Swipen

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Jörn P Budesheim
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Do 29. Jan 2026, 20:50

"Technik als Kniff, die Welt als Widerstand aus der Welt zu schaffen" (Max Frisch)



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Jörn P Budesheim
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Do 5. Feb 2026, 21:40




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Jörn P Budesheim
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Fr 6. Feb 2026, 08:46




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Jörn P Budesheim
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Di 10. Feb 2026, 09:54

„Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen.“ (Goethe zugeschrieben)

Das geht – wenn auch vage – in eine ähnliche Richtung. Beim Swipen verschwindet die „Materialität“ der Welt. Ähnlich ist es womöglich auch beim Reisen. Einen Weg zu Fuß zu erwandern, zu erfahren und zu erleben, ist etwas anderes, als ihn mit der Kutsche zu durchreisen – oder heute mit dem ICE oder dem Flieger. Damit will ich jedoch nicht sagen, dass ich auf diese Annehmlichkeiten verzichten möchte.

(Oft geflogen bin ich allerdings nicht, wenn jetzt dieser Eindruck entstanden sein soll. Genau genommen dreimal. ✈️)



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Jörn P Budesheim
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Do 12. Feb 2026, 20:48

"Ist es nicht einfach ein Grundbedürfnis, dass wir Haptisches haben, dass wir Dinge anfassen können, dass wir etwas vor uns haben?"

https://www.ndr.de/kultur/zukunftsforsc ... x-100.html



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Timberlake
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Fr 13. Feb 2026, 00:26

Jörn P Budesheim hat geschrieben :
Di 10. Feb 2026, 09:54
„Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen.“ (Goethe zugeschrieben)

Das geht – wenn auch vage – in eine ähnliche Richtung. Beim Swipen verschwindet die „Materialität“ der Welt. Ähnlich ist es womöglich auch beim Reisen. Einen Weg zu Fuß zu erwandern, zu erfahren und zu erleben, ist etwas anderes, als ihn mit der Kutsche zu durchreisen – oder heute mit dem ICE oder dem Flieger.
Es kommt ganz darauf an …
fichkona-sports.de/ hat geschrieben :
FICHKONA DER WAHNSINNSRITT IM OSTEN

Eine der schnellsten Fichkona´s der letzten Jahre mit 185 gestarteten Teilnehmern im absoluten und totalen Ergebnis.
Die extra formierte Express-Gruppe erreichte nach fast fabelhaften 18:38 Stunden inkl. ca. 1:10 Stunden Pausen nach 611 Kilometern das Kap Arkona! Die alte Streckenbestzeit aus dem Jahr 2008 wurde damit um 47 Minuten unterboten. D
Ob man beispielsweise die 611 Kilometern zwischen Fichtelberg und Kap Arkona in 18:38 Stunden in einem Ritt radelt oder wie ich damals, noch in der DDR, dazu passend, mit meinen Pouch Zelt Fichtelberg in Blau, sich dazu anderthalb Wochen Zeit lässt.

Für mich war als solches schon immer der Weg, das Ziel, wie man so schön sagt. Wenn man denn beim Swipen am Handy auch ein Ziel verfolgt, damit möglicherweise durchaus vergleichbar.




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Jörn P Budesheim
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Fr 13. Feb 2026, 09:39

Timberlake hat geschrieben :
Fr 13. Feb 2026, 00:26
Wenn man denn beim Swipen am Handy auch ein Ziel verfolgt, damit möglicherweise durchaus vergleichbar.
Es geht eigentlich nicht bloß um Ziele, sondern um den Versuch, sie gleichsam unter Umgehung der Widerständigkeit der Wirklichkeit zu erreichen. Beim Swipen ist alles mühelos verfügbar und damit geht ja auch etwas verloren.



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Jörn P Budesheim
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Di 17. Feb 2026, 19:40

Jochen Hörisch hat geschrieben : [Ich] glaube aber tatsächlich, dass wir uns um einen wichtigen Teil unserer Welterfahrung bringen, wenn wir diese überwiegend durch tippen und wischen ansteuern. Die Berührung scheint mir doch zentral für komplexe Sachverhalte zu sein.
https://www.philomag.de/artikel/jochen-hoerisch-haende



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Burkart
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Mi 18. Feb 2026, 20:02

Jörn P Budesheim hat geschrieben :
Fr 13. Feb 2026, 09:39
Timberlake hat geschrieben :
Fr 13. Feb 2026, 00:26
Wenn man denn beim Swipen am Handy auch ein Ziel verfolgt, damit möglicherweise durchaus vergleichbar.
Es geht eigentlich nicht bloß um Ziele, sondern um den Versuch, sie gleichsam unter Umgehung der Widerständigkeit der Wirklichkeit zu erreichen. Beim Swipen ist alles mühelos verfügbar und damit geht ja auch etwas verloren.
Die Frage sollte immer sein, was der Mensch wirklich möchte und dass Technik wie Swipen immer nur ein (Hilfs-)Mittel sein sollte. Nur wenn der Mensch sich in Technik verliert (wie womöglich Kinder, deshalb Ansätze zu Social Media Verbot(e)), hat er ein Problem.
Mühelos verfügbar können aus Lexika oder das Web sein, dadurch geht nicht gleich etwas (relevant) verloren.



Der Mensch als Philosophierender ist Ausgangspunkt aller Philosophie.
Die Philosophie eines Menschen kann durch Andere fahrlässig missverstanden oder gezielt diskreditiert oder gar ganz ignoriert werden, u.a. um eine eigene Meinung durchsetzen zu wollen.

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Jörn P Budesheim
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Do 19. Feb 2026, 08:41

Auch dadurch kann etwas verloren gehen, nämlich die eigene Erfahrung.



