Migration und Ökonomie

Ursprünglich in der praktischen Philosophie beheimatet sind Theorien der Gesellschaft heute weitgehend von der Soziologie aufgegriffen worden.
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Di 5. Mai 2026, 14:55

Das ist eine Auslagerung aus dem Kaffeestübchen!
Zuletzt geändert von Timberlake am Di 5. Mai 2026, 15:34, insgesamt 8-mal geändert.



Das Thema interessiert dich? Was meinst du dazu? Wir freuen uns auf deine Meinung – melde dich an und diskutiere mit uns.

Timberlake
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Di 5. Mai 2026, 14:55

Dynamis hat geschrieben :
Di 5. Mai 2026, 11:34
Bundeszentrale für politische Bildung hat geschrieben : Trump verspricht, was sich vor allem viele Wähler der "Working Class", der Arbeiter-Mittelschicht in den USA schon lange wünschen. Seit Jahren kämpfen sie mit schrumpfenden Einkommen und trüberen Zukunftsaussichten.

(Quelle: https://www.bpb.de/themen/parteien/rech ... n-den-usa/)


Da wirfst du zwei Dinge durcheinander. Wenn es da heißt, dass die Arbeiter schon "seit Jahren" zu kämpfen haben, ist das ja ein länger andauerndes strukturelles Problem. Wenn ich sage, dass von den Rechten wieder einmal eine "neue Sau durch das Dorf getrieben" wird, beziehe mich auf Themen, die nur als Aufreger dienen, aber mit den ökonomischen und sozialen Interessen der Menschen (z.B. finanzielle Besserstellung, Anerkennung) nichts zu tun haben und in diesem Sinne irrelevant sind.
Wenn du sagst, dass von den Rechten wieder einmal eine "neue Sau durch das Dorf getrieben" wird und du dich dabei auf Themen beziehst, die nur als Aufreger dienen, so würde ich allerdings schon meinen, dass das mit den ökonomischen und sozialen Interessen der Menschen (z.B. finanzielle Besserstellung, Anerkennung) zu tun hat und in diesem Sinne durchaus irrelevant sind.



Effekte von Zuwanderung auf Löhne und Beschäftigung

Zusammenfassung

Die wirtschaftlichen Effekte von Zuwanderung sind vielfältig und vom jeweiligen Kontext abhängig. So lässt sich z.B. sagen, dass die Auswirkungen von Zuwanderung auf den Durchschnittslohn und die Beschäftigung der einheimischen ArbeitnehmerInnen mittel- bis langfristig null oder leicht positiv sind. Da Anpassungen jedoch Zeit brauchen, können die unmittelbaren Arbeitsmarkteffekte negativ sein. Zuwanderung kann auch Auswirkungen auf die Einkommensverteilung haben, die sich aus der Qualifikationszusammensetzung der MigrantInnen ergibt.
Ich meine, was hätte denn das für Folgen, wenn wir weil, wie es hier heißt, die Auswirkungen von Zuwanderung auf den Durchschnittslohn und die Beschäftigung der einheimischen ArbeitnehmerInnen mittel- bis langfristig null oder leicht positiv sind, unsere Grenzen öffnen würden? Um an dieser Stelle mit der Migration eines jener Themen zu benennen, die den Rechten als Aufreger dienen. Mittlerweile sogar auf der linken Seite ..
SW-Kanzlerkandidatin Wagenknecht "Das ist nicht rechts"
Die Kanzlerkandidatin des BSW, Sahra Wagenknecht, hat im tagesthemen- Interview die restriktive Migrationspolitik ihrer Partei verteidigt. "Wir müssen die unkontrollierte Migration stoppen", forderte sie und verwies dabei auf jüngste Anschläge, auf kulturelle Konflikte und auf die Wohnungsnot in Deutschland. "Das ist nicht rechts", sagte sie. "Das ist einfach nur vernünftig."

In dem Sahra Wagenknecht, die lange Zeit in der Linkspartei als Kommunistin die kommunistische Plattform angeführt hat, sogar jemand, den Weimer doof findet ...
Dynamis hat geschrieben :
Di 5. Mai 2026, 11:34
Der konkrete Anlass unserer Diskussion war, dass eine Buchhandlung mutmaßlich als Organisationsplattform von Linksextremen benutzt wird. Und das findet Weimer doof und setzt sich dafür ein, dass dem Laden keine Preisgelder mehr zukommen, und bezeichnet die Leute dort als "Extremisten". Anscheinend gibt es da gewalttätige Antifas und die nutzen unter anderem die Ressourcen, die der Buchladen ihnen zur Verfügung stellt.
Auch wenn sie nicht den gewalttätigen Antifas zuzuordnen ist. Wie dem auch sei, in dem ich einmal davon ausgehe, dass auch Weimar für den Stop von unkontrollierte Migration ist, ich mich allerdings schon Frage, ob diese Sau mittlerweile unterschiedslos von allen, also auch von der Mitte durchs Dorf getrieben wird. So wie das einfach nur vernünftig ist. Übrigens auch von mir. So wie die ökonomischen und sozialen Interessen der Menschen (z.B. finanzielle Besserstellung, Anerkennung) meiner Meinung durchaus etwas mit dem Aufreger Migration zu tun haben. Ich denke mal, weil in diesem Sinne durchaus relevant, wirst auch du nicht wirklich eine unkontrollierte Zuwanderung wollen - Oder?
Zuletzt geändert von Timberlake am Di 5. Mai 2026, 15:34, insgesamt 8-mal geändert.




Dynamis
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Di 5. Mai 2026, 15:10

Timberlake hat geschrieben :
Di 5. Mai 2026, 14:55
Effekte von Zuwanderung auf Löhne und Beschäftigung

Zusammenfassung

Die wirtschaftlichen Effekte von Zuwanderung sind vielfältig und vom jeweiligen Kontext abhängig. So lässt sich z.B. sagen, dass die Auswirkungen von Zuwanderung auf den Durchschnittslohn und die Beschäftigung der einheimischen ArbeitnehmerInnen mittel- bis langfristig null oder leicht positiv sind. Da Anpassungen jedoch Zeit brauchen, können die unmittelbaren Arbeitsmarkteffekte negativ sein. Zuwanderung kann auch Auswirkungen auf die Einkommensverteilung haben, die sich aus der Qualifikationszusammensetzung der MigrantInnen ergibt.
Ich habe keine Ahnung, wo du diese Zusammenfassung her hast und wie sie begründet ist, aber an sich ist das doch wenig überraschend, oder? Zuwanderer sind ja keine Orks, sondern Menschen wie du und ich. Daher ist es logisch, dass die Auswirkungen "mittel- bis langfristig null oder leicht positiv sind".

Wofür soll das ein Punkt sein? Dass Zuwanderung im Grunde kein Aufregerthema ist? Da würde ich dann zustimmen.




Timberlake
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Mi 6. Mai 2026, 03:45

Weil von mir zuletzt der betreffende Beitrag am Di , 15:34 nachträglich noch geändert wurde und du deinen 15:10 gepostet hast, gehe ich einmal davon aus, dass dir diese Änderungen entgangen sind. Als solches ich dich bitten würfe, so wie meiner Meinung nach, danach all deine Fragen beantwortet werden, dir dazu den Beitrag 101365 nochmals zu vergegenwärtigen.




