrum Baden-Württemberg hat geschrieben : Gestaltungsmerkmale: Wie ist die Nachricht gestaltet?
Ein reißerischer Schreibstil, ein emotional ausgerichteter Text, viele Ausrufe- und Fragezeichen kombiniert mit spektakulären Bildern – das alles könnten Hinweise auf Fake News sein. Mit diesem Stil rückt der Inhalt in den Hintergrund: Eine auffällige Verpackung soll Leser/-innen anlocken. Interessen wie Profit oder Propaganda könnten hinter dem Angebot stecken.

Herkunft prüfen: Wer ist der/die Autor/-in? Gibt es ein Impressum?
Prüfen Sie, ob ein/-e Autor/-in angegeben wurde. Finden Sie direkt am Artikel keine entsprechende Information? Dann soll die Autorenschaft womöglich verschleiert werden. Fehlt auch noch ein Impressum, ist Misstrauen geboten und der Inhalt eventuell unseriös. In Deutschland besteht nämlich eine Impressumpflicht für kommerzielle Angebote, die nicht rein persönlichen oder familiären Zwecken dienen.

Quellenrecherche: Was sagen andere Quellen?
Damit Sie ein Gesamtbild einer Situation erhalten, recherchieren Sie andere Quellen und vergleichen Sie die dargestellten Fakten. Achten Sie darauf, in welchem Kontext und Zeitraum die Informationen und Bilder noch auftauchen. Nutzen Sie dabei auch Quellen aus anderen Ländern oder in anderen Sprachen. Manchmal verursachen Übersetzungsfehler Falschinformationen.

Suchmaschinencheck: Wo liegt der Ursprung einer Meldung?
Erhalten Sie eine Meldung über einen Messenger zugeschickt, können Sie die Inhalte in einer Suchmaschine checken. Kopieren Sie Teile der Nachricht in ein Suchmaschinenfeld und suchen nach dem Ursprung. Filtern Sie anschließend die Ergebnisse nach gegensätzlichen Aussagen. Vielleicht finden Sie Hintergrundinformationen, die Ihnen zu einem Gesamtbild verhelfen.

Zahlen und Fakten: Sind die Informationen plausibel und aktuell?
Prüfen Sie, ob die Text-, Bild-, Video- oder Audiodatei ein Erstelldatum hat. Checken Sie, ob genannte Zahlen und Fakten plausibel und aktuell sind. Werden Studien zitiert, können Sie in der Originalstudie nachsehen, ob die gemachten Angaben stimmen. Taucht die Nachricht bei Faktencheckern wie Hoaxmap oder Mimikama auf? Hier werden zweifelhafte Information auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüft. Es könnte sich um eine veraltete Meldung handeln, die bereits als Fake News identifiziert wurde.

Bilder, Videos und Audio-Dateien: Fälschungen technisch prüfen
Bilder, Audios und Videos sind inzwischen nur schwer als Fakes zu identifizieren, da sie täuschend echt wirken. Wenn Sie dennoch misstrauisch geworden sind, weil das Medium Ungewöhnliches zeigt oder nicht zur bisherigen Informationslage passt, können Sie mithilfe von Screenshots über die Google-Bildersuche oder TinEye nach dem Ursprung suchen. Steht Ihnen ein Video als YouTube-Link zur Verfügung, können Sie ihn in den YouTube Dataviewer eingeben. Er ermittelt dann den genauen Upload-Zeitpunkt des Videos und zeigt Ihnen die Vorschaubilder an, die vor Videostart zu sehen sind.
Das lässt sich natürlich nicht 1:1 auf alles übertragen, aber es sind dennoch gute Fingerzeige.



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Stefanie
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Do 24. Sep 2020, 22:52

Kurzes halbes off topic.
Nauplios hatte in einem anderen Thread einen Beitrag aus einer Tageszeitung zu Gabriel zitiert, mit der Bemerkung, er hätte kein Leserecht auf diesen Artikel gehabt. Diese Tageszeitung habe ich als gutes altes Abo der Printausgabe. Nicht gerade preiswert mittlerweile. Selbst ich habe keinen Zugriff auf dies plus Artikel auf der Internetseite, es sei denn ich bezahle dafür auch noch was, was ich aber nicht einsehe, nur um die hier mal verlinken zu können. Meistens sind diese in der Printausgabe. Aber nicht immer, und dann ärgere ich mich. Der Gabriel Artikel war nicht in der Printausgabe,
Heute bin ich am grummeln wegen dem umgekehrten Fall. In der heutigen Ausgabe ist ein Artikel zu Corona und den Diskussionen um die Maßnahmen aufgemacht am Freiheitsbegriff und als Aufhänger Hegel. Interessant. Nur online auf der Internetseite ist er nicht. Mist. Jetzt warte ich, ob er vielleicht doch online erscheint, hoffentlich frei verfügbar.

