ethischer Relativismus aus ethischer Überzeugung?

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Jörn Budesheim
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Mo 24. Jun 2019, 13:33

Unter Relativismus in der Ethik verstehe ich - sehr knapp gesagt - die Idee, dass Normen immer nur relativ auf eine Kultur (Sprachgemeinschaft, etc. o.ä.) in Geltung sind. Gegenbegriffe dazu sind Universalismus, Realismus, Objektivismus ... für die Normen eben objektiv bzw. absolut gelten. Relativismus insbesondere "Radikaler Relativismus" ist oftmals (aber nicht immer) vom Selbstwiderspruch bedroht. Ich für meinen Teil bin der Ansicht, dass Ethik objektiv gilt (ich nutze in diesem kurzen Text die Begriff Ethik und Moral einfachheitshalber synonym) Aber das ist nicht mein Punkt.

Meine Frage ist auch nicht, ob Relativismus richtig oder falsch ist, sondern, ob Relativismus in der Ethik nicht oftmals einem ethischen Impuls entspringt. Dann würde man (objektive) ethische Werte aus ethischen Überlegungen heraus ablehnen. Und das wäre doch ein erstaunlicher Befund, oder?



“… und alles, was man weiss, nicht bloss rauschen und brausen gehört hat, lässt sich in drei Worten sagen.” (Kürnberger)

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