Dynamis
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Mi 6. Mai 2026, 09:46

Timberlake hat geschrieben :
Di 5. Mai 2026, 14:55
SW-Kanzlerkandidatin Wagenknecht "Das ist nicht rechts"
Die Kanzlerkandidatin des BSW, Sahra Wagenknecht, hat im tagesthemen- Interview die restriktive Migrationspolitik ihrer Partei verteidigt. "Wir müssen die unkontrollierte Migration stoppen", forderte sie und verwies dabei auf jüngste Anschläge, auf kulturelle Konflikte und auf die Wohnungsnot in Deutschland. "Das ist nicht rechts", sagte sie. "Das ist einfach nur vernünftig."
Ich habe mir das Interview gerade angesehen. Wagenknecht vermischt hier zwei Themen: Einerseits die Migration und andererseits die marode Infrastruktur, zu der auch die Wohnungsnot gehört. Man könnte sich doch mal ganz unabhängig von der Migration fragen, warum nicht genügend Sozialwohnung zur Verfügung gestellt werden:
Bundeszentrale für politische Bildung hat geschrieben : Im Jahr 2002 gab es in Deutschland noch etwa 2,5 Millionen gebundene Sozialmietwohnungen. Bis zum Jahr 2006, als die Zuständigkeit für die soziale Wohnraumförderung vom Bund auf die Länder überging, war der Bestand auf rund 2,1 Millionen gesunken. Zwischen 2006 und 2019 ging die Zahl der Sozialmietwohnungen stetig von 2,09 auf 1,14 Millionen zurück – ein Minus von 957.000 Wohnungen bzw. 45,7 Prozent. Zwar sind auch in diesem Zeitraum Wohnungen im Rahmen der Wohnraumförderung entstanden. Jedoch weniger als gleichzeitig aus der Sozialbindung gefallen sind. Rein rechnerisch hat sich in den Jahren 2006 bis 2019 der Bestand an Sozialmietwohnungen jeden Tag rund 200 Wohnungen reduziert. (https://www.bpb.de/kurz-knapp/zahlen-un ... wohnungen/)
Warum also diese Vermischung mit dem Migrationsthema? Das "linke" Element in Wagenknechts Agitation besteht vielleicht darin, dass sie dieses strukturelle Problem nicht einfach übergeht, sondern zumindest darauf hinweist. Andererseits spricht sie in dem Interview davon die Unternehmer zu stärken, also ist ihre Lösung die, dass sie versucht auf den Kapitalismus zu setzen. Von ihrem früheren Kommunismus ist nicht mehr viel übrig.




Dynamis
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Mi 6. Mai 2026, 09:51

Timberlake hat geschrieben :
Di 5. Mai 2026, 14:55
So wie die ökonomischen und sozialen Interessen der Menschen (z.B. finanzielle Besserstellung, Anerkennung) meiner Meinung durchaus etwas mit dem Aufreger Migration zu tun haben.
Was denn?




Timberlake
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Mi 6. Mai 2026, 14:28

Ganz einfach, dass wenn wir eine unbegrenzte Migration nach Deutschland zulassen, dass den ökonomischen und sozialen Interessen der Menschen (z.B. finanzielle Besserstellung, Anerkennung) zuwider läuft, und woher weiß ich das , dass auch du der Meinung bist?

Timberlake hat geschrieben :
Di 5. Mai 2026, 14:55
SW-Kanzlerkandidatin Wagenknecht "Das ist nicht rechts"
Die Kanzlerkandidatin des BSW, Sahra Wagenknecht, hat im tagesthemen- Interview die restriktive Migrationspolitik ihrer Partei verteidigt. "Wir müssen die unkontrollierte Migration stoppen", forderte sie und verwies dabei auf jüngste Anschläge, auf kulturelle Konflikte und auf die Wohnungsnot in Deutschland. "Das ist nicht rechts", sagte sie. "Das ist einfach nur vernünftig."



Auch wenn sie nicht den gewalttätigen Antifas zuzuordnen ist. Wie dem auch sei, in dem ich einmal davon ausgehe, dass auch Weimar für den Stop von unkontrollierte Migration ist, ich mich allerdings schon Frage, ob diese Sau mittlerweile unterschiedslos von allen, also auch von der Mitte durchs Dorf getrieben wird. So wie das einfach nur vernünftig ist. Übrigens auch von mir. So wie die ökonomischen und sozialen Interessen der Menschen (z.B. finanzielle Besserstellung, Anerkennung) meiner Meinung durchaus etwas mit dem Aufreger Migration zu tun haben. Ich denke mal, weil in diesem Sinne durchaus relevant, wirst auch du nicht wirklich eine unkontrollierte Zuwanderung wollen - Oder?
Dynamis hat geschrieben :
Mi 6. Mai 2026, 09:51
Timberlake hat geschrieben :
Di 5. Mai 2026, 14:55
So wie die ökonomischen und sozialen Interessen der Menschen (z.B. finanzielle Besserstellung, Anerkennung) meiner Meinung durchaus etwas mit dem Aufreger Migration zu tun haben.
Was denn?

Weil , wie hier ersichtlich, . die an dich gerichtete Frage, im Anschluss , an diesem Zitat geflissentlich übersehen wurde. Zumindest gehe ich einmal , im Sinne von "geflissentlich" , etwas ganz bewusst nicht zu beachten, einmal davon aus.

Dazu nur mal zur Probe ..
Dynamis hat geschrieben :
Mi 6. Mai 2026, 09:46
Timberlake hat geschrieben :
Di 5. Mai 2026, 14:55
SW-Kanzlerkandidatin Wagenknecht "Das ist nicht rechts"
Die Kanzlerkandidatin des BSW, Sahra Wagenknecht, hat im tagesthemen- Interview die restriktive Migrationspolitik ihrer Partei verteidigt. "Wir müssen die unkontrollierte Migration stoppen", forderte sie und verwies dabei auf jüngste Anschläge, auf kulturelle Konflikte und auf die Wohnungsnot in Deutschland. "Das ist nicht rechts", sagte sie. "Das ist einfach nur vernünftig."
Ich habe mir das Interview gerade angesehen. Wagenknecht vermischt hier zwei Themen: Einerseits die Migration und andererseits die marode Infrastruktur, zu der auch die Wohnungsnot gehört. Man könnte sich doch mal ganz unabhängig von der Migration fragen, warum nicht genügend Sozialwohnung zur Verfügung gestellt werden:

Würdest du einer unbegrenzten Migration zustimmen, wenn es genügend Sozialwohnung gäbe?

Effekte von Zuwanderung auf Löhne und Beschäftigung

Zusammenfassung

Die wirtschaftlichen Effekte von Zuwanderung sind vielfältig und vom jeweiligen Kontext abhängig. So lässt sich z.B. sagen, dass die Auswirkungen von Zuwanderung auf den Durchschnittslohn und die Beschäftigung der einheimischen ArbeitnehmerInnen mittel- bis langfristig null oder leicht positiv sind. Da Anpassungen jedoch Zeit brauchen, können die unmittelbaren Arbeitsmarkteffekte negativ sein. Zuwanderung kann auch Auswirkungen auf die Einkommensverteilung haben, die sich aus der Qualifikationszusammensetzung der MigrantInnen ergibt.
Weil deren Auswirkung mittel- bis langfristig null oder leicht positiv , wie es hier heißt, dass das, ganz im Gegenteil, den ökonomischen und sozialen Interessen der Menschen (z.B. finanzielle Besserstellung, Anerkennung) möglicherweise sogar entsprechen würde.