Die Zeitungsverlage haben es auch gerade schwer, bei den Printausgaben erst recht. Denen sind die Werbeeinnahmen weggebrochen. Kleine, unabhängige regionale Zeitungen mit geringen Auflagen haben es schwer, da auch generell der Verkauf der printausgaben zurück geht. Ja, weiß ich alles.
Deshalb habe ich das Abo noch. Trotzdem... Diese Tageszeitung ist einer der auflagenstärksten, regionalen Tageszeitungen in Deutschland, und die Abo Inhaber der Printausgabe dürfen online auch nicht alles lesen. Grummel.

Ende oft topic.



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NaWennDuMeinst
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Fr 25. Sep 2020, 03:23

Ich kann mich gar nicht dran erinnern, wann ich das letzte Mal eine gedruckte Zeitung gelesen habe. Das muss gut 25 Jahre her sein.
Gibt es die überhaupt noch? Und wenn ja, wieso? Wir kriegen das "papierlose Büro" eingehämmert und die produzieren megatonnenweise Klopapier wir vor 30 Jahren.



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Stefanie
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Fr 25. Sep 2020, 18:06

Auf den letzten Beitrag habe ich im Kaffestübchen geantwortet.



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herbert clemens
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Sa 26. Sep 2020, 10:38

plauderndes Vorwort
“26.9.20

wieder schlecht geschlafen

Argumente zur Corona-Diskussion im Halbschlaf hin und her gewogen

Und finde jetzt keine Ruhe,

sondern argumentiere im “Kopf” weiter

Hat das eine Bedeutung?

Soll ich weiter diskutieren?

Um Recht zu haben?

Um die Suche nach Wahrheit zu unterstützen?

Ich hoffe, ich bin redlich genug.”

So beteilige ich mich also doch noch mal.

Mit einer Aufmunterung, nicht zu ängstlich zu sein, möchte ich euch nicht als Gesprächsteilnehmer psychologisieren und herabsetzen.

(Vielleicht gehe ich auf Angst als psychosoziale Zeiterscheinung nachher noch ein.)

Ich hoffe, dass ich bei der Vielzahl an Beiträgen und Gesichtspunkten nicht einen wesentlichen vergesse.

Danke an Nauplios.

Ich kann in allen Punkten der Argumentation folgen, und halte z.B. auch von den österreichischen Diskussionsformaten nichts. Ich halte mehr von schriftlichen überprüfbaren Argumentationen.

Es kann sein, dass Herbert irrt. Lest meinen ursprünglichen Beitrag und gebt Argumente und Belege dagegen.

Meine Argumentation hat, wie ich immer wieder anführe, mit den angegebenen Links nichts zu tun.

Ich will an „Gütersloh“ kurz erläutern, wie man die Regenschirm Metapher auch verstehen kann.

Offensichtlich wurden bei Tönnies nicht die Regenschirme aufgestellt.

Eine bedenklich hohe Zahl der Belegschaft wird positiv getestet.

Sind viele wegen der fehlenden Regenschirme nass geworden?

Nein, es gibt kaum Krankheiten und keinen Todesfall.

Der Wetterbericht hat sich also geirrt.

Nach Popper wäre die Regenschrim-Theorie falsifiziert.

Ist meine Infoqelle faz.net zu Gütersloh „seriös“ genug?

Ich möchte euch eine Gegenanekdote zum Regenschirmbeispiel nicht vorenthalten;

“Oder ist es wie in der Geschichte vom Patienten, der einem psychiatrischen Krankenhaus immer klatschend durch die Flure geht, weil er Elefanten vertreiben will. Als man ihm entgegnet: „Aber es gibt hier doch keine Elefanten“, antwortet er: „Sehen Sie, mein Klatschen wirkt.“”

Ist das Hamburger Abendblatt eine seriöse Quelle. Walter Plassmann, Chef der Hamburger Ärzteschaft, plädiert für mehr Gelassenheit.

