Rätsel der Feinabstimmung im Universum
KI Zusammenfassung: Harald Lesch thematisiert in seinem Video die Feinabstimmung der Naturkonstanten, ohne die die Entstehung von Sternen, Planeten und Leben unmöglich wäre. Er erläutert, dass physikalische Größen wie die Expansionsrate des Urknalls oder die Stärke der Kernkräfte in einem extrem schmalen Bereich liegen müssen, um stabile Strukturen zu ermöglichen. Während die Physik diese Bedingungen präzise messen und berechnen kann, stößt die Frage nach der Ursache dieser spezifischen Auswahl an die Grenzen der empirischen Wissenschaft. Lesch steht dabei mathematischen Erklärungsversuchen wie dem Multiversum skeptisch gegenüber, da sich diese einer experimentellen Überprüfung entziehen.
C3PO – spannende Infos präsentiert von DiaLogos
Das Rätsel der Feinabstimmung: ein kosmischer Tanz auf der Rasierklinge
Das Universum gleicht einem physikalischen Hochpräzisionswerk: Die „Feinabstimmung“ beschreibt die Beobachtung, dass die Bewohnbarkeit des Kosmos extrem empfindlich auf kleinste Parametervariationen reagiert. Schon marginale Abweichungen der physikalischen Grundlagen hätten eine lebensfeindliche Realität zur Folge.
Physikalische Fakten: Die Architektur des Möglichen
- Naturkonstanten: Die Kohlenstoff-Synthese (Hoyle-Resonanz) toleriert kaum 1 % Abweichung. Eine 2 % stärkere Kernkraft verunmöglichte stabilen Wasserstoff; eine 5 % schwächere die Bildung schwerer Elemente. Auch die Gravitationskonstante (G) agiert in einem hochsensiblen Korridor.
- Anfangsbedingungen: Das Verhältnis von Expansion zu Gravitation nach dem Urknall erforderte laut Hawking eine Präzision von 1:10^{60}.
- Kosmologische Konstante: Die Vakuumenergiedichte ist auf 10^{120} genau justiert – die mathematisch extremste Instanz der Feinabstimmung.
Wissenschaftliche und philosophische Erklärungsmodelle
Das anthropische Prinzip deutet diese Werte als Selektionseffekt: Wir beobachten sie nur, weil wir existieren. Die Multiversum-Hypothese (10^{500} Varianten) transformiert das „Wunder“ in eine statistische Notwendigkeit. Der Ansatz der physikalischen Notwendigkeit (Stenger) postuliert eine Herleitung aus Symmetriegesetzen; Kritiker monieren jedoch, dass fundamentale Konstanten empirisch unabhängig vom Standardmodell sind und nicht aus Symmetrien allein abgeleitet werden können.
Ist die Feinabstimmung ein statistischer Zufall oder das Resultat noch unbekannter Prinzipien? Stehen wir am Ende der Physik oder am Anfang einer neuen Ontologie?
Das Universum gleicht einem physikalischen Hochpräzisionswerk: Die „Feinabstimmung“ beschreibt die Beobachtung, dass die Bewohnbarkeit des Kosmos extrem empfindlich auf kleinste Parametervariationen reagiert. Schon marginale Abweichungen der physikalischen Grundlagen hätten eine lebensfeindliche Realität zur Folge.
Physikalische Fakten: Die Architektur des Möglichen
- Naturkonstanten: Die Kohlenstoff-Synthese (Hoyle-Resonanz) toleriert kaum 1 % Abweichung. Eine 2 % stärkere Kernkraft verunmöglichte stabilen Wasserstoff; eine 5 % schwächere die Bildung schwerer Elemente. Auch die Gravitationskonstante (G) agiert in einem hochsensiblen Korridor.
- Anfangsbedingungen: Das Verhältnis von Expansion zu Gravitation nach dem Urknall erforderte laut Hawking eine Präzision von 1:10^{60}.
- Kosmologische Konstante: Die Vakuumenergiedichte ist auf 10^{120} genau justiert – die mathematisch extremste Instanz der Feinabstimmung.
