Von mir aus können wir gerne über den "Surrealismus" sprechen, nur hat das für mich bedeutet, gestern zuerst einmal bei wiki nachzulesen, was mit "Surrealismus" gemeint ist (wo sonst als bei wiki kann ich mich schnell und einigermaßen einführend sowie umfassend über ein Wort informieren?). Und so weiß ich nun, daß es sich um ein Konzept, das auf psychoanalytischen Theorien basiert, handelt. Und zwar nicht nur, wie ich bisher dachte, eine bildnerische Kunstrichtung, sondern ebenso können auch Literatur oder Filme "surrealistisch" sein.Jörn Budesheim hat geschrieben : ↑Sa 21. Jun 2025, 18:55Eigentlich hatte ich ja gehofft, dass wir nicht über dieses Bild sprechen, sondern über den Surrealismusaber egal, so ist es auch recht.
Hätte ich die 2 Bilder von Graverol vor einem Monat gesehen, dann wäre ich vielleicht achtlos vorbeigelaufen. Gestern aber scheint es der richtige Moment gewesen zu sein -den man nicht beeinflussen kann- und die Bilder sind mir unter die Haut gegangen.
Die Unterlippe hatte ich nicht gesehen. Ja, interessant die Abwendung des Kopfes. Ich muß das noch in Verbindung mit dem "Opfer" bedenken.Jörn hat geschrieben : Der Kopf der Frau ist fast nicht zu sehen. Er wendet sich von der Szene ab, wir erkennen nur den zarten, roten Schimmer ihrer Unterlippe, der fast sinnlicher wirkt als das gesamte rote Kleid – vielleicht wehen ihre Haare frei im Wind?
Was tust Du in diesem Abschnitt? Die "Sie"-Anrede? Du nimmst hier eine Rolle ein, oder nicht? Im restlichen Text sprichst Du als Jörn, "ich", sprichst Du hier als Kunstführer ins interessierte Publikum? Oder noch verzwickter, Du tust so, als sprächest Du als Kunstführer?Jörn hat geschrieben : Ein Blick auf den Titel kann alles verändern: „Das Frühlingsopfer“. Ich stelle mir sofort vor, es handele sich um ein Märchen, und der Vogel holt sich nun die versprochene Belohnung für ein bestandenes Abenteuer. (Deswegen vielleicht dreht sich der Kopf der Frau zur Seite?) vergessen Sie das gleich wieder! Denn natürlich ist es eine Anspielung auf einen bekannten Mythos oder doch eine religiöse Geschichte? Lassen wir es einfach offen ... bitte.
Ich las, Graverol habe gesagt, ihre Bilder seien "wache, bewußte Träume". Führt das weiter? Beide Bilder sind gegenständlich, aus realistischen Anteilen zusammengesetzt, die in dieser Gleichzeitigkeit in der Realität eher nicht vorkommen.