“Hiobsbotschaften machen Menschen krank”. Ihr seid ja google-erfahren und könnt dann die genauere Argumentation nachlesen.

Zur Maskenfrage: Hier möchte ich meine Position überarbeiten.

Zwar gibt es meines Wissens keine Studien, die die positive Wirksamkeit der Masken von Masken und andererseits ihr Gefährdungspotential untersuchen.

Aber ich kann nachvollziehen, dass weniger und später potentielle von Viren geschwängerte Aerosole nach außen dringen. In geschlossenen Räumen (sprich z.B. Supermärkte) mit wenig Abstandmöglichkeiten ist dies ein Mittel der Wahl.

Solange Risikopatienten nicht auf eigenen Wunsch eine wirklich sichere Maske gestellt bekommen.

(Die hilflose Maßnahme des starken Mannes Söder draußen Maskenpflicht zu verordnen, hat allerdings mit keiner Analyse der Gefährdung zu tun.)

Besonders in Kindergärten und Schulen sehe ich das anders. Die differenzierte Darstellung von Professor Dr. Harald Matthes ,Chef der Klinik Havelshöhe in Berlin halte ich auch in anderen Punkten für sehr lesenswert.

https://info3-verlag.de/blog/die-corona ... tfertigen/

Sind die dort angegebenen Infos seriös genug? Es wäre schön, wenn die Argumentation auf den Prüfstand käme.

Zwischengedanke zum Umgang mit links. Ich halte die löschende Zensur weiterhin für unbegründet.

Ich,wie alle “Weisheitslebenden” hier können selber beurteilen, ob ein Beitrag rechtsextremistisch ist.

(Seit fünfzig Jahren habe ich eine undogmatisch gewaltfreie linke Haltung der Solidarität mit den Schwachen entwickelt.)

Es kann natürlich passieren, dass mensch aus Zeitgründen nicht sorgfältig zu Ende liest.

Für mich wären Hasspredigten und Aufrufe zur Gewalt allerdings nicht zu rechtfertigen.

Noch einmal ich wende mich nicht gegen “seriöse” Medien, ich habe nur weitergehende Fragen gestellt: wer von den Infizierten wird krank? Gibt es besondere Bevölkerungsgruppen, die gefährdet sind?

Am Beispiel “Gütersloh” habe ich belegt, dass vorschnell das falsche dramatisiert wurde. (Corona, und nicht die unmenschlichen Arbeitsbedingungen und die Massentierhaltung)

Meine TBC-Information sollte zeigen, dass wirklich große Krankheitsgefährdungen nicht ins Bewusstsein gerückt werden, sondern wie Nawenndumeinst richtig anmerkt, der Mammon und die Saturiertheit unserer Volkswirtschaften Handlungsalternativen nicht verwirklichen lassen.

Demgegenüber sind die Gefährdungen durch Corona besonders in Deutschland gering.

Wenn die Fakten keine Hinweise auf eine besondere Gefährlichkeit hier in Deutschland jetzt geben, frage ich mich, warum daran festgehalten wird.

Meine ehemalige Kursleiterin „Meditation und Kontemplation“erklärt sich das so;

Diejenigen, die uns führen und beeinflussen - Politiker, Virologen und Journalisten - sind auch Teil dieser kranken Gesellschaft, die eine panische Angst vor Krankheit und Tod hat.... Mein Idee ist die: je erfolgreicher die Angst vor dem Tod und schwerer Krankheit bisher verdrängt wurde, desto hysterischer wird man jetzt. Und dann wollen Politiker ja auch die Wahlen gewinnen, alle Regierungen der Welt möchten das und sie möchten es sich nicht verscherzen. Die größte Sympathie bekommen nun die strengen Politiker (die uns noch „besser schützen“ wollen). Zuvor muss man aber Angst schüren, dann kann man als Beschützer auftreten. Und wie Du auch sagst: man will sich jetzt keine Blöße geben, indem man heftige Fehler eingesteht - das vermute ich auch.

Eine gekürzte Info aus längeren Beiträgen, die ich gern zum Lesen zur Verfügung stelle.

Bisher habe ich bei PN versagt, wer die lesenswerten Beiträge lesen will, schreibe an herbertclemens@gmx.de.