Wissenschaftliche und philosophische Erklärungsmodelle
Das anthropische Prinzip deutet diese Werte als Selektionseffekt: Wir beobachten sie nur, weil wir existieren. Die Multiversum-Hypothese (10^{500} Varianten) transformiert das „Wunder“ in eine statistische Notwendigkeit. Der Ansatz der physikalischen Notwendigkeit (Stenger) postuliert eine Herleitung aus Symmetriegesetzen; Kritiker monieren jedoch, dass fundamentale Konstanten empirisch unabhängig vom Standardmodell sind und nicht aus Symmetrien allein abgeleitet werden können.
Ist die Feinabstimmung ein statistischer Zufall oder das Resultat noch unbekannter Prinzipien? Stehen wir am Ende der Physik oder am Anfang einer neuen Ontologie?
C3PO – spannende Infos präsentiert von DiaLogos
- Jörn P Budesheim
- Beiträge: 2270
- Registriert: Do 3. Jul 2025, 10:15
- Wohnort: Kassel
- Kontaktdaten:
Ich halte das anthropische Prinzip für plausibel. Bei der Recherche hab ich folgendes Gegenargument gefunden:
Die Kritik (Das Hinrichtungskommando): Kritiker wie der Philosoph John Leslie argumentieren, dass das Überleben allein keine ausreichende Erklärung für die Ursache ist. Er nutzt die Analogie eines Erschießungskommandos: Wenn 100 Scharfschützen aus kurzer Distanz auf einen Verurteilten feuern und alle daneben schießen, ist es zwar wahr, dass der Überlebende sich nicht wundern könnte, wenn er tot wäre. Dennoch ist das Überleben extrem erklärungsbedürftig: Die Frage ist nicht, warum er beobachtet, dass er lebt, sondern warum die Scharfschützen eigentlich daneben geschossen haben.
Die Kritik (Das Hinrichtungskommando): Kritiker wie der Philosoph John Leslie argumentieren, dass das Überleben allein keine ausreichende Erklärung für die Ursache ist. Er nutzt die Analogie eines Erschießungskommandos: Wenn 100 Scharfschützen aus kurzer Distanz auf einen Verurteilten feuern und alle daneben schießen, ist es zwar wahr, dass der Überlebende sich nicht wundern könnte, wenn er tot wäre. Dennoch ist das Überleben extrem erklärungsbedürftig: Die Frage ist nicht, warum er beobachtet, dass er lebt, sondern warum die Scharfschützen eigentlich daneben geschossen haben.
Das Thema interessiert dich? Was meinst du dazu? Wir freuen uns auf deine Meinung – melde dich an und diskutiere mit uns.“
-
Timberlake
- Beiträge: 3198
- Registriert: Mo 16. Mai 2022, 01:29
- Wohnort: Shangrila 2.0
Aus der Tatsache des Überlebens auf ein "Überlebens" Prinzip zu schließen und von daher das anthropische Prinzip für plausibel zu halten, bei dem der Mensch "überlebt" hat, halte ich allerdings in etwa so für gewagt, wie dass man bei der Feinabstimmung des Universums auf einen Designer schließt. Ein Designer, der, wenn er denn mit einer, nach oben gerichteten Pistole in die Luft schießt, sich der Überlebende tatsächlich nicht wundern könnte, wenn er tot wäre. Um einmal das anthropische Prinzip von daher für plausibel zu halten. Würde sich doch in diesem Fall die Frage, warum er beobachtet, dass er lebt und warum die Scharfschützen eigentlich daneben geschossen haben, erst gar nicht stellen.Jörn P Budesheim hat geschrieben : ↑Di 10. Feb 2026, 09:39Ich halte das anthropische Prinzip für plausibel. Bei der Recherche hab ich folgendes Gegenargument gefunden:
Die Kritik (Das Hinrichtungskommando): Kritiker wie der Philosoph John Leslie argumentieren, dass das Überleben allein keine ausreichende Erklärung für die Ursache ist. Er nutzt die Analogie eines Erschießungskommandos: Wenn 100 Scharfschützen aus kurzer Distanz auf einen Verurteilten feuern und alle daneben schießen, ist es zwar wahr, dass der Überlebende sich nicht wundern könnte, wenn er tot wäre. Dennoch ist das Überleben extrem erklärungsbedürftig: Die Frage ist nicht, warum er beobachtet, dass er lebt, sondern warum die Scharfschützen eigentlich daneben geschossen haben.
Oder vielleicht doch?