Timberlake
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Mi 6. Mai 2026, 14:58

Übrigens
R2D2 hat geschrieben :
Fr 10. Apr 2026, 11:06
https://youtu.be/tVJomcbPalg?is=miJz3M8fAPldIxHE



"Während beispielsweise Nachhaltigkeits und Verkehrsforschung, Medizin, Materialwissenschaften, die Erforschung neuer Energieform und so weiter und selbst grüne Genetik, obwohl die umstritten ist, erkennbar helfen können, scheint Philosophie ganz außen vor zu sein. Was kann sie beitragen? In den Augen vieler Menschen ist Philosophie ein Luxus geworden und eigentlich unbedeutend. Was machen Philosophen überhaupt, außer diskutieren? Und was hat das, was sie machen für ein Sinn, für eine Wirkung über die Binnenwelt der Elfenbeintürme hinaus, die ja im übrigen, was Philosophie angeht, jedenfalls von Orc belagert werden und ziemlich ramponiert aussehen.
Scobel ... 1:28 min



Philosophie als Rettungsanker? 5 radikale Einsichten über das Denken in Krisenzeiten

Wir leben in der Ära der „Great Acceleration“. Es ist ein Zeitalter, in dem vernetzte Krisen – vom Artensterben bis zu den geopolitischen Erschütterungen im Nahen Osten – nicht mehr nacheinander, sondern simultan und in Echtzeit über uns hereinbrechen. In dieser Atmosphäre der permanenten Überforderung wirkt die Philosophie oft wie ein verzichtbares Luxusgut, ein Glasperlenspiel für privilegierte Geister. Doch hinter der Fassade der Elfenbeintürme, die längst von den „Orcs“ ökonomischer Zwänge belagert werden, verbirgt sich eine radikale Erkenntnis: Gerade in der Stunde der existenziellen Verlorenheit ist das philosophische Denken kein Schmuckwerk, sondern die Grundvoraussetzung für Mündigkeit. Wenn die Standardantworten des Westens versagen, bietet die Philosophie keine fertigen Lösungen, aber sie liefert das Werkzeug, um auf hoher See das Schiff umzubauen, während wir darauf segeln.



Wenn hier von „Orcs“ die Rede ist, die die Fassade der Elfenbeintürme mit ökonomischen Zwängen belagern, so würde ich all jene, die da meinen, dass zwischen der Migration und den ökonomischen und sozialen Interessen der Menschen (z.B. finanzielle Besserstellung, Anerkennung) keinerlei Zusammenhang besteht und wir demzufolge da zu unterscheiden haben, in jene Elfenbeintürme verorten.
RosiG2 hat geschrieben :
So 26. Apr 2026, 16:24
Das Tunnel-Schwingungs-Modell
Ein Resonanzmodell für Wirklichkeitsprozesse


Im Tunnel-Schwingungs-Modell (TSM) wird Wirklichkeit nicht als starre Ansammlung von Dingen verstanden, sondern als Resonanzgeschehen. Wirklichkeit entsteht nicht einfach aus dem Nichts. Das TSM unterscheidet zwischen Anti-Seite als Raum des Möglichen, dem Tunnel als Übergang und der Real-Seite als dem, was konkret erscheint, wirkt oder sichtbar wird.

Zentral ist außerdem die Idee der Rückholspannung, durch die Systeme zu höherer Kohärenz und Gedeihlichkeit tendieren. Mit Begriffen wie Null-Linie, Resonanzzeit und Feldkopplung bietet das TSM eine gemeinsame beziehungslogische Sprache für Prozesse in Natur, Mensch, Gesellschaft und Technik an.

Die Triade aus Anti-Seite, Tunnel und Real-Seite kann dabei nicht nur als Weltmodell, sondern auch als Struktur des Erkennens verstanden werden: als Verhältnis von Möglichkeit, Wahrnehmung und Erscheinung. Vereinfacht gesagt: TSM beschreibt nicht nur „so ist die Welt", sondern „so erleben und gestalten wir Wirklichkeit".
In dem im Tunnel-Schwingungs-Modell (TSM) die Wirklichkeit nicht als starre Ansammlung von Dingen verstanden wird, sondern als Resonanzgeschehen und meiner Meinung nach eine Resonanz zwischen Migration und den ökonomischen und sozialen Interessen der Menschen (z.B. finanzielle Besserstellung, Anerkennung) besteht, so wäre ich doch schon sehr gespannt darauf, was das Tunnel-Schwingungs-Modell (TSM) dazu aussagt. Um an dieser Stelle, mit Verlaub, einmal RosiG2 mit ihrem Modell mit ins Boot zu holen. Zumal "vereinfacht gesagt": TSM nicht nur beschreibt „so ist die Welt", , sondern „so erleben und gestalten wir Wirklichkeit". Wie "erleben" wir denn die Migration und wie sollten wir denn von daher dessen Wirklichkeit gestalten? Um sogleich "vereinfacht gesagt" einmal diesbezüglich konkret zu werden.
RosiG2 hat geschrieben :
Mi 29. Apr 2026, 02:10
In Bezug zum Thema: Tunnel Schwingung-Model (TSM)

Ich möchte hier eine niederschwellige Möglichkeit anbieten, reale Phänomene einmal durch die Logik des TSM deuten zu lassen.
Weil dort eine niederschwellige Möglichkeit angeboten wird , reale Phänomene einmal durch die Logik des TSM deuten zu lassen, würde ich es allerdings vorziehen das RosiG2 nicht hier in diesem Thread, sondern dort diese realen Phänomene durch die Logik des TSM deuten lässt.




Dynamis
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Mi 6. Mai 2026, 16:04

Timberlake hat geschrieben :
Mi 6. Mai 2026, 14:28
Ganz einfach, dass wenn wir eine unbegrenzte Migration nach Deutschland zulassen, dass den ökonomischen und sozialen Interessen der Menschen (z.B. finanzielle Besserstellung, Anerkennung) zuwider läuft, und woher weiß ich das , dass auch du der Meinung bist?
Weil du Gedanken lesen kannst?
Timberlake hat geschrieben : Weil , wie hier ersichtlich, . die an dich gerichtete Frage, im Anschluss , an diesem Zitat geflissentlich übersehen wurde. Zumindest gehe ich einmal , im Sinne von "geflissentlich" , etwas ganz bewusst nicht zu beachten, einmal davon aus.
Da gibt es eine viel einfachere Erklärung dafür. Wenn jemand einen sehr langen Kommentar schreibt, gehe ich nicht immer auf jeden einzelnen Satz ein, der da geschrieben wurde. Eine weitere Erklärung liefere ich dir gleich:
Timberlake hat geschrieben : Würdest du einer unbegrenzten Migration zustimmen, wenn es genügend Sozialwohnung gäbe?
Diese Frage weise ich zurück, ich halte sie für verkehrt. Auf die Migrationspolitik des Staates reagiere ich genauso wie auf den Kulturkampf des Herrn Weimer: Ich lasse mir da keine Parteinahme abnötigen. Es spielt nämlich keinerlei Rolle, ob ich meine Zustimmung oder Ablehnung formuliere. Ich bin nicht in politischer Verantwortung und habe daher nicht über die Migrationsgesetze zu entscheiden. Meine diesbezügliche Ohnmacht liegt im Gewaltmonopol des Staates begründet. Es sind die Entscheidungsträger in der Regierung und in den Parlamenten, die über die Gesetze entscheiden und sich auf der Gewalt des Staates stützen, um eine Durchsetzung ihrer Vorstellungen zu erzwingen. Und das tun sie auch dann, wenn ich damit nicht einverstanden bin.