Obwohl ich der ökologischen Argumentation von Nawendumeinst zustimme, ich kann besser in gedruckter Form Argumentationen folgen,

und jetzt bin ich so etwas von PC-müde.

Danke für das aufmerksame Lesen.




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Jörn Budesheim
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Sa 26. Sep 2020, 11:45

herbert clemens hat geschrieben :
Sa 26. Sep 2020, 10:38
seriös genug?
Für meinen Geschmack nicht. Warum? Du wählst ausschließlich Quellen, die deine Ansichten zu stützen scheinen. Das ist ganz sicher nicht seriös.

Ich kann mich an einen Fernsehbericht erinneren (vor etwas längerer Zeit, noch vor der internetzeit) da wurde gezeigt, dass manche naturwissenschaftlichen Institute regelmäßig körbeweise Zuschriften bekommen, wo Menschen wissenschaftliche Theorien mithilfe des gesunden Menschenverstandes widerlegen. Das dürfte jetzt in Zeiten von E-Mail vermutlich noch schlimmer sein. Bei solchen "Widerlegungen" ist natürlich nie etwas ernstzunehmendes dabei. Wie kommt das? Nun nach meinem Gefühl liegt es daran, dass viele Bereiche der Welt so kompliziert sind, dass sogar Fachleute, die ihr Leben lang daran forschen nicht alles verstehen, weshalb sie ja immer noch weiter forschen. Und in fast all diesen Bereichen gibt es Dinge, wo der gesunde Menschenverstand oft schwere Proben bestehen muss. (Die Sache mit dem Reiskorn und dem Schachbrett ist zwar einschlägig bekannt, aber dennoch ziemlich erstaunlich und das ist ja auch nur ein Beispiel von vielen.)

Jetzt haben wir es sogar mit einem neuen Problem zu tun, bei dem ich nicht sehen kann, dass sogar die Expert:innen sämtlich einer Meinung sind und leider wissen wir auch noch viel zu wenig.

Trotz dieser schwierigen Situation gibt es Leute, die die fraglichen Ausbildungen nicht haben, über Informationen nur aus zweiter oder dritter Hand verfügen und dennoch wissen, was zu tun ist. Für sie sind die Antworten ziemlich oft ziemlich einfach. Wenn die Dinge so einfach liegen und die Politiker, Virologen und Journalisten (außer denen natürlich, die die eigene Meinung unterstützen) jedoch anders agieren, braucht man dafür natürlich auch eine Erklärung: aber das ist auch ganz einfach, sie sind schlicht Teil einer neurotischen und sowieso kranken Gesellschaft, agieren machtgeil, wollen Fehler nicht zugestehen und beim nächsten Mal wieder gewählt werden.

Und für die Menschen, die dieser einfachen Argumentation nicht folgen, hat man auch eine Klärung bei der Hand, sie sind eben manipuliert.

Und jetzt kommt tatsächlich Popper ins Spiel. Wenn man sich eine Theorie gebastelt hat, die immun zu sein scheint gegen "Angriffe" (Falsifizierungversuche) jeder Art, weil man auf alles eine einfache Antwort hat ... dann hat man im Gros der Fälle gerade keine seriöse Theorie bei der Hand.



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Jörn Budesheim
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Sa 26. Sep 2020, 12:27

Noch ein Wort zu dem Regenschirm Bild: das war meine Metapher für das Präventionsparadoxon. Das ist seit den 80er Jahren bekannt und es besteht in meinen eigenen Worten darin, dass viele Menschen anfangen eine Gefahr zu unterschätzen, sobald die Maßnahmen zur Eindämmung der Gefahr Erfolg haben. Nach meiner Einschätzung bestätigt die aktuelle Situation diesen wissenschaftlichen Befund.



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Sa 26. Sep 2020, 13:33

herbert clemens zitierend hat geschrieben : Diejenigen, die uns führen und beeinflussen - Politiker, Virologen und Journalisten - sind auch Teil dieser kranken Gesellschaft, die eine panische Angst vor Krankheit und Tod hat.... Mein Idee ist die: je erfolgreicher die Angst vor dem Tod und schwerer Krankheit bisher verdrängt wurde, desto hysterischer wird man jetzt. Und dann wollen Politiker ja auch die Wahlen gewinnen, alle Regierungen der Welt möchten das und sie möchten es sich nicht verscherzen. Die größte Sympathie bekommen nun die strengen Politiker (die uns noch „besser schützen“ wollen). Zuvor muss man aber Angst schüren, dann kann man als Beschützer auftreten. Und wie Du auch sagst: man will sich jetzt keine Blöße geben, indem man heftige Fehler eingesteht - das vermute ich auch.
Es gibt in dieser Szene niemanden, der rational, das heißt aus guten Gründen handelt. Alle handeln irgendwie irrational, teilweise auch unlauter.