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Burkart
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Do 19. Feb 2026, 23:09

Jörn P Budesheim hat geschrieben :
Do 19. Feb 2026, 08:41
Auch dadurch kann etwas verloren gehen, nämlich die eigene Erfahrung.
Erfahrung woran? Klar kann es das, z.B. das Kopfrechnen, wenn man (zu) viel Computer nutzt u.ä. - es ist halt die Frage, wie wichtig einem welche Erfahrung oder auch Können ist.



Der Mensch als Philosophierender ist Ausgangspunkt aller Philosophie.
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Stefanie
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Sa 21. Feb 2026, 19:36

Mir ist nach wie vor nicht klar, worum es hier geht. Die beiden Videos - der Werbespot und Catweazle - kann ich nicht einordnen.

Jörn P Budesheim hat geschrieben :
Di 17. Feb 2026, 19:40
Jochen Hörisch hat geschrieben : [Ich] glaube aber tatsächlich, dass wir uns um einen wichtigen Teil unserer Welterfahrung bringen, wenn wir diese überwiegend durch tippen und wischen ansteuern. Die Berührung scheint mir doch zentral für komplexe Sachverhalte zu sein.
https://www.philomag.de/artikel/jochen-hoerisch-haende
Diesen Artikel finde ich teilweise doch etwas...schräg.
Werther kann Lotte nur deshalb beim schneiden zusehen, weil sie die Finger verwendet, sonst könnte sie nicht schneiden. Er bewundert die Hand im Ganzen, und zur Hand gehören die Finger. Eine Faust ohne Finger geht auch nicht. Sie halten den Stift, das Messer, den Pinsel. Ohne Finger geht nicht viel. Auch "die Hand über etwas oder jemanden halten" benötigt eine Fläche, die es nicht gibt, wenn keine Finger vorhanden sind.
Die Berührung von was auch immer erfolgt auch über die Finger, oft nur durch die Finger.
Für mich ist diese Trennung, die der Autor vornimmt, lebensfremd.



Prinzessinnen richten ihr Krönchen.
Königinnen ziehen ihr Schwert.

Timberlake
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Sa 21. Feb 2026, 21:15

Stefanie hat geschrieben :
Sa 21. Feb 2026, 19:36
Mir ist nach wie vor nicht klar, worum es hier geht. Die beiden Videos - der Werbespot und Catweazle - kann ich nicht einordnen.
... und dabei ist es doch meiner Meinung nach doch so offensichtlich ...
Jörn P Budesheim hat geschrieben :
Do 29. Jan 2026, 20:50
"Technik als Kniff, die Welt als Widerstand aus der Welt zu schaffen" (Max Frisch)
Zumindest, wenn man sich dazu das vergegenwärtigt, und zwar Technik als Kniff ...



Hier "Technik als Kniff", um den Sprössling, wider Erwarten, von seinen Fähigkeiten als Darth Vader zu überzeugen.



Hier "Technik als Kniff", um Catweazle mit dem zu verblüffen, was uns, zu unserer Zeit, als selbstverständlich erscheint.

Aber auch die .. "die Welt als Widerstand aus der Welt zu schaffen" .. sollte sich eigentlich, anhand der beiden Videos einordnen lassen. Finde ich.

Übersicht mit KI
Swipen (aus dem Englischen to swipe = wischen) bezeichnet die Wischbewegung mit dem Finger über einen Touchscreen, meist auf Smartphones

Was jedoch das Swipen betrifft, also dem Begriff, unter dem dieser Thread eröffnet wurde, so würde ich diese Wischbewegung, mit dem Finger über einen Touchscreen selbst allerdings auch nur unter "Technik als Kniff" einordnen wollen, um die Welt als Widerstand aus der Welt zu schaffen. So das sich diese Videos, meiner Meinung nach, nur mittelbar unter diesem Begriff einordnen lassen. Sozusagen als Analogie.

Übrigens

Für mich unvergesslich der alte, stillgelegte Wasserturm auf dem Gelände der Hexworth-Farm , als Versteck für Catweazle, in dem sich ein Teil der Handlung, seiner Zeit abspielte. Von Catweazle "Castle Saburac" genannt. Damals leider noch in schwarz/weis.




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Jörn P Budesheim
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So 22. Feb 2026, 07:09

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Hier habe ich mir erlaubt, ein berühmtes Gemälde von Ferdinand Hodler mithilfe der KI Gemini thematisch zu variieren. In beiden Fällen haben die Hände des Mannes natürlich jeweils fünf Finger – das ändert sich nicht. Und doch tut er mit ihnen etwas völlig anderes.

Nicht die Anatomie hat sich verändert, sondern die Weise des Weltbezugs. An die Stelle der unmittelbaren menschlichen Erfahrung der Widerständigkeit der Realität tritt – mit etwas Pathos gesagt – ihre mühelose, digitale Verfügbarkeit. Dieselbe Hand, aber eine ganz andere Form des Handelns.

Das hat etwas Magisches. Technik erscheint hier wie ein „Elektrik-Trick“ – um mit Catweazle zu sprechen. Und ich finde, dass dies in den beiden Videoausschnitten sehr anschaulich dargestellt wird.

Vielleicht wird es in Zukunft sogar Implantate geben, sodass wir unsere Wirklichkeit – wenigstens manches in ihr – so steuern können, wie es der kleine Darth Vader bisher noch vergeblich versucht.



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Jörn P Budesheim
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Mo 23. Feb 2026, 16:04

Mehr Kindheit, weniger Smartphone (Philipp Hübl)

In der Politik wird über ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche nachgedacht. Experten diskutieren nun das Pro und Contra: Oft werden dabei Phänomene wie Sucht oder Mobbing ins Feld geführt. Doch das Problem liegt tiefer.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/de ... e-100.html



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