Es gibt in den USA genug Leute, die Trumps Einwanderungspolitik und den Einsatz der ICE-Agenten ablehnen. Nützt es denen etwas, dass sie ihre Ablehnung formulieren? Wird dadurch dieser sinnlosen Brutalität Einhalt geboten? Anscheinend nicht.




Dynamis
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Mi 6. Mai 2026, 16:17

Timberlake hat geschrieben :
Mi 6. Mai 2026, 14:58
Wenn hier von „Orcs“ die Rede ist, die die Fassade der Elfenbeintürme mit ökonomischen Zwängen belagern, so würde ich all jene, die da meinen, dass zwischen der Migration und den ökonomischen und sozialen Interessen der Menschen (z.B. finanzielle Besserstellung, Anerkennung) keinerlei Zusammenhang besteht und wir demzufolge da zu unterscheiden haben, in jene Elfenbeintürme verorten.
Warum diese Polemik? Wenn du der Ansicht bist, dass es da einen Zusammenhang gibt, dann könntest du ihn auch einfach mal darstellen.

Aber anscheinend gibt es diesen Zusammenhang nicht. Du hast aus dem bpb-Artikel zitiert, dort heißt es, dass "die Auswirkungen von Zuwanderung auf den Durchschnittslohn und die Beschäftigung der einheimischen ArbeitnehmerInnen mittel- bis langfristig null oder leicht positiv sind". Ich lese "null oder leicht positiv" so, dass dieser Zusammenhang nicht oder zumindest kaum besteht. Jedenfalls nicht so, dass das irgendeine Aufregung über dieses Thema rechtfertigen würde.




Timberlake
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Mi 6. Mai 2026, 16:46

Dynamis hat geschrieben :
Mi 6. Mai 2026, 16:04
Timberlake hat geschrieben :
Mi 6. Mai 2026, 14:28
Ganz einfach, dass wenn wir eine unbegrenzte Migration nach Deutschland zulassen, dass den ökonomischen und sozialen Interessen der Menschen (z.B. finanzielle Besserstellung, Anerkennung) zuwider läuft, und woher weiß ich das , dass auch du der Meinung bist?
Weil du Gedanken lesen kannst?
Timberlake hat geschrieben : Weil , wie hier ersichtlich, . die an dich gerichtete Frage, im Anschluss , an diesem Zitat geflissentlich übersehen wurde. Zumindest gehe ich einmal, im Sinne von "geflissentlich" , etwas ganz bewusst nicht zu beachten, einmal davon aus.
Da gibt es eine viel einfachere Erklärung dafür. Wenn jemand einen sehr langen Kommentar schreibt, gehe ich nicht immer auf jeden einzelnen Satz ein, der da geschrieben wurde.
Respekt. Darauf muss man erst mal kommen. Also eine Frage deshalb nicht zu beantworten, weil man bei sehr langen Kommentaren nicht immer auf jeden einzelnen Satz eingeht, der da geschrieben wurde. Da gibt es nur ein Problem, der Kommentar war nicht lang.

Timberlake hat geschrieben :
Di 5. Mai 2026, 14:55
SW-Kanzlerkandidatin Wagenknecht "Das ist nicht rechts"
Die Kanzlerkandidatin des BSW, Sahra Wagenknecht, hat im tagesthemen- Interview die restriktive Migrationspolitik ihrer Partei verteidigt. "Wir müssen die unkontrollierte Migration stoppen", forderte sie und verwies dabei auf jüngste Anschläge, auf kulturelle Konflikte und auf die Wohnungsnot in Deutschland. "Das ist nicht rechts", sagte sie. "Das ist einfach nur vernünftig."
Auch wenn sie nicht den gewalttätigen Antifas zuzuordnen ist. Wie dem auch sei, in dem ich einmal davon ausgehe, dass auch Weimar für den Stop von unkontrollierte Migration ist, ich mich allerdings schon Frage, ob diese Sau mittlerweile unterschiedslos von allen, also auch von der Mitte durchs Dorf getrieben wird. So wie das einfach nur vernünftig ist. Übrigens auch von mir. So wie die ökonomischen und sozialen Interessen der Menschen (z.B. finanzielle Besserstellung, Anerkennung) meiner Meinung durchaus etwas mit dem Aufreger Migration zu tun haben. Ich denke mal, weil in diesem Sinne durchaus relevant, wirst auch du nicht wirklich eine unkontrollierte Zuwanderung wollen - Oder?
Zumindest gehe ich, wie hier ersichtlich, einmal davon aus.
Dynamis hat geschrieben :
So 3. Mai 2026, 16:51

Realität und Fiktion

"Nennen Sie, so könnten wir dem Kritiker antworten, irgendeine Tatsache, von deren tatsächlicher Existenz Sie überzeugt sind, und ich werde Ihnen zeigen, dass das, was sie real macht, nichts anderes sein kann als ihre Präsenz als untrennbarer Aspekt einer bewussten Erfahrung. Welchen konkreten Sachverhalt Sie für dieses Gedankenexperiment wählen – sei es eine physikalische Eigenschaft oder ein physikalischer Vorgang, eine künstlerische Wirkung oder eine moralische Tugend –, spielt für das Prinzip der Argumentation keine Rolle. Denn sobald Sie Ihre Tatsache ausgewählt und Ihre Behauptung aufgestellt haben: „Diese Tatsache A existiert wirklich“, werden wir Sie auffordern, sich – wie Sie es immer tun können – ein entsprechendes A vorzustellen, das nicht real, sondern bloß imaginär ist, und dann zu sagen, was den Unterschied zwischen dem realen und dem imaginären oder irrealen A ausmacht. Wenn Sie das Experiment versuchen, werden Sie immer feststellen, wie Kant im historischen Fall der hundert Dollar bewiesen hat, dass der Unterschied nicht in der Hinzufügung eines neuen Prädikats zu jenen liegt, durch die das imaginäre A charakterisiert wird, sondern immer in der tatsächlichen Präsenz des realen A in einer sinnlichen Erfahrung, seinem Eintritt in ein unmittelbar erfasstes Ganzes." (A.E. Taylor, "Mind and Nature", International Journal of Ethics, 13/1 (1902), S. 55-86, hier: S. 58f., übers. mit DeepL)

Frage: Welches Kriterium lässt sich verwenden, um Realität und Fiktion zu unterscheiden? Überzeugt Taylors Antwort?