Vielleicht habe ich einfach ein anderes Bild von dieser Gesellschaft.



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Friederike
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Sa 26. Sep 2020, 18:31

herbert clemens hat geschrieben :
Sa 26. Sep 2020, 10:38
Danke für das aufmerksame Lesen.
... und Dir möchte ich danken für Dein Hierbleiben und den neuerlichen Versuch, Deine Überlegungen verständlich zu machen - trotz des heftigen Gegenwindes (ob sich Deine Zensurbemerkung auf das Entfernen von "F+P" bezieht, habe ich nicht recht kapiert; falls ja, dann gehöre ich mit zum "Gegenwind").
Trotzdem freue ich mich @Herbert und bin auch irgendwie erleichtert, daß Du be- und verharrst. Zum Thema selbst habe ich keine Lust, was zu sagen.




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Nauplios
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herbert clemens hat geschrieben :
Sa 26. Sep 2020, 10:38

seriös genug?
Ja, sie sind für mich seriös genug.

herbert clemens hat geschrieben :
Sa 26. Sep 2020, 10:38

Mit einer Aufmunterung, nicht zu ängstlich zu sein, möchte ich euch nicht als Gesprächsteilnehmer psychologisieren und herabsetzen.
Ich fühlte mich dadurch zu keinem Zeitpunkt psychologisiert oder gar herabgesetzt, Herbert.

herbert clemens hat geschrieben :
Sa 26. Sep 2020, 10:38

plauderndes Vorwort
“26.9.20

wieder schlecht geschlafen

Argumente zur Corona-Diskussion im Halbschlaf hin und her gewogen

Und finde jetzt keine Ruhe,

sondern argumentiere im “Kopf” weiter

Hat das eine Bedeutung?

Soll ich weiter diskutieren?

Um Recht zu haben?

Um die Suche nach Wahrheit zu unterstützen?

Ich hoffe, ich bin redlich genug.”
Auch wenn dieser Abschnitt wie ein Tagebucheintrag wirkt, dessen Fragen sich eher an Dich selbst richten, mache ich mal einen Antwortvorschlag: Vor dem Hintergrund des "Schlecht-geschlafen"/"keine Ruhe" und hinsichtlich der beiden Zwecke "Recht haben" und "Wahrheit unterstützen": nein. - Geruhsamer Schlaf wäre mir persönlich wichtiger. - Ansonsten schließe ich mich dem Beitrag Friederikes an. ;)




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Stefanie
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Sa 26. Sep 2020, 20:12

Du willst Daten, hier kommen ganz viele.

Ich habe mich erstmal für das RkI entschieden.

Die corona Seite :
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/N ... _node.html

Steckbrief vom Virus
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/N ... brief.html

Häufig gestellte Fragen

https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/gesamt.html

Risikogruppen

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/N ... brief.html

Tägliche Lageberichte:
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/N ... esamt.html

Einmal wöchentlich werden zusätzlich folgende Informationen bereitgestellt:
dienstags: ausführliche epidemiologische Darstellung nach Meldewochen (u.a. Alter, Geschlecht, klinische Aspekte, Anteil Hospitalisierte); Expositionsländer
mittwochs: Bundesweite Testhäufigkeit und -kapazitäten
donnerstags: Ergebnisse aus weiteren Surveillance-Systemen des RKI zu Atemwegserkrankungen; Inanspruchnahme von Notaufnahmen
freitags: Mortalitätssurveillance

Dashboard
https://experience.arcgis.com/experienc ... 327b2bf1d4
Auch nach Altersgruppen.

Auf der Seite gibt es auch Infos zu den Schutzmaßnahmen.



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Stefanie
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Sa 26. Sep 2020, 20:35

herbert clemens
Zwar gibt es meines Wissens keine Studien, die die positive Wirksamkeit der Masken von Masken und andererseits ihr Gefährdungspotential untersuchen.
Auch hier, welche Quelle nimmt man..

