Ingeborg Bachmann / 100. Geburtstag

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Dia_Logos
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Dia_Logos
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Jörn P Budesheim
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In einer spontanen eigenen Interpretation/Assoziation würde ich meinen, dass es hier um den Tod geht – und zwar um den eigenen Tod. Die gestundete Zeit ist die Lebenszeit, die man hat. Ihr Ende am Horizont ist immer da; wir wissen, dass wir sterben, nur nicht wann – daher der Nebel.

Die Geliebte im Sand ist der eigene Körper.

Auf diese Weise erkläre ich mir auch die Metapher mit den Fischen. Es ist einfach eine absurde Handlung: Die Fische sind tot, sie liegen rücklings auf dem Tisch, man sieht die Eingeweide, sie sind kalt, das Ende ist bereits da. Sie zurück ins Meer zu werfen, ist eine absurde Handlung, die sie nicht wieder lebendig macht. Man kann die Metapher nicht erklären, aber es hat etwas Trotziges, ein „Dennoch“ im Angesicht des sicheren Todes, etwas Absurdes zu versuchen. Und auch in einem anderen Sinn hat es einen Sinn, weil man sie zurück gibt in den Kreislauf. So ist es ja auch mit dem eigenen Tod, der uns zurück in den großen Kreislauf bringt, welcher hier durch das Meer symbolisiert wird.

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Marschland ist ein Name für ein Gebiet irgendwo in Deutschland. Aber warum nicht offen interpretieren, warum nicht das Land, in dem marschiert wurde? Dann könnten die Marsch-höfe so etwas sein wie die Kasernenhöfe, dort wo das Salutieren und Marschieren geprobt wurde. Zu weit hergeholt? Vielleicht. Wie dem auch sei: Dann wären die Hunde, die man zurückjagd, nämlich die Hunde von Celan aus der schwarzen Milch ...



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Jörn P Budesheim
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Hier gibt es zehn Gedichte der Bachmann: https://www.lyrikline.org/de/gedichte/d ... effnet-261



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Consul
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Filmtipp: "MALINA ist ein deutsch-österreichischer Spielfilm aus dem Jahre 1991 nach dem gleichnamigen Roman von Ingeborg Bachmann. Er lief im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele von Cannes 1991. Regie führte Werner Schroeter, das Drehbuch stammt von Elfriede Jelinek."

Ich habe diesen Film (mit Isabelle Huppert und Mathieu Carrière in den Hauptrollen) damals im Kino gesehen und besitze auch eine DVD-Version. Hier ist die unvergessliche Schlussszene:




"Wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur, du denkst." – Juliane Werding

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Jörn P Budesheim
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Jörn P Budesheim
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Jörn P Budesheim
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