Könnte es vielleicht sein , dass du, sicherlich ungewollt, mit dem Prädikat .. "sehr langen Kommentaren" .. ein neues Prädikat zu jenen gelegt hast, das durch dieses imaginäre A charakterisiert wird? Wird nicht das ganze Gegenteil sinnlich erfahren? So das vielmehr die Kürze des Kommentars, die tatsächlichen Präsenz des realen A abbildet? So das das Eine eine Fiktion und das Andere eine Realität ist?




Timberlake
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Mi 6. Mai 2026, 17:27

Dynamis hat geschrieben :
Mi 6. Mai 2026, 16:17
Timberlake hat geschrieben :
Mi 6. Mai 2026, 14:58
Wenn hier von „Orcs“ die Rede ist, die die Fassade der Elfenbeintürme mit ökonomischen Zwängen belagern, so würde ich all jene, die da meinen, dass zwischen der Migration und den ökonomischen und sozialen Interessen der Menschen (z.B. finanzielle Besserstellung, Anerkennung) keinerlei Zusammenhang besteht und wir demzufolge da zu unterscheiden haben, in jene Elfenbeintürme verorten.
Warum diese Polemik? Wenn du der Ansicht bist, dass es da einen Zusammenhang gibt, dann könntest du ihn auch einfach mal darstellen.

Nur mal so als Frage, gänzlich unabhängig von der Migration und somit ohne diese Polemik, dass es ökonomischen Zwänge gibt, wird doch wohl von dir nicht ernsthaft bestritten werden .. Oder?

Dazu habe ich mal folgendes auf die Schnelle recherchiert ..
Der ökonomische Systemzwang. Ist er im Kapitalismus Bedingung für Ungleichheit innerhalb der Gesellschaft?
Von Sven Jänsch

Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2018 im Fachbereich Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...),
Note: 2,0, Humboldt-Universität zu Berlin (Philosophische Fakultät),
Veranstaltung: Herrschaft und Domination
Sprache: Deutsch
Abstract: In der vorliegenden Hausarbeit erarbeitet der Autor das Themenfeld der politischen Ökonomie und deren Herrschaft. Wodurch entsteht Ungleichheit im Kapitalismus und wie wird sie befördert? Wozu ist die Ungleichheit der Gesellschaftsmitglieder von zentraler Bedeutung für das System "Kapitalismus" und warum scheint es nicht möglich zu sein, das Phänomen "ökonomische Ungleichheit" innerhalb es Systems aufzulösen?
Wenn die Ungleichheit der Gesellschaftsmitglieder im System "Kapitalismus" befördert wird ..


Unfassbarer Reichtum und seine Kehrseite

Die Kehrseite des unfassbaren Reichtums der Wirtschaftselite ist die Armut vieler Menschen: Fast die Hälfte der Weltbevölkerung – 3,77 Milliarden Menschen – leben in Armut, also von weniger als 8,30 US-Dollar pro Tag. Rund 2,3 Milliarden Menschen sind von moderater oder schwerer Ernährungsunsicherheit betroffen. Diese Zahl stieg zwischen 2015 und 2024 um 42,6 Prozent.

Ungleichheit in Vermögen und in Einkommen – aber auch in Bildung, Gesundheit und sozialer Absicherung – behindert die Entwicklung von Einzelnen und Gesellschaften.

Ungleichheit bedeutet, dass mehr Menschen krank sind, weniger Menschen eine gute Ausbildung haben und weniger Menschen ein glückliches, würdiges Leben führen. Und sie verhindert die Abschaffung von Armut. Wenn die Wohlstandsgewinne vor allem nach oben fließen, bleibt zwangsläufig weniger für alle anderen.
.. was anscheinend nicht nur bloß eine Fiktion, sondern real ist, dann hättest du übrigens zumindest einer dieser Zusammenhänge. Denn wenn infolgedessen fast die Hälfte der Weltbevölkerung – 3,77 Milliarden Menschen – in Armut leben, muss man sich zum Einem nicht wundern, dass Menschen dorthin emigrieren, wo die andere Hälfte der Weltbevölkerung lebt. Zum Anderen aber auch , weil auch dort die Vermögen und Einkommen ungleich verteilt sind, diese Migranten von den Armen dort als Konkurrenten wahrgenommen werden. Und das durchaus zu recht, so wie nun mal das kleine Kuchenstück, dass von der großen Torte bei den Armen verbleibt, nun mehr auch noch dort von diesen Migranten beansprucht wird. So wie übrigens umgekehrt der größte Teil dieser Torte von den Migranten verschont bleibt.

Dazu mal, wie ich finde, bemerkenswerte Zahlen..
Wieso ist das Vermögen in Deutschland so ungleich verteilt?
Markus M. Grabka
Im Jahr 2021 hatten alle Privathaushalte in Deutschland zusammen ein Nettovermögen von rund 13,2 Billionen Euro, also 13.200.000.000.000 Euro. Eine derart riesige Summe kann sich wohl niemand vorstellen. Um die Größenordnung eher einschätzen zu können, hilft ein Rechenbeispiel: Wäre dieses Vermögen gleichmäßig verteilt, hätte jeder Haushalt in Deutschland ein Nettovermögen von gut 316.500 Euro. Eine solche vollkommene Gleichheit gibt es in keinem Staat. In Deutschland ist das Vermögen jedoch ungleicher verteilt als anderswo.




Timberlake
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Mi 6. Mai 2026, 19:20

Wo wir schon mal dabei sind, also den Privathaushalten in Deutschland und dessen Nettovermögen ...
sozialpolitik-aktuell.de hat geschrieben : Überschuldung privater Haushalte nach ausgewählten Haushaltstypen und Schuldenart 2022
Die Überschuldung privater Haushalte erweist sich als ein wachsendes soziales Problem. Nach Schätzungen reichen bei über 10 % aller Haus- halte Einkommen und Vermögen aller Haushaltsmitglieder nicht aus, um die fälligen Forderungen zu begleichen - auch dann nicht, wenn der Lebensstandard bis hin zur Armutsgrenze drastisch reduziert wird. Allerdings ist eine Überschuldung nicht zwangsläufig die Folge eines unangemessenen Konsumverhaltens.




Dynamis
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Mi 6. Mai 2026, 21:01

Timberlake, ich gehe mal auf den Teil ein, wo du dich inhaltlich zu meinen Anmerkungen äußerst.

Timberlake hat geschrieben : Wenn die Ungleichheit der Gesellschaftsmitglieder im System "Kapitalismus" befördert wird ..
Mit Kapitalismuskritik rennst du bei mir offene Türen ein. Das ist aber wieder ein anderes Thema. Du gräbst eine Reihe von Zahlen aus, die eindrucksvoll ökonomische Ungleichheit belegen, die man aber auch ohne Bezug zu Migration thematisieren kann. Vorhin hast du zurecht darauf hingewiesen, dass das Migrationsthema ein Dauerbrenner in der politischen Debatte ist. Da wird aber keine Kapitalismuskritik geübt! Ich habe mir das ganze Wagenknecht-Interview angehört, das von dir verlinkt wurde, und ich habe an keiner einzigen Stelle Kapitalismuskritik entdecken können.