Es gibt Studien, wie auch generell bei corona, wir lernen jede Tag dazu. Europa hat keine Sars Erfahrung, und damit keine zu Masken, im Gegensatz zu Asien. Die haben einen wissenvorsprung zu Masken, die Europa durchaus mit etwas Überheblichkeit ignorierte.

Aus den Suchergebnissen google zum Stichwort Metastudie Masken.
https://www.google.com/search?q=metastu ... e&ie=UTF-8
In der bei mir angezeigten Reihenfolge, aber nur neuere Berichte.

https://www.n-tv.de/wissen/OP-Masken-sc ... 43320.html

https://www.cdu.de/corona/masken-schuetzen-vor-corona
Auch zu Jena

https://www.cicero.de/innenpolitik/mask ... chuenemann

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ ... ss-119389/

https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/ ... -1.4963751

Nur eine Auswahl. Je nach Suchbegriff gibt es andere Quellen in andere Reihenfolge.

Kurzzusammenfassung: Masken schützen, und besonders im Zusammenspiel mit den anderen Maßnahmen. Negative Folgen sind sehr sehr sehr sehr sehr niedrig. Ich meine, medizinisches Personal trägt ok Masken bei Op's teilweise stundenlang, mir ist nicht bekannt, dass Ärztinnen reihenweise gesundheitliche Probleme dadurch bekommen.
Toll ist ein Einkaufsbummel mit Maske nicht, aber schaden tut es auch nicht.

Die grippewelle war dieses Jahr zwei Wochen ku6rzer und es warmdeutlich weniger schlimm als in den Jahren zuvor....wegen den Schutzmaßnahmen für corona.



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Sa 26. Sep 2020, 20:52

Stefanie hat geschrieben :
Sa 26. Sep 2020, 20:35
Die grippewelle war dieses Jahr zwei Wochen ku6rzer und es warmdeutlich weniger schlimm als in den Jahren zuvor....wegen den Schutzmaßnahmen für corona.
Interessante Nebenwirkung, von der ich noch gar nichts gehört habe.



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Sa 26. Sep 2020, 21:22

herbert clemens hat geschrieben :
Sa 26. Sep 2020, 10:38
Wenn die Fakten keine Hinweise auf eine besondere Gefährlichkeit hier in Deutschland jetzt geben, frage ich mich, warum daran festgehalten wird.
Darf ich dazu fragen, ab wann für Dich eine "besondere Gefährlichkeit" gegeben wäre?



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Stefanie
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Sa 26. Sep 2020, 21:31

Himmel, da habe ich viele Schreibfehler in den einen Satz gepackt.

Vor ein paar Tagen las ich erneut darüber. Es erscheint auch logisch.
Die Maskenpflicht kam zwar erst später, aber allein schon das Abstand halten, das nicht mehr sich die Hände geben und das Hände waschen haben dazu beigetragen.
Im Winter 2014 auf 2015 hatte ich Probleme mit chronischen Schnupfen, Nebenhöhlen ohne Schnupfen und nachher kam noch Husten dazu. Mein HNO Arzt hatte damals schon Poster hängen, in dem er darauf hinwies, hier wird sich nicht die Hand gegeben, aus Ansteckungsgründen. Er empfahl mir in der Bahn oder Bus eine Maske zu tragen, oder zumindest die Hände zwischendurch mit verkäuflichen Mitteln zu desinfizieren, damit nicht noch die Grippe oder Schnupfen dazu kommt. Ich habe das damals als überzogen abgetan. Jetzt sehe ich das anders.
Das ganze entpuppte sich übrigens als Keuchusten. Dank Antibiotika war es dann vorbei. Der hausarzt kam darauf danach zu testen. Auf die Frage, wie ich ich mir das geholt haben kann, sagte er, die Impfrate bei Kindern sei nicht ausreichend, und einmal Bus fahren oder einkaufen würde schon ausreichen.
Allein schon das Umdenken mit dem verstärkten Hände waschen verhindert wohl viel bei anderen Infektionskrankheiten.
Auch eine Erkenntnis der letzten Monate.



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herbert clemens
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Mo 28. Sep 2020, 13:36

Danke für die aufmunternden und sachlichen Antworten.

