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Architektur, Malerei, Graphik, Design ...
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Schönheit in der Kunst
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Reading can seriously damage your ignorance

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Jörn Budesheim
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So 24. Sep 2017, 10:14

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Fichte in Jurop!



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Stefanie
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Mo 25. Sep 2017, 19:19

Ist das künstlerische Freiheit, dass Du die skandinavischen Länder von Europa abgetrennt hast?



Nur Prinzessinnen richten ihr Krönchen.
Königinnen ziehen ihr Schwert.
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Jörn Budesheim
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Mo 25. Sep 2017, 19:26

Ja, mit den Ländergrenzen, egal welcher Art, habe ich es offensichtlich nicht so genau genommen :)



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Stefanie
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Mo 25. Sep 2017, 20:06

Der Zipfel "Dänemark" sind bei fröhlicher Betrachtung aus wie der Zipfel einer Nachtmütze und bei gemeiner Betrachtung wie die verbogene Spitze einer Pickelhaube und Skandinavien sieht aus wie ein Stück Ingwer.

Ist in dem farbigen Teil eine Skizze/Bauplan eines Kirchenschiffs eingearbeitet?



Nur Prinzessinnen richten ihr Krönchen.
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Jörn Budesheim
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Di 26. Sep 2017, 06:13

Ja, stimmt, da findet sich der Grundriss eines Kirchenschiffs!



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Stefanie
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Do 5. Okt 2017, 21:42

Über Fichte nachgelesen, Kalotte nachgelesen (auch die mit "c" geschriebene), ich das Wort unter kalotte nicht lesen kann.... Ich gebe auf. Diese Skizze ist ein Rätsel, dass ich nicht lösen kann.



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Jörn Budesheim
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Fr 6. Okt 2017, 05:16

Vielleicht ist das Bild ja mehr zum Anschauen als zum Rätseln? Auf jeden Fall, so hoffe ich zumindestens, ist es nicht so etwas wie ein Bilder- oder Silbenrätsel :) ich könnte es daher auch nicht auflösen oder erklären. Hmmm...



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Jörn Budesheim
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Fr 6. Okt 2017, 06:08

Nachtrag: das andere Wort, dass du nicht lesen konntest, lautet Argyle. Das ist der Name des Musters!



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Stefanie
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Fr 6. Okt 2017, 09:34

Als Bilderrätsel sehe ich das nicht.
Ich habe versucht, einen Zusammenhang zwischen den gezeigten Teilen der Skizze herzustellen, auch zum Titel. Dies ist mir nicht gelungen. (Irgendetwas muss Dir ja durch den Kopf gegangen sein. )



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Jörn Budesheim
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Fr 6. Okt 2017, 10:15

Der Titel Fichte in Jurop ("Europe") bezieht sich im Prinzip auf Ausschnitte des Bildes, Europa, Fichte, das Muster ... (In der Regel ändere ich die Titel nach Lust und Laune)

Ob es ratsam ist, sich zu überlegen, was im Kopf des Künstlers vorgegangen ist, kann ich nicht abschließend beurteilen. Manchmal mag das so sein, öfter eher nicht :-) Ich denke eher, dass das in vielen Fällen den "Zugang" erschwert, weil man dann eben versucht die Bilder doch so zu lesen, als seien sie ein Bilderrätsel, ein verschlüsselter Text. Aber erstmal sind es ja Bilder und sie sagen nichts, sondern zeigen sich.

Und wenn man schon nach dem Inhalt des Kopfes fragt: Wann hat man schon klare Gedanken so wie sie in einem wohl formulierten Text erscheinen? Ist das, was im Kopf ist nicht oftmals eher ein Durcheinander, eine wilde Folge von Fragmenten, Bildern Gedanken, Summen etc.? Vielleicht ist es hier wie beim Tagebuch des unbekannten Künstlers. Liest man in einem Tagebuch, kann man auch vieles nicht verstehen, wenn man nicht selbst dabei war :-)



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Alethos
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Fr 6. Okt 2017, 18:53

Jörn Budesheim hat geschrieben :
Fr 6. Okt 2017, 10:15
Ob es ratsam ist, sich zu überlegen, was im Kopf des Künstlers vorgegangen ist, kann ich nicht abschließend beurteilen. Manchmal mag das so sein, öfter eher nicht :-)
Im documenta-Thread stellte ich einmal die Frage nach dem Schlüssel zur Kunst. Ich dachte immer, der Kopf des Künstlers sei der Schüssel hinein ins Verstehen des Kunstwerks und vielleicht damit auch der Kunst im Allgemeinen. Gut zu wissen, dass die meisten Schlüssel nicht passen :)



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Jörn Budesheim
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Nach den Intentionen des Künstlers zu fragen gilt in der Regel als sog. "intentionaler Fehlschluss". Die berühme Frage "Was will der Künstler damit sagen, ist also eine Aufforderung zum Fehlschließen :-) Zumindest manchmal oder oft :-))



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Alethos
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In Kunst ist man in einer ganz ungewöhnlichen Art und Weise allein gelassen mit mit dem Werk, aber in dieser Zweiheit geradezu hineingeworfen in eine Vielheit der Möglichkeiten.