Man kann sicherlich argumentieren, dass Migration eine Folge ökonomischer Ungleichheit ist, aber da ich kein Migrationsforscher bin, kann ich hierzu keine definitiven Aussagen dazu treffen. Berücksichtigt werden müssen auch Flucht aufgrund von politischen Ursachen (Kriege, Repressalien in autoritären Staaten) und Umweltschäden (Klimawandel). In unserer Diskussion ging es aber bisher vor allem um die Auswirkungen der Migration auf die hiesige Arbeiterschicht. Die Frage ist doch: Welches Interesse hat ein Industriearbeiter in einer Chemie- oder Autofabrik daran, dass keine Syrer oder Afrikaner nach Deutschland eingewandert kommen?
Timberlake hat geschrieben : Zum Anderen aber auch , weil auch dort die Vermögen und Einkommen ungleich verteilt sind, diese Migranten von den Armen dort als Konkurrenten wahrgenommen werden. Und das durchaus zu recht, so wie nun mal das kleine Kuchenstück, dass von der großen Torte bei den Armen verbleibt, nun mehr auch noch dort von diesen Migranten beansprucht wird.
Du sagst, dass die Migranten "durchaus zu recht" als Konkurrenten wahrgenommen werden. Richtig ist: Migranten werden als Konkurrenten wahrgenommen, das ist empirisch belegt (dazu habe ich heute gerade erst einen Vortrag von einem Politikwissenschaftler gehört). Dadurch lässt sich auch der Erfolg der AfD bei Arbeitern erklären. Die Frage, ob das "zurecht" geschieht, ist aber noch zu prüfen. Erstens haben wir ja gerade aus dem bpb-Artikel gelernt, "dass die Auswirkungen von Zuwanderung auf den Durchschnittslohn und die Beschäftigung der einheimischen ArbeitnehmerInnen mittel- bis langfristig null oder leicht positiv sind". Also diese Vorstellung, dass man den kleinen Kuchenstück auf noch mehr Leute verteilen muss und dass dann jede Person weniger abkriegt, die stimmt so gar nicht. Zweitens bestätigt auch dein schiefer Vergleich den Punkt, den ich hier die ganze Zeit zu machen versuche: Die Migration ist gar nicht die "Mutter aller Probleme" (O-Ton Horst Seehofer), also gar kein Thema, wegen dem sich die ganze Aufregung lohnt. Strukturell bedingte ökonomische Ungleichheit ist dasjenige Thema, über welches man sich schon eher aufregen kann.




Timberlake
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Mi 6. Mai 2026, 22:03

Dynamis hat geschrieben :
Mi 6. Mai 2026, 21:01
Timberlake, ich gehe mal auf den Teil ein, wo du dich inhaltlich zu meinen Anmerkungen äußerst.

Timberlake hat geschrieben : Wenn die Ungleichheit der Gesellschaftsmitglieder im System "Kapitalismus" befördert wird ..
Mit Kapitalismuskritik rennst du bei mir offene Türen ein. Das ist aber wieder ein anderes Thema.
Das ist doch schon mal was, dass ich mit der Kapitalismuskritik bei dir offene Türen einrenne. Auch wenn dir zugleich die anderen Türen, die sich zumindest mir daraufhin aufmachen, anscheinend verschlossen bleiben. Was vermutlich an dem liegt, was mir damals in der DDR eingehämmert wurde ..

"In der gesellschaftlichen Produktion ihres Lebens gehen die Menschen bestimmte, notwendige, von ihrem Willen unabhängige Verhältnisse ein, Produktionsverhältnisse, die einer bestimmten Entwicklungsstufe ihrer materiellen Produktivkräfte entsprechen. Die Gesamtheit dieser Produktionsverhältnisse bildet die ökonomische Struktur der Gesellschaft, die reale Basis, worauf sich ein juristischer und politischer Überbau erhebt, und welcher bestimmte gesellschaftliche Bewußtseinsformen entsprechen"
Karl Marx .. Zur Kritik der Politischen Ökonomie


Das die ökonomische Struktur der Gesellschaft , weil dessen Basis darstellend, alles was sich darüber als Überbau erhebt, dominiert. So das ich die Migrationsproblematik , weil beim Überbau verortend, ursächlich mit der ökonomischen Struktur der Gesellschaft verknüpfe.


Eine ökonomische Struktur, die sogar etwas ermöglicht hat, was heute unvorstellbar ist , als da wäre ..

Übersicht mit KI
Als Gastarbeiter wurden zwischen 1955 und 1973 rund 14 Millionen ausländische Arbeitskräfte (v.a. aus Italien, Spanien, Griechenland, Türkei, Jugoslawien) angeworben, um den Arbeitskräftemangel im deutschen Wirtschaftswunder zu decken. Geplant als temporärer Aufenthalt, blieben viele, was die deutsche Gesellschaft nachhaltig prägte


Nur um an dieser Stelle mal anhand dessen zugleich den geringen Stellenwert des Überbaus deutlich zu machen, so wie sich mithilfe dessen wohl kaum ein solches deutsches Wirtschaftswunder wieder herstellen lässt.




Dynamis
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Do 7. Mai 2026, 10:15

Timberlake hat geschrieben :
Mi 6. Mai 2026, 22:03
Das ist doch schon mal was, dass ich mit der Kapitalismuskritik bei dir offene Türen einrenne. Auch wenn dir zugleich die anderen Türen, die sich zumindest mir daraufhin aufmachen, anscheinend verschlossen bleiben. Was vermutlich an dem liegt, was mir damals in der DDR eingehämmert wurde ..

"In der gesellschaftlichen Produktion ihres Lebens gehen die Menschen bestimmte, notwendige, von ihrem Willen unabhängige Verhältnisse ein, Produktionsverhältnisse, die einer bestimmten Entwicklungsstufe ihrer materiellen Produktivkräfte entsprechen. Die Gesamtheit dieser Produktionsverhältnisse bildet die ökonomische Struktur der Gesellschaft, die reale Basis, worauf sich ein juristischer und politischer Überbau erhebt, und welcher bestimmte gesellschaftliche Bewußtseinsformen entsprechen"
Karl Marx .. Zur Kritik der Politischen Ökonomie


Das die ökonomische Struktur der Gesellschaft , weil dessen Basis darstellend, alles was sich darüber als Überbau erhebt, dominiert. So das ich die Migrationsproblematik , weil beim Überbau verortend, ursächlich mit der ökonomischen Struktur der Gesellschaft verknüpfe.
Ja, dass die ökonomische Struktur der Gesellschaft maßgeblich die Migrationsproblematik mitbestimmt, da stimme ich dir zu. Dein Beispiel mit dem Wirtschaftswunder belegt dies. Die Unternehmer haben kein Interesse an deutschen Arbeitern, sondern sie haben ein Interesse an (deutschen sowie nicht-deutschen) Arbeitern. (Nur ganz nebenbei möchte ich fragen, was das dann für Folgen für die Länder hat, aus denen die Gastarbeiter entstammten. Die ausländischen Arbeitskräfte konnten sicherlich vieles bewerkstelligen, aber verdoppeln konnten sie sich nicht. Ein türkischer Arbeiter, der ein deutsches Hochhaus hochzieht, hat das eben in Deutschland getan und nicht in der Türkei.) Auch heute noch gibt es diesen Zusammenhang zwischen dem deutschen Bedarf an Arbeitskräften und der Zuwanderung, aktuell aufgrund des demografischen Wandels und der damit einhergehenden Überalterung unserer Gesellschaft, die einen Bedarf an Pflegekräften erzeugt.
tagesschau hat geschrieben : Fast jede vierte Pflegekraft in einem deutschen Altenheim kommt nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit aus dem Ausland. "Die Pflegebranche leidet unter einem gravierenden Fachkräftemangel, der sich demografisch weiter zuspitzt", teilte Vorständin Vanessa Ahuja mit. Ohne ausländische Pflegekräfte würde die Branche schon heute kollabieren, unterstreicht Ahuja. (https://www.tagesschau.de/wirtschaft/ar ... n-100.html)