Im „Un-Ruhestand“ gibt es eine Vielzahl an selbstgewählten Aufgaben, Enkelkinder betreuen, den fairen Handel unterstützen, ältere Mitmenschen fördern, …, so dass ich oft keine Zeit finde, angemessen unser Gespräch weiter zu führen.

Ich nehme nicht an verschwörungstheoretischen oder rechtsextremen Diskussionen teil. Da ist mir meine Zeit zu schade.

Als Gegner der Massentierhaltung habe ich vor wenigen Wochen, mal Gütersloh Corona gegoogelt und einen Absatz aus faz.net hierhin gepostet.

Natürlich bin ich hier schon häufig auf das Präventionsparadox aufmerksam geworden und habe den Regenschirmvergleich schon verstanden. Ich bin halt schöpferisch denkend damit umgegangen.

Und ich bin sicher, dass Kontaktbeschränkungen als Prävention wirksam sind und waren.

Es geht mir, um die rationale Einschätzung der verschiedenen Maßnahmen

Auch aufgrund meiner oben beschriebenen, selbstgewählten Aufgaben bin ich aufmerksam auf alle, auch negativen Folgen der Maßnahmen.

Ich denke weiterhin, dass Covid 19 für gesundheitlich eingeschränkte Menschen eine ernsthafte Bedrohung ist, und diese angemessen geschützt werden müssen.

Ein Zwischengedanke, der mir gerade kommt: Im Meditationsforum ist zurecht von Wechselwirkung die Rede, dass das menschliche Individuum nur angemessen in der Verwobenheit seiner Weltbezüge zu verstehen ist.

Auch das virale Geschehen ist nur in der Wechselwirkung zwischen “Wirt” (menschliches Individuum) und Virus zu verstehen.

Je gesundender die individuellen Lebensbedingungen sind, um so stärker sind die Kräfte des Individuums mit dem Virus umzugehen.

Aufgrund der freiwilligen Kontaktbeschränkungen und der relativ guten Lebensbedingungen der Menschen hierzulande halte ich die Covid 19 Gefahr für zu bewältigen.

Kurz noch mal zu Gütersloh.

Hast du, Stephanie, aufgrund des sorgfältigen Datenstudiums andere Daten?

Ist es nicht so, dass trotz hoher positiver Testzahlen nur sehr wenige krank und kaum ernsthaft krank werden?

Hier haben doch die präventiven Maßnahmen versagt und trotzdem hat sich kein großes Gesundheitsrisiko ergeben.

Ist Gütersloh eine Ausnahme?

Was ist falsch an der Aufarbeitung der Daten in dem oben zitierten Link, hier noch mal:

https://info3-verlag.de/blog/die-corona ... tfertigen/

Wer es nicht schafft, den ganzen Beitrag zu lesen, ein Zitat:

“Und wie sieht es gegenwärtig aus?

Gegenwärtig liegt das Letalitätsrisiko bei nur noch 0,2 bis 0,3 Prozent, und wir wissen inzwischen, dass das ganze Geschehen nicht so sehr durch das Virus bestimmt ist, sondern durch den jeweiligen Wirt, den das Virus befällt. Da ist es aus meiner Sicht völlig unverständlich, warum Virologen, die ja das Virus untersuchen, immer noch die wesentlichen politischen Maßgaben bestimmen, während ja die klinische Einschätzung das Entscheidende ist: Wie viele Menschen werden tatsächlich krank? Der erste Lockdown wurde begründet mit der befürchteten Überlastung des medizinischen Systems. Wir hatten dann in der sogenannten ersten Welle eine maximale Auslastung von 15 Prozent der Intensivkapazitäten in Deutschland, wobei es einzelne Kreise mit etwas höheren Auslastungen gab. Gegenwärtig gibt es kaum noch Ausbrüche in Altenheimen, sondern eher in der jungen Bevölkerung. Anfangs hatten wir eine hohe Dunkelziffer von Infektionen, wo etwa 80 Prozent der Infizierten ohne Symptome und ohne Testnachweis blieben. Nun haben wir viele dieser früher Symptomlosen aus der Dunkelziffer als positiv Getestete. Weiterhin haben nur 15 Prozent der Infizierten Symptome und nur fünf Prozent erkranken schwer, sodass wir gegenwärtig überhaupt keinen Anlass zu großer Besorgnis haben. Trotz der Zunahme an positiven Testergebnissen sehen wir eine weitere Abnahme der schwer Erkrankten und Intensivpatient*innen und auch der Toten.”

Ich gehe als Großvater mit den Enkel so um, als ob wir in einem Haushalt leben. Wir sorgen für gegenseitige Gesundheit, dass wir uns anlächeln und berühren, singen, ...

Als Gegenbeispiel wieder ein Zitat der Meditationslehrerin: “Als ich im April spazieren ging, sah ich in der Ferne ein Elternpaar mit einem etwa 4-jähjrigen Kind, das ein paar Meter vor den Eltern herlief und hüpfte. Als ich etwa 10 m entfernt war, rief die Mutter dem Kind zu: „Vorsicht Mensch!“ Was wird eine solche Warnung in dem Kind bewirken! Und bestimmt hat das Kind „Vorsicht Mensch“ nicht nur dieses eine Mal gehört. „Vorsicht Mensch“ könnte als Überschrift über unsere Zeit verwendet werden.”

Eigentlich müsstet ihr die gesamten Beiträge lesen. Es ist immer problematisch Zitate aus ihrem Kontext zu reißen.

Meine Zeit für heute ist um. Alles habe ich nicht weiter geführt. Vielleicht kann jemand anderes die Lücken füllen?
Die Texte der Meditationslehrerin würde ich gern anfügen. Aber ich weiß nicht, ob und wie es geht.




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Jörn Budesheim
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Mo 28. Sep 2020, 14:18

herbert clemens hat geschrieben :
Mo 28. Sep 2020, 13:36
Es geht mir, um die rationale Einschätzung der verschiedenen Maßnahmen
Mir geht es um etwas anders. Nämlich um die Frage, wie man so eine Situation als "Bürger" sinnvoll meistert. Ich bin kein Virologe, Mediziner, Statistiker oder was auch immer ich sein müsste. Und ich maße mir nicht an, es besser zu wissen als Drosten und Co. Würden wir in Putins Welt leben, würde ich auf den russischen Drosten keinen Pfifferling geben. Aber wir leben in einer immer noch recht gut funktionierenden Demokratie, auch wenn sie im Moment durchaus bedroht sein mag.

Du bist bereit, einfach deine Weltanschauung über die natürlich immer unsicheren Ergebnisse der Experten zu stellen. Und an der Stelle gehe ich nicht mit. Klar glaube ich auch, dass gute soziale Kontakte, Spazierengehen, Lächeln etc die eigene Konstitution stärken. Darüber brauchen wir uns nicht zu streiten. Aber ist diese Wirkung so stark, wie du vermutest? Und da es in allem, was man in der Krise tut, meistens auch um die anderen geht, finde ich es fragwürdig, die eigenen weltanschaulichen Parameter so in den Vordergrund zu rücken, wo andere auch tangiert sind. Insbesondere, wenn du andere betreust und ihnen die entsprechenden Ratschläge gibst.

An dieser Diskussion gehst du vorbei, finde ich. Weil du dich mit einseitiger Recherche und anderen Maßnahmen (Politiker wollen die Wahlen gewinnen) "absicherst". Aber: Wie handelt man ethisch verantwortungsvoll in so einer komplexen Situation, wo es einem Laien nicht ohne weiteres möglich ist, alles selbstbestimmt zu tun, weil man nicht so dicht an die Realität kommt, wie es dazu nötig ist.



Ohne Wahrheit keine Freiheit

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Friederike
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Mo 28. Sep 2020, 15:07

Jörn Budesheim hat geschrieben :
Mo 28. Sep 2020, 14:18
Und da es in allem, was man in der Krise tut, meistens auch um die anderen geht, finde ich es fragwürdig, die eigenen weltanschaulichen Parameter so in den Vordergrund zu rücken, wo andere auch tangiert sind. Insbesondere, wenn du andere betreust und ihnen die entsprechenden Ratschläge gibst.
Anmerken möchte ich aber doch, auch wenn es nicht den von Dir monierten Punkt trifft, daß Herbert (@Du, Herbert, über Deinen Kopf hinweg zu sprechen, finde ich so unhöflich), wie er selbst häufig geschrieben hat, allen verordneten Maßnahmen gefolgt ist (z.B. die Enkelkinder 3 Monate nicht gesehen hatte) und wie aus den diversen mails ersichtlich war, auch nie andere Menschen dahingehend beraten hat, die Regelungen nicht einzuhalten.




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