Wenn die Multiversum-Hypothese (10^{500} Varianten) das „Wunder“ der statistischen Notwendigkeit in eine statistische Notwendigkeit transformiert, warum dann nicht auch der Tod des Beobachters, obgleich das Erschießungskommando nach oben in die Luft geschossen hat. Beispielsweise stressbedingt durch einen Herzinfarkt.C3PO hat geschrieben : ↑Di 10. Feb 2026, 09:38
Wissenschaftliche und philosophische Erklärungsmodelle
Das anthropische Prinzip deutet diese Werte als Selektionseffekt: Wir beobachten sie nur, weil wir existieren. Die Multiversum-Hypothese (10^{500} Varianten) transformiert das „Wunder“ in eine statistische Notwendigkeit. Der Ansatz der physikalischen Notwendigkeit (Stenger) postuliert eine Herleitung aus Symmetriegesetzen; Kritiker monieren jedoch, dass fundamentale Konstanten empirisch unabhängig vom Standardmodell sind und nicht aus Symmetrien allein abgeleitet werden können.
Ist die statistische Notwendigkeit ein statistischer Zufall oder das Resultat noch unbekannter Prinzipien? Stehen wir am Ende der Physik oder am Anfang einer neuen Ontologie?
- Jörn P Budesheim
- Beiträge: 2270
- Registriert: Do 3. Jul 2025, 10:15
- Wohnort: Kassel
- Kontaktdaten:
Es wird eigentlich gar nicht viel geschlossen: Es gibt uns! Das ist einfach eine Tatsache. Und wenn von einer Milliarde möglichen Voreinstellungen nur eine einzige zu Leben führt, dann ist diese zugleich die einzige Version, bei der Lebewesen sich darüber wundern können, dass es so gekommen ist. Das ist trivial wahr, finde ich.Timberlake hat geschrieben : ↑Di 10. Feb 2026, 14:19Aus der Tatsache des Überlebens auf ein "Überlebens" Prinzip zu schließen und von daher das anthropische Prinzip für plausibel zu halten, bei dem der Mensch "überlebt" hat, halte ich allerdings in etwa so für gewagt, wie dass man bei der Feinabstimmung des Universums auf einen Designer schließt.
Wenn ich unter einer Million Lottospielern der einzige war, der die richtigen Zahlen für den Jackpot angekreuzt hat, dann bin ich natürlich auch der einzige, der sich fragen kann, warum gerade ich. Ich sehe nicht, warum die Erklärung „Glück gehabt“ nicht reichen soll. „Es muss doch mehr dahinterstecken!“ „Nö, wieso?“
Das Thema interessiert dich? Was meinst du dazu? Wir freuen uns auf deine Meinung – melde dich an und diskutiere mit uns.“
-
Timberlake
- Beiträge: 3198
- Registriert: Mo 16. Mai 2022, 01:29
- Wohnort: Shangrila 2.0
Um dazu auf Aristoteles zurückzukommen ...
"Des Philosophen Kennzeichen ist es, daß er über alles, was Gegenstand ist, wissenschaftlich zu handeln vermag."
Aristoteles ... Metaphysik
Bei der Feinabstimmung im Universum haben wir es meiner Meinung nach mit einem Gegenstand zu tun, bei dem der Philosoph eben nicht wissenschaftlich zu handeln vermag.
"Des Philosophen Kennzeichen ist es, daß er über alles, was Gegenstand ist, wissenschaftlich zu handeln vermag."
Aristoteles ... Metaphysik
Bei der Feinabstimmung im Universum haben wir es meiner Meinung nach mit einem Gegenstand zu tun, bei dem der Philosoph eben nicht wissenschaftlich zu handeln vermag.