Dynamis
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Do 7. Mai 2026, 12:14

Hier habe ich einen Text gefunden, der die Überlegungen von Timberlake weiterführt:
Z. Zeitschrift Marxistische Erneuerung hat geschrieben : Migrantische Arbeit spielt eine bedeutende Rolle im Kapitalismus, sowohl als „Industrielle Reservearmee“ als auch als Mittel, um die Ausbeutungsrate zu erhöhen. Jene „Industrielle Reservearmee“ ist allerdings nichts Neues. Schon 1845 schrieb Friedrich Engels, „daß zu allen Zeiten, ausgenommen in den kurzen Perioden höchster Blüte, die englische Industrie eine unbeschäftigte Reserve von Arbeitern haben muß, um eben während der am meisten belebten Monate die im Markte verlangten Massen von Waren produzieren zu können.“ (Engels 1845/1980: 314f.)

Fortgeschrittene kapitalistische Ökonomien suchen regelmäßig Arbeiter aus Entwicklungsländern mit spezifischen Qualifikationen, so z.B. Krankenschwestern, Lehrer und Sozialarbeiter. Im Vereinigten Königreich existiert eine Art „On- und Off“-Migration, um den Bedarf nach flexibler, saisonaler und kostengünstiger Arbeitskraft zu decken. Die Unternehmer benutzen dabei Sonderregelungen (engl.: „special schemes“) in der Landwirtschaft und im Gastgewerbe, um Arbeitskräfte für kurze Zeiträume anzuwerben.

Nachdem acht ehemals kommunistische Staaten[1] der EU 2004 beigetreten waren, konnten sich die Kapitalisten der alten EU-Länder in Zentral- und Osteuropa die besten Arbeitskräfte aussuchen. Bei meinen Recherchen stieß ich beispielsweise auf ein Bustouristikunternehmen aus den englischen Midlands, das in Warschau ein Hotel angemietet hatte und um den städtischen Busbahnhof herum Flugblätter verteilte. Den zahlreichen Fahrern, die zu dem beworbenen Treffen strömten, wurden (für polnische Verhältnisse) gute Löhne versprochen. In den folgenden Wochen zogen 20 Fahrer ins Vereinigte Königreich. Sie erhielten zwar den Mindestlohn; der Vertrag beinhaltete aber eine Klausel, nach der keine festen Stunden, sondern nur Arbeit nach Bedarf vereinbart war. Das bedeutete im Klartext, dass in manchen Wochen das versprochene Gehalt gar nicht verdient werden konnte und sie in anderen Wochen mitten in der Nacht geweckt wurden und 60 Stunden arbeiten mussten. Als sich einige über diese Zustände beschwerten, wurde kurzerhand ein Englisch-Test anberaumt und drei Fahrer wurden gefeuert.[2]

Migrantische Arbeitskräfte eignen sich deshalb so gut als Teil der „Industriellen Reservearmee“, weil man sie einfach wieder loswird. Die USA, Belgien und Frankreich wiesen während der Großen Depression massenhaft Migranten aus. Nigeria schob im Zuge des Kollapses des heimischen Ölgeschäfts in den frühen 1980ern zwei Millionen Arbeiter aus anderen afrikanischen Ländern ab (Strikwerda & Guerin-Gonzales 1993). Nach der Wirtschaftskrise in Südostasien 1997 wurden in Japan, Hong Kong, Korea, Taiwan, Malaysia und Thailand strengere Grenzkontrollen und Überwachungsmaßnahmen eingeführt, Verstöße gegen Einwanderungsgesetze mit Geldstrafen belegt. Südkorea, Thailand und Malaysia schoben Migranten in ihre Heimatländer ab, selbst wenn sie einen legalen Aufenthaltsstatus vorweisen konnten. (Quelle: https://www.zeitschrift-marxistische-er ... ismus.html)




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Jörn P Budesheim
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Do 7. Mai 2026, 13:27

iwd hat geschrieben : Interview: „Wir brauchen Zuwanderung“
Von 2010 bis 2024 wuchs die deutsche Bevölkerung konstant, bis auf das erste Coronajahr. 2025 jedoch schrumpfte die Bevölkerung überraschend. Warum das ein Problem ist, erläutert Philipp Deschermeier, Senior Economist für Immobilienökonomik und Demografie im Institut der deutschen Wirtschaft.

[...]
  • "Wenn dem Arbeitsmarkt immer weniger Menschen zur Verfügung stehen und sich diese Entwicklung verstetigt, ist das langfristig eine Gefahr für unseren Wohlstand."
[...]

Um zumindest eine konstante Bevölkerungsgröße zu halten, brauchen wir Zuwanderung. Allerdings stehen die politischen Zeichen im Moment eher auf Begrenzung der Migration. Für den Arbeitsmarkt ist das eine große Gefahr.

Quelle



Das Thema interessiert dich? Was meinst du dazu? Wir freuen uns auf deine Meinung – melde dich an und diskutiere mit uns.“

Timberlake
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Di 12. Mai 2026, 03:43

Ich ergänze „Wir brauchen eine bestimmte Zuwanderung“. Dazu nur mal zur Info ..

Übersicht mit KI
Die Einwanderung nach Kanada erfolgt primär über das Express Entry System, ein Punktesystem, das junge, gut ausgebildete Fachkräfte mit Arbeitserfahrung und guten Sprachkenntnissen (Englisch/Französisch) bevorzugt. Wichtige Säulen sind die Economic Class (Fachkräfte) und Family Class (Familienzusammenführung). Ein Jobangebot steigert die Chancen enorm.

Wichtige Einwanderungswege
-Express Entry: Das Hauptsystem für Fachkräfte (Federal Skilled Worker, Canadian Experience Class, Federal Skilled Trades). Punkte werden für Alter (ideal unter 30), Bildung, Berufserfahrung und Sprachkenntnisse vergeben.
-Provincial Nominee Programs (PNP): Kanadische Provinzen nominieren spezifische Arbeitskräfte, die deren lokalen Arbeitsmarktbedarf decken
-Family Sponsorship: Familienzusammenführung durch bereits in Kanada ansässige Verwandte (Ehepartner, Kinder, Eltern).
-International Experience Canada (IEC): Working Holiday Visum für junge Erwachsene (meist 18-35 Jahre) für zeitlich begrenztes Arbeiten

Voraussetzungen & Tipps
-Jobangebot: Ein Arbeitsvertrag von einem kanadischen Arbeitgeber ist oft der Schlüssel.-
-Berufe: Besonders gesucht sind Ärzte, Pflegepersonal, Handwerker (Schlosser, Tischler, Elektriker).
-Sprache: Nachweis von Englisch- (IELTS/CELPIP) oder Französischkenntnissen (TEF/TCF) ist zwingend.
-Finanzmittel: Nachweis von Rücklagen (Settlement Funds) ist erforderlich (z.B. ca. 10.000 CAD für Singles).
-Alter: Ab 45 Jahren sinken die Chancen im Express Entry System drastisch.


