Consul hat geschrieben : ↑ Do 10. Okt 2024, 02:27
Das ist falsch!
Ich denke, es ist richtig, zumindest hat das meine eigene kleine Recherche ergeben. Wasser enthält gelöste Mineralien, Gase oder organische Stoffe. Destilliertes Wasser, das in Laboren oder industriellen Prozessen verwendet wird, ist ein seltenes Beispiel für
nahezu reines H₂O. In der Natur findet man Wasser, das
relativ nah an H₂O ist, nur in Form von Regenwasser oder Schmelzwasser aus Gletschern, bevor es mit anderen Substanzen in Kontakt kommt und dann als Wasser fungiert. Die grundlegenden Bedingungen allen Lebens auf diesem Planeten – sei es der menschliche Stoffwechsel, die Photosynthese der Pflanzen, Wetter oder Klima – beruhen und werden beeinflusst von solchem lebensspendendem Wasser.
Während H₂O in der Natur also praktisch nicht vorkommt, sondern die absolut seltene Ausnahme darstellt, wenn es überhaupt irgendwo vorkommt, ist die Erdoberfläche zu circa 72 Prozent von Wasser bedeckt, wovon 97 Prozent Meereswasser ist. Unser Körper besteht in jungen Jahren zu zwei Dritteln aus Wasser, später immerhin noch zur Hälfte. Auch Tiere und Pflanzen bestehen zu einem Großteil aus Wasser, und Wasser ist der Hauptbestandteil vieler unserer Lebensmittel. Es ist dieses Wasser mit seinen gelösten Mineralien, Gasen, organischen Stoffen und vielen anderen Bestandteilen, das unser Ökosystem und unser Leben aufrechterhält – und nicht etwa reines H₂O. H₂O ist zwar (auf diesem Planeten) ein notwendiger Bestandteil von Wasser, aber eben kein hinreichender.
Warum also sollte die absolute Ausnahme H₂O, die praktisch nirgends vorkommt, die Regel bestimmen, wie wir den Begriff „Wasser“ verwenden? Das sehe ich nicht ein.