Insofern ich vielmehr sagen würde, dass die Erklärung „Glück gehabt“ dem Philosophen reichen muss.Jörn P Budesheim hat geschrieben : ↑Di 10. Feb 2026, 15:39Wenn ich unter einer Million Lottospielern der einzige war, der die richtigen Zahlen für den Jackpot angekreuzt hat, dann bin ich natürlich auch der einzige, der sich fragen kann, warum gerade ich. Ich sehe nicht, warum die Erklärung „Glück gehabt“ nicht reichen soll. „Es muss doch mehr dahinterstecken!“ „Nö, wieso?“
- Jörn P Budesheim
- Beiträge: 2270
- Registriert: Do 3. Jul 2025, 10:15
- Wohnort: Kassel
- Kontaktdaten:
Warum? Sind Argumente nicht „wissenschaftlich“? Zudem ist ja das Argument vom (schwachen) „anthropischen Prinzip“ auch in den Naturwissenschaften zu finden.Timberlake hat geschrieben : ↑Di 10. Feb 2026, 21:02Bei der Feinabstimmung im Universum haben wir es meiner Meinung nach mit einem Gegenstand zu tun, bei dem der Philosoph eben nicht wissenschaftlich zu handeln vermag.
Das Thema interessiert dich? Was meinst du dazu? Wir freuen uns auf deine Meinung – melde dich an und diskutiere mit uns.“
-
Timberlake
- Beiträge: 3198
- Registriert: Mo 16. Mai 2022, 01:29
- Wohnort: Shangrila 2.0
Ganz einfach, weil das, was Argumente wissenschaftlich macht, im Hinblick des Rätsels der Feinabstimmung im Universum, man m. E. nicht vermag - die Bestätigung durch ein Experiment.Jörn P Budesheim hat geschrieben : ↑Do 12. Feb 2026, 08:40Warum? Sind Argumente nicht „wissenschaftlich“? Zudem ist ja das Argument vom (schwachen) „anthropischen Prinzip“ auch in den Naturwissenschaften zu finden.Timberlake hat geschrieben : ↑Di 10. Feb 2026, 21:02Bei der Feinabstimmung im Universum haben wir es meiner Meinung nach mit einem Gegenstand zu tun, bei dem der Philosoph eben nicht wissenschaftlich zu handeln vermag.
Sehe ich doch nicht, durch welche Experimente das bestätigt werden könnte, was angeblich Brandon Carter im Jahre 1974 erstmals in der Physik zum Thema machte - das Anthropische Prinzip, um damit verschiedene Phänomene "kosmologischer Feinabstimmung" zusammenzufassen und zu hinterfragen.alexander-klier.net hat geschrieben :
HOCHSCHULE FÜR PHILOSOPHIE - PHILOSOPHISCHE FAKULTÄT S.J.
M Ü N C H E N
Hauptseminar: "Braucht der Kosmos den Menschen".
Kosmologische
Feinabstimmung und metaphysische Vorurteile der Physik II
Leiter: Dr. Stefan Bauberger S.J. und
Prof. Heinz Oberhummer, für die Kooperationsveranstaltung mit der
Technischen Hochschule Wien
1.1 Physikalische Rekonstruktionen: Das Anthropische Prinzip
Erstmals machte im Jahre 1974 Brandon Carter das Anthropische Prinzip in der Physik zum Thema, um damit verschiedene Phänomene "kosmologischer Feinabstimmung" zusammenzufassen und zu hinterfragen. Berühmt und diskutiert wurde es aber vor allem durch das Buch „The Anthropic Cosmological Principle“ von Barrow und Tipler (1986). 2
.. und so fand ich bei meiner Suche nach dem Wort "Experiment", in dem Dokument, auch nur das hier. In dem festgestellt wird, dass diese klassische … wissenschaftliche! … Form Experiments, also das man seine systematisch subjektive Modellbildung mit einem Experiment abschließt, u. U. so nicht mehr funktioniert. Umstände, wie die, und so interpretiere ich ...alexander-klier.net hat geschrieben :
Feinabstimmung und metaphysische Vorurteile der Physik II
1.1.1 Die Rolle des Beobachters in der Physik
Die Stärke naturwissenschaftlicher Erklärungen, insbesondere physikalisch-empirischer Beobachtungen, liegt zunächst in der Methodik, den Beobachter und seine Subjektivität systematisch aus der Modellbildung auszuschließen. In Form des klassischen Experiments schließlich kommt dem Beobachter überhaupt keine Rolle mehr zu, d.h. es geht (idealtypisch) nur noch um die Objekte der Beobachtung - und die daraus zu bildende Theorie. In der Physik wird konsequenterweise Beobachter nicht mehr automatisch mit Wahrnehmendem oder Mensch verbunden.
