Hier werden Vorträge und Vorlesungen diskutiert, die online als Video verfügbar sind.
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Timberlake
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Di 10. Mär 2026, 19:44
@Consul
Apropos 0D Punkt , und weil deiner Meinung nach, die Möglichkeit besteht, dass Raum und Zeit ewig sind ...
maths2mind.com hat geschrieben :
Einsteinsche Feldgleichung der ART
Die Einsteinschen Feldgleichungen, auch Gravitationsgleichungen der ART stellen einen Zusammenhang zwischen dem Einstein-Tensor G mit den Krümmungseigenschaften der Raumzeit und dem Energie-Impuls-Tensor T her. Mit anderen Worten handelt es sich um die gegenseitige Beeinflussung von der Energie-Impulsverteilung im Universum mit der Geometrie der Raumzeit.
...
T enthält die lokale Massendichte bzw. über E=mc2 die Energiedichte und charakterisiert damit die gravitationsrelevanten Eigenschaften der Materie.
Zur Aufrechterhaltung von Energie- und Impulserhaltungsatz muss die Divergenz vom Energie-Impulstensor bei festen RaumZeit-Koordianten null sein.
Die linke Seite der Gleichung beschreibt die Raumzeit, die rechte Seite der Gleichung beschreibt die Masse, die die Krümmung der Raumzeit bedingt. Eine triviale Schlussfolgerung: Wo es weder Masse noch Energie (gemäß E=mc2) gibt, dort gibt es auch keinen Raum und keine Zeit! D.h. für den Urknall, dass sich nicht die Materie in ein leeres Universum hinein ausbreitet, sondern dass sich das Universum selbst, und zwar nur dort wo es Materie gibt, ausdehnt.
Wenngleich mir selbst zugegebenermaßen völlig unverständlich, soviel glaube ich allerdings aus dem o.g. Zitat entnommen zu haben, dass für den Fall , dass Raum und Zeit tatsächlich ewig sind, dann muss man sich da irgendwie verrechnet haben.
Oder auch nicht, bei einem "Urschwung statt Urknall" ...
Urschwung statt Urknall
Denn der Urknalltheorie haftet ein Makel an: die Singularität. Dieser Anfang vom Anfang, ein ausdehnungsloser Punkt, in dem alle Masse und Raumzeit vereinigt waren – unendlich heiß, unendlich dicht, unendlich klein – ist mit herkömmlicher Physik nicht erklärbar. Und manche Theoretiker und Theoretikerinnen glauben daher auch: Es hat ihn nie gegeben. Stattdessen könnte unser Universum in einer Art Urschwung aus einem vorhergehenden Spiegeluniversum heraus entstanden sein, das in einem Endknall kollabierte, quasi durch ein Raumzeit-Nadelöhr schlüpfte, um sich sofort wieder auszudehnen. Wie ein Luftballon, der die Luft verliert, sich umstülpt und wieder aufbläht.
Es gibt alternative Theorien zur Allgemeinen Relativitätstheorie und zur Quantenmechanik wie die sogenannte Schleifen-Quantengravitation, auch „Loop-Theorie“ genannt. Sie beschreibt unser Universum nicht als Sammelsurium aus Elementarteilchen, sondern als winzige ringförmige Schleifen, die mit der Raumzeit verwoben sind wie Maschen zu einem Strickpullover. Oder die Stringtheorie, die davon ausgeht, dass unsere Welt vielmehr aus lauter winzigen Fäden aufgebaut ist und zehn statt vier Dimensionen hat. Diese Theorien würden rechnerisch ein solches auf links gedrehtes Universum zulassen – wir haben nur keinerlei klaren Beleg, dass sie tatsächlich zutreffen.
Zuletzt geändert von
Timberlake am Di 10. Mär 2026, 20:17, insgesamt 5-mal geändert.
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Philoxander
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Di 10. Mär 2026, 19:59
Consul hat geschrieben : ↑ Di 10. Mär 2026, 19:22
Ja, ein mathematischer Punkt oder 0D-Objekt ist
grundsätzlich unvorstellbar.
Jeder Versuch, sich einen mathematischen Punkt vorzustellen, endet
zwangsläufig mit der Vorstellung
von etwas anderem: eines winzigen 2D-Kreises oder einer winzigen 3D-Kugel.
Ein 0D-Punkt ist
wesentlich von einem Kügelchen
verschieden, denn er hat
weder eine Oberfläche
noch einen Innenraum.
Jeder Versuch, sich ein
0D-Objekt vorzustellen, endet
zwangsläufig mit einem
0Gedanken ohne Inhalt.
Nichts geht eben nicht in einer Welt, die von
1 lebt.
Intelligenz beginnt bei
1.
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Philoxander
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Mi 11. Mär 2026, 18:32
Timberlake hat geschrieben : ↑ Di 10. Mär 2026, 14:46
Philoxander hat geschrieben : ↑ Mo 9. Mär 2026, 23:30
Wir wissen nichts und
werden vorläufig auch nichts wissen.
Ist das so? Wissen wir tatsächlich Nichts? Wissen wir etwa nicht, dass die Erde keine Scheibe ist oder wissen wir etwa auch nicht, dass in der Sonne Wasserstoffatome zu Heliumatomen fusionieren? Dann bilden wir uns möglicherweise nur bloß ein, dass anschließend die Heliumatome leichter sind, weil gemäß der Formel e=mc² die fehlende Masse in Energie umgesetzt wurde .. oder? Vor die Wahl gestellt, ob wir uns das nur einbilden oder Gott, so dürfte allerdings die Entscheidung für Letzteres, also für Gott diesbezüglich, sehr viel leichter fallen. Denke ich. Wie dem auch sei, vor die Wahl gestellt, greife ich auf jene Waage zurück, von der es bei Schopenhauer heißt ...
(
Zitate zum Nachdenken)
"Glauben und Wissen verhalten sich wie die zwei Schalen einer Waage: in dem Maße, als die eine steigt, sinkt die andere"
Schopenhauer ...
Schopenhauer war ein schlauer Kopf, aber hier scheint er
falsch zu liegen.
In dem Maß, wie das
Wissen zunimmt, nimmt auch das
Wissen über das
Nichtwissen zu.
Als die Erde
noch eine
"Scheibe war", wusste niemand etwas von dem
Spiralarm der Galaxie Milchstraße, in dem sich unser Sonnensystem befindet.
Auch nicht von dem Schwarzen Loch in ihrem Zentrum mit 4,3 Millionen Sonnenmassen.
Und wollen wir "wirklich" das Wissen
um diese Tatsache als
Wissen bezeichnen angesichts des Durchmessers des beobachtbaren Universums mit einem Durchmesser von 100 Mrd. Lichtjahren?
Wissen steht immer in
Relation zum Nichtwissen.
Diese "verwandelt" Wissen in eine "Annäherung an die Wahrheit".
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Philoxander
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So 15. Mär 2026, 02:24
Hallo Timberlake,
Sendepause? Ich vermisse Deinen Kommentar.
Und ich werde den Eindruck nicht los, dass auch Du zu den Menschen gehörst, die keine intellektuelle Mission akzeptieren, die über ihre eigene Existenz hinausführt.