In diesem Zusammenhang von "Migration und Ökonomie" würde ich übrigens auch jenen Text sehen, den Dynamis gefunden hat ..
Dynamis hat geschrieben :
Do 7. Mai 2026, 12:14

Hier habe ich einen Text gefunden, der die Überlegungen von Timberlake weiterführt:
Z. Zeitschrift Marxistische Erneuerung hat geschrieben : Migrantische Arbeit spielt eine bedeutende Rolle im Kapitalismus, sowohl als „Industrielle Reservearmee“ als auch als Mittel, um die Ausbeutungsrate zu erhöhen. Jene „Industrielle Reservearmee“ ist allerdings nichts Neues. Schon 1845 schrieb Friedrich Engels, „daß zu allen Zeiten, ausgenommen in den kurzen Perioden höchster Blüte, die englische Industrie eine unbeschäftigte Reserve von Arbeitern haben muß, um eben während der am meisten belebten Monate die im Markte verlangten Massen von Waren produzieren zu können.“ (Engels 1845/1980: 314f.)

Fortgeschrittene kapitalistische Ökonomien suchen regelmäßig Arbeiter aus Entwicklungsländern mit spezifischen Qualifikationen, so z.B. Krankenschwestern, Lehrer und Sozialarbeiter. Im Vereinigten Königreich existiert eine Art „On- und Off“-Migration, um den Bedarf nach flexibler, saisonaler und kostengünstiger Arbeitskraft zu decken. Die Unternehmer benutzen dabei Sonderregelungen (engl.: „special schemes“) in der Landwirtschaft und im Gastgewerbe, um Arbeitskräfte für kurze Zeiträume anzuwerben.
Zum Vergleich zwei Fallbeispiele aus Deutschland ..

Wir brauchen Fachkräfte – und schieben sie ab
von Lena Marbacher

Abgeschoben trotz Leistung

Einer, bei dem die Abschiebung bereits vollstreckt werden sollte, ist der Jeside Faisal. Wie der SWR berichtete, floh er aus dem Irak nach Deutschland und arbeitete in einer Bäckerei im Kreis Esslingen als Reinigungskraft. Weil er so fleißig und engagiert war, bot ihm seine Chefin Eve Sigel an, eine Ausbildung in ihrem Betrieb zu beginnen. Doch bevor es dazu kam, stand die Polizei in der Bäckerei, um den Jesiden abzuschieben. Weil sich Frau Sigel wehrte, liegt der Fall jetzt bei der zuständigen Härtefallkommission. Als Jeside kann er dabei allerdings nicht auf besondere Schutzmaßnahmen hoffen, obwohl der Bundestag im Januar 2023 die Massenmorde des IS an den Jesiden als Völkermord anerkannt hat. Und so könnte es Faisal ergehen wie den beiden vorherigen Geflüchteten im Bäckereibetrieb: Beide wurden abgeschoben.

In Offenbach wurde erst Mitte Juni die junge Erzieherin Amira abgeschoben. Sie hatte in Afghanistan Pädagogik studiert und als Erzieherin gearbeitet. „In Deutschland war sie auf dem Weg zur offiziellen Anerkennung. Gerade lief ihr zweites berufspraktisches Jahr – der letzte Schritt zur Fachkraft“, berichtete die „Tagesschau“.[6] Der Geschäftsführer des Kita-Trägers hatte Amira fest als Mitarbeiterin eingeplant, aber die sitzt nun in Litauen, dem Land, das sie erstmals als Geflüchtete registrierte. Zwar könnte sie über ein Arbeitsvisum theoretisch nach Deutschland zurückkehren, aber wer ausgewiesen, zurückgeschoben oder abgeschoben wurde, wird nach Paragraf elf des Aufenthaltsgesetzes mit einem Einreise- und Aufenthaltsverbot belegt. Dessen Länge wird nach Ermessen festgelegt, darf aber fünf Jahre nicht überschreiten. Wer sich das im Jahr 2005 ausgedacht hat, hat offenbar nicht mit Deutschlands Bedarf an Fachkräften gerechnet, obwohl der bereits damals abzusehen war.

„Fleiß und Leistung müssen sich wieder lohnen und im Geldbeutel spürbar werden. Wir bringen Deutschland wieder nach vorne“, heißt es auf der Webseite der CDU.[7] Dort ist auch zu lesen: „Wir sorgen für mehr Arbeitskraft und Fachkräfte im Land. […] Wir vereinfachen ausländischen Fachkräften den Einstieg in Arbeit.“[8] Befragt man CDU-Politiker und -Politikerinnen zu dem Widerspruch zwischen Programm und politischer Praxis, zucken sie kollektiv mit den Schultern und antworten, so sei das Gesetz.
".. so sei das Gesetz" , hört man mal wieder den deutschen Amtsschimmel zum Abschieben von ausländischen Fachkräften wiehern.




Dynamis
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Registriert: Di 24. Mär 2026, 19:10

Di 12. Mai 2026, 12:52

Timberlake hat geschrieben :
Di 12. Mai 2026, 03:43
".. so sei das Gesetz" , hört man mal wieder den deutschen Amtsschimmel zum Abschieben von ausländischen Fachkräften wiehern.
Da ist tatsächlich ein Widerspruch. Die Ökonomie braucht fleißige Migranten und man schiebt sie doch ab.

Dieser Widerspruch ist den CDU-Politikern unbegreiflich, weil sie sich selbst nicht als Nationalisten sehen. Ohne den Nationalismus lässt sich der Widerspruch aber nicht erklären. Grundsätzlich kommt man als Nationalist nicht daran vorbei an den Ausländern ein Exempel zu statuieren. Darum müssen Nationalisten fleißig abschieben, daran knüpfen sie die Legitimation ihrer Politik.

Gerade läuft eine Empörungswelle durch die Reihe der Rechten, weil sie mit der Aussage von Bärbel Bas "Es wandert niemand in Sozialsysteme ein" nicht einverstanden sind. Die Sozialsysteme werden also von Nationalisten als deutsches Eigentum betrachtet. Ausländer haben sich keineswegs an den Sozialsystemen zu vergreifen. Aus diesem Standpunkt wird die Notwendigkeit abgeleitet das Sozialsystem vor den Einwanderern zu schützen. Die Sozialsysteme sind Eigentum der Nation, deswegen muss der Staat Durchsetzungsfähigkeit und Härte zeigen. Also abschieben, abschieben und nochmals abschieben. Verschleiert wird dieser politische Standpunkt, indem er als Sachurteil, als bürokratisch gegebener Sachzwang dargestellt wird: "so ist das Gesetz"




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