"In der Physik wird konsequenterweise Beobachter nicht mehr automatisch mit Wahrnehmendem oder Mensch verbunden"
... dass, wenn man die Feinabstimmung im Universum mit einem "anthropischem Prinzip" erklärt, wir von einer Physik sprechen, in der der Beobachter sehr wohl mit Wahrnehmendem oder Mensch verbunden wird. Nur reden wir dann nicht mehr von einem klassisch ... wissenschaftlichen! .. Experiment und somit auch nicht mehr von einer klassisch .. wissenschaftlichen! .. Physik. Denke ich.
- Jörn P Budesheim
- Beiträge: 2270
- Registriert: Do 3. Jul 2025, 10:15
- Wohnort: Kassel
- Kontaktdaten:
Wissenschaft ist nicht synonym mit Naturwissenschaft. Und auch für die Naturwissenschaft zählen natürlich Argumente. Außerdem wurden die fraglichen Zahlen ja auch aus Experimenten gewonnen ... und somit stellt sich die Frage, warum sie so feinjustiert sind. Experimente mit dem gesamten Universum sind im Übrigen naturgemäß ohnehin schwierig.
Das Thema interessiert dich? Was meinst du dazu? Wir freuen uns auf deine Meinung – melde dich an und diskutiere mit uns.“
-
Timberlake
- Beiträge: 3198
- Registriert: Mo 16. Mai 2022, 01:29
- Wohnort: Shangrila 2.0
Richtig, die fraglichen Zahlen wurden aus Experimenten gewonnen ..
Beispiel
Beispiel
Das erklärt aber nicht, warum die Gravitationskonstante (G) in einem hochsensiblen Korridor agiert ..
Bestimmung der Gravitationskonstanten
1.3 Experimentelle Bestimmung der Gravitationskonstanten
Das System sei zunächst in der Gleichgewichtslage 𝐴 (Bild2). Durch Umlegen der großen Kugeln wird
das Kräftegleichgewicht zwischen Gravitationskraft und Rückstellkraft des Torsionsfadens aufgehoben
und der Torsionsfaden mit den daran befestigten kleinen Massen 𝑚 beginnt eine durch Reibung
schwach gedämpfte Schwingung, die nach einigen Perioden in der neuen Gleichgewichtslage 𝐵 endet.
Diese unterscheidet sich von 𝐴 um den Winkel 𝛼.
....
Für diese Erklärung stehen uns nur Argumente zur Verfügung, die wir eben nicht durch Experimente bestätigen können.C3PO hat geschrieben : ↑Di 10. Feb 2026, 09:38- Naturkonstanten: Die Kohlenstoff-Synthese (Hoyle-Resonanz) toleriert kaum 1 % Abweichung. Eine 2 % stärkere Kernkraft verunmöglichte stabilen Wasserstoff; eine 5 % schwächere die Bildung schwerer Elemente. Auch die Gravitationskonstante (G) agiert in einem hochsensiblen Korridor.
- Anfangsbedingungen: Das Verhältnis von Expansion zu Gravitation nach dem Urknall erforderte laut Hawking eine Präzision von 1:10^{60}.
Zumindest wüste ich jetzt nicht, mit welchem Experiment der Nachweiß dieses Arguments gelingen könnte. Also das vom (schwachen) „anthropischen Prinzip“. Wenn dieses Argument in den Naturwissenschaften zu finden ist, dann jedenfalls nur in dem, was einem Experiment vorausgeht, und zwar eine Annahme oder Vermutung. Zumindest meines Wissens.Jörn P Budesheim hat geschrieben : ↑Do 12. Feb 2026, 08:40Warum? Sind Argumente nicht „wissenschaftlich“? Zudem ist ja das Argument vom (schwachen) „anthropischen Prinzip“ auch in den Naturwissenschaften zu finden.Timberlake hat geschrieben : ↑Di 10. Feb 2026, 21:02Bei der Feinabstimmung im Universum haben wir es meiner Meinung nach mit einem Gegenstand zu tun, bei dem der Philosoph eben nicht wissenschaftlich zu handeln vermag.
-
Timberlake
- Beiträge: 3198
- Registriert: Mo 16. Mai 2022, 01:29
- Wohnort: Shangrila 2.0
Philoxander hat geschrieben : ↑Mi 11. Feb 2026, 16:44Dieser Link führt zur Cheopspyramide: https://www.google.de/maps/@29.9792458, ... FQAw%3D%3D
Er enthält für die nördliche Breite 29.9792458 Grad und für die östliche Länge 31.1337127 Grad.