Beim Bild Fichte in Jurop z.B., das ich überhaupt nicht verstehe, bietet mir das Nichtverstehen die Freiheit des persönlichen, intimen Verstehenkönnens. Kunstbetrachtung für Laien wie mich bedeutet so gesehen das Gewöhnlichmachen des Ungewöhnlichen. Kunst ist ja sozusagen auf den Punkt gebrachte Ungewöhnlichkeit?



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Stefanie
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Fr 6. Okt 2017, 19:55

Ich sehe dieses Bild so, als ob was da spontan und so aus dem Kopf hinaus auf das Blatt -ähm - purzelte.

Aber erstmal sind es ja Bilder und sie sagen nichts, sondern zeigen sich.
Was für mich gezeigt wird, ist erst mal ziemlich offensichtlich Europa, einschließlich der Schotten. Und die christliche Prägung der europäischen Kultur (wenn man nicht genau hinschaut, sieht die Planskizze vom Kirchenschiff aus wie eine Rasierklinge, die ohne Probleme das Muster zerschneiden könnte). Und dann kommt - pardon - fiel mir Herr Fichte auf... und dann ist es aus. Häh, was macht der da, passt doch nicht wirklich. Mich irritiert einfach Herr Fichte. Ich kann noch nicht mal genau beschreiben, wieso.

Nach dem ich jetzt weiß, was da für ein Wort steht (ich war die ganze Zeit am grübeln, ob der Punkt über den letzten Buchstaben ein I-Punkt oder ein Punkt aufgrund der Papierstruktur ist) habe ich wieder was gelernt, nämlich dass das Muster, was für mich spontan als ziemlich schottisch daher kam/kommt, einen Namen hat.



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Jörn Budesheim
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Sagen wir mal so: Euer "Unverständnis" ist für mich ebenso schwer zu verstehen, wie für euch das Blatt :-) Für mich ist das ein Rätsel.



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Stefanie
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Fr 6. Okt 2017, 20:02

Darf ich darüber ein bißchen schmunzeln?



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Alethos
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Fr 6. Okt 2017, 20:42

Also ich sehe erstmal ein rotes Band und dann Fichte. Das sind die ersten Phänomene, die sich zeigen :) Dann ein Jurop, kartografisch sehr gut erkennbar.


Es fichtet in Jurop. Ein roter Faden. Ein Hörgerät. Ein Geist über Europa. Kant fehlt. Steckt er in der Kugel? Ist das die Welt? Hat Fichte die Welt im Kopf? Ist es eine Monade? Ja. Vielleicht. Da ist ein rotes Band. Jurop. Oder doch ein Schal? Die Geschichte. Sie dreht sich um die eigene Achse. Wie klein die Staaten. Gelungen. Die Schweiz zu westlich. Fichte ist übergross. Ist das ein Hörgerät?

Das ist knapp zusammengefasst, was in meinem Kopf abgeht. Ist doch ganz verständlich :)



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Jörn Budesheim
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:-)



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Stefanie
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Fr 6. Okt 2017, 21:50

Alethos: Kunstbetrachtung für Laien wie mich bedeutet so gesehen das Gewöhnlichmachen des Ungewöhnlichen. Kunst ist ja sozusagen auf den Punkt gebrachte Ungewöhnlichkeit?
Jetzt wird es "ungewöhnlich": Die Laien sind sich nicht einig. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob ich Alethos richtig verstanden habe.
Für mich ist es mehr das Gewöhnliche ungewöhnlich machen. Wobei gewöhnlich steht für das Alltägliche, das "Normal", der Ist-Zustand, so wie es halt ist, das Positive, das Negative, schönes, häßliches, böses, das Bekannte usw. Das wird dann gerührt, geschüttelt und auch noch verquirlt, und dann ist das Bekannte, das alltägliche Gewöhnliche "anders". Oder so...



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