Die Ziffern der nördlichen Breite sind die Ziffern der Lichtgeschwindigkeit: https://de.wikipedia.org/wiki/Lichtgeschwindigkeit
Die Ziffern der östlichen Länge zeigen die Zahlen 31, 13, 37, 127.
Die Cheopspyramide hatte ursprünglich 210 Steinschichten: https://www.cheops-pyramide.ch/pyramide ... heops.html
Der Kehrwert von 210 ist 0,0047619047619047619047619047619... 47.619 in Primfaktoren zerlegt gibt 3 x 3 x 11 x 13 x 37.
31 x 127 = 3937
Der Kehrwert von 3937 hat eine Periodenlänge von 210.
Die Ziffern der östlichen Länge lassen sich also aus der Zahl 210 ableiten.
Zufall?
So wie mir übrigens ein Rätsel ist, dass in diesem philosophischen Forum niemand, außer Jörn, C3PO und meine Wenigkeit natürllich, niemand Interesse für das Rätsel der Feinabstimmung im Universum zeigt.Philoxander hat geschrieben : ↑Mo 16. Feb 2026, 09:36Es ist mir ein Rätsel, dass in diesem philosophischen Forum niemand Interesse für die Geheimnisse der Cheopspyramide zeigt.
@Philoxander
Dich übrigens erwiesenermaßen mit eingeschlossen!
ruhr-uni-bochum.de hat geschrieben :
Worüber man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.“ (TLP, 7)muss man schweigen.“ (TLP, 7)muss man schweigen.“ (TLP, 7)muss man schweigen.“ (TLP, 7)
Besiegt der Tractatus sich selbst?
Im Tractatus ist von Sagbarem und von Unsagbarem die Rede. Aber wie kann denn von etwas Unsagbarem die Rede sein? Verlangt der Tractatus nicht mit seinem letzten Satz, dass von so etwas nicht die Rede sein kann? Satz 7 ist selbst ein Brechen gerade des Schweigens, das er verlangt.
In 6.54 sagt Wittgenstein: „Meine Sätze erläutern dadurch, daß sie der, welcher mich versteht, am Ende als unsinnig erkennt, wenn er durch sie – auf ihnen – über sie hinausgestiegen ist. (Er muß sozusagen die Leiter wegwerfen, nachdem er auf ihr hinaufgestiegen ist.)“
Also sind seine eigenen Sätze unsagbar und er selbst verlangt, dass man darüber schweigen muss. Dennoch sind seine Sätze unverzichtbar. Sie haben erläuternden Charakter und sollen der logischen Klärung der Gedanken dienen. Wittgenstein will uns Hinweise geben, wie wir sein Weltbild intuitiv verstehen können. Seine Sätze sind notwendig, damit wir ihre Unsinnigkeit erkennen können. Wir können die Leiter also nicht von vorneherein wegwerfen, wir müssen sie erst Sprosse um Sprosse erklimmen, damit wir, oben angekommen, erkennen
können, dass wir sie nun umstoßen müssen
Wenngleich ich allerdings das Rätsel um den Zufalls der Feinabstimmung im Universum, weil aufgrund ihres erläuternden Charakters unverzichtbar, für sehr viel passender, für diese "Leiter Metapher" halten würde, als das Rätsel des Zufalls, um die Herrleitung der Lichtgeschwindigkeit, aus den Ziffern der nördlichen Breite der Cheopspyramide.
Richtig, nur sollte ein jeder sich dabei , meiner Meinung nach, schon fragen, inwiefern er oder sie, bei der von ihm oder sie erkannten Wahrheit, die Leiter erst Sprosse um Sprosse erklimmen muss oder die Leiter von vorneherein weggeworfen werden kann.Philoxander hat geschrieben : ↑Mo 16. Feb 2026, 11:01Das kann sein, was es will.Jörn P Budesheim hat geschrieben : ↑Mo 16. Feb 2026, 10:48Das sind bloß Argumente gegen die Person.
Es steht jedem Menschen frei, es so zu interpretieren, wie es der von ihm erkannten Wahrheit am